DE527439C - Selbsttaetig wirkende Nachstellvorrichtung fuer Bremsgestaenge von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Selbsttaetig wirkende Nachstellvorrichtung fuer Bremsgestaenge von Kraftfahrzeugen

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DE527439C
DE527439C DEH124476D DEH0124476D DE527439C DE 527439 C DE527439 C DE 527439C DE H124476 D DEH124476 D DE H124476D DE H0124476 D DEH0124476 D DE H0124476D DE 527439 C DE527439 C DE 527439C
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DEH124476D
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D65/00Parts or details
    • F16D65/38Slack adjusters
    • F16D65/40Slack adjusters mechanical
    • F16D65/52Slack adjusters mechanical self-acting in one direction for adjusting excessive play

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 22. JUNI 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 527439 KLASSE 63 c GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Dezember 1929 ab
ist in Anspruch genommen.
Die Erfindung betrifft selbsttätig wirkende
Nachstellvorrichtungen für Bremsgestänge, die mit Hilfe eines mit dem Bedienungshebel verbundenen Schaltklinkengesperres eine Verkürzung des Bremsgestänges bewirken.
Die Erfindung will eine einfache und zuverlässige Art der selbsttätigen, absatzweisen Einstellung in der Weise schaffen, daß sich ständig das richtige Spiel zwischen Bremsbacken und Bremsfläche ergibt, die Absätze bei den Nachstellungen im Einstellwerk verkleinert werden und dem Fahrer das Gefühl für die richtige Bremsbedienung erhalten bleibt.
Gemäß der Erfindung wird zu diesem Zwecke ein Flaschenzug in das Bremsgestänge eingeschaltet, dessen Seil an eine mit dem Schaltzahnrad verbundene Trommel angeschlossen ist. Hierdurch wird das erforderliehe Maß der Feinheit der Einstellung gewährleistet.
Die Erfindung ist durch die Zeichnungen beispielsweise dargestellt, und zwar ist
Abb. ι ein Aufriß, teilweise im Schnitt, des Einstellwerkes in Anwendung auf ein Bremshebelwerk.
Abb. 2 ist ein Schnitt durch das Klinkwerk, Abb. 3 ein Grundriß,
Abb. 4 ein Aufriß von Bremshebel und zugehörigen Teilen, und zwar von der Rückseite der Abb. 1 gesehen,
Abb. 5 ein Schnitt durch das Gelenk, das äußeren und inneren Bremshebel verbindet.
Abb. 6 zeigt die Anwendung der Erfindung mit einem ungeteilten Bremsbedienungshebel.
Abb. 7 ist eine Stirnansicht, die zeigt, wie der ungeteilte Hebel und das Klinkwerk angeordnet sind.
Bei den Abb. 1 bis 5 ist der innere Bremshebel ι an seinem unteren Ende bei 2 drehbar, und bei 3 ist das untere Ende des äußeren Bedienungshebels 4 mit einer Trittplatte 5 angelenkt. Beide Hebel werden unter Benutzung von Anschlagflächen durch eine Feder 6 (Abb. 4) in einer bestimmten Stellung zueinander gehalten. Beide Hebel sollen sich zusammen bewegen und das Lüftungsspiel aufnehmen, bis entweder die Bremse einen ausreichenden Widerstand bietet oder der Hebel 1 gegen einen Anschlag/ trifft, wonach der go Außenhebel 4 sich gegenüber dem Hebel 1 um den Bolzen 3 dreht und die Bremse mit einem größeren Hebelarm anzieht; am Außenhebel 4 ist bei 9 die Bremsanzugstange 8 angelenkt. Nutzen sich die Bremsbacken stark ab, so kann der Innenhebel 1 schon den Anschlag 7 treffen, bevor das Spiel völlig aufgenommen ist, und infolgedessen wird ein Teil der zwei-
ten Arbeitsstufe schon verwendet, um den Rest des Spiels aufzunehmen, und es kann der Bremsfußhebel sich in eine weniger wirksame Arbeitslage bewegen, bevor die Bremse völlig angezogen ist. Dieser Nachteil wird in bekannter Weise durch Mittel vermieden, die die übermäßige Abnutzung der Bremsbacken selbsttätig ausgleichen. Dadurch wird erreicht, daß der Vorteil des zweiteiligen Bremshebeis jederzeit voll ausgenutzt wird, unabhängig von einer fortschreitenden Abnutzung der Bremsbacken.
Die Bremsanzugstange 8, die am Hebel 4 angreift, ist gelenkig mittels eines Bolzens 10 an einen Arm 32 angelenkt, der um eine Grundplatte verschwenkbar ist, ferner an einen U-förmigen Bügeln, der einen Flaschenrahmen für einen Flaschenzug bildet, welcher zwischen Stange 8 und Bremse liegt. Die zweite Flasche dieses Flaschenzuges besteht aus einem umgekehrten Bügel 12, der mittels eines Stiftes 13 an eine Stange 14 angelenkt ist, die zur Bremse führt. Jede Flasche 11, 12 trägt nebeneinander voneinander unabhängige Rollen 15, 15 bzw. 16, 16, deren Bolzen in den Wangen der Flaschen gelagert sind. Ein Drahtseil 17 oder eine Kette o. dgl. ist mit einem Ende an der Flasche 12 bei 18 befestigt, und sein anderes Ende ist, nachdem es um alle Rollen wie bei dem üblichen Flaschenzug geschlungen ist, durch ein Führungsauge im Bolzen 10 hindurchgeleitet und geht dann zu einer mit Flanschen versehenen Trommel 19, die auf dem Zapfenstift 3 drehbar ist, der die beiden Hebel 1 und 4 verbindet; das andere Ende ist an dieser Trommel bei 20 befestigt.
