DE525285C - Verfahren zur Herstellung von Carbamid-Aldehyd-Kondensationsprodukten aus den bei ihrer Verarbeitung auf Kunstmassen entstehenden Abfaellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbamid-Aldehyd-Kondensationsprodukten aus den bei ihrer Verarbeitung auf Kunstmassen entstehenden Abfaellen

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    • C08J11/04Recovery or working-up of waste materials of polymers
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von carbamid-Aldehyd-Kondensationsprodukten aus den bei ihrer Verarbeitung auf Kunstmassen entstehenden Abfällen Es ist bekannt, daß man durch Kondensation von Carbamid oder seinen Derivaten mit Aldehyden, insbesondere mit Formaldehyd, zu Kondensationsprodukten gelangen kann, welche künstliche Massen von hoher Schönheit und Beständigkeit darstellen. Bei dieser Reaktion entstehen zunächst viskose wasserlösliche Anfangsprodukte, die das durch die Kondensation gebildete Emulsionskolloid in Solform enthalten und als Lacke oder Imprägnierungsmittel Verwendung finden. Beim Übergang des Sols in das Hydrogel (bzw. Organogel) gelatinieren diese Anfangsprodukte zu halbfesten Zwischenprodukten von geringerer Wasserlöslichkeit. Diese halbfesten Zwischenprodukte verwandeln sich schließlich beim Erwärmen durch den Übergang des Hydrogels oder Organogels in das Gel in die harten, wasserunlöslichen Endprodukte.
  • Man war bisher der Meinung, daß die gehärteten Endprodukte durchaus reaktionsunfähig und in den gebräuchlichen Lösungsmitteln unlöslich sind. Die bei der fabrikmäßigen Herstellung der Kunstmassen und bei ihrer weiteren mechanischen Bearbeitung (z. B. zu Drechslerwaren) entstehenden Abfälle sowie auch im Zuge der Fabrikation abfallende Zwischenprodukte wurden daher verloren gegeben, welcher Verlust nicht gering anzuschlagen ist, da es sich um recht hochwertige Materialien handelt.
  • Es wurde nun gefunden, daß auch den bis zur Erreichung des höchsten Grades von Unempfindlichkeit gegen Wasser gehärteten Kondensationsprodukten dieser Art noch eine gewisse Reaktionsfähigkeit zukommt. Die gehärteten Kondensationsprodukte können nämlich (zweckmäßig in zerkleinertem Zustande) durch geeignete Maßnahmen wieder in den Solzustand übergeführt werden. Ebenso lassen sich natürlich auch die halbfesten Zwischenprodukte in den Solzustand zurückbringen.
  • Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die ganz oder teilweise gehärteten Produkte durch die Einwirkung von Aldehyden bei An- oder Abwesenheit von Säuren in der Wärme ganz oder teilweise in den Solzustand rückverwandelt und hierauf in üblicher Weise zu den harten Endkondensationsprodukten verarbeitet werden.
  • Um die zerkleinerten Abfälle wieder zu homogenen Kunstmassen zu verarbeiten, muß man sie indes nicht unbedingt als Sole völlig in Lösung b ingen: -ES läßt -sich dies viehmehr auch in der Weise erreichen, äaß das kolloiddispers oder grobdispers> verteilte Material mit geringen Mengen der lösend wirkenden Mittel vermischt und der vereinigten Einwirkung von Hitze und Druck unterworfen wird.
  • Als lösend wirkende Mittel können erfindungsgemäß auch die freien, Aldehyd enthaltenden Anfangskondensationsprodukte von Carbamiden und Aldehyden verwendet werden. So liefern beispielsweise die möglichst fein zerkleinerten Endkondensationsprodukte in Mischung mit geringen Mengen der Anfangskondensationsprodukte von Carbamiden und Aldehyden ein preßfähiges Pulver, das zu Formstücken aller Art verpreßt werden kann. Selbstverständlich ist dieses Verfahren nicht bloß zur . Aufarbeitung von Abfällen, sondern auch als ursprüngliches Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus pulverförmig erzeugten Endkondensationsprodukten brauchbar.
  • Bei der Herstellung bzw. Weiterverarbeitung der Sole bzw. Gele können natürlich alle bisher bekannt gewordenen Verfahren sinngemäß Anwendung finden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Carbamid-Aldehyd-Kondensationsprodukten aus den bei ihrer Verarbeitung auf Kunstmassen entstehenden Abfällen, dadurch gekennzeichnet, daß die ganz oder teilweise gehärteten Abfälle durch die Einwirkung von Aldehyden bei An- oder Abwesenheit von Säuren in der Wärme ganz oder teilweise in den Solzustand rückverwandelt und hierauf in üblicher Weise zu den harten Endkondensationsprodukten verarbeitet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als lösend wirkende Mittel die freien, Aldehyd enthaltenden Anfangskondensationsprodukte von Carbamiden und Aldehyden verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ganz oder teilweise gehärteten Kondensationsprodukte in möglichst feiner Verteilung mit geringen Mengen der lösend wirkenden Mittel gemischt und durch Hitze und Druck zu Formstücken verpreßt werden.
DEP51371D 1924-10-01 1925-09-27 Verfahren zur Herstellung von Carbamid-Aldehyd-Kondensationsprodukten aus den bei ihrer Verarbeitung auf Kunstmassen entstehenden Abfaellen Expired DE525285C (de)

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