DE525040C - Ausloeseverfahren fuer am Heck von Flugzeugen angeordnete Bremsanker - Google Patents

Ausloeseverfahren fuer am Heck von Flugzeugen angeordnete Bremsanker

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DE525040C
DE525040C DE1930525040D DE525040DD DE525040C DE 525040 C DE525040 C DE 525040C DE 1930525040 D DE1930525040 D DE 1930525040D DE 525040D D DE525040D D DE 525040DD DE 525040 C DE525040 C DE 525040C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C25/00Alighting gear
    • B64C25/32Alighting gear characterised by elements which contact the ground or similar surface 
    • B64C25/42Arrangement or adaptation of brakes
    • B64C25/44Actuating mechanisms
    • B64C25/445Brake regulators for preventing somersaulting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Bekanntlich benötigen landende Flugzeuge eine beträchtliche Auslaufstrecke, um nach erfolgter Berührung des Erdbodens zum Stillstand zu kommen. Solche Strecken stehen aber insbesondere bei etwa notwendig werdenden Landungen auf freiem Feld in den seltensten Fällen zur Verfügung und sind selbst in jenen günstigen Fällen nie derart, daß die Landung tatsächlich ohne Schwierigkeiten oder Schaden ausgeführt werden kann. Das im Notfalle benutzte Gelände ist meist sehr uneben, was zur Folge hat, daß das im Auslaufen befindliche landende Flugzeug bei bereits geringer Behinderung des Fahrgestelles durch eine kleine Bodenschwelle o. dgl. nach vorn kippt, wodurch das Flugzeug stets stark beschädigt, wenn nicht gar unbrauchbar wird.
Es besteht daher das dringende Bedürfnis nach einem Bremsanker-Auslöseverfahren, welches bei starker Verringerung der Auslaufstrecke Beschädigungen des Flugzeuges durch Kippen unmöglich macht. Ein solches Verfahren würde daher die bisherige Unmöglichkeit einer Flugzeuglandung bei unsichtigem Wetter
«5 oder bei schwierigem Gelände vollkommen beseitigen und daher ganz wesentlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Flugwesen beitragen.
Es sind nun bereits Anker für Flugzeuge bekannt geworden, die aus dem Flugzeug herausgeworfen werden und sich im Erdboden festsetzen und dann durch ein Seil das Flugzeug festhalten. Diese Anker sind insofern von Nachteil, als sie nicht schnell in Tätigkeit gesetzt werden können, was bei einer Flugzeuglandung unbedingt von Wichtigkeit ist. Das vorliegende Auslöseverfahren kennzeichnet sich nun dadurch, daß Haken, welche zum Halten des Ankers bestimmt sind, durch Winkelhebel und einen Seilzug in der Weise geschwenkt werden können, daß der Anker fällt. Dadurch wird eine einwandfrei arbeitende mechanische Auslösung sehr schnell in Tätigkeit gesetzt.
Auf der Zeichnung ist die Anordnung an einem Flugzeug veranschaulicht, es zeigen:
Abb. ι ein mit der Bremsvorrichtung ausgestattetes Flugzeug in Seitenansicht,
Abb. 2 in teilweisem Schnitt die Vorrichtung in vergrößertem Maßstab und
Abb. 3 dieselbe in Draufsicht bei abgehobener Gestelldecke.
Am rückwärtigen Ende des Flugzeuges 1 ist das aus geeigneten Profilstücken aus Leichtmetall ο. dgl. bestehende Gestell 2 befestigt. Das Gestell 2 wird durch eine schräg nach vorn abfallende Platte 3 abgeschlossen, welche dem auf ihr ruhenden Anker 4 Führung gibt. Der Anker 4 ist durch das Seil 5, Kette o. dgl. mit der-Seiltrommel 6 verbunden, welche auf einer quer zur Fahrtrichtung stehenden Achse 7 sitzt, die zweckmäßig in Kugellagern 8, Rollenlagern o. dgl. drehbar angeordnet ist. Das Seil 5 liegt hierbei auf einer Führungsrolle 9 auf, welche mit Flanschen ausgestattet, auf einer drehbaren oder festen Achse 10 befestigt ist. Gleichachsig mit der Seiltrommel 6 sind Bremseinrichtungen 11 vorgesehen, welche durch Seilzüge 12, Bowdenzüge p. dgl. vom Führersitz 13 durch
