DE51702C - Selbstthätige Spülvorrichtung für Kanäle und dergleichen - Google Patents

Selbstthätige Spülvorrichtung für Kanäle und dergleichen

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DE51702C
DE51702C DENDAT51702D DE51702DA DE51702C DE 51702 C DE51702 C DE 51702C DE NDAT51702 D DENDAT51702 D DE NDAT51702D DE 51702D A DE51702D A DE 51702DA DE 51702 C DE51702 C DE 51702C
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DE
Germany
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shaft
water
vessels
valve
channels
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT51702D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. SCHUMANN in Worms a. Rhein, Markt 10
Publication of DE51702C publication Critical patent/DE51702C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F5/00Sewerage structures
    • E03F5/04Gullies inlets, road sinks, floor drains with or without odour seals or sediment traps
    • E03F5/0401Gullies for use in roads or pavements
    • E03F5/0402Gullies for use in roads or pavements provided with flushing means for cleaning or emptying

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Sink And Installation For Waste Water (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom ig. October 1889 ab.
Der Zweck des Apparates ist, durch Ansammeln gröfserer Wassermengen in einem Schacht und bei gefülltem Schacht, selbstthätiges Oeffnen des Ablaufventils, eine kräftige Spülung der beiden an den Schacht angeschlossenen Kanäle abwechselnd nach der einen oder anderen Seite zu erzielen. Die Anwendung des Spülapparates ist hierbei unabhängig von 'dem Vorhandensein einer Wasserleitung, sie setzt nur die Möglichkeit voraus, dafs eine Hausentwässerung oder sonstige Abwasserleitung in den Spülschacht direct eingeführt werden kann.
Ist zur Füllung des Schachtes oder auch nur zur Inbetriebsetzung des Apparates Wasserleitungswasser benutzbar, so vereinfacht dies die Anlage sehr wesentlich.
Diese beiden Arten der Ausführung sind in nachstehendem beschrieben.
Bei Vorhandensein von nur Kanal- oder Abwasser besteht der Apparat wie in Fig. 1 bis 4 dargestellt:
1. aus den beiden abgedrehten und eingeschliffenen Ventilen α und a1 mit Metallsitz, welche durch die in der Schachtwand befestigten Führungseisen b und bl vermittelst der Ventilstangen geführt sind. Auf jedem der beiden Ventile ist ein Gefäfs angebracht, welches bei leerem Schacht durch seine Wasserbelastung das Schliefsen des Ventils bewirkt;
2. aus dem Kippapparat c. Derselbe enthält zwei gleiche prismatische Abtheilungen und kippt, wenn die eine Abtheilung mit Wasser beinahe gefüllt ist, nach dieser Seite um, wobei die offene Seite der zweiten Abtheilung nach oben unter die Ausflufsöffnung des Ueberlaufrohres kommt. Füllt sich diese Abtheilung mit Wasser, so kippt der Apparat nach der anderen Seite um und ist alsdann wieder die Oeffnung der ersten Abtheilung nach oben gekehrt. Der Kippapparat ist aus verzinktem Eisen gefertigt und um seine untere Kante nach rechts und links drehbar auf der Tragschiene k gelagert;
3. aus den beiden verzinkten Eisengefäfsen d ■ und d1, welche durch die beiden Arme e und e1 derart mit einander verbunden sind, dafs dieselben je nach der projectirten gröfseren oder geringeren zulässigen Wasserhöhe im Spülschacht weiter aus einander oder enger zusammen befestigt werden können. Jedes der beiden Gefäfse hat im Boden eine mit einem Sieb bedeckte, durch ein kleines Ventil zu regulirende Ausflufsöffnung. Die beiden Arme sind in gleicher Weise wie der Kippapparat c auf der Tragschiene k drehbar gelagert. Der Arm el ist mit dem über ihm auf der Welley sitzenden Doppelhebel h durch zwei regulirbare Stangen g und g1 verbunden;
4. aus der Welle f, welche zwei Doppelhebel h und i trägt. An dem Doppelhebel i sind die beiden Ventilverbindungsketten und an h die beiden Verbindungsstangen g und gl drehbar und scharnierartig befestigt;
5. aus der Tragschiene k, welche mit ihren beiden Enden eingemauert, vermittelst Lager und RothgLifsbolzen die beiden Gefäfse d und d1 bezw. die Verbindungsarme e und e1, sowie den Kippapparat c trägt;
6. aus dem Ueberlaufrohr I. Dasselbe ist tief in den Spülschacht geführt und dort mit einem Sieb versehen. Etwa bei steigendem Wasser sich vor das Sieb setzende schwimmende
Körper werden beim Entleeren des Schachtes durch das in dem Ueberlaufrohr sich befindliche Wasser, welches nun seinen Weg rückwärts durch das Sieb nimmt, wieder abgespült.
Der Gang des Apparates ist folgender:
