DE51706C - Typenschreibmaschine - Google Patents

Typenschreibmaschine

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DE51706C
DE51706C DENDAT51706D DE51706DA DE51706C DE 51706 C DE51706 C DE 51706C DE NDAT51706 D DENDAT51706 D DE NDAT51706D DE 51706D A DE51706D A DE 51706DA DE 51706 C DE51706 C DE 51706C
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DE
Germany
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hammer
roller
type
spring
ratchet wheel
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT51706D
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English (en)
Original Assignee
A. von brandis, Hauptmann a. D., in Milwaukee, Wisconsin, V. St. A., p. O. Box 132
Publication of DE51706C publication Critical patent/DE51706C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J19/00Character- or line-spacing mechanisms

Landscapes

  • Impression-Transfer Materials And Handling Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 15: Druckerei.
Mit der vorliegenden Erfindung soll eine Schreibmaschine geschaffen werden, welche die Benutzung jedem Laien ohrie besondere Uebung gestattet. Tastenmaschinen sind für solchen Zweck unbrauchbar, weil Ungeübte ohne Weiteres nicht damit arbeiten können und das Erlernen des Spielens auf der Klaviatur langwierig ist, was unter Umständen um so mehr ins Gewicht fällt, als die Anordnung der Alphabete auf den verschiedenen Maschinensystemen eine verschiedene ist. Auch erfordert das Schreiben auf Tastenmaschinen stets besondere Aufmerksamkeit zum Einrücken einer neuen Zeile u. s. w.
Derartigen Mangeln soll durch die vorliegende Maschine begegnet werden und wird bei derselben u. A. das Einrücken einer neuen Zeile dem Schreiber abgenommen und der Maschine übertragen, so dafs' die Hände des Schreibers während des Beschreibens einer Seite aus der gewohnten Stellung gar nicht herauszutreten brauchen.
Die nach diesem Gedanken gebaute Maschine ist auf den anliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar giebt:
Fig. ι eine Ansicht von oben,
Fig. 2 einen Längsschnitt und
Fig. 3 eine Hinteransicht der Maschine;
Fig. 4 ist ein Verticalschnitt in der Linie 4-4 der Fig. 2.
Die Fig. 5 und 6 sind Einzelheiten einer Walze und einer Klemmvorrichtung an der letzteren.
Fig. 7 ist eine Ansicht der Typenhebelanordnung von oben.
Die Fig. 8 bis 11 zeigen Einzelheiten des Typenhebelsystems.
Fig. 12 ist ein Schnitt in der Linie 12-12 der Fig. 2,
Fig. 13 ein Schnitt in der Linie 13-13 der Fig. 2.
A ist die Grundplatte der Maschine, auf welcher die Ständer B C befestigt sind, deren obere Enden durch X- und V-förmige Träger Di? mit den oberen Enden der auf beiden Seiten der Maschine angebrachten Säulen F F1 verbunden sind.
Eine waagrecht liegende Welle G ist an einem Ende unmittelbar in dem Ständer B gelagert, auf dem anderen Ende trägt dieselbe eine Muffe H, welche auf ihrer Aufsenseite schraubenförmige Nuthen besitzt und in dem Ständer C gelagert ist, in welchem sie durch Stellschrauben b, Fig. 4, gegen eine Verdrehung geschützt ist.
Auf dem Theil der Welle G zwischen dem Ständer B und der Muffe H ist dieselbe mit radial angeordneten Flügeln c versehen, die gemäfs Fig. 1 2 auf der Welle angeordnet sind.
Die Welle G mit den radialen Flügeln c und die Muffe H tragen einen Cylinder /, derart, dafs letzterer mit der Welle sich drehen kann, ohne in der Längsrichtung in seiner Bewegung behindert zu sein. Das vordere Kopfende e des Cylinders umschliefst dabei die Muffe H, und an dieser Stirnwand des Cylinders sitzt in einem Gehäuse f eine Spiralfeder, unter deren Einwirkung der Bolzen / in die schraubenförmigen Nuthen H eingedrückt wird, so dafs der Cylinder I sich infolge der Drehung der Welle G selbsttätig in seiner
Längsrichtung verschieben kann. Hierbei wird eine ununterbrochenei Vorwärtsbewegung des Cylinders dadurch erzielt, dafs gewisse parallel zu einander liegende Theile g der Nuth in einem Umfang von ca. .300° rechtwinklig zur Längsachse der Muffe angeordnet sind, während der übrige kleinere Theil h der Nuth eine Steigung enthält. Es ist somit ersichtlich, dafs bei jeder Umdrehung des Cylinders / der Bolzen J sich längere Zeit in der geraden kreisförmigen Nuth bewegt und dann kürzere Zeit in dem schräg liegenden Theile derselben. Bei letzterer Bewegung wird der Cylinder I um einen bestimmten Betrag fortgerückt, und zwar ist dieser Betrag gleich der Projection des schrägen Theiles h der Nuth auf die Achse der Muffe H.
