DE528117C - Verfahren zum Aufrauhen von bituminoesen Strassendecken, insonderheit Asphaltdecken - Google Patents

Verfahren zum Aufrauhen von bituminoesen Strassendecken, insonderheit Asphaltdecken

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DE528117C
DE528117C DEC42513D DEC0042513D DE528117C DE 528117 C DE528117 C DE 528117C DE C42513 D DEC42513 D DE C42513D DE C0042513 D DEC0042513 D DE C0042513D DE 528117 C DE528117 C DE 528117C
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Germany
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tar
asphalt
roughening
grooves
road
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DEC42513D
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CONTINENTALE STRASSEN TEERUNGS
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CONTINENTALE STRASSEN TEERUNGS
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C11/00Details of pavings
    • E01C11/24Methods or arrangements for preventing slipperiness or protecting against influences of the weather

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufrauhen von bituminösen Straßendecken, insonderheit Asphaltdecken Der namentlich in den Großstädten außerordentlich angewachsene Kraftwagenverkehr stellt an die Beschaffenheit der Straßenoberflächen ganz besondere Ansprüche. Die Oberfläche muß widerstandsfähig, elastisch und eben sein, darf aber unter dem glättenden und bügelnden Einfluß gummibereifter Kraftfahrzeuge nicht glatt werden. Die Gefahren des Großstadtverkehrs können bei weiterer Steigerung des Kraftwagenverkehrs nur dadurch vermindert werden, daß dafür gesorgt wird, Straßenflächen mit einem genügend großen Reibungswert (namentlich auch bei feuchtem Wetter) herzustellen, um .ein rasches Bremsen zu ermöglichen und ein seitliches Schleudern der Wagen zu verhüten.
  • Es ist zwar bekannt, auf der Straßenfläche Rillen, Vertiefungen o. dgl. zu erzeugen, um ein Ausgleiten, insbesondere bei feuchtem Wetter, zu verhindern. Diese Maßnahme hat sich als ungenügend erwiesen, da das Herstellen von Vertiefungen allein die Bildung der verkehrsgefährlichen Glibberschicht auf dem Asphalt nicht zu verhüten vermag. Es ist ferner bekannt, auf Asphaltstraßen Kies oder Splitt aufzustreuen und das Gestein durch bituminöse Stoffe an die Asphaltschicht aufzukleben. Nach der vorliegenden Erfindung werden diese bekannten Verfahren vereinigt: In dem Asphalt werden zunächst Vertiefungen, Rillen o. dgl. erzeugt und - diese anschließend mit wetterbeständigen, die Reibung erhöhenden Mitteln ausgefüllt.
  • Durch praktische Erfahrung und auch durch wissenschaftliche Vergleichsversuche hat sich ergeben, daß insbesondere mit Steinkohlenteer gebundene Straßendecken trotz ebener Oberfläche einen höheren Reibungskoeffizienten besitzen als Asphaltstraßen. Sie sind namentlich dem Stampfasphalt darin weit überlegen, daß sie nicht wie der Stampfasphalt bei feuchtem Wetter zur Bildung einer glibbrigen und schmierigen Oberflächenschicht Anlaß geben, die eine außerordentliche Gefahr für den Großstadtverkehr wegen ihrer Schlüpfrigkeit bedeutet. Es ist deshalb bereits auf verschiedene Weise mit größerem oder kleinerem Erfolg versucht worden, die günstigen Eigenschaften der Asphaltstraßen mit der Verkehrssicherheit der Teerstraßen zu vereinigen. Es hat sich z. B. gezeigt, daß Teerüberzüge nach Art der Oberflächenteerung auf dem Stampfasphalt zufriedenstellend halten und ihm einen großen Reibungswert verleihen. Durch den Verkehr werden aber solche Überzüge mit der Zeit abgeschliffen und erleiden Einbuße in ihrer Wirkung. Bemerkenswert ist immerhin die Tatsache, daß auch Reste eines solchen Oberflächenüberzuges auf dem Stampfasphalt noch sehr deutlich die Reibung vergrößernd wirken.
  • Es wurde gefunden, daß eine Vereinigung von Asphaltstraße und Teerstraße sich auf die `leise herstellen läßt, daß man in der Asphaltfläche z. B. durch Eindrücken oder durch Einfräsen Vertiefungen erzeugt und diese Vertiefungen mit Teer und geeignetem Gesteinsmaterial ausfüllt.
  • Diese Vertiefungen können je nach den Anforderungen des Verkehrs in verschiedenster Weise ausgebildet sein. Es können Löcher in die Asphaltdecke gebohrt oder senkrecht zur Straßenrichtung quer über die Straßenfläche von einem Bordstein zum anderen Rillen von quadratischem, rechteckigem oder halbrundem Querschnitt eingepreßt oder eingefräst werden. Die Rillen können auch einen Winkel mit der Spitze auf der Straßenmitte darstellen oder ein S-förmiges oder wellenförmiges Bild darbieten. Die Breite, Tiefe und Entfernung der Rillen können gleichfalls in weiten Grenzen schwanken. Die Rillen werden z. B. so breit und in solchen Abständen angelegt, daß die Straßenfläche oberflächlich gleichmäßig in eine Teerdecke und eine Asphaltdecke aufgelöst wird. In jedem Falle wird die Wirkung eintreten, daß die Teerflächen eine solche Reibungswirkung entfalten, daß die Schlüpfrigkeit der Asphaltdecke aufgehoben oder auf ein praktisch zulässiges Maß gemindert wird.
