DE523588C - Erdschlussrelais mit einem Ausloeseglied, dessen Drehmoment vom Erdschlussstrom abhaengig ist - Google Patents

Erdschlussrelais mit einem Ausloeseglied, dessen Drehmoment vom Erdschlussstrom abhaengig ist

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DE523588C
DE523588C DES87085D DES0087085D DE523588C DE 523588 C DE523588 C DE 523588C DE S87085 D DES87085 D DE S87085D DE S0087085 D DES0087085 D DE S0087085D DE 523588 C DE523588 C DE 523588C
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DE
Germany
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earth fault
voltage
relay
earth
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Expired
Application number
DES87085D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Joachim Sorge
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/42Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to product of voltage and current
    • H02H3/422Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to product of voltage and current using homopolar quantities

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  • Relay Circuits (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
25. APRIL 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Erdschlußrelais mit einem Auslöseglied, dessen Drehmoment vom Erdschlußstrom abhängig ist
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. August 1928 ab
Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Auslöseglied eines Erdschluß relais von der Größe des Erdschlußstromes e -i· cos φ abhängig zu machen, wobei e die Spannung des Nullpunktes und i die algebraische Summe der drei Phasenströme ist. Man kann das Auslöseglied auch von e · i · sin φ abhängig machen.
Solche Relais lassen sich in der Weise aus-
to führen, daß das Auslöseglied mit konstanter Geschwindigkeit läuft und die Länge seines Weges von der Größe e-i· cos φ abhängig ist. Man kann aber auch dem Auslöseglied einen konstanten Auslöseweg geben, dafür aber seine Geschwindigkeit vom Erdschlußstrom und von der Nullstellung abhängig machen. Ist die benutzte Funktion dieser beiden Größen sehr klein, wie dies namentlich bei gelöschten Netzen oft der Fall ist, so stößt
jo man unter Umständen auf die Schwierigkeit, daß die verfügbare Kraft zu klein ist, um einen sicheren Kontakt zu schließen. Gemäß der Erfindung steht daher der Auslösekontakt unter der Wirkung eines Elektromagneten, welcher von der Spannung des Nullpunktes der Leitungen erregt wird. Das hat den Vorteil, daß dieser Magnet bei einem Erdschluß den Kontaktdruck verstärkt, sobald aber der Erdschluß abgeschaltet und die Nullspannung verschwunden ist, das Auslöseglied nicht daran hindert, in die Nullage zurückzukehren. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung dargestellt. Mit R, S, T sind die drei Phasen der zu schützenden Drehstromleitung bezeichnet. Der ölschalter ι wird geöffnet, wenn die Auslösespule 2 Strom bekommt; er schaltet dann die kranke Leitung ab. Das Erdschlußrelais besitzt eine Ferrarisscheibe 3, deren Antriebskraft von einer Stromspule 4 und einer Spannungsspule 5 erzeugt wird. Die Stromspule 4 liegt an den drei parallel geschalteten Stromwandlern 6, 7, 8, die Spannungsspule 5 dagegen ist einerseits über die Kontakte 12 und eine Magnetspule 20 mit dem künstlich hergestellten Nullpunkt 9 und andererseits mit Erde verbunden. Ein Spannungsrelais 10, das ebenfalls zwischen diesem Nullpunkt 9 und Erde liegt, zieht seinen Anker 11 nur dann an, wenn die Nullspannung größer ist als etwa die halbe Sternspannung des Netzes. Der Anker schließt dann die Kontakte 12 und schaltet dadurch erst die Spannungsspule 5 ein. Das Erdschlußrelais soll nämlich nicht bei Doppelerdschluß arbeiten, da der Doppelerdschluß einem Kurzschluß gleichkommt und für diesen Fall die selektive Wirkung der Kurzschlußrelais nicht gestört werden soll.
*J Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Joachim Sorge in Berlin,
z-ν
528588
An der Ferrarisscheibe 3 ist der Kontaktaim 13 befestigt; sobald die Ferrarisscheibe etwa eine Viertelumdrehung zurückgelegt hat, erreicht der Kontaktarm 13 die Auslösekontakte 14 und schließt auf diese Weise den Auslösestromkreis. Zur Durchführung der Erfindung ist nun der Kontaktarm 13 mit einem Eisenkern 15 ausgerüstet, der in die Magnetspule 20 eintritt, sobald der Kontaktarm 13 sich den Auslösekontakten 14 nähert. Da die Spule 20 in Reihe mit der Spannungsspule 5 liegt,., wird sie ebenfalls von der Spannung des Nullpunktes gespeist. Sobald der Eisenkern 15 in den Bereich ihrer Kraftlinien kommt, übt sie auf ihn eine so große Anziehungskraft aus, daß ein sicherer Kontaktschluß zustande kommt. Sobald dagegen der Erdschluß abgeschaltet ist, verschwindet die Spannung zwischen dem Nullpunkt 9 und Erde, die Spannungsspule 10 unterbricht die Kontakte 12, und die Anziehungskraft des Magneten 20 verschwindet. Die Ferrarisscheibe 3 kann infolgedessen unter dem Zuge ihrer Feder 16 in die Nullage zurückkehren.
Die Kraft der Feder 16 muß klein sein gegenüber dem von den Antriebsspulen 4, 5 ausgeübten Drehmoment, damit die Auslösezeit des Erdschlußrelais durch sie nicht merkbar beeinflußt wird. Infolgedessen würde sie unter keinen Umständen ausreichen, die Scheibe in die Nullage zurückzuführen, solange die Anziehungskraft der Spule 20 wirksam ist.
Damit die Ferrarisscheibe 3 erst dann anläuft, wenn das aus dem Summenstrom und der Nullspannung gebildete Drehmoment einen bestimmten Mindestwert überschritten hat, ist an der Ruhelage des Kontaktarmes ein permanenter Magnet 17 angeordnet, dessen Anziehungskraft vom Antrieb erst überwunden werden muß, ehe die Scheibe anlaufen kann. Eine Schraube 19 gestattet es, die Entfernung zwischen den Polen des Magneten 17 und dem Kontaktarm 13 einzustellen, um das Mindestdrehmoment, bei dem die Scheibe 3 anlaufen soll, einregeln zu können.
Zur Bremsung der Ferrarisscheibe 3 dient der permanente Magnet 18.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι . Erdschlußrelais mit einem Auslösekontakt, dessen Drehmoment vom Erdschlußstrom abhängig ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Auslösekontakt zwecks Erhöhung des Kontaktdruckes eine zusätzliche Kraftwirkung durch einen Elektromagneten ausgeübt wird, der von einer nur bei Erdschluß auftretenden Spannung erregt wird.
  2. 2. Erdschlußrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (20) von der Spannung des Nullpunktes (9) erregt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    Berlin, geiwcckt in der
DES87085D 1928-08-16 1928-08-16 Erdschlussrelais mit einem Ausloeseglied, dessen Drehmoment vom Erdschlussstrom abhaengig ist Expired DE523588C (de)

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