DE526196C - Herstellung fester kochsalzhaltiger Calciumhypochlorit-Produkte - Google Patents

Herstellung fester kochsalzhaltiger Calciumhypochlorit-Produkte

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DE526196C
DE526196C DEM110113D DEM0110113D DE526196C DE 526196 C DE526196 C DE 526196C DE M110113 D DEM110113 D DE M110113D DE M0110113 D DEM0110113 D DE M0110113D DE 526196 C DE526196 C DE 526196C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/04Hypochlorous acid
    • C01B11/06Hypochlorites

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Description

  • Herstellung fester kochsalzhaltiger Calciumhypochlorit-Produkte Es wurde gefunden, daß aus einer Lösung, die Na', Ca", Cl' und OCl'-Ionen in hinreichender Konzentration enthält, das bisher unbekannte Dreifachsalz .
  • Ca(OCI), # NaCI # NaOCI # 12 aq auskristallisiert «erden kann, wenn man bei hinlänglich tiefer Temperatur arbeitet.
  • Das neue Salz, das in hexagonalen Prismen mit abgeschrägten Kanten kristallisiert, enthält in reinem Zustande 11,4'/" Ca0, j2,4'1" Na,0, 28,81/" Gesamtchlor und 2-21,650/0 wirksames Chlor. Es ist nur unterhalb einer Temperatur von etwa 16' annähernd beständig und zersetzt sich bei einer Temperatur zwischen 16 und -22° langsam, über 22° ziemlich schnell, wobei es sich in ein breiiges Gemisch verwandelt.
  • Obwohl das Salz selbst als reines, einheitliches und gehaltreiches Bleichmittel verwendbar ist, sofern sich die Verwendung an die Herstellung unmittelbar anschließt oder eine Lagerung bei Temperaturen unter 22° möglich ist, so ist es doch zweckmäßig, dieses Salz durch Umsetzung seiner Natriumhypochloritkomponente in Calciumhypochlorit in ein homogenes Gemisch von festem Calciumhypochlorit und Kochsalz umzuwandeln. Dieses Produkt, dessen Herstellung der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist, ist auch bei höherer Temperatur beständig und kann beliebig lang gelagert werden. Sein hoher Gehalt an wirksamem Chlor gestattet einen Transport über weite Strecken.
  • Zur Herstellung des Dreifachsalzes kann man, wie sich aus den angegebenen Entstehungsbedingungen ergibt, auf recht verschiedene Weise verfahren, wobei aber stets zu berücksichtigen ist, daß sich das Salz nur unterhalb seines Umwandlungspunkts, technisch nur unterhalb einer Temperatur von r6° bilden kann.
  • Man kann zunächst von einer gesättigten Calciumhypochloritlösung ausgehen, die die Ionen Ca" und 0C1' enthält, und ihr Koch salz, also die Ionen Na' und Cl' z usetzen Wird hierbei das Löslichkeitsprodukt des Komplexsalzes unmittelbar oder nach erfolgter Abkühlung der Lösung überschritten, so scheidet sich das Salz aus.
  • Festes Calciumhypochlorit-Dihydrat läßt sich nur schwer in das Komplexsalz umwandeln und soll in der Calciumhypochloritlösung oder in der an ihrer Stelle mit Vorteil zu verwendenden Chlorkalkaufschwemmung, die auch schon Cl'-Ionen enthält, womöglich nicht enthalten sein. Um diese Bedingung auch im letzteren, technisch wichtigeren Fall zu erfüllen, kann man Kalkmilch bei ermäßigter Temperatur zwischen 5 bis io° chlorieren, weil in diesem Temperaturbereich die Kristallisation des Dihydrats sehr träge vor sich geht, so daß die Lösung daran übersättigt sein darf. Bei wesentlich tieferen Temperaturen steigt die Übersättigung zu hoch an, bei wesentlich höheren Temperaturen hingegen verschwindet die Kristallisationsträgheit. Noch besser aber ist es, die Kalkmilch zuerst bei einer etwas höheren Temperatur zu chlorieren, um die Bildung schwer löslicher basischer Hypochlorite zu vermeiden; und dann abzukühlen und zu Ende zu chlorieren.