eine Segmentschaltung 14 ο. dgl. betätigt werden können. Der Anker 4, welcher je nach Erfordernis entsprechend ausgestaltet sein kann, wird durch eine beliebige Halterung in seiner Lage gesichert, wobei die Halterung durch einen Seilzug 15, Bowdenzug o. dgl. gelöst werden kann.
Beispielsweise kann, wie dargestellt, die Platte 3 Durchbrechungen 16 besitzen, durch welche Haken 17 greifen, die mit Winkelhebeln 18 gelenkig verbunden sind. Von diesen Winkelhebeln 18 geht der Seilzug 15 über Rollen 19 o. dgl. zu dem am Führersitz 13 angeordneten Handgriff 20, welcher mit einer Sicherungsplombe 21 versehen sein kann. Eine mit dem Anker 4 mechanisch oder elektrisch verbundene Signaleinrichtung 22 gibt bei Landung dem Führer an, wann er die Bremsen 11 über die Segmentschaltung 14 betätigen muß, um eine möglichst kurze Auslaufstrecke zu erzielen. Zur strafferen Führung der Seilzüge 12, 15 sind diese mit Rohren 23 umgeben.
Um nach erfolgter Landung und Stillstand des Flugzeuges den Anker 4 nach dessen Lösung aus dem Erdboden wieder in seine Ursprungslage zurückzubringen oder das Seil 5 wieder aufrollen zu können, ist die Achse 7 der Seiltrommel 6 über das Gestell 2 hinaus verlängert und z. B. mit einer abnehmbaren Kurbel 24 ausgestattet. Selbstverständlich kann die Rückdrehung der Seiltrommel 6 durch beliebige geeignete Mittel vorgenommen werden. Der Anker 4 steht unter dem Drucke von Federn 25, welche sich gegen Nasen 26 der Platte 3 abstützen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach der Erfindung ist folgende: Bei Landung auf freiem Felde löst der Flugzeugführer durch Zug am Griff 20 die Plombe 21 und weiter über den Seilzug 15, die Rollen 19 und die Winkelhebel 18 4' die Haken 17, welche also den Anker 4 freigeben, so daß dieser unter dem] Drucke der Federn 25 entlang der Platte 3 nach abwärts zum Erdboden schnellt und sich in diesen mit seinen Armen eingräbt. Da die Bremsen 11 offen sind, 4! folgt das Seil 5 dem geringsten Zuge des Ankers4. Hat nun der Anker 4 den Boden berührt, so wird dies dem Führer durch die Betätigung der Signalvorrichtung 22 vermittelt, so daß dieser nunmehr weiß, daß er unter langsamen Anzug 5< der Segmentschaltung 14 und dadurch der Bremsen 11 die Umlaufzahl der Trommel 6 verringern muß. Dies hat zur Folge, daß das noch nach vorwärts strebende Flugzeug einen steigenden Widerstand findet, so lange, bis 5i seine Geschwindigkeit aufgezehrt ist. Hierbei ist durch die eigenartige Anordnung des Ankers und der Seiltrommel eine außerordentlich hohe Kippsicherheit des Flugzeuges erreicht, da dasselbe, vorwärtsstrebend, stets an seinem leich- 6c teren hinteren Ende niedergehalten wird und nicht hochschwingen kann.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Auslöseverfahren für am Heck von Flugzeugen angeordnete Bremsanker, dadurch gekennzeichnet, daß Haken (17), die zum Halten des Ankers bestimmt sind, mittels Winkelhebel (18) und eines Seilzuges (15) so geschwenkt werden können, daß der Anker fällt.
    Hierzu r Blatt Zeichnungen
DE1930525040D 1930-01-07 1930-01-07 Ausloeseverfahren fuer am Heck von Flugzeugen angeordnete Bremsanker Expired DE525040C (de)

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