Die Trommel 19 trägt an der Innenfläche eine Sperradverzahnung 21, auf die eine unter Federwirkung stehende Klinke 22 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinne mitnehmend einzuwirken vermag, die bei 23 an den Hebel 4 angelenkt ist. Eine unter Federwirkung stehende Sperrklinke 24, die bei 25 am inneren Hebel 1 angelenkt ist, greift gleichfalls in das Sperrrad, um seine Rückdrehung im Uhrzeigerdrehsinne zu verhüten.
Ist die Bremse gelöst und sind die Hebel 1 und 4 in ihrer normalen gegenseitigen Lage, so wirkt die Sperrklinke 24 gerade auf einen Zahn, während die Schaltklinke 22 kurz vor der Stirnfläche eines Zahnes steht. Im normalen Zustand der Bremsen werden sich, wenn zunächst Druck auf den Fußhebel ausgeübt wird, die beiden Hebel 1 und 4 mit Trommel und Klinkenglied gemeinsam wie ein Festkörper bewegen. Wenn aber der Hebe^ den zweiten Teil seines Hubes dadurch beginnt, daß er sich gegenüber dem inneren Hebel dreht, so drückt die Schaltklinke 22 gegen die Stirnfläche des nächsten Zahnes, und sie kann das Sperrad um eine kurze Strecke entgegen dem Uhrzeigersinne drehen, jedoch nicht weit genug, um die Sperrklinke 24 zu veranlassen, den nächstfolgenden Zahn in dem Augenblick zu erfassen, wo die Bremsbacken fest gegen ihre Trommeln gezogen sind. Wenn also der Druck auf den Fußhebel aufhört, kehren die Hebel in ihre Ausgangslage zurück. Tritt jedoch eine beträchtliche Abnutzung im Bremsbelag auf und beginnt der zweite Teil des Hubes des Außenhebels 4 erst dann, wenn der innere Hebel 1 schon gegen seinen Anschlag 7 geführt ist, dann kann sich der Hebel 4 gegenüber dem Hebel 1 in solchem Maße drehen, daß die Klinke 22 das Sperrad so weit mitnimmt, daß die Sperrklinke hinter den nächsten Zahn fallen kann. Auf diese Weise wird die Trommel 19 jeweils um eine Zahnteilung des Sperrades mitgenommen, und im gleichen Maße wird das Seil 17 aufgewunden, so daß beim Rückgang des Hebels 4 in seine Ausgangsstellung der Abstand zwischen den beiden Flaschen 11 und 12 verringert wird und infolgedessen auch die Länge der Verbindung zwischen Hebel 4 und Bremse, so daß also selbsttätig das übermäßige Bremsbackenspiel ausgeglichen wird. Die Flaschenzuganordnung kann gegen Staub, Schmutz und Feuchtigkeit durch eine biegsame, wasserdichte Gewebehülle 26 geschützt sein, die auf einer gewickelten Druckfeder 27 aufliegt und deren Enden auf Stirnscheiben 28,29 aufliegen, die auf den Flaschen 11 und 12 befestigt sind. Die Feder wird, wenn die Flaschen näher zusammengezogen werden, zusammengedrückt. Die Platte 28 kann bei 30 (Abb. 3) einen Spalt zum Durchlaß des Drahtseiles 17 aufweisen.
Bei Anwendung der Erfindung auf einen bekannten, ungeteilten Bremsbedienungshebel (Abb. 6 und 7) ist der Flaschenzug zwischen der am Fußhebel,4 angreifenden Stange 8 und der zur Bremse führenden Stange 14 angeordnet, und die Flaschen 11 und 12 greifen an diesen Stangen an, während das Seil 17, das um die Rollen 15, 16 geschlungen ist, mit seinem anderen Ende an einer Trommel 19 angreift, die auf dem Zapfenstift 31 des Fußhebels gelagert ist und ein Sperrad 21 trägt, in das eine Schaltklinke 22 eingreift, die auf dem Fußhebel 4 sitzt, sowie eine Sperrklinke 24, die am Rahmen des Fahrzeuges in der gewünschten Lage angebracht ist.
Die Wirkung ist die gleiche wie beim ersten Ausführungsbeispiel; die Bewegung des Fußhebels ist bei geringer Abnutzung des Bremsbelages nicht ausreichend, um ein dauerndes Vorwärtsschalten des Sperrades herbeizuführen, bis die Bremsbacken beträchtlich abgenutzt sind, wonach dann eine solche Bewegung erfolgt, daß die Sperrklinke 24 auf einen an-
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deren Zahn wirkt, das Seil dadurch aufwickelt und das Bremsgestänge verkürzt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Selbsttätig wirkende Nachstellvorrichtung für Bremsgestänge von Kraftfahrzeugen mit einem Schaltzahnrad, in das eine Schaltklinke und eine Sperrklinke eingreifen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flaschenzug (15,16) in das Bremsgestänge (8, 14) eingeschaltet und dessen Seil (17) an eine mit dem Schaltzahnrad (21) verbundene Trommel (19) angeschlossen ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEH124476D 1928-12-12 1929-12-06 Selbsttaetig wirkende Nachstellvorrichtung fuer Bremsgestaenge von Kraftfahrzeugen Expired DE527439C (de)

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GB527439X 1928-12-12

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DE527439C true DE527439C (de) 1931-06-22

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ID=10465117

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DEH124476D Expired DE527439C (de) 1928-12-12 1929-12-06 Selbsttaetig wirkende Nachstellvorrichtung fuer Bremsgestaenge von Kraftfahrzeugen

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DE (1) DE527439C (de)

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