DE516443C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gemischen, Emulsionen und aehnlichem - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gemischen, Emulsionen und aehnlichem

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DE516443C
DE516443C DEC43796D DEC0043796D DE516443C DE 516443 C DE516443 C DE 516443C DE C43796 D DEC43796 D DE C43796D DE C0043796 D DEC0043796 D DE C0043796D DE 516443 C DE516443 C DE 516443C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F31/00Mixers with shaking, oscillating, or vibrating mechanisms
    • B01F31/65Mixers with shaking, oscillating, or vibrating mechanisms the materials to be mixed being directly submitted to a pulsating movement, e.g. by means of an oscillating piston or air column

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Accessories For Mixers (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gemischen, Emulsionen und ähnlichem Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Herstellung von Gemischen, Emulsionen und ähnlichem und zur Bewirkung von Änderungen in der Zähflüssigkeit sowie der Oberflächenspannung und schließiicii zumDesintegneren von Molekularaggregaten. Erfindungsgemäß werden die betreffenden Stellen in entsprechenden Mengen in einen geschlossenen Behälter eingeführt und in diesem einer ununterbrochenen Reihenfolge von Druckschwankungen unterworfen, wodurch nacheinander und ununterbrochen Volumenschwankungen bewerkstelligt werden, die von der Kompressibilität abhängen, und zwar mit oder ohne Mitverwendung der eigenen Elastizität oder Nachgiebigkeit des Behälters. Der Behälter ist mit einem Abfluß in Gestalt einer oder mehrerer oeffnungen von geringer Größe versehen, die durch entsprechende Mittel, wie z. B. Ventile,. gesteuert werden und gestatten, daß, nachdem der Behälterinhalt einer Reihe von Druckschwankungen ausgesetzt worden ist, die Flüssigkeit durch diese Öffnungen hinaustritt. Diese Flüssigkeit bildet eine haltbare Emulsion bzw. ein Gemisch der verwendeten Stoffe bzw.
  • Flüssigkeiten, in welchem Änderungen physikalischer Art bewirkt worden sind.
  • Die zur Ausübung dieses Verfahrens dienende Vorrichtung kann beispielsweise eine Kolbenpumpe aufweisen, die innerhalb eines geschlossenen Behälters arbeitet und eine ununterbrochene Reihe von Druckschwankungen dadurch bewirkt, daß ein Teil des Kolbenaußenhubes verwendet wird, um den Druck in dem Behälter zu entlasten, während der andere Teil des Außenhubes gemessene Mengen der frischen Stoffe oder Flüssigkeiten ansaugt, und zwar durch eine oder mehrere gesteuerte Öffnungen. Ein Teil des Innenhubes wird dann verwendet, um den Druck im Behälter zu steigern, und der andere Teil des Innenhubes, um einen Teil des Behälterinhalts durch eine Abflußöffnung in Form einer beständigen Mischung oder Emulsion auszutreiben. Die Geschwindigkeit des Kolbens kann durch Kurbeln, Nocken oder Exzenter so eingestellt werden, daß die erforderliche Frequenz der Druckwechsel in dem Behälter, sei es beim Innenhub, sei es beim Außenhub, erzielt wird gleichzeitig mit dem erforderlichen Wechsel bzw. Frequenz im Wechsel der Durchflußgeschwindigkeit durch die Abflußöffnung.
  • Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung ist in der Zeichnung beispielsweise schematisch dargestellt.
  • Mit I ist ein allseitig geschlossener Behälter bezeichnet, welcher unten mit einem Zuflußrohr 2 versehen ist, welches zwei Zweigrohre 3, 4 aufweist, durch welche zwei getrennte Stoffe und Flüssigkeiten eingeführt werden können. Die Rohre 3 und 4 sind mit Abschlußventilen 5 sowie zweckmäßig mit Rückschlagventilen 6 versehen. Das obere Ende des Behälters ist an ein T-Stück angeschlossen, dessen einer Schenkel 7 die Ausfluß öffnung bildet und zu diesem Zweck mit einem federbelasteten Ventil 8 versehen ist, während der andere Schenkel 9 als ein Zylinder ausgebildet ist, in welchem ein Kolben 10 durch geeignete Mittel, wie z.- B. eine Kurbelwelle II und ein Exzenter I2, in hin und her gehende Bewegung versetzt wird. Der Behälter ist mit einem Mantel I3 umschlossen, welcher den Zufluß 14 und den Abfluß I5 besitzt, um geeignete Heiz- und Kühlflüssigkeiten einführen zu können.