Der Cylinder / ist mit einem Gummi- oder einem anderen elastischen Ueberzug i, sowie mit einer abnehmbaren Platte K' versehen, wobei letztere für das auf dem Cylinder befindliche Papier als Klemmvorrichtung dient. Wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich wird, ist die Klemmvorrichtung K an einem Ende mit einem Stift j ausgerüstet, welcher in einen an der hinteren Stirnwand d des Cylinders / angebrachten Einschnitt eingreift, während eine Federklinke k, an dem. vorderen Kopfende e des Cylinders befestigt, so angeordnet ist, dafs sie über das anliegende Ende der Klemmplatte hinübergreift.
Zwischen dem hinteren Ständer B und einer der Säulen F ist eine horizontal liegende Stange L (Fig. 1) befestigt, auf welcher eine Muffe M sitzt, an der ein von einer Feder beeinflufstes Daumenstück N drehbar angebracht ist (Fig. 3). Letzteres ist nach innen zu gabelförmig ausgebildet und greift in normaler Lage um den vorstehenden Rand des Cylinderkopfes d, so dafs bei der intermittirenden Vorwärtsbewegung des Cylinders / die Muffe M an der Stange L mit fortgenommen wird. Wenn es wünschenswerth erscheint, kann eine in der Zeichnung nicht dargestellte Signalvorrichtung angebracht werden, welche zu einem bestimmten Zeitpunkt, ehe der genannte Cylinder am Ende seiner Vorwärtsbewegung angekommen ist, von dem Daumen N in Thätigkeit gesetzt wird.
Vor dem Ständer B sitzt ein Sperrrad O fest auf der Welle G, in welches oben eine Sperrklinke P (Fig. 3) eingreift; diese letztere ist an einem Arm m drehbar angebracht, der an einem lose auf der Welle G sitzenden Handrade Q sich befindet. Der Ausschlag des Sperrhakens P wird durch die Stellschrauben η begrenzt, die in Ansätzen ρ des Ständers B gelagert sind. Durch Umdrehung des Sperrrades werden die Welle G und der Cylinder / in Rotation versetzt. Um eine Rückwärtsbewegung dieser Theile zu verhüten, ist unten an dem Ständer B eine Sperrklinke q drehbar angebracht, die mit dem Sperrrade O durch eine am Fufse des Ständers B angebrachte Feder r in Eingriff gehalten wird.
Auf dem vorderen Ende der Welle G (Fig. 2 und 4) sitzt fest ein Sperrrad'-R, mit welchem ein von dem Hebel S herabhängender Sperrzahn s in Eingriff steht. Die Lagerung des Hebels 5 zeigt Fig. 1. Eine Feder t dient dazu, den Hebel S in seiner normalen Lage zu halten. Die Spannung der Feder t wird· durch eine Stellschraube u regulirt, welche in einem Auge des Ständers C befestigt ist (Fig. 2).
"Der Hebel S erstreckt sich etwa bis zur Mitte, der Maschine und endet in einen Hammerkopf j-p, unter welchem sich ein anderer Köpfer befindet, der an einem federnden Axmty sitzt. Dieser Arm y ist an der unteren Seite des Hebels 5 nahe an dem vorderen Ende desselben befestigt, und ist fest mit dem mit einem Schlitz versehenen Gewicht T verbunden, durch welchen Schlitz der Hebel S hindurchgeführt wird.
Wenn das Rad R in Umdrehung versetzt wird, so wird die Sperrklinke 5 durch die Zähne des Rades gehoben und infolge dessen auch der Hebel S, der, sobald die Sperrklinke von dem Radzahn abgleitet, wieder niederfällt. Die Feder y des Hammers χ wird mit dem Hebel S ebenfalls gehoben, und wenn letzterer in seine normale Lage zurückfällt, so wird infolge dieser Bewegung und des Gewichtes T der Widerstand der Federy überwunden und der Hammer nach abwärts geschnellt. Nach vollzogenem Schlage wird durch die Federkraft von y der Hammer χ wieder in seine normale Lage zurückgebracht.