  • Praktisch kann sich beispielsweise die Ausführung des Verfahrens wie folgt gestalten: Auf einer Stampfasphaltstraße werden mit Hilfe einer heizbaren Druckwalze oder eines Walzenfräsers Rillen von i cm Tiefe und 5 cm Breite in io cm Abstand eingedrückt bzw. eingeschnitten. Die gesäuberte und trockene Straßenfläche wird sodann einer gewöhnlichen Oberflächenteerung unterworfen und mit Hartgesteinsplitt von 3 bis 8 mm Körnung bestreut. Durch Fegen wird dafür gesorgt, daß dieser Splitt vor allem in die Rillen gelangt und hier mit dem Teer ein inniges Gemenge bildet. Durch nochmaliges Bestreuen mit feinerem Splitt oder Sand und nachfolgendem gründlichem Einfegen wird in den Fugen ein hohlraumarmes, mit Teer gemischtes Gesteinsgerüst erzeugt. Ein Abwalzen mit leichter Walze trägt zur Verdichtung bei. Schließlich wird sich eine ebene Straßenfläche ergeben, bei der die stehengebliebene Asphaltfläche einen dünnen Teerüberzug besitzt, während in den Fugen ein starkes hohlraumarmes Teersplittgemenge vorliegt. Wenn der Verkehr im Laufe der Zeit die dünne Teerdecke von den Asphaltflächen abschleift, bleibt doch die Ausfüllung der Rillen erhalten. Der dann von den Asphaltflächen etwa noch gebildete, bei Regenwetter zur Glibberbildung neigende Asphaltstaub wird von den Teerflächen aufgenommen und wirkungslos gemacht. Die Straßenoberfläche wird also stets eine ausgeprägte Reibungswirkung behalten.
  • An Stelle von Steinkohlenteer können auch andere wetterbeständige Bindemittel mit großem Reibungswert benutzt werden. Als solche kommen z. B. Kautschuk, Faktis, Braunkohlenteer und Asphalt allein oder in Mischung mit Steinkohlenteererzeugnissen in Frage, denen als Füllstoff z. B. Sand, Splitt beigegeben werden kann.
  • In den beiliegenden Abbildungen sind einige Ausführungsformen des Verfahrens beispielsweise schematisch dargestellt. Die Pfeile A und B geben die Fahrtrichtungen an. In den Abb. i und 2 bedeutet d eine Schicht aus Zementbeton und c eine Schicht aus Stampfasphalt. Die z. B. mit Teersplittmischung gefüllten Rillen a verlaufen senkrecht zur Straßenrichtung von einem Bordstein zum anderen. Die Oberfläche der Straße ist mit einer Steinkohlenteerhaut b überzogen. Nach der Ausführungsform gemäß den Abb.3 und q. sind die Rillen a derart angeordnet, daß sie einen Winkel mit der Spitze auf der Straßenmitte bilden. In den Abb. 5 und 6 sind die Rillen wellenförmig angeordnet. Schließlich zeigen die Abb.7 und 8 eine Straßenfläche, in der Löcher gebohrt und diese mit dem Gemisch von Steinkohlenteer und Gesteinsstoff gefüllt sind. In Abb. 8 sind Maße, Entfernung und Anordnung der Löcher so gewählt, daß das rollende Rad des Kraftwagens die Reibungsflächen möglichst ausgiebig berührt. Es sind z. B. die Mittellinien der Löcher quer zur Straßenrichtung um g = io cm voneinander entfernt, während die Lochdurchmesser f = 5 cm betragen. Die Entfernung der Löcher in der Fahrtrichtung e beträgt beispielsweise i5 cm.
  • Die in dieser Weise aufgebrachte Oberflächenschicht findet in den Rillen eine dauerhafte und wirksame Verankerung, so daß die so behandelte Straßenoberfläche stets ein genügendes Maß von Reibung besitzt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufrauhen von bituminösen Straßendecken, insbesondere Asphaltstraßen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Deckschicht erzeugte Vertiefungen oder Rillen beliebigen Querschnitts und beliebiger Linienführung durch Einbringen von Teer, Teersand, Teersplitt oder Teerbeton ausgefüllt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Teer andere wetterbeständige und Reibung erzeugende Bindemittel, z. B. Asphalt, Faktis, Kautschuk, benutzt werden.
DEC42513D 1929-01-16 1929-01-16 Verfahren zum Aufrauhen von bituminoesen Strassendecken, insonderheit Asphaltdecken Expired DE528117C (de)

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DE (1) DE528117C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0157215A3 (en) * 1984-04-02 1987-04-15 Alfred Kunz Gmbh & Co. Method for increasing the load-carrying capacity of bituminous layers
AT17204U1 (de) * 2020-05-28 2021-09-15 B D S Bitumen Dicht Systeme Gmbh Asphaltfahrbahn-Verstärkung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0157215A3 (en) * 1984-04-02 1987-04-15 Alfred Kunz Gmbh & Co. Method for increasing the load-carrying capacity of bituminous layers
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