DE52645C - Vorrichtung zum Bändigen scheu gewordener Pferde - Google Patents

Vorrichtung zum Bändigen scheu gewordener Pferde

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DE52645C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52645D
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Original Assignee
J. HOFFMANN in Neu-Schleussig-Leipzig
Publication of DE52645C publication Critical patent/DE52645C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68BHARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
    • B68B1/00Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
    • B68B1/13Devices for preventing bolting

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 56: Pferdegeschirr.
Durch vorliegende Erfindung wird die Bändigung von scheu gewordenen Pferden bezweckt, und zwar soll durch den Erfindungsgegenstand dem Thiere die Möglichkeit der Ausführung unerwünschter Bewegungen benommen werden, sobald der Gegenstand in Wirksamkeit gesetzt wird. Es ist bei der Construction dieser Vorrichtung auch darauf Rücksicht genommen, dafs dieselbe sowohl für Reit- als Wagenpferde anwendbar sei. Demgemäfs ist sie derart construirt, dafs weder Zäumung noch Geschirr des Pferdes beeinträchtigt wird, vom Reiter aber sowohl wie vom Fahrer im Augenblicke der Gefahr dieselbe rasch und sicher zur Wirkung gebracht werden kann.
Eine Darstellung der Erfindung ist in den Fig. ι bis 8 gegeben. Es zeigt:
Fig. ι die äufsere Seitenansicht der Vorrichtung aufgezogen,
Fig. 2 die Vorderansicht derselben in gleichem Zustande,
Fig. 3 die Seitenansicht der Vorrichtung mit ausgeschobenen Platten,
Fig. 4 die Vorderansicht derselben in gleichem Zustande, .
Fig. 5 den Grundrifs der Vorrichtung,
Fig. 6 die Innenansicht nach Wegnahme der Deckplatte,
Fig. 7 ein mit der Vorrichtung versehenes Pferd und
Fig. 8 eine am Pferde zur Wirkung gebrachte Vorrichtung.
Es ist an dem Theil A der Vorrichtung mit α ein gebogenes Rohrstück bezeichnet, welches in geeigneter Weise auf der rechten und linken Seite gegen das Kummet und den Leibriemen des Pferdes oder den Sattel und den Leibriemen befestigt wird. In dem Rohr α befindet sich eine gezahnte Stange s, in deren Zähne die des Rädchens r eingreifen; das Rädchen r ist auf einer Spindel q befestigt, welche, in den beiden Seitenwänden w der Vorrichtung gelagert, von aufsen mittelst eines Schlüssels gedreht werden kann.
Gemeinsam mit dem Zahnrädchen r sitzt das Sperrrädchen ρ auf der Spindel q und legt sich in dessen Zähne die Klinke ο ein. Letztere wird durch das Federchen η stets gegen das Rädchen angezogen, welchem Zuge auch der Riegel in folgt. Am Riegel m ist ein Zügel d angebracht.
• Auf die Stange s ist' eine Spiralfeder I aufgeschoben, welche sich mit ihrem unteren Ende gegen eine an s befindliche Kugel, s1 ansetzt und mit ihrem oberen Ende gegen die im Rohr befindliche Scheibe s2 anstemmt.
Die auf beiden Seiten des Pferdes anzubringenden Vorrichtungen A werden durch eine quer über die Brust C (s. Fig. 5) des Pferdes gehende geeignet geformte Platte b, welche an den Röhren α befestigt ist, verbunden.
Hinter dieser Platte b sind weitere zwei Platten- e und f befindlich, welche so angeordnet sind, dafs sie in senkrechter Richtung hinter einander verschoben werden können.
Die innerste dieser Platten, nämlich^, ist gegen die Kugel s1 der Stange s so befestigt, dafs sie, wenn s nach unten oder oben geschoben wird, an deren Bewegung theilnehmen mufs und diese Bewegung auch der Platte e mittheilt, sowie auf ihrem Wege eine bestimmte Stelle erreicht ist. Die Platte b ist so geformt und
nimmt an der Brust des Pferdes eine solche Stellung ein, dafs das Thier durch deren Vorhandensein in seinen Bewegungen nicht behindert wird.
Wird mittelst eines Schlüssels Rädchen r so gedreht, dafs die Stange s nach oben geht, so findet ein Zusammenschieben der Platten f und e nach einander, und zwar hinter b statt. Dabei wird die Feder / gespannt und bleibt diese, die Platten f und e mit in der eingenommenen Stellung haltend, in gespanntem Zustande, da die Klinke o, sich in die Zähne von ρ einlegend, sie am Rückgang verhindert.
Findet Scheuen bezw. Durchgehen des Pferdes statt, so braucht der Reiter oder Fahrer nur an dem Zügel d zu rucken, um die Sicherheitsvorrichtung zur Wirkung zu bringen, das Thier zu bändigen.
Durch den an d geschehenden Zug werden die Riegel m angezogen und somit die Klinken ο aus den Zähnen von ρ genommen. Sowie dies geschehen, wirkt die Spannkraft der Spiralfeder I auf f und e. Diese Platten werden hierdurch nach unten geschnellt und bieten dieselben, über einen Theil der Oberbeine herabgehend, gegen die Bewegung der Beine ein festes Hindernifs.
Das Pferd erhält durch die herabgeschnellten Platten einen unversehenen, mit ziemlicher Kraft erfolgenden Schlag gegen die Beine und wird durch denselben so erschreckt, dafs es eben dadurch, wie durch die Ueberraschung an jedem Thun verhindert ist. Bei wilden Pferden soll die Vorrichtung nur ein- oder zweimal zur Wirkung kommen brauchen, um ihnen das Durchgehen abzugewöhnen.
Ist das Pferd nach geschehenem Gebrauch der Vorrichtung beruhigt, so erfolgt Aufziehen der Platten und Spannen der Feder, also das wieder zum Gebrauch Fertigmachen derselben.
Für gewisse Fälle könnte es angezeigt sein, die aus dünnem Stahlblech gedachten Platten b e und f oder einzelne dieser Stücke aus einem anderen Material, etwa Band- oder Flacheisen oder dergleichen, zu fertigen.
Erwähnt sei noch, dafs die unterste der Platten / erforderlichenfalls zu polstern wäre, um durch zu hartes Anschlagen keine Verletzung des Thieres geschehen zu lassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Bändigen scheu gewordener Pferde, bestehend aus vor der Brust des Pferdes angeordneten, hinter einander verschiebbaren Platten (Stäben, Gurten u. dergl.) e und /, die durch gespannte Federn (I) nach Ausrückung einer Sperrvorrichtung mittelst Zuges an einem Riemen (Leine oder dergleichen) d vor die Vorderbeine des Thieres geschnellt werden und dadurch jede Bewegung desselben verhindern.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT52645D Vorrichtung zum Bändigen scheu gewordener Pferde Expired - Lifetime DE52645C (de)

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