  • Der Innenraum des Behälters ist mit einer Reihe von Trennvänden I6 ausgestattet, die zweckmäßig mit Lochungen versehen sind, um die Bewegungen der Flüssigkeit in dem Behälter zu beeinflussen.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Nachdem die Rohre 3, 4 mit Vorratsbehältern von zwei getrennten Stoffen oder Flüssigkeiten in Verbindung gesetzt sind, wird der Kolben 10 mittels eines Elektromotors angetrieben und wirkt zunächst als Saugkolben, um die beiden Stoffe, z. B. Flüssigkeiten, durch die Ventile 6 bei voll geöffneten Ventilen 5 anzusaugen und den Behälter allmählich zu füllen, wobei das Ventil 8 so belastet wird, daß es den freien Austritt der Luft aus dem Behälter gestattet. Ist der Behälter vollständig mit den Flüssigkeiten gefüllt worden, so wird das Ventil 8 derart belastet, daß der Druck innerhalb des Behälters zu einem bestimmten Betrag gesteigert werden kann, ohne daß sich das Ventil 8 öffnet. Außerdem können die Vorratsbehälter für die Flüssig keit selbst unter bestimmten Drücken stehen.
  • In dem ersten Teil seines Außenhubes bewirkt nunmehr der Kolben, daß der Druck innerhalb des Behälters nachläßt, während in dem anderen Teil des Außenhubes frischelMengen der Flüssigkeiten durch die Ventile 6 angesaugt werden. In dem ersten Teil des Innenhubes wird wiederum der Druck im Behälter gesteigert, während gleichzeitig die Ventile 6 geschlossen werden und in dem anderen Teil des Innenhubes ein Teil der Flüssigkeit durch das Ventil8 8 nach außlellgetlmebenwild, indem es sich etwas hebt und der Flüssigkeit gestattet, durch eine äußerst schmale Ringöffnung zwischen Ventil und Ventilsitz auszutreten. Die Lage des Exzenters ist derart, daß die Geschwindigkeit beim Innenhub plötzlich an dem Hubende beschleunigt wird, wodurch eine Hammerwirkung erzeugt wird.
  • Die Hubgröße des Kolbens und die Tourenzahl des Exzenters sowie das Volumen des Behälters sind derart in bezug aufeinander eingestellt, daß die Flüssigkeit im Behälter einer bestimmten Anzahl von Druckwechseln unterworfen wird, bevor sie durch die Ausfluß öffnung nach außen geführt wird.
  • Es ist gefunden worden, daß das vorliegende Verfahren eine beständige Emulsion von Flüssigkeiten erzielen läßt und ferner Änderungen in der physikalischen Beschaftenheit von Flüssigkeiten. Die Mengen der zugelassenen Flüssigkeiten werden durch die Ventile 5 und ferner durch die Änderung des Kolbenhubes geändert. Die Vorrichtung kann auch derart ausgebaut werden, daß bei dem Saughub des Kolbens nur eine einzige Flüssigkeit zu dem Behälter zugelassen wird, wenn gewünscht wird, die Flüssigkeit in ihrer Zähflüssigkeit oder in ihren physikalischen Eigenschaften zu beeinflussen. Durch Änderung der Lage des Ventils 8, beispielsweise in die strichpunktierte nach Sa, wird der erste Teil des Innenhubes die Drucksteigerung in dem Behälter bewirken, während die weitere Kolbenbewegung den Abfluß der Flüssigkeit durch das Ventil 8a und der Rest des Kolbenhub es wiederum ein Ansteigen des Druckes in dem Behälter bis zu einem höheren Grade bewirken-wird, als wie der Maximaldruck des Ventils usa eingestellt ist. Diese Anordnung ist bei bestimmten Flüssigkeiten vorteilhaft.