  • Das Kochsalz wird zweckmäßig erst nach erfolgter Abkühlung zugesetzt, weil es die Neigung des Dihydrats zur Kristallisation begünstigt. Zur Abscheidung des Komplexsalzes kann man auch weiter kühlen auf o°, -io° und darunter, was die Ausbeute stark vermehrt. Wie weit man mit der Kühlung zu gehen hat, hängt von der Konzentration der Mutterlauge ab.
  • Da die Mutterlauge im Verlaufe der Abscheidung des Dreifachsalzes an Na'-Ionen und teilweise auch ,an Cl'-Ionen verarmt, so kann man ihr zur weiteren Erhöhung der Ausbeute festes Kochsalz zufügen, von dem man aber zweckmäßig nur so viel verwendet, wie die Mutterlauge noch lösen kann, um eine Verunreinigung des Dreifachsalzes durch Kochsalz zu vermeiden. Beispiel i Einer gesättigten Calciumhypochloritlösung wird bei einer Temperatur unter io° Kochsalz bis zur Sättigung hinzugefügt. Nach dem Impfen mit einigen Kristallen des Dreifachsalzes scheiden sich erhebliche Mengen desselben aus. Beispiel e Chlorkalkmilch wird bei o° mit Kochsalz gesättigt, worauf eine kleine Menge des Dreifachsalzes auskristallisiert. Durch Abkühlen auf -io° können 6o °j" des vorhandenen Hypochlorits in Form dieser Verbindung abgeschieden werden. Beispie13 Kalkmilch wird bei einer Temperatur chloriert, bei der sich Calciumhypochlorit-Dihydrat noch nicht ausscheidet, z. B. bei einer Temperatur von i o° und darunter. Durch Zusatz von Kochsalz und Abkühlen gemäß Beispiel 2 wird das Dreifachsalz in höherer Ausbeute gewonnen, ist aber durch kleine Mengen schwer löslicher basischer Calciumhypochloritverbindungen verunreinigt. Beispielq. Kalkmilch wird bei 25° durch Einleiten von Chlor teilweise chloriert. Ehe sich Calciumhypochlorit-Dihydrat abscheidet, kühlt man auf io° oder darunter ab und chloriert zu Ende. Durch Weiterbehandlung gemäß Beispie13 erhält man eine gleich große Ausbeute an Dreifachsalz, das von schwer löslichen basischen Calciumhypochloritverbindungen frei ist.
  • Insbesondere kann man eine Aufschwemmung von 74 Gewichtsteilen Calciumhydroxyd und 24o Teilen Wasser bei 2o bis 25' mit 5o bis 55 Teilen Chlor partiell chlorieren. Man kühlt dann auf 5 bis io° ab und chloriert weiter, bis insgesamt 71 Teile Chlor verbraucht sind. Nach weiterer Abkühlung auf -io° oder darunter rührt man q.6 Teile fein gemahlenes Kochsalz ein, worauf alsbald das Dreifachsalz auskristallisiert. Gegebenenfalls impft man mit einigen Kristallen dieser Verbindung. Die Kristalle werden durch Zentrifugieren oder Abpressen von der Mutterlauge getrennt. Die Ausbeute in bezug auf das vorhandene Hypochlorit beträgt 6o bis 7o "j".
  • Die Mutterlauge wird zur Wiedergewinnung des in ihr noch vorhandenen Chlors mit Kalk behandelt. Basisches Calciumhypochlorit fällt aus und kann bei einer späteren Chlorierung wieder verwendet werden. Beispiel s Kalkmilch wird bei 251 durch Einleiten von Chlor teilweise chloriert. Man unterbricht die Chlorierung bei einer Hypochloritkonzentration, die auch nach Zusatz des erforderlichen Kochsalzes noch keine Dihydratausscheidung ergibt, kühlt ab, setzt Natriumchlorid hinzu und chloriert bei niedriger Temperatur zu Ende. Die Ausbeute ist besser als nach Beispiel Beispiel 6 Man arbeitet nach Beispie15, fügt aber außer dem Natriumchlorid noch weitere Kalkmengen hinzu und chloriert weiter, wodurch die Ausbeute noch weiter verbessert wird.
