-
Stützkissen für die Fußwölbung Die Erfindung betrifft ein Stützkissen
für die Fußwölbung, welches an der Unterseite der Sohle befestigt wird. Die bekannten
Stützkissen dieser Art dienen lediglich dazu, bei neuen Schuhen das Heruntertreten
des gewölbten Teiles der Sohle zu verhüten, wenn der Schuh an einem abnormalen Fuß
mit bereits gesenkter Fußwölbung getragen wird, oder auch dazu, um bei einem bereits
getragenen Schuh die ursprüngliche Wölbung der Sohle wiederherzustellen, zu welchem
Zweck die Unterseite des Stützkissens gewöhnlich in derselben Ebene wie die Unterfläche
des Absatzes liegt. Das Stützkissen nach der Erfindung hat jedoch die Aufgabe zu
erfüllen, nicht nur die normale Fußwölbung wiederherzustellen, sondern auch eine
Massage des Fußes vorzunehmen, die während des Gehens vorgenommen wird und die Sehnen
und Muskeln des Fußes kräftigt, und zwar an denjenigen Stellen, die infolge ihrer
Schwächung die Senkung der Fußwölbung verursachen. Erreicht wird dieses Ziel der
Erfindung dadurch, daß die Unterfläche des Stützkissens auf ihrer ganzen Länge unter
den tiefsten Punkt der Sohle und des Absatzes zu liegen kommt.
-
In der Zeichnung ist die Erfindung näher veranschaulicht und erklärt.
-
Abb. i ist eine Seitenansicht eines Schuhes, und zwar von der Innenseite
aus gesehen. Abb. 2 zeigt schematisch in Seitenansicht die Lage der Fußknochen in
einer Lage. Abb. 3 ist ein Längsschnitt nach Linie 3-3 der Abb. q., und zwar befinden
sich die Fußknochen in einer etwas anderen Lage.
-
Abb. q. zeigt schematisch eine Ansicht von unten auf den Schuh, wobei
in gestrichelten Linien die Lage der Knochen angedeutet ist.
-
Abb. 5 und 6 sind Querschnitte nach den Linien 5-5 bzw. 6-6 der Abb.
3.
-
Abb.7 zeigt die Fußstütze in schaubildlicher Darstellung in umgekehrter
Lage, und Abb. 8 und 9 sind Querschnitte nach den Linien 8-8 bzw. 9-9 der Abb. 7
in umgekehrter Lage.
-
In der Zeichnung sind die verschiedenen Knochen des Fußes, welche
hinsichtlich der Erfindung von Bedeutung sind, schematisch dargestellt. Die Endzehenknochen
sind mit ioi bis io5, die Zentralzehenknochen mit toi bis 205, die Mittelfußknochen
mit 301 bis 305, die Keilbeine und Würfelbeine mit 401 bis 404, das Kahnbein
mit 501, das Sprungbein mit 6oo und der Fersenknochen mit 700 bezeichnet.
-
Der Oberteil i des Schuhes ist der Einfachheit halber in den verschiedenen
Abbildungen lediglich schematisch dargestellt. Die Sohle des Schuhes ist mit 2 und
derjenige Teil der Sohle, welcher unter der Fußwölbung liegt, ist mit 3 bezeichnet,
während der Absatz des Schuhes mit 4. benannt ist. An der Unterseite des Sohlenteiles
3 ist ein Stützkissen 6 befestigt. Dieses Stützkissen 6 erstreckt sich entlang der
ganzen Länge des
Sohlenteiles 3 von der Absatzbrust bis ein klein
wenig über die Linie 5 (Abb. q.) hinaus, welche anzeigt, -wo die normale Lauffläche
der Sohle 2 beginnt. Das Stützkissen hat im wesentlichen die Form, wie in Abb.7
dargestellt ist. Dieses Stützkissen wird vorzugsweise aus nachgiebigem Schuhsohlenguinmi
o. dgl. hergestellt und hat im Querschnitt die Gestalt eines Schwalbenschwanzes,
wie die Abb. 5 und 9 zeigen. Die innere Seite 8 erstreckt sich weiter nach aufwärts
als die äußere Seite 9. Die Oberfläche io des Stützkissens 6 ist ausgehöhlt, um
sich der Form des Sohlenteiles 3 anzupassen, so daß das Stützkissen ganz genau sich
dem Sohlenteil 3. anschmiegt und durch geeignete Befestigungsmittel befestigt werden
kann, welche durch Löcher i i hindurchgehen. Damit man leicht über Gegenstände hinweglaufen
kann und damit die vordere untere Ecke des Kissens zusätzlich unterstützt wird,
ist das vordere Ende des Kissens abgeschrägt, wie bei 12 gezeigt ist.
