DE526794C - Verfahren zur Plastizierung von Holz - Google Patents

Verfahren zur Plastizierung von Holz

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DE526794C
DE526794C DEI39687D DEI0039687D DE526794C DE 526794 C DE526794 C DE 526794C DE I39687 D DEI39687 D DE I39687D DE I0039687 D DEI0039687 D DE I0039687D DE 526794 C DE526794 C DE 526794C
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Germany
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wood
acid
plasticizing
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degummed
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Expired
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DEI39687D
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English (en)
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Dr Hermann Suida
Dr Hubert Titsch
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B3/00Preparation of cellulose esters of organic acids
    • C08B3/06Cellulose acetate, e.g. mono-acetate, di-acetate or tri-acetate

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Description

  • Verfahren zur Plastizierung von Holz Die Plastizierung von nicht vorbehandeltem oder entharztem und entgummiertem Holz in einer einfachen Operation ist bisher nicht bekannt. Es ist zwar bekannt, Cellulose durch Veresterung in plastische Form zu bringen, und es ist auch bekannt, Holz zu acetylieren (vgl. W. Fuchs, Berichte 61, S. 948 ff.; Suida und Titsch, Berichte 61, S.1599 ff.).
  • Bei den bisher bekannten Acetylierungsversuchen von Holz ergab sich stets ein in allen Arten von Lösungsmitteln fast unlösliches, das Fasergefüge bzw. die Holzstruktur unverändert aufweisendes Material, das sich nicht plastizieren ließ.
  • Es wurde überraschenderweise gefunden, daß man bei Verknetung von feinzerteiltem, entgummiertem Holz mit Essigsäureanhydrid ohne oder mit Zusatz von konzentrierter Essigsäure dieses leicht in plastische, die Holzstruktur nicht mehr aufweisende Form überführen kann, wenn eine bestimmte Menge stark katalytisch wirkender Mineralsäure zugesetzt wird und wenn die Temperatur unter einer bestimmten Grenze gehalten wird.
  • Die Acetylierung von Holz in Gegenwart von Mineralsäure wurde schon durchgeführt, doch hat diese Arbeitsmethode keinerlei Plastizierung ergeben. Es kommt bei der Plastizierung offenbar darauf an, den Katalysator in einem bestimmten Mengenverhältnisse zuzusetzen; für Schwefelsäure z. B. beträgt die Menge 8 bis 14 Prozent, auf das Gewicht des angewandten Holzes berechnet; bei anderen Mineralsäuren sind es äquivalente Beträge. Hierdurch ist das überraschende Ergebnis der vorliegenden Erfindung begründet. Es hat sich auch gezeigt, daß bei Anwendung höherer Temperatur eine Überführung des Holzes in eine kolloidale, gequollene, hochviskose Masse nicht ohne weiteres gelingt, weil anscheinend unter solchen Bedingungen bereits eine unerwünschte Zersetzung des Holzes eintritt. Die obere Grenze der Ausführbarkeit wurde mit 30' C bestimmt. Der Grad, in dem Überführung in den plastischen Zustand eintritt, ist je nach der Holzart verschieden; die besten Ergebnisse lieferte Buchenholz.
  • Es ist zwar bekannt, unter analogen Bedingungen Cellulose zu acetylieren und zu plastizieren; es war aber nicht vorauszusehen, daß unter solchen Bedingungen Holz, welches Inkrusten enthält, ebenfalls plastizierbar wäre, und es zeigt das Fehlen einer solchen Beobachtung in der Literatur, daß die Bedingungen für die Plastizierung des Holzes nicht auf der Hand liegen, wiewohl die Bedingungen für die Acetylierung der Cellulose schon vor sehr langer Zeit bekannt geworden sind.
  • Das Verfahren sei an folgenden Beispielen erläutert: In einem Knetapparat, den man kühlen und beheizen kann, werden 5o Teile entharztes Buchenholzmehl mit qoo Gewichtsteilen Essigsäureanhydrid und 3oo Gewichtsteilen Eisessig unter Zusatz von ¢ Gewichtsteilen Schwefelsäure verknetet. Der anfangs ganz dünne Brei wird bei Einhaltung einer Temperatur von ao bis 25' in etwa drei bis sieben Stunden in eine viskose glasige Masse übergeführt. Diese Masse kann durch Behandeln mit Wasser in fast farblose Flocken koaguliert werden; das ausgewaschene Material läßt sich in den üblichen Lösungsmitteln lösen oder in Quellung bringen. Die Essigsäure kann auch weggelassen werden, nur ist dann die Temperatur sorgfältiger zu beobachten.
  • An Stelle von Buchenholzspänen kann auch Fichtenmehl benutzt werden, ebenso kann die Schwefelsäure durch die äquivalente Menge Salzsäure oder Phosphorsäure ersetzt werden; die Verknetzeiten verschieben sich dann etwas, und bei Verwendung von Salzsäure soll die Temperatur möglichst noch niedriger gehalten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Plastizierung von Holz, dadurch gekennzeichnet, daß man zerkleinertes, entgummiertes Holz, zweckmäßig in Form von Spänen oder Mehl, mit Essigsäureanhydrid mit oder ohne Zusatz von Essigsäure in Gegenwart von mehr als 8 und weniger als 1401, Schwefelsäure oder äquivalenten Mengen einer analog wirkenden Säure, wie Phosphorsäure, Salzsäure u. a., bei Temperaturen von unter 3o ° C, verknetet und die vollständig verquollene, kein Fasergefüge mehr zeigende Masse analog wie bei der Celluloseacetatherstellung aufarbeitet.
DEI39687D 1928-11-29 1929-10-30 Verfahren zur Plastizierung von Holz Expired DE526794C (de)

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