Die Feder t und ihre Stellschraube u unterstützen ,die niedergehende Bewegung des Hammers jv und des darunter- liegenden Federhammers x. Bei möglichst kleinem Gewicht des Federhammers soll möglichst schnell ein kräftiger Schlag auf den darunter eingestellten Typenarm ausgeführt und der Hammer dann sofort wieder in Ruhe gesetzt werden. Die Anordnung der Feder, wie gezeichnet, giebt also nur eine Lage derselben wieder, die für die Construction nicht mafsgebend ist.
Punktirt ist eine andere Feder t1 in Fig. ι (Mitte) angedeutet. Durch die Stellschraube u1, die an der Säule F1 befestigt ist, wird der horizontal liegende Federarm Z1 so eingestellt, dafs letzterer durch den angehobenen Hammer n> kurz vor Ende des Aufganges angehoben wird, um dann den' niederfallenden Hammer kräftig abwärts zu drücken.
Das Gewicht T, welches verschiedenartig angebracht sein kann, ist angewendet, um die Rückkehr des Federhammers χ in die normale Lage unter dem Hammer w zu sichern, wodurch verhindert wird, dafs der Hammer
schwingt. Zugleich wird durch den Galgen am Gewicht verhindert, dafs der Federhammer bis auf das Papier herabschlägt, wenn er keinen Typenarm trifft, sei es infolge unrichtigen Gehens oder der Bildung eines Zwischenraumes.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, sind in einer gewissen Länge auf dem Umfang des Rades R die Zähne weggeschnitten, so dafs also während einer gewissen Zeit die Sperrklinke s nicht gehoben wird und folglich auch der Hebel S in Ruhe bleibt. Diese freie Stelle des Rades entspricht dem schräg verlaufenden Theile der Nuth auf der Muffe H, so dafs also während der Verschiebung des Cylinders / von dem Hammer w kein Schlag ausgeübt wird.
An die Verbindungsstangen D sind unten Stützarme St gehängt, welche eine Führungsbüchse U tragen, in deren. Mitte ein Spurlager α1 sich befindet, welches eine verticale Welle W trägt. Mit letzterer ist die- Nabe b1 eines Rades X fest verbunden, das oben in den Stangen D gelagert ist. Das obere Ende der Welle W ist mit einer Mutter c1 versehen ■ (an deren Stelle auch ein Handrad angebracht werden kann), während an dem unteren Theile eine mit Flantschen versehene Platte Y festsitzt. Der innere Theil dieser Platte ist nach unten zu einem ringförmigen Wulst d1 verstärkt, in den ein ringförmiger Kanal e1 eingearbeitet ist. Die Platte Y ist ferner mit einer Reihe senkrechter Zähne/1 ausgerüstet, welche aus den Fig. 8 und 9 zu ersehen sind.
Mit der Platte Y ist durch die Schraubeng'1 eine Unterplatte h1 verbunden, in der entsprechend mit ex ein zweiter ringförmiger Kanal i' vorhanden ist. Wie aus der Fig. 8 ersichtlich, ist die Platte h1 von dem Kanal i1 ab nach aufsen abgeschrägt, damit die Typenstangen frei abwärts schlagen können. Der unter der Platte Y sitzende Randflantsch ist mit einer Reihe von Zähnen j1 versehen, die den Zähnen fl an d1 entsprechen, während der gegenüberliegende Flantsch der festen Platte U mit, einem einzigen Schlitz k1 versehen ist, wie aus Fig. 10 ersichtlich.
Innerhalb des von den Kanälen e1 und i1 in dl und hl gebildeten Raumes liegen die kugelförmigen inneren Enden ml der Typenstangeh oder Typenhebel Z1 welche durch die Zähne/1/1 hindurchreichen, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist.,
Die Typenstangen Z werden durch den aufrecht stehenden Flantsch der Platte U und eine Feder n1 in ihrer normalen oder gehobenen Lage gehalten, und kann durch Umdrehung der Welle jede dieser Typenstangen in die dem nach unten ausgearbeiteten Schlitz k1 in dem Flantsch von U entsprechende Lage gebracht werden. Befindet sich eine Typenstange in der Lage über dem Schlitz Te1, so liegt ihr äufseres Ende unmittelbar unter dem Hammer und wird durch einen von letzterem ausgeübten Schlag gegen ein FarbbandρΛ gedrückt, Fig. 2. Letzteres ist über horizontale Halter q1 geführt, welche an den Säulen F angebracht sind, doch kann auch jede andere Art Träger hierfür verwendet werden. Der im Flantsch der Platte U befindliche Schlitz k1 gestattet die durch die Einwirkung des Hammers erfolgende Abwärtsbewegung der darüber stehenden Typenstange, so dafs bei dem Hammerschlag auf dem um den Cylinder I liegenden Papier ein Abdruck hervorgebracht wird, während nach Rückgang des Hammers auch selbstthätige Aufwärtsbewegung der Typenstangen in ihre normale Lage durch die Einwirkung der Feder n1 auf die Stangen bewirkt wird.
