DE51885C - Vorrichtung zum beschleunigten Anhalten von Dampfmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum beschleunigten Anhalten von DampfmaschinenInfo
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- DE51885C DE51885C DENDAT51885D DE51885DA DE51885C DE 51885 C DE51885 C DE 51885C DE NDAT51885 D DENDAT51885 D DE NDAT51885D DE 51885D A DE51885D A DE 51885DA DE 51885 C DE51885 C DE 51885C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B25/00—Regulating, controlling or safety means
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B2250/00—Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
- F01B2250/002—Valves, brakes, control or safety devices for steam engines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. October 1889 ab.
Bei Unglücksfällen in mit motorischer Kraft arbeitenden Anlagen hängt viel davon ab, dafs
der Motor von fast allen Theilen der Fabrik aus möglichst schnell zum Stillstand gebracht
werden kann.
Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft nun eine einfache und wenig kostspielige Einrichtung,
um die Bewegung des Motors bezw. der- Dampfmaschine von verschiedenen Theilen
einer Fabrik aus anzuhalten.
Die Einrichtung besteht in der Hauptsache in der Anbringung von zwei Absperrvorrichtungen,
die eine in der Dampfzuleitung, die, andere in der Dampfableitung, um nicht allein
den Zuflufs von Dampf, sondern auch den Abflufs desselben aus dem' Cylinder zu verhindern
und durch jede weitere theilweise Umlaufsbewegung des Schwungrades Gegendruck im Cylinder zu erzeugen, welcher die lebendige
Kraft der bewegten Massen möglichst aufhebt. Es ist nicht unbedingt nöthig, dafs beide Absperrvorrichtungen
unmittelbar in der Nähe des Dampfcylinders angeordnet sind; vielmehr wird deren Anbringung und die Gestaltung
der zu ihrer Auslösung dienenden Mechanismen von der Stellung der Dampf-Zu- und -Ableitungsrohre
zum Cylinder abhängen.
Die Mechanismen stehen durch Ketten-, Drahtzug oder dergleichen oder auch durch
elektrische Leitung derart mit den Räumen der Anlage in Verbindung, dafs von denselben aus
die Auslösung der Haltevorrichtungen für die Absperrorgane erfolgen kann und letztere in
Wirksamkeit treten.
Hierbei ist die Verbindung der Absperrorgane unter einander so getroffen, dafs, wenn dieselben
zur Absperrung benutzt worden sind, eine Rückstellung der Absperrorgane entweder
nur gleichzeitig oder in solcher Reihenfolge bewirkt werden kann, dafs ,zunächst das Absperrorgan
im Dampfauslafs, dann das Absperrorgan im Dampfzulafs ausgelöst wird. Es hat diese Einrichtung' hauptsächlich den Zweck,
zu verhindern, dafs eine Rückstellung des Absperrorgans in der Dampfableitung vor erneuter
Zulassung von Frischdampf vergessen werden kann.
Die vorstehend allgemein gekennzeichnete Einrichtung ist auf der beiliegenden Zeichnung
beispielsweise als eine für eine Dampfmaschine vorgesehene erläutert, bei welcher Zulafs und
Auspuff horizontal liegende Rohrstränge bilden.
Fig. ι ist Ansicht mit offenen, Fig. 2 Ansicht mit geschlossenen Absperrorganen. Fig.. 3 ist
Schnitt durch eines der Organe nach Linie x-x der Fig. 1.
α ist die Drosselklappe im Dampfzulafsrohr, a1 eine gleiche Klappe im Dampfauslafsrohr.
Auf der,Drosselklappenspindel ist aufser einer Bandscheibe e der Gewichtshebel b angebracht,
welcher durch die Nase c des um d drehbaren Hebels f in seiner waagerechten Stellung gehalten
wird. Wird der Hebel f durch Drahtzug oder durch elektrischen Strom gegen den
Druck der kleinen Feder g am oberen Ende gerückt, so fällt der Gewichtshebel nieder und
schliefst die Drosselklappe. In. geeigneter Lage ist der federnde Fangarm h angebracht, in
dessen Einschnitt", Fig. 4, der Gewichtshebel b beim Fall einschnappt, so dafs ein Pendeln
vermieden wird.
Sämmtliche vorstehend mit b bis h bezeichneten Theile sind mit den Bezeichnungen b1
bis h1 in Verbindung mit der Drosselklappe a1
vorhanden und wirken in gleicher Weise, wenn der Gewichtshebel b1 ausgelöst wird.
Die beiden Hebel b b1 stehen so mit einander
in Verbindung, dafs, wenn der Drahtzug gezogen oder der elektrische Strom geschlossen
wird, beide Hebel gleichzeitig ausgelöst und beide Drosselklappen gleichzeitig geschlossen werden. Für die beabsichtigte
Compression des eingesperrten Dampfes im Cylinder ist es bei Abschlufs des Abströmungsrohres
nicht nöthig, dafs die Drosselklappe ganz dicht schliefst; dieselbe kann entweder
mit feinen Löchern versehen oder im Umfang so bemessen sein, dafs etwas Abflufsöffnung
vorhanden bleibt. Es verhindert dies auch ein zu plötzliches Bremsen, das Brüche zur Folge
haben könnte.
Die Band- oder Schnurscheiben e e1 stehen
nun durch Band oder Schnur so mit einander in Verbindung, dafs sich beim Zustellen der
Drosselklappen das Band von Scheibe e abwickelt, während es sich auf Scheibe e1 aufwickelt.
Die beiden veränderten Bandlagen um die Scheiben e und e1 sind in Fig. 1 und 2
durch verstärkte Punktirung ersichtlich gemacht. Es kann nun infolge dieser Bandstellung der
Hebel b nicht aus dem Fangarm h befreit und in den Hebel f eingelegt werden, wenn nicht
gleichzeitig oder vorher der Hebel bl ebenfalls von W- befreit und in Hebel/1 eingelegt wird.
Durch die Vorrichtung wird verhindert, dafs frischer Dampf durch Klappe α eher eintritt,
als Klappe a1 geöffnet worden ist.
Claims (2)
- Patent-AnSprüche:ι . Eine Vorrichtung zum plötzlichen Anhalten von mit Schieber- oder Ventilsteuerung versehenen Motoren, gekennzeichnet durch Anordnung der Abschlufsklappen α a1 in der Zu- und Ableitung, welche Klappen durch Hebel ff1 mittels der Gewichtshebel b b1 in geöffneter Stellung gehalten werden und auf ihren Achsen mit Scheiben e e1 versehen sind, welche durch Band u. s. w. mit einander dergestalt verbunden sind, dafs bei plötzlicher Auslösung des Gewichtshebels b b1 und dadurch eintretendem Klappenschlusse das Band sich von der einen Scheibe (e) ab- und auf die andere Scheibe (el) aufwickelt, so dafs die beiden Klappen α αl nur gemeinschaftlich oder die Zulafsklappe α nur nach der Ablafsklappe al wieder in ihre normale (offene) . Stellung zurückgeführt werden kann.
- 2. In Verbindung mit der im Anspruch 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung der federnden Fanghebel h h1 zum Auffangen der Gewichtshebel b b1 beim Klappenschlufs, zur Vermeidung etwaigen Pendeins der Hebel bb\Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51885C true DE51885C (de) |
Family
ID=326628
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT51885D Expired - Lifetime DE51885C (de) | Vorrichtung zum beschleunigten Anhalten von Dampfmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51885C (de) |
-
0
- DE DENDAT51885D patent/DE51885C/de not_active Expired - Lifetime
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