-
Aus der Abb. q. geht hervor, daß die innere Seite des Kissens auf
dem größten Teil ihrer Länge gekrümmt ist, um im wesentlichen parallel mit der entsprechend
gekrümmten Kante des Sohlenteiles 3 zu laufen. Die Seite 8 liegt dieser inneren
Kante des Sohlenteiles 3 näher, als die äußere Kante des Sohlenteiles 3 der Seite
9 des Kissens liegt. Diese Anordnung des Stützkissens hat zur Folge, daß das Kissen
unterhalb der inneren Längsknochen des Fußes zu liegen kommt, wobei die äußeren
Längsknochen des Fußes im wesentlichen nicht durch das Kissen unterstützt werden,
wie später näher beschrieben wird. Ferner wird durch diese Anordnung erreicht, daß
die Seite 8 des Kissens mit ihrem vorderen Ende derart gekrümmt ist, daß sie im
wesentlichen unter dem ersten Mittelfußknochen 301
zu liegen kommt, wobei
dieser Knochen unterstützt wird.
-
Aus der Ab.b i geht hervor, daß, wenn kein Druck auf den Fuß ausgeübt
wird, die ganze Bodenfläche des Kissens 6 aus der Laufebene des Schuhes herausragt,
und zwar ragt das Kissen an dem rückwärtigen Ende bei 14 wenig und an dem vorderen
Ende des Kissens erheblich mehr aus der Laufebene des Schuhes heraus.
-
In der Abb. 2 befindet sich die Ferse des Fußes unter Druck, wie es
bei dem Anfang der Ausführung eines Schrittes der Fall ist. Hierdurch wird der hervorstehende
Teil 1q. des Kissens zusammengedrückt, um in dieselbe Ebene wie die Unterfläche
des Absatzes zu kommen, so daß der Absatz mit dem Boden in Berührung kommt. Die
ganzen vorderen Teile des Schuhes und des Fußes bleiben jedoch im wesentlichen in
derselben Lage, wie in. Abb. z dargestellt ist. Bei dieser Druckausübung tritt eine
Durchbiegung des Schuhes unmittelbar oberhalb des rückwärtigen Endteiles 1q. des
Kissens neben der Absatzbrust auf, wie in gestrichelten Linien 15 in Abb. dargestellt
ist. Diese Abwärtsbewegung der Fersenknochen in der Richtung des Pfeiles 16 hat
eine vergrößerte Durchbiegung der Knochen von der in gestrichelten Linien dargestellten
Stellung in die in ausgezogenen Linien in Abb.2 dargestellten Stellung zur Folge.
Irgendeine Niederdr ückung des vorderen Teiles des Kissens ist lediglich der Anfang
der zu beschreibenden Wirkung in Verbindung mit der Abb. 3. Es ist jedoch wichtig,
daß, sobald ein Druck auf die ganze Länge des Kissens ausgeübt wird, dabei notwendigerweise
eine vergrößerte Wölbung der Fußknochen in den mittleren Teilen des Fußes auftreten
muß.
-
Die Abb.3 stellt eine Zwischenstellung beim Gehen dar. Die Ferse ist
angehoben, wobei alle Teile, mit Ausnahme des vordersten Teiles des Kissens 6, von
dem Erdboden abgehoben werden. Hierbei entfernt sich auch der Absatz ¢ und der rückwärtige
Teil des Sohlenteiles 3 von dem Erdboden, und wo in der Abb. 2 der Sohlenteil 3
in der Nähe der Hackenbrust nach abwärts gebogen war, wird er nunmehr nach aufwärts
oder in der entgegengesetzten Richtung gebogen. Hierdurch wird das Gewicht auf die
Knochen in dem vorderen Teil des Fußes übertragen, und in der Tat konzentriert sich
dieser Druck auf die nächstgelegenen Mittelfußgelenke, und wenn nicht das Stützkissen
der Erfindung angeordnet wäre, dann würden die Knochen an diesem Gelenk nach abwärts
gedrückt werden, so daß Schmerzen infolge des Einklemmen, der Nerven insbesondere
zwischen den Mittelfußknochen 304 302 und 303 und der Schuhsohle oder
der Verhärtung des Fußes entstehen. Diese Verhärtung entsteht durch die Wirkung
der Knochenenden an diesen Punkten, indem das Fleisch des Fußes gegen die Schuhsohle
gedrückt wird. Ohne die Anordnung des Kissens der Erfindung würde ferner die Neigung
bestehen, daß insbesondere die Knochen toi, 2o2, 203, ioi, io2 und 103 nach
aufwärts ragen. Der vordere Teil des Kissens 6 zwischen dem vorderen