Eine kreisrunde Scheibe A1, die auf den Stangen D befestigt ist, umgiebt das Rad X, welches mif einem oder mehreren Zeigern 1, 2, 3 (Fig. 1) versehen ist. Jeder dieser Zeiger entspricht einer gewissen Gruppe von Typenstangen Z, und jede dieser letzteren hat auf der runden Scheibe A1 das ihr entsprechende Zeichen. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, sind auf der Scheibe A1 drei Serien von Buchstaben angebracht. Offenbar kann aber die Anzahl der^Buchstaben und der diesen entsprechenden Typenstangen beliebig vergröfsert werden. Jede Gruppe von Typenstangen trägt eine besondere Art von Typen. Zwischen jeder Gruppe von Typenstangen ist ein Zwischenraum gebildet, indem eine oder mehrere Stangen fortgelassen werden. Jedesmal wenn der Zeiger, welcher einer besonderen Gruppe von Typen entspricht, an den Anfangs- oder Endpunkt dieser Gruppe gebracht wird, liegt einer der zwischen den verschiedenen Gruppen von Typenstangen befindlichen Zwischenräume unter dem Hammer, und trifft letzterer somit auf eine typenlose Stelle.
In den Zeichnungen sind die rund herum schleifenden Typenarme durch eine gemeinsame halbkreisförmige Feder verhindert, gegen die führende Oeffnung an dem aufrecht stehenden Rand der Platte U zu stofsen, welche Feder also infolge dessen mindestens das Gewicht von zwei Typenarrhen zu tragen hat, so dafs dadurch ihr Widerstand gegen den Schlag des Hammers unnöthig vergröfsert wird. Indessen kann auch jeder Typenarm mit einer eigenen Feder versehen sein, die den Arm in geeigneter Höhe hält.
Der Arbeitsgang dieser Maschine ist folgender:
Ein oder mehrere Briefbogen (je nachdem man Copien gleich miterzeugen will) werden um den Cylinder / gelegt und festgeklemmt. Die rechte Hand ergreift die Handhabe C1 des Zeigerrades X1 die linke das Handrad Q. Zeiger und Typenreihen sind durch besondere Farbengebung so ausgezeichnet, dafs es dem Schreiben-
den leicht wird, den richtigen Zeiger sofort auf die gewünschte Type einzustellen. Die Lesefelder haben zu diesem Zweck einen matten, farbigen Grund (weifs, roth, blau, hinter einander), die zugehörigen Zeiger zeigen dieselben Farben möglichst grell. Da die einzelnen Zeichen gar nicht sehr gedrängt stehen, so gelingt es leicht, beim Drehen des Zeigerrades die Zeiger sofort auf die richtige Stelle zu lenken. Das Sperrrad jR steht in der Stellung, dafs der Sperrzahn s am rechten Ende der Zahnlücke steht (Fig. 4) und dafs also bei der ersten Drehung des Handrades Q ein Anheben des Hammers erfolgt (Fig. 4 zeigt Sperrzahn s am linken Ende der Zahnlücke, also gerade am Ende der Zeile vor dem Vorschub des Papiercylinders in eine neue Zeile).
Nun zeigt man mit dem Zeiger auf die anzuschlagende Type und dreht mit der anderen Hand fast gleichzeitig das Schaltrad Q. Die Hemmung η ρ bewirkt, dafs das Rad nur je um die Breite eines Zeichens verschoben \verden kann; gleichzeitig schlägt der Hammer herunter, und da die richtige Typenstange über den Schlitz k1 der Platte U getreten ist, so drückt der Hammer die Stange zum Druck herab, während gleich darauf Hammer und Typenstange unter der Federwirkung in ihre Ruhelage zurückschnellen. Nun wird das zweite Zeichen gedruckt u. s. w. Das Schleifen der Typenarme auf dem Oberrande der Büchse U bei der Drehung des ganzen Kranzes der Typenstangen ist dabei nicht so kraftverzehrend, wie es den Anschein hat, und ist diese Anordnung hauptsächlich der Billigkeit wegen gewählt, da die Ausrüstung jeder einzelnen Typenstange mit einer Feder für billige Maschinen zu theuer wird.
