DE521985C - Konzentration von Salpetersaeure - Google Patents
Konzentration von SalpetersaeureInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B21/00—Nitrogen; Compounds thereof
- C01B21/20—Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
- C01B21/38—Nitric acid
- C01B21/44—Concentration
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
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- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
28. MÄRZ 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12i GRUPPE
in Mailand, Italien
Konzentration von Salpetersäure Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. September 1930 ab
Wie bekannt, kann durch bloße Rektifikation verdünnter Salpetersäure nur eine Säure
von höchstens 42 ° Be, entsprechend 68 0J01 gewonnen
werden. Um die Konzentration über diese erste Stufe zu steigern, wird in an sich
bekannter Weise in einer zweiten Verfahrensstufe mit Hilfe von Entwässerungsmitteln,
im allgemeinen mit konzentrierter Schwefelsäure, die vorkonzentrierte Salpetersäure
nach bekanntem Verfahren hochkonzentriert. AVenn Schwefelsäure mit schwacher Salpetersäure
in Berührung kommt, entwickelt sich eine beträchtliche Hitze, die indessen nicht ausreicht, um von selbst die Destillation
der Salpetersäure zu bewirken, so daß die erforderliche zusätzliche Erwärmung von
außen stattfinden muß.
Die bequemste bekannte Methode für diese Zusatzerhitzung besteht darin, Wasserdämpfe
direkt in die Konzentrationssäule zu leiten. Dieses Verfahren ist an sich insofern nachteilig,
weil jedes Kilo Dampf, das in die Säule eingeführt wird, durch einen entsprechenden
zusätzlichen Betrag von Schwefelsäure absorbiert werden muß.
Man hat deshalb auch vorgeschlagen, die Basis der Destillationssäule indirekt zu erhitzen.
In diesem Falle ist die anzuwendende Menge von Schwefelsäure auf den Betrag zu beschränken, der zur Absorption des in der
verdünnten Säure vorhandenen Wassers erforderlich ist. Von außen zu erhitzende Vorrichtungen
sind jedoch schwierig herzustellen, weil die Materialien, die der Einwirkung von
Mischungen der Schwefel- und Salpetersäuredämpfe widerstehen können, nur einen geringen
Wärmeleitungskoeffizienten besitzen; außerdem sind sie zerbrechlich und kostspielig
und machen dadurch den laufenden Betrieb besonders schwierig. Schließlich ist es auch
nötig, um eine volkommene Denitrierung der verdünnten Schwefelsäure ohne Dampfdurchleitung
zu erzielen, die Flüssigkeit auf sehr hohe Temperaturen zu erwärmen, was einen größeren Verbrauch an Feuerungsmaterial bedingt
und so teilweise die Vorteile des Verfahrens aufhebt.
Gemäß vorliegender Erfindung wird die Salpetersäure-, Schwefelsäure-Destillationssäule
in an sich bekannter Weise durch überhitzten Dampf erhitzt. Das Verfahren besteht
darin, die Vorkonzentrierung der Salpetersäure auf 42 ° Be in der Weise mit der Hochkonzentration zu verbinden, daß als
Heizdampf der in der Vorkonzentration erhaltene Dampf nach Überhitzung mittels der
Abgase der Vorkonzentration zur Erhitzung der Destillationssäule benutzt wird. Da die
erste Konzentration der Salpetersäure in Abwesenheit von Schwefelsäure durchgeführt
wird, können Chromstähle für die Herstellung der Rektifikationssäule verwandt werden.
Die beiliegende Zeichnung stellt einen Schnitt der Vorrichtung dar; selbstverständ-Hch
ist die Erfindung nicht auf die Einzelheiten der dargestellten Ausführungsform beschränkt.
Die Vorrichtung besteht aus zwei voneinander getrennten Elementen, nämlich dem
ίο Apparat für die erste Konzentrierung A und dem Turm B für die abschließende Konzentrierung.