  • Bei der Verfahrensweise nach den Beispielen i bis 6 werden als Rohstoffe außer Chlor nur Kalk und Kochsalz benötigt, was im allgemeinen als wichtiger Vorteil dieser Arbeitsweise zu betrachten ist. Steht aber Ätznatron billig zur Verfügung, so kann es günstiger sein, dieses der Kalkmilch zuzusetzen und die so erhaltene Lösung und Aufschwemmung zu chlorieren, wodurch ebenfalls die vier für die Bildung des Komplexsalzes erforderlichen Ionen zusammengebracht werden. Die Sättigungskonzentration des Kochsalzes braucht dabei nicht überschritten werden. Besser ist es, zur Lösung und Aufschwemmung der beiden Hydroxyde die Mutterlauge des Verfahrens selbst oder eine andere sowohl an Kochsalz als auch an Komplexsalz gesättigte oder schwach übersättigte (eutektische) Lösung zu benutzen. Temperatur und Konzentration für die Chlorierung werden dabei so gewählt, daß' sich zunächst nur Kochsalz ausscheidet, das entfernt wird, worauf das Komplexsalz durch Abkühlung zur Kristallisation gebracht wird. Um eine möglichst hohe Ausbeute zu erhalten, kann man die Mutterlauge auch während der Kristallisation an Kochsalz gesättigt halten, indem man dieses hinzufügt oder bei der vorangehenden Operation teil-«-eise in der Lauge zurückläßt. Noch besser ist es, nach der Abscheidung des Kochsalzes weitere Mengen Ätznatron und Calciüinhydroxyd zuzusetzen und weiter zu chlorieren, wobei das Komplexsalz ausfällt. In allen diesen Fällen wendet man Calcium- und Natriumhydroxyd zweckmäßig im Äquivalenzverhältnis i : 2 an, also im Verhältnis von i Molekül.Ca(OH)2:4 Molekülen NaOH. Die Reaktion verläuft dann nach der Summenformel 4 NaOH + Ca(OH)2 -[- 3C12 -1- 9H20 --# NaO0 NaC1 # 12' H20 + 2 NaCl. Beispiel ? Eine Lösung und Aufschwemmung von 4o Teilen Ätznatron, 37 Teilen Ätzkalk und i 8o Teilen Wasser wird bei i o bis 16' chloriert. Danach kühlt man auf o° ab, impft und erhält eine Menge an Dreifachsalz, die 64 bis 76 "/" des verwendeten Chlors in wirksamer Form enthält. Beispiel 8 Zwei Äquivalente Ätznatron und ein Äquivalent Ätzkalk werden in einer Lösung, die sowohl an Kochsalz als auch an dem Dreifachsalz gesättigt ist (z. B. in der Mutterlange einer früheren Chlorierung), aufgelöst und aufgeschwemmt und bei io° vollständig chloriert. Das ausfallende Kochsalz wird abgetrennt, worauf man weitere :Mengen Ätznatron und Ätzkalk im gleichen Verhältnis -zusetzt und wieder bei i o' vollständig chloriert. Beim Abkühlen der Lösung auf etwa o° kristallisiert das Dreifachsalz in fast reinem Zustande aus der Lösung aus. Die Mutterlauge kann als Chlorierungsflüssigkeit im Kreislauf in den Prozeß zurückgeführt werden.
  • Beispiel 9 plan arbeitet nach Beispiel 8, setzt aber der Mutterlauge nach Beendigung der Kristallisation des Dreifachsalzes noch so viel festes Kochsalz zu, wie sie lösen kann, worauf weitere Mengen Dreifachsalz auskristallisieren.
