DE524653C - Gussmodell mit Fussplatte - Google Patents
Gussmodell mit FussplatteInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C21/00—Flasks; Accessories therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Devices For Molds (AREA)
Description
Zum Abformen von mehreren in einem Formkasten zu gießenden Stücken kann man
sich, wenn von der Verwendung von Modellplatten mit einer Mehrzahl von Modellreliefs
auf gemeinsamem Plattenkörper zunächst abgesehen wird, des bekannten Klischeeverfahrens
bedienen, bei welchem jedes einzelne Modellrelief auf einer rechtwinkligen Fußplatte
fest und dauernd angebracht ist. Dieses
Verfahren hat gegenüber einem anderen bekannten Verfahren, bei welchem jeweils eine
Mehrzahl von Modellen auf einer universalen Aufspannplatte lösbar befestigt wird, den
Vorteil, daß Fugen zwischen Fußplatte und Modellrelief längs dessen Umrisses vermieden
werden. Es nutzt aber die vom Formkasten dargebotene Fläche schlecht aus, wenn es sich
nicht gerade um eine Mehrzahl von Klischees für rechtwinklig umrissene Modelle von gleieher
Form und gleicher Flächengröße, die in der Gesamtfläche des Formkastens ohne großen
Rest aiufgeht, handelt. Entsprechend lang werden dann auch, wenn die eben gemachte
Voraussetzung nicht zutrifft, die zu den einzelnen Formen führenden Kanäle. Handelt
es sich um zweiteilige Gußformen (in Oberkasten und Unterkasten), so hängt das Aufeinanderpassen
der Formhälften von der Genauigkeit des Einspannens der beiderlei Klischees in die dem Schließrahmen des Buchdruckers
vergleichbaren Einspannrahmen ab. Erfindungsgemäß wird von der regelmäßigen rechteckigen Grundrißform der das
einzelne Formrelief tragenden Fußplatte mit Fleiß abgesehen, die Fußplatte vielmehr nach
dem individuellen Umriß jedes einzelnen Gußstückes gestaltet, und zwar so, daß rings
-um das Modellrelief nur ein schmaler Rand bleibt. Damit verzichtet man nun freilich
auf das Einspannen nach Art der Klischees in einen Schließrahmen, erhält aber die Möglichkeit,
unter sich gleiche oder ungleiche Modelle unter bester Ausnutzung der Formkastenfläche
in dem Sinne eng aneinanderzufügen, wie etwa unregelmäßige Bruch-■steine vom geschickten Maurer ohne Behauen
so gut als möglich aneinandergepaßt werden. Der Verzicht auf die Möglichkeit des Einspannens
in eine Schließform wird in der Weise wettgemacht, daß die einzelnen Modelle
in einem Rahmen in der angegebenen Weise aneinandergefügt und die Fugen mit
einer geeigneten Masse ausgegossen werden. Ist diese Masse durch Klopfen auf die Rückseite
der entstandenen Modellplatte leicht zerstörbar (z. B. Gips), so kann man die Modellplatte
leicht wieder zerlegen und die Einzelmodelle nach Bedarf anderweit von neuem zusammenstellen, womit dieser Vorteil der als
bekannt vorausgesetzten Verfahrensweisen erreicht ist. Hierbei werden natürlich auch
die zu den einzelnen Modellreliefs führenden Gußkanäle in leicht zerstörbarer Masse geformt.
Natürlich kann man auch aus den zusammengestellten Einzelmodellen eine für immer zusammenhängende Modellplatte herstellen,
wenn man zum Vergießen der Fugen eine entsprechende Masse benutzt oder von
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der nicht für die Dauer zusammengestellten Modellplatte einen einheitlich in sich zusammenhängenden
Abguß macht. Die erfindungsgemäßen Modelle können schon vom Modelltischler als Urmodell mit Fußplatte
gearbeitet oder auch nach einem gewöhnlichen Urmodell (ohne Fußplatte) durch Abguß in
irgendeinem geeigneten Werkstoff hergestellt werden; sehr gut geeignet ist auch hierfür
ίο die bekannte und bewährte Steinmasse.
Die Herstellung erfindungsgemäßer Modelle durch Abguß bietet gar keine Schwierigkeiten,
wenn es sich um einseitige, d. h. nur im Unterkasten abzuformende Modelle handelt.