Der Spülschacht füllt sich durch ein direct eingeführtes beliebiges Ablaufrohr, bis ■ das Wasser durch das Ueberlaufrohr / die eine Abtheilung des Kippapparates c füllt, bis derselbe umkippt. Der Inhalt der Abtheilung ergiefst sich in das Gefäfs d1. Durch den hierbei erzielten Stofs, sowie durch das Gewicht des nun an einem langen Hebelarm wirkenden Wassers wird das Gefäfs d1 sinken und durch den Arm e1 die Verbindungsstange gl niederziehen. Das hierdurch bewirkte Niedergehen des einen Armes des Doppelhebels /; verursacht eine Drehung der Welle f, eine Aufwärtsbewegung des einen Armes des Doppelhebels i und Heben des Ventils α vermittelst der mit geringem Spielraum hieran befestigten Kette. Das im Spülschacht befindliche Wasser ergiefst sich unter Druck in den geöffneten Kanal, wodurch eine kräftige Spülung desselben erfolgt.
Das im Gefäfs dl befindliche Wasser läuft durch die Bodenöffnung ab. Die Zeitdauer dieses Entleerens wird dem Leerlaufen des Spülschachtes durch Einstellen des Ventilchens am Gefäfs d1 angepafst. Sind der Schacht und ■ das Gefäfs d1 leer, so ist das Ventil α mit der Wasserbelastung so schwer, dafs es den ganzen Apparat zurückzieht und sich schliefst. Die beiden Gefäfse d und d1 stellen sich jetzt wieder waagrecht und ist nun die Oeffnung der zweiten Abtheilung des Kippapparates unter der Ausflufsöffnung des Ueberlaufrohres. Füllt sich jetzt wieder der Schacht, so wird das Ueberlaufwasser die zweite Abtheilung des Kippapparates füllen, derselbe nach dieser Seite umkippen, das Gefäfs d füllen und ein Oeffnen des Ventils αl herbeiführen. Es ergiefst sich alsdann der Inhalt des Schachtes durch den anderen Kanalstrang und bewirkt hier eine kräftige Spülung desselben. Es wiederholt sich so selbstthätig ein abwechselndes Spülen der beiden Kanäle, so lange der Zulauf des Wassers in den Schacht dauert.
Beim Vorhandensein von Wasserleitungswasser findet die Inbetriebsetzung des Apparates auf folgende Weise statt, Fig. 5 bis 8.
Hierbei ist der Apparat in seinen Hauptbestandtheilen genau derselbe, es fallen nur die Welle_/ mit den beiden Doppelhebeln h und z, die beiden Verbindungsstangen und das Ueberlaufrohr fort. Aufserdem wird der Nebenschacht überflüssig. Der oben beschriebene, auf der Tragschiene k aufgestellte Apparat wird im Spülschacht selbst derart eingebaut, dafs der die beiden Gefäfse d und d1 verbindende Arm el direct über die beiden Ventile über den höchsten im Schacht zulässigen Wasserstand zu liegen kommt; die beiden Ketten der Ventile α und a1 werden direct mit diesem Arm verbunden. Ueber der nach oben stehenden Oeffnung des Kippapparates mündet eine kleine, durch ein Ventil verschlossene Zuleitung der Wasserleitung. Das Küken des Ventils steht mit seinem verlängerten Hebelarm mit einem Schwimmer, der in gewissem Abstand unter dem höchsten Wasserstand auf einer Gabel ruht, in Verbindung. Füllt sich nun der Schacht, so wird der Schwimmer, wenn der höchste Wasserstand beinahe erreicht ist, gehoben, das Küken im Ventil dreht sich und läfst Wasser durchfliefsen, wodurch der Kippapparat sich füllt.. Beim Umkippen wird das eine der Gefäfse d niedergehen, das andere Gefäfs sich heben und das auf dieser Seite befestigte Ventil α mit hochziehen. Der Schwimmer wird bei sinkendem Wasserstande das Küken wieder rückwärts drehen und das. Zulaufventil schliefsen. Die bis zum Schliefsen dieses Ventils noch in die zweite Abtheilung des Kippapparates c fliefsende geringe Wassermenge übt auf das Functioniren des Apparates keine nachtheilige Wirkung aus. Das Gefäfs d entleert sich durch die Bodenöffhung, während der Schacht leer läuft; das Gewicht des Ventils zieht beim Schliefsen der Ausflufsöffhung die beiden Gefäfse in die Horizontale und das Spiel wiederholt sich von neuem.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Selbtthätige Spülvorrichtung für Kanäle und dergleichen, bei welcher das Oeffnen bezw. Schliefsen der beiden Spülventile (a a 1J da-. durch erfolgt, dafs dieselben vermittelst zweier doppelarmigen Hebel (h und i) und einer Welle (f) mit den beiden mit Bodenöffnung versehenen Gefäfsen (d dl) verbunden sind, welche Gefäfse aus den abwechselnd mit aus dem Spülbehälter überlaufendem Wasser sich füllenden beiden Abtheilungen des Kippgefäfses (c) entsprechend abwechselnd gefüllt werden.
  2. 2. An der unter 1. gekennzeichneten. Spülvorrichtung die Abänderung, dafs die beiden Spülvenfile (a al) direct mit den beiden mit Bodenöffhung versehenen Gefäfsen (d d1) verbunden sind und dafs das Füllen des Kippgefäfses (c) bei gefülltem Spülbehälter nicht durch Ueberlaufwasser, sondern durch die vermittelst eines Schwimmers geöffnete Wasserleitung erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungeil.
DENDAT51702D Selbstthätige Spülvorrichtung für Kanäle und dergleichen Expired - Lifetime DE51702C (de)

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