  • Der gleiche Erfolg kann erzielt werden, wenn man nach Beispiel 6 arbeitet, das ausfallende Kochsalz aber nur teilweise aus der Lauge entfernt. Beispiel io 25,4 Teile einer 5oo/oigen Atznatronlauge und 6,3 Teile von 94o/oigem Calciumhydroxyd werden in 173 Teilen einer eutektischen Lösung etwa folgender Zusammensetzung gelöst:
    Ca(OCI)2 . . . . . . . . . . . . . 6,6 0/0,
    NaOCl . . . . . . . . . . . . . . . 3,1
    NaCI . . . . . . . . . . . . . .... 19,2 °%
    H20 .................. 7
    und bei io° vollständig chloriert. Von dem dabei abgeschiedenen Kochsalz wird die überstehende Lösung, die ungefähr folgende Zusammensetzung hat:
    Ca(OCl)_ ............. io,1 "/",
    NaOCI ............... °
    4,7
    N aCl . . . . . . . . . . . . . . . . . 16, 9
    H@O .................. 68,3
    abgezogen. Zu 195 Teilen dieser Lösung werden bei io° 17,7 Teile der 5o"/"igen Ätznatronlösung und 4,4 Teile des 94"/"igen Calciumhydroxydes zugegeben und erneut bei io° oder weniger vollständig chloriert, wobei die Lösung schließlich auf eine Temperatur von o° gebracht wird. Am Ende der Chlorierung scheiden sich spontan Kristalle des Dreifachsalzes ab, die nach vollständiger Auskristallisation bei o° oder weniger von der Mutterlauge abzentrifugiert werden. Es wird so eine Ausbeute von 6o "/" und mehr von dem neuen Dreifachsalz erhalten, welches mit noch anhaftenden Spuren der Mutterlauge etwa folgende Zusammensetzung aufweist:
    Ca(OCI)2 . . . . . . . . . . . . . 27,8 °/",
    NaOCI . . . . . . . . . . . . . . . 12,6 "/",
    NaCI . . . . . . . . . . . . . . . . . 13,3 o.
    "/
    H20 . . . . : . . . . . . . . . . . . . 46,3
    Die verbleibende Mutterlauge ist mit der obengenannten eutektischen Lösung identisch und kann für einen neuen Arbeitsgang verwendet werden, so daß das Verfahren ztt einem Kreisprozeß wird.
  • Das im Verlaufe der Chlorierung abgetrennte Kochsalz ist mit Hypochlorit verunreinigt. Um es zu reinigen und gleichzeitig das Hypochlorit wiederzugewinnen, wäscht man es mit Wasser, von dem man zweckmäßig nur so viel verwendet, daß unter Auflösung eines Teils des Kochsalzes eine weitere Menge der eutektischen Lösung gewonnen wird. Im vorliegenden Falle erhält man beim Zentrifugieren des Dreifachsalzes 164 Teile Mutterlauge. Durch Waschen und teilweises Auflösen des Kochsalzes gewinnt man weitere g Teile dieser Lauge, im ganzen also 173 Teile, die zur Wiederholung des Verfahrens eben ausreichen. Die Ausbeute bei dieser zweistufigen Arbeitsweise ist wesentlich besser als bei einstufiger Chlorierung gemäß den Beispielen 8 und g.
  • Wie bereits erwähnt, ist es bei der Chlorierung eines Gemisches von Ätznatron und Ätzkaliempfehlenswert, diese Stoffe im Äquivalenzverhältnis z : i anzuwenden, also im Verhältnis von i Mol. Ca(OH)2 zu q. Molen NaOH, wenn die Mutterlauge des Dreifachsalzes immer wieder in den Prozeß zurückgeführt werden soll. Ist das Verhältnis dieser beiden Stoffe ein anderes, so ändert sich die Zusammensetzung der Mutterlauge fortschreitend bis zu einem Punkt, an dem die Gewinnung des Dreifachsalzes unmöglich oder nicht mehr lohnend wird. In diesem Falle muß man die Chlorierungslauge neu ansetzen oder die Mutterlauge durch entsprechende Zusätze korrigieren.