Bei zweiseitigen, also in Unterkasten und Oberkasten abzuformenden Modellen muß auf
das Zusammenpassen der beiden zusammengehörigen Modellteile Bedacht genommen und
dieses, da das Ausgehen von dem (nicht mehr regelmäßigen und rechteckigen) Umriß der
Grundplatte entfällt, auf andere Weise erreicht werden. Wie dies geschieht, wird am
besten an Hand der Zeichnung erläutert. Abb. ι stellt die aus Unterkasten und Oberkasten
bestehende Form mit dem darinliegenden Urmodell dar.
Abb. 2 und 3 zeigen Ober- und Unterkasten mit darauf aufgesetztem Rahmen.
Abb. 4 zeigt die beiden Abgüsse mit den Rückenflächen aneinandergelegt, wobei sie
sich noch in ihren Gießrahmen befinden und durch Paßstifte miteinander verbunden sind.
Abb. 5 zeigt schaubildlich das Gußmodell
mit seiner Form nach beschnittener Fußplatte.
Wie die Abb. 1 zeigt, wird zunächst, wie dies in der Formerei üblich ist, das Urmodell
3, welches im vorliegenden Ausführunigsbeispiel in einem doppelseitigen Mutterschlüssel
besteht, in eine aus Unterkasten 1 und Oberkasten 2 bestehende Form gebracht.
Die Formkästen sind in bekannter Weise mit Lappen i' bzw. 2' versehen, die eine genaue
Verbindung der beiden Kästen durch Stifte und Löcher ermöglichen. Nunmehr wird der
Oberkasten 2 vom in Abb. 2 gezeigten Unterkasten abgenommen, gewendet und hingelegt
(β. Abb. 3). Nunmehr werden auf beide Teile (Unter- und Oberkasten) die Rahmen 4
bzw. 5 aufgesetzt und in bekannter Weise durch die an den Lappen 4' bzw. 5' vorgesehenen
Stifte bzw. Bohrungen miteinander verbunden. Hierauf erfolgt das Ausgießen
mit irgendeiner erstarrenden Masse und darauffolgendes genaues Abstreichen der oberen
Fläche mittels gerader Leisten. Nachdem die in den Rahmen 4 und 5 befindlichen Gußmodelle
erstarrt sind, werden dieselben mit ihren genau abgestrichenen Rückenflächen, wie das die Abb. 4 zeigt, aufeinandergelegt
und durch die an ihren Lappen 4' bzw. 5' vorgesehenen Stifte und Löcher gegeneinander
genau festgelegt, so daß- die beiden nach außen gekehrten Gußreliefs R sich genau
gegenüberstehen. Hierauf werden die beiden Gußmodelle außerhalb der Modellreliefs
gemeinsam durchbohrt und durch eingedrückte Paßstifte 6 miteinander verbunden.
Die beiden Gußmodelle werden nunmehr mit ihren Fußplatten F aus den Rahmen 4 und 5
herausgepreßt, worauf die Beschneidung der Ränder, wie dies aus der schaubildlichen Darstellung
der Abb. .5 hervorgeht, vorgenommen wird, die sich im wesentlichen der Form des
Modellreliefs anpaßt.
Claims (3)
1. Gußmodell mit Fußplatte zur gleichzeitigen Herstellung mehrerer Stücke in
einem Formkasten, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußplatte dem Umriß des
Modells angepaßt und nur wenig größer als dessen Grundfläche ist.
2. Verfahren zur Herstellung von Modellplatten mit Hilfe des Gußmodells gemaß
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl solcher unter sich gleicher
oder ungleicher Modelle auf ihren Fußplatten im Formkasten zusammengesetzt und die Fugen zwischen den Modellen
mit Formmasse ausgestrichen werden, worauf das Ganze in an sich bekannter
Weise in dem Werkstoff der Modellplatte, z. B. Steinmasse, gemeinsam abgegossen
wird.
3. Verfahren zur Herstellung zerlegbarer Modellplatten mit Hilfe des Gußmodells gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Mehrzahl solcher unter sich gleicher oder ungleicher Modelle
auf ihren Fußplatten in einem Rahmen gefaßt wird und die Fugen zwischen den Modellen mit einer leicht zerstörbaren
Masse, z.B. Gips, ausgestrichen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW84160D DE524653C (de) | 1929-11-10 | 1929-11-10 | Gussmodell mit Fussplatte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW84160D DE524653C (de) | 1929-11-10 | 1929-11-10 | Gussmodell mit Fussplatte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE524653C true DE524653C (de) | 1931-05-09 |
Family
ID=7611882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW84160D Expired DE524653C (de) | 1929-11-10 | 1929-11-10 | Gussmodell mit Fussplatte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE524653C (de) |
-
1929
- 1929-11-10 DE DEW84160D patent/DE524653C/de not_active Expired
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