DE52116C - Künstlicher antiseptischer Schwamm - Google Patents

Künstlicher antiseptischer Schwamm

Info

Publication number
DE52116C
DE52116C DENDAT52116D DE52116DA DE52116C DE 52116 C DE52116 C DE 52116C DE NDAT52116 D DENDAT52116 D DE NDAT52116D DE 52116D A DE52116D A DE 52116DA DE 52116 C DE52116 C DE 52116C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
antiseptic
sponge
solution
bag
sublimate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52116D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication of DE52116C publication Critical patent/DE52116C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT.
    PATENTSCHRIFT
    KLASSE 30: Gesundheitspflege.
    Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juni 1889 ab.
    Ein Gummibeutel oder eine Blase mit elastischen Wandungen, z. B. eine sterilisirte Thierblase oder Gelatmekapsel, wird mit einer antiseptischen Flüssigkeit gefüllt. Durch Gummiverschlufs , oder durch Zubinden und Eintauchen in Gummilösung oder in Gelatinelösung mit Zusatz von chromsaurem Kali wird der Beutel geschlossen. Der mit antiseptischer Flüssigkeit gefüllte Beutel wird in eine Binde aus weichem hygroskopischem Marli eingewickelt bezw. eingerollt, und auf die beiden unbedeckten Seiten des Beutels bezw. offenen Seiten der Rolle werden zweckmäfsig zwei Tampons aus hygroskopischer Watte gelegt. Das Ganze ist in ein Stück von hygroskopischem Marli eingenäht. Beim Durchstechen mittelst einer Nadel tritt die antiseptische Lösung entsprechend dem Druck, der auf den Schwamm ausgeübt wird, aus dem Behälter in die Marliumhüllung und die Watte aus; mit jedem neuen Austritt von Lösung wird der Schwamm von neuem antiseptisch, wodurch eine septische Verunreinigung des Schwammes ausgeschlossen ist, und ermöglicht das langsame Austreten der Flüssigkeit, eine grofse Oberfläche abzuwaschen bezw. zu sterilisiren. Wenn der Schwamm als solcher seinen Dienst gethan, so reifst man die äufsere Marliumhüllung ab, und man hat eine mit antiseptischer Lösung durchtränkte , zur Verwendung fertiggerollte Marlibinde zur Verfügung, wobei die beiden sterilisirten Wattetampons gleichfalls Verwendung finden können. Um dem Schwamm gröfsere Festigkeit zu geben, kann man die Marlibinde vor dem Aufwickeln auf den Beutel befeuchten (mit antiseptischer Lösung) und in diesem Zustande auf den Beutel aufwickeln. Der beschriebene künstliche Schwamm ist äufseren Einwirkungen gegenüber, wie Druck und Stofs, ziemlich unempfindlich, und nur beim Stofs und Druck mit scharfen Gegenständen kann der Flüssigkeitsbehälter beschädigt werden.
    Bei Anwendung einer Sublimatlösung können durch Zusatz von geringer Menge Weinsäure (0,1 bis 0,4 pCt.) die antiseptischen Eigenschaften der Sublimatlösung dem Blut gegen-, über wesentlich erhöht werden; bei den jetzt gebräuchlichen Verbandbestecken verlieren die Sublimatverbandstoffe ihre antiseptischen Eigenschaften dadurch, dafs das den atmosphärischen Einflüssen ausgesetzte Sublimat leicht zu unlöslichen Verbindungen verwandelt wird; bei Benutzung des künstlichen Schwammes sind diese Nachtheile vollkommen beseitigt; die Sublimatlösung greift die Wandungen der Gummi blase nicht an.
    Patenτ-Anspruch:
    Künstlicher Schwamm, bestehend aus einem mit antiseptischer Flüssigkeit gefüllten, elastischen, wasserdichten Beutel, der zunächst mit einer Verbandbinde umwickelt und sodann von einem hygroskopischen Stoffe umschlossen ist, wobei das Durchtränken der Umhüllungen mit der antiseptischen Flüssigkeit nach Durchstechen des Beutels erfolgt.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT52116D Künstlicher antiseptischer Schwamm Expired - Lifetime DE52116C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE52116C true DE52116C (de)

Family

ID=326849

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT52116D Expired - Lifetime DE52116C (de) Künstlicher antiseptischer Schwamm

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE52116C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3878616T2 (de) Sterilisierbare vorrichtung fuer die aufbewahrung von blut.
DE1955233A1 (de) Vorrichtung zum gleichzeitigen Zerstaeuben von in getrennten Vorratsbehaeltern lagernden Fluessigkeiten
DE2148997A1 (de) Empfaengnisverhuetende Vorrichtung
DE3446909A1 (de) Tragbares kleininjektionsgeraet
DE2302618A1 (de) Elektrode zur aufnahme bioelektrischer potentiale
DE2441627A1 (de) Hautschutzgel
DE52116C (de) Künstlicher antiseptischer Schwamm
DE1303594B (de) Verfahren zur Bestimmung der Zeit der Empfangnisbereitschaft eines weib liehen Wesens und Prufmittel zur Durch fuhrung des Verfahrens
DE2206487B1 (de) Vorrichtung fuer erdmetallphosphid und/oder erdalkalimetallphosphid enthaltende schaedlingsbekaempfungsmittel
EP0682499B1 (de) Testpflaster zur epicutanen hauttestung
DE1566322A1 (de) Kompresse
GB501873A (en) New or improved means for carrying out medical tests
DE2822608C2 (de)
DE1883933U (de) Gipsbandagenrolle.
DE641772C (de) Mit Klebverschluss und Aufwickelvorrichtung versehene Binde fuer aerztliche Zwecke
DE2902005A1 (de) Vorrichtung zum desinfizieren der haende
DE401449C (de) Verfahren zum Haltbarmachen der Hydrat- oder AEtherhydrathaeutchen der Zellulose
DE441870C (de) Gebrauchsfertiger, steriler Heftpflasterverband
DE588450C (de) Geraet zum Reinigen von Gegenstaenden und Koerperteilen
AT231281B (de) Beutelförmiger Bereitschaftsbehälter für Rettungs- und Atemschutzgeräte
DE233942C (de) Verfahren zum Keimfreimachen und Keimfreierhalten von zusammengerolltem Verbandmaterial durch Behandlung mit Dampf
DE383278C (de) Vorrichtung zum Desinfizieren und Abschliessen von Kanaelen und Hoehlungen im menschlichen und tierischen Koerper
DE2607638A1 (de) Vorrichtung fuer erdmetallphosphid und/oder erdalkalimetallphosphid enthaltende schaedlingsbekaempfungsmittel
DE1750140U (de) Tupfer zum auftragen von fluessigkeiten, pasten und pulvern.
DE414395C (de) Taschenbehaelter mit Spritzrohrverschluss