  • Die Entfernung des sich abscheidenden Kochsalzes soll die Gewinnung des reinen, von beigemischtem Kochsalz freien Dreifachsalzes ermöglichen. Schadet die Gegenwart von Kochsalz nicht, so kann es in der Lauge gelassen werden. Die Gegenwart von Kristallen des Dreifachsalzes hindert nicht, die Chlor ierung zu Ende zu führen.
  • Wie bereits erwähnt, stellt die Bildung des neuen Dreifachsalzes ein wertvolles Mittel zur Gewinnung eines reinen, einheitlichen und konzentrierten Hypochlorits aus chlorierten Alkali- und Erdalkalihydroxydlösungen und -aufschwemmungen dar. Obwohl es bei Berücksichtigung seiner Zersetzlichkeit auch unmittelbar als Bleichmittel verwendet werden kann, so stellt es doch in erster Linie ein Zwischenprodukt bei der Gewinnung eines weiteren Calciumhypochlorit-Produktschr, das wenig oder kein zersetzliches Natriumhypochlorit mehr enthält und deshalb stabil genug ist, um getrocknet, aufgespeichert und versandt zu werden. Dieses weitere Hypochlorit-Produkt ist keine einheitliche chemische Verbindung mehr, sondern ein inniges mechanisches Gemenge von Calciumhypochlorit und von Kochsalz, welches die Haltbarkeit des Hypochlorits in bekannter Weise erhöht.
  • Zur Herbeiführung dieser Umsetzung verwendet man möglichst konzentrierte Lösungen berechneter Calciumchloridmengen, um überflüssige Mengen an Calciumchlorid und Wasser von dem Reaktionsgemisch fernzuhalten. Besonders günstig ist es, das erforderliche Calciumchlorid in Form von Chlorli#alk in Anwendung zu bringen, wodurch der Gehalt des Reaktionsgemisches an Calciumhypochlorit noch verwendet wird.
  • Die Umsetzungsreaktion nach der Formel 2 Ca(OCl)2 # NaOCl # NaCl # 12 aq --f- CaCl. - 3 Ca(OCl) + q. NaC1 + n1120 verläuft erst bei Temperaturen über i6° mit merklicher Geschwindigkeit, ziemlich rasch schon bei 26°. Da die Reaktionsmischung hierbei sehr steif wird, so empfiehlt es sich, das Komplexsalz mit der calciumchloridhaltigen Lösung unterhalb der Reaktionstemperatur zu vermischen und erst dann die Temperatur zu steigern, so daß die sonst eintretenden Schwierigkeiten beim Mischen und beim Fördern des Reaktionsgemisches mit Hilfe von Pumpen vermieden bleiben. Beispiel il Zentrifugiertes Dreifachsalz wird mit der berechneten, in wenig Wasser gelösten Calciumchloridmenge bei io° gemischt, gerührt, in einen Vorratsbehälter gepumpt und allmählich auf 26° erwärmt. Die Masse bindet ab und erstarrt zu einem homogenen, kristallinischen, wasserhaltigen Gemisch von festem Calciumhypochlorit und Kochsalz. Seine Dichte ist geringer als die des Dreifachsalzes. Es kann pulverisiert und bei höherer Temperatur nachgetrocknet werden, ohne seine Haltbarkeit einzubüßen. Beispiel i2 74 Gewichtsteile Calciumhydroxyd werden in 2i3 Teilen Wasser aufgeschwemmt und mit 71 Teilen Chlor bei etwa 25° chloriert. Das praktisch kalkfreie Reaktionsprodukt, das Calciumhypochloritkristalle enthält, wird unter io° abgekühlt und mit einer solchen Menge des Dreifachsalzes vermischt, daß der Calciumchloridgehalt des Chlorkalkbreis dem Natriumhypochloritgehalt des Dreifachsalzes äquivalent ist. Man rührt und pumpt die Mischung in einen Vorratsbehälter, in dem sie sich erwärmen kann. Sie erstarrt dabei zu einem wasserhaltigen Gemisch, das eine geringere Menge Kochsalz enthält als das Produkt gemäß Beispiel i i.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung fester kochsalzhaltiger Calciumhypochlorit-Produkte, dadurch gekennzeichnet, daß man Na', Ca', - Cl' und OCl'-Ionen bei einer Temperatur unterhalb i6°, besser noch unterhalb io°, in solchen Konzentrationen zusammenbringt, daß ein aus Ca(OCl)2, NaOCI und NaC1 bestehendes komplexes Salz auskristallisiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Dreifachsalz aus einer gesättigten Calciumhypochloritlösung, insbesondere aus einer Chlorkalkaufschwemmung oder -lösung, durch Zusatz von Kochsalz darstellt, zweckmäßig unter Abkühlung, z. B. bis auf o°, -io° und darunter.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Chlorkalkaufschwemmung verwendet, die keine erheblichen Mengen von ausgeschiedenem Calciumhypoclilorit-Dihydrat enthält. .