' Das Handrad Q, welches die Walzenachse und das Hammerwerk treibt, indem es das Schaltrad O Zahn für Zahn vorrückt, ist in der Zeichnung auf die Hauptachse gesteckt. Bequemer für den Arbeitenden, weil Kraft ersparend, kann es auch sein, wenn das Handrad auf ein Vorgelege seitlich der Maschine gesetzt und durch Transmission mit dem Schaltrade verbunden wird.
Die Maschine bietet den grofsen Vortheil, dafs beim Schreiben keine Buchstaben verloren gehen können und niemals zwei Zeilen in einander geschrieben werden können. Man mufs nur den Bogen so auf den Cylinder spannen, dafs sein rechtes Ende sich mit dem Ende der geraden Nuth auf der Muffe H vor dem Beginn des schrägen Theiles deckt. Vergifst nun der Schreiber, rechtzeitig abzubrechen, so wird die Zeile bis ans Ende vollgeschrieben; sobald aber ein weiterer Buchstabe angeschlagen und das Schaltrad gedreht wird, verschiebt sich der Cylinder selbstthätig um eine Zeile, während der Hammer ruht (Fig. 4), und erst ein nochmaliges Anschlagen des Hammers nach der selbstthätigen Einstellung der neuen Zeile liefert den Buchstaben, auf welchem der Typenzeiger steht.

Claims (5)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Typenschreibmaschine, gekennzeichnet durch nachstehend bezeichnete Einrichtungen: ι. die Anordnung einer festliegenden Zeichenscheibe A1 von beliebiger Zeichenzahl und eines drehbaren Typenkastens Y, dessen Typenstangen Z mit den Typen der festen Scheibe in gleiche Gruppen zerlegt und im Kreise so angeordnet sind, dafs bei der Einstellung eines zur Gruppe gehörigen Zeigers auf die abzudruckende Type die entsprechende Typenstange über einen Schlitz k1 der festen Führungsbüchse U gedreht wird, über welchem Schlitz die Typenstange durch eine Feder n1 so lange freigehalten wird, bis der Hammer χ das momentane Niederschlagen des Typenstangenkopfes, bewirkt;
  2. 2. den Hammermechanismus mit Doppelkopf (s. Fig. 2 und 13), dessen federnder Schlaghammer χ durch einen zweiten Hammer f bedeckt ist, welch letzterer dem ersteren bei jedem Schlag unter Vermittelung des Gewichtes T einen kräftigen Impuls ertheilen und das Schwingen des Federhammers nach dem Schlage hindert;
  3. 3. eine Papierwalze /, bei welcher selbsttätige Zeilenschaltung dadurch erreicht wird, dafs die mit der Walze zu kuppelnde Leitmuffe H eine Führungsnut trägt, welche aus über den gröfsten Theil des Umfanges normal zur Längsachse gerichteten, gleichlaufenden Ringschlitzen besteht, welche mit einander durch schräge Nuthen h verbunden sind, deren Projection gleich dem Zeilenabstand gewählt ist,'so dafs bei dem Lauf des Führungsstiftes / der Walze I durch diese kurzen Verbindungsnuthen die Verschiebung der Walze erfolgt;
  4. 4. den Umtrieb der Papierwalze durch ein lose auf der Achse G der Walze sitzendes Handrad Q, welches mittelst Sperrklinke P auf das Schaltrad O wirkt, wobei durch die Anordnung zweier Hemmungen ρ η neben der Achse der Sperrklinke P der gleichmäfsige Vorschub des Sperrrades gesichert ist, während durch Anordnung eines umgekehrt zum ersten liegenden Sperrmechanismus q r die selbsttätige Rückwärtsdrehung der Welle verhindert wird;
  5. 5. die gleichzeitige Anordnung des Hammermechanismus und des Antriebes der Papierwalze in der Weise, dafs mittelst Sperrrades R auf der Walzenwelle und zu-
    gehörigen Sperrzahnes s am Hammerstiel 5 die Bewegung des Hammers von der der Walze abhängig gemacht wird, wobei aufserdem durch Anordnung einer Zahnlücke auf dem Sperrrade R, welche genau in der Lage mit den kurzen, schrägen Theilen der Führungsnuth übereinstimmt, das Schlagen des Hammers verhindert wird, während die Papierwalze um die Zeilenbreite verschoben wird;
    eine Papierklemmvorrichtung auf der Walze / (Fig. 5 und 6), nach welcher eine an der Walze befestigte Klemmplatte K mit einer Nase/ in einen Ausschnitt der Stirnplatte d greift und darin durch eine an dieser Platte befestigte Federklinke überdeckt wird. '
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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