Der Apparat A ist zusammengesetzt aus dem Kessel C, der aus Chromstahl hergestellt
ist und durch die direkte Hitze des Ofens D erwärmt wird, und aus der Rektifikationskolonne B, die sich über dem Kessel C
befindet und mit Raschigringen beschickt ist. Die Salpetersäuredämpfe, die sich aus der
kochenden Flüssigkeit entwickeln, steigen in der Säule auf und kommen an der Spitze in
Berührung mit dem Schlangenkühler F, in welchem als Kühlmedium die zu konzentrierende
Säure zirkuliert.
Auf diese Art wird in an sich bekannter Weise ein Rücklauf (Dephlegmation) der Salpetersäure
erzielt, die als Flüssigkeit in die Säule zurückfällt, und es entweicht nahezu
reiner Wasserdampf durch die an der Spitze der Säule befindliche Öffnung und wird durch
das Rohr G zu dem Überhitzer H geführt.
Die verdünnte Salpetersäure, welche durch den Hahn / zugeführt wird, fließt, nachdem
sie durch den Kühler F gegangen ist, in dem sich ein Wärmeaustausch mit dem Salpetersäuredampf
vollzieht, in den Zerstäuber L hinab, durch den sie gleichmäßig über den
ganzen Querschnitt der Rektifikationsäule verteilt wird. Die 41 bis 420Be starke Säure,
die sich im Kessel C sammelt, gelangt durch den Siphon M in noch heißem Zustand in den
Turm B für die Schlußkonzentrierung.
Die für die Entwässerung erforderliche Schwefelsäure führt man durch den Hahn N
zu und läßt sie in Regenform an der Spitze des Turmes B niederfallen, während man den
Wasserdampf, welcher in dem Überhitzer H erhitzt worden ist, dem Boden des genannten
Turmes zuführt und dort mit Hilfe des Rohres P in Blasenform durch die verdünnte
Schwefelsäure aufsteigen läßt. So kann eine vollkommene Denitrierung dieser Säure vollzogen
werden. Die Dämpfe der konzentrierten Salpetersäure verlassen den Turm an der Spitze und werden durch das Rohr R zu Kühlvorrichtungen
geführt, in denen sie kondensiert werden.
Claims (2)
- Patentansprüche:r. Verfahren zur Konzentration von Salpetersäure durch Erhitzen unter Mitbenutzung von Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrierung in zwei gesonderten Stufen durchgeführt wird unter Benutzung des in der Stufe der ersten Konzentrierung durch einfache Destillation erhaltenen Wasserdampfes nach erfolgter Überhitzung mittels der Abhitze der Feuerung der Vorkonzentration zur Denitrierung der Schwefelsäure bei der Schlußkonzentration.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verdünnte Salpetersäure, bevor sie in den Turm für die erste Konzentrierung eingeführt wird, durch einen Wärmeaustauschapparat in der Spitze dieses Turmes geführt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT690810X | 1929-09-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE521985C true DE521985C (de) | 1931-03-28 |
Family
ID=11311298
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930521985D Expired DE521985C (de) | 1929-09-30 | 1930-09-20 | Konzentration von Salpetersaeure |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE368135A (de) |
| DE (1) | DE521985C (de) |
| FR (1) | FR690810A (de) |
| NL (1) | NL28552C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1056095B (de) * | 1956-09-28 | 1959-04-30 | Harry Pauling Dipl Ing | Verfahren zum Hochkonzentrieren von Salpetersaeure mittels Schwefelsaeure |
-
0
- BE BE368135D patent/BE368135A/xx unknown
- NL NL28552D patent/NL28552C/xx active
-
1930
- 1930-02-28 FR FR690810D patent/FR690810A/fr not_active Expired
- 1930-09-20 DE DE1930521985D patent/DE521985C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1056095B (de) * | 1956-09-28 | 1959-04-30 | Harry Pauling Dipl Ing | Verfahren zum Hochkonzentrieren von Salpetersaeure mittels Schwefelsaeure |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE368135A (de) | |
| FR690810A (fr) | 1930-09-26 |
| NL28552C (de) |
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