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Chlorkalkaufschwemmung in an sich bekannter Weise durch Chlorieren von Kalkmilch bei einer Temperatur herstellt, bei der sich keine erheblichen Mengen von Calciumhypochlorit-Dihydrat ausscheiden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch .1 ., dadurch gekennzeichnet, daß man Kalkmilch zunächst nur so weit chloriert, daß sich noch keine erheblichen Mengen Calciumhypochlorit-Dihydrat ausscheiden, dann abkühlt und bei einer io° nicht wesentlich übersteigenden Temperatur, zweckmäßig zwischen 5 und io°, zu Ende chloriert.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man Kalkmilch zunächst nur so weit chloriert, daß sich auch bei Zugabe von Kochsalz noch kein Calciumhypochlorit-Dihydrat ausscheidet, dann Kochsalz und weitere Kalkmengen -zusetzt, abkühlt und zu Ende chloriert.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Calciumhydroxyd und Atznatron unter solchen Temperatur- und Konzentrationsbedingungen gemeinsam chloriert werden, daß sich das Dreifachsalz unmittelbar oder nach erfolgter Abkühlung ausscheidet. B. Verfahren nach Anspruch j, dadurch gekennzeichnet, daß man Ätznatron und Calciumhydroxyd, zweckmäßig in i. Äquivalenzverhältnis von a:1, in einer sowohl an Kochsalz als auch an dem Dreifachsalz gesättigten oder schwach übersättigten Lösung, die z. B. durch Zusatz von Ätznatron und Calciumhydroxyd zur Mutterlauge erhalten werden kann, unter solchen Temperatur- und Konzentrationsbedingungen chloriert, daß sich während der Chlorierung nur Kochsalz abscheidet, das teilweise oder völlig entfernt wird, worauf das Dreifachsalz zur Kristallisation gebracht wird. g. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß während der Kristallisation des Dreifachsalzes die Lauge an Kochsalz gesättigt gehalten wird. io. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man nach der Abscheidung des Kochsalzes weitere Mengen Ätznatron und Calciumhydroxyd, zweckmäßig ebenfalls im Äquivalenzverhältnis 2 : i, zusetzt und bei solcher Temperatur und Konzentration weiterchloriert, daß das Dreifachsalz ausfällt. i i. Verfahren nach Anspruch i bis i o, dadurch gekennzeichnet, daß man den NaOCl-Bestandteil des festen Dreifachsalzes zu Calciumhypochlorit - umsetzt, zweckmäßig durch Behandlung mit einer (.'alciumchlorid enthaltenden Lösung, wie z. B. einer Chlorkalkaufschwemmung, bei genügend hoher Temperatur (z. B. 26° ). 12. Verfahren nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Vermischung bei einer unter der Reaktionstemperatur liegenden Temperatur vornimmt und das Gemisch dann über die Reaktionstemperatur erwärmt.
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