DE522679C - Verfahren zur Erhoehung der Lagerbestaendigkeit von Nitrophosphaten - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Lagerbestaendigkeit von Nitrophosphaten

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DE522679C
DE522679C DEE37698D DEE0037698D DE522679C DE 522679 C DE522679 C DE 522679C DE E37698 D DEE37698 D DE E37698D DE E0037698 D DEE0037698 D DE E0037698D DE 522679 C DE522679 C DE 522679C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B11/00Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes
    • C05B11/04Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid
    • C05B11/06Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid using nitric acid (nitrophosphates)

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erhöhung der Lagerbeständigkeit von Nitrophosphaten Die nach bekannten Verfahren leergestellten Nitrophosphate haben die lästige Eigenschaft, Säuredämpfe bzw. Stickoxyde abzugeben, und zwar um so mehr, je größer der Prozentsatz der wasserlöslichen Phosphorsätire ist. Diese Dämpfe wirken einerseits geruchsbelästigend, während sie andererseits <las Verpackungsmaterial, insbsondere Säcke, angreifen.
  • Fs wurde gefunden, daß man die lästige Bildung der Stickoxyde mit Hilfe von verhältnismäßig geringen ;Mengen von Harnstoff @-ermeiden kann.
  • Für die praktische Durchfiilirung des Verfahrens genügen sehr geringe. im allgemeinen " nicht übersteigende :Mengen von Harnstoff. 1n vielen Fällen haben sich einige Promille Harnstoff als ausreichend erwiesen. Man kann den Harnstoff dem AufschlußproduIztbereits vor Erstarrung desselben zusetzen. Vorteilhafter ist es aber, den Harnstoff mit dem bereits fertig gekörnten Nitrophosphat derart zusammenzubringen, daß er in der Hauptsache nur von der Oberfläche der Körner festgehalten wird. Man kann den 1-Tarnstoff zu diesem Zwecke auch mit anderen pulverigen Stoffen mischen und das Geinisch auf die \ itropliosphatkörne- aufbringen.
  • Das Verfahren ist anwendbar auf gewöhnliche, durch Aufschluß von Phosphaten mit Salpetersäure erhaltene Nitrophosphate. @lit besonderem Vorteil wird dasselbe angewendet auf solche Nitrophosphate, welche weniger Wasser enthalten, als dem normalen Kristallwassergehalt der darin enthaltenen Bestandteile entspricht. Derartige wasserarme Nitrophosphate, z. B. solche, welche nur ? bis 3 Mol. Wasser auf i Möl. Calcitimnitrat enthalten, können z. B. direkt durch Regelung von Menge und Konzentration der zum Aufschluß verwendeten Salpetersäure oder durch nachträgliche Entwässerung, «-elche. vorteilhaft durch Lberführung des Produktes in den schmelzflüssigen "Zustand ausgeführt wird. erhalten werden. Das Verfahren kann schließlich auch noch angewendet werden auf Nitrophosphate enthaltende Mischprodukte, soweit dieselben die Eigenschaft der Abgabe von Säuredämpfen oder Stickoxydgasen bei der Lagerung zeigen.
  • Es ist bereits bekannt, das noch flüssige oder breiige Aufschlußprodukt, welches durch Einwirkung von wässeriger Salpetersäure auf Phosphate entsteht, finit Harnstoff zu versetzen, um das beim Aufschluß gebildete, stark Hygroskopische Calciumnitrat in das weniger Hygroskopische Doppelsalz Ca (\ O.1)2 # d. [CO (\ H_)"1 Überzuführeii. L m dieses Ziel in vollkommener Weise zu erreichen, ist es erforderlich, den Harnstoff in größerer Menge, und zwar zweckmäßig in dem Calciumnitrat äquivalenter oder überschüssiger Menge, anzuwenden. Bei Zugabe des Harnstoffes im Unterschuß wird der Zweck des bekannten Verfahrens, nämlich Überführung des zerfließlichen Calciumnitrats in das haltbarere Doppelsalz, nur Imvollkommen erreicht. Es können sogar bei ungenügendem Zusatz von Harnstoff Calciumnitrat-Harnstoff-Doppelsalz neben freiem Calciumnitrat enthaltende Produkte entstehen, welche infolge Schmelzpunktserniedrigung noch stärker hygroskopisch und infolgedessen noch weniger streufähig sind als die bekannten calciumnitraf-haltigen.mitHarnstoff nicht behandelten Erzeugnisse.