  • Die Hubgröße und die Geschwindigkeit des Kolbens können selbstverständlich beliebig - geändert werden. An ein und derselben Vorrichtung können ferner mehrere Kolben mit einer oder mehreren gesteuerten Abflußöffnungen vorgesehen sein. Die Vorrichtung kann auch so ausgebildet sein, daß der Behälter I mit einer oder mehreren Flüssigkeiten gefüllt wird, während andere Flüssigkeit oder Flüssigkeiten zu dem Behälter mittels besonderer Druckpumpen zugeführt werden, wonach der Inhalt nach dem Aussetzen des Gemisches dem entsprechenden Druckwechsel mittels Kolben durch gesteuerte Offnung oder Offnungen ausgetrieben wird, nachdem die Flüssigkeit in den erforderlichen Emulsions-oder sonstwie geänderten physikalischen Zustand gebracht worden ist.
  • Als Beispiel der Stoffe, welche miteinander emulgiert werden sollen, können angegeben werden: Wasser mit Naphthadestillaten, Wasser mit Kreosotöl für die Verwendung als Schiffs anstrich, Wasser mit Rizinusöl oder anderen Ölen usw., ferner als Beispiel für die Änderung der physikalischen Eigenschaften folgende: Änderung in der Zähflüssigkeit der Glykose, Erniedrigung der Oberflächenspannung des Rizinusöls, Desintegrieren der Molekularaggregate von Gerbbrühen, Milch und ähnlichem.
  • Es ist ersichtlich, daß die erforderlichen Druckwechsel auf andere Weise als durch Kolben bewirkt werden können.
  • PATENTANSPRÜCXE : I. Verfahren zur Herstellung von Gemischen, Emulsionen und ähnlichem sowie zur Änderung der physikalischen Eigenschaften von Flüssigkeiten, wie Zähflüssigkeit und Oberflächenspannung, und zum Des integrieren von Molekularaggregaten, dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnden Stoffe bzw. Stoffgemische in einen geschlossenen Behälter eingeführt und darin einer ununterbrochenen Reihe von Druckwechseln unterworfen werden, wodurch ein stetiger Wechsel in dem Volumen der Flüssigkeit in Abhängigkeit von deren Kompressibilität mit oder ohne Zuhilfenahme der Nachgiebigkeit des Behälterinhalts herbeigeführt wird, wonach die behandelte Flüssigkeit durch gesteuerte Öffnung oder Öffnungen von verhältnismäßig sehr geringer Größe abgeleitet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwechsel durch einen hin und her gehenden Kolben bewirkt werden, welcher sich in unmittelbarer Berührung mit der Flüssigkeit im Behälter befindet.
    3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben derart angetrieben wird, daß die Geschwindigkeit am Ende des Innenhubes plötzlich beschleunigt wird.
    4. Verfahren nachAnsprucl1 I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Kolbenaußenhubes verwendet wird, um den Innendruck im Behälter nachzulassen, und der andere Teil des Außenhubes, um bestimmte Mengen der Stoffe durch eine entsprechend gesteuerte Öffnung zuzulassen, während ein Teil des Innenhubes zur Steigerung des Druckes im Behälter und der andere Teil des Innenhubes zur Verdrängung eines Teils des Behälterinhalts durch entsprechend gesteuerte Offnungen benutzt wird.
    5. Verfahren nach Anspruch I bis 4, dadui-ch gekennzeichnet, daß der Behälterinhalt unter einen bestimmten Anfangsüberdruck gesetzt wird, bevor die Reihe von Druckwechseln beginnt.
    6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, gekennzeichnet durch einen allseitig geschlossenen Behälter (I) mit getrennten, durch Ventile (5, 6) gesteuerten Zuflußleitungen (3, 4) für die zu behandelnden Stoffe bzw.
    Flüssigkeiten, ferner durch Arbeitsteile, welche eine ununterbrochene Reihe von Druckwechseln erzeugen und vorzugsweise als Kolben ausgebildet sind, während federbelastete Abflußventile die Menge der abfließenden Emulsionen usw. steuern.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit und die Hubgröße des Kolbens und ferner die Belastung des Abflußventils (8) der jeweiligen zu erzielenden Beschaffenheit des Erzeugnisses angepaßt werden.
DEC43796D 1928-10-04 1929-10-03 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gemischen, Emulsionen und aehnlichem Expired DE516443C (de)

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