  • Vorliegende Erfindung bezweclcf nicht die Verbesserung der Streufähigkeit durch Überführung des Calciumnitrats in ein weniger hygroskopisches Doppelsalz, sondern die Verbesserung der Lagerfähigkeit durch Vermeidung unerwünschter EntwicIdung von Säuredämpfen und Stickoxyden während des Lagerns. Die beim Lagern von Nitrophosphaten frei werdenden Stickoxyde sind zwar, wie -aie Erfinderin festgestellt hat, der Menge nach sehr gering. Bei wasserarmen Produkten handelt es sich nach den Messungen :der Erfinderin um Mengen, welche z. B. nach sechslnonatiger Lagerzeit normalerweise nicht mehr als etwa i °1" des Nitrophosphats betragen. Immerhin .sind die Stickoxyde lästig wegen ihres störenden Geruchs und schädlich, weil sie das Verpackungsmaterial angreifen. Die störende Stickoxydentwicklung wird nach vorliegender Erfindung mit Hilfe von Harnstoff behoben. Zur Erreichung dieses "Zweckes genügen Harnstoffmengen, welche erheblich geringer sind als die Mengen, welche erforderlich sind, um zwecks Erhöhung der Streufähigkeit das vorhandene Calciumnitrat in Doppelsalz überzuführen. Die Harnstoffmenge übersteigt im allgemeinen 2 °;" nicht.
  • Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, Nitroprodukte, wie Nitroglycerin oder -Titrocellulose, und gegebenenfalls auch noch andere Nitrate enthaltende \Titrosprengstoffe mit -Hilfe geringer Mengen von Harnstoff zu stabilisieren. Dieses bekannte Vorgehen bezweckt die Neutralisierung freier Säure, da die Anwesenheit solcher gegebenenfalls Veranlassung zur Zersetzung des -.L\itrosprengstoffes geben kann. So wird z. B. nach der deutschen Patentschrift 80 831 nitroglycerinhaltiger Sprengstoff dadurch stabilisiert, daß die Komponenten unter Einschluß von Harnstoff in eine zähe Flüssigkeit übergeführt werden, welche dann auf den Sprengstoff weiterverarbeitet, wird. In ähnlicher Weise wird nach der amerikanischen Patentschrift 514,938 eine Lösung -von Harnstoff zur Anwendung gebracht, welche jedes Panikelchen der 'Nitroverbindung durchdringen und die anwesenden Säuren sowie auch andere Verunreinigungen neutralisieren soll. Das bleiche gilt für die in der britischen Patentschrift 12 768 vom Jahre- 1895 beschriebenen, mit Harnstoffzusätzen zum Zwecke der -.,\reutralisation freier Säuren versetzten 1 itrosprengstoff e.
  • Bei vorliegender Erfindung handelt es sich demgegenüber um die Erhöhung der Lagerbeständigkeit von als Düngemittel dienenden Nitrophosphaten, wie solche durch Aufschluß von Rohphosphaten mit Salpetersäure erhalten werden. Der erfindungsgemäß erfolgende Zusatz geringer Mengen von Harnstoff dient also nicht etwa zur Neutralisierung freier Salpetersäure zwecks Verhinderung von Zersetzungen, sondern zur Vermeidung der überaus lästigen Bildung von Stickoxyden, die sich anderenfalls bei längerem Lagern der Nitrophosphate abspalten, geruchsbelästigend wirken und das Verpackungsmaterial angreifen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Lagerbeständigkeit von Nitrophosphaten, welche durch Aufschluß von Rohphosphaten mit Salpetersäure erhalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß man durch Zugabe geringer, 2 °%" nicht übersteigender Mengen von Harnstoff der Entwicklung von Stickoxyden entgegenwirkt.
DEE37698D 1927-07-14 1928-07-14 Verfahren zur Erhoehung der Lagerbestaendigkeit von Nitrophosphaten Expired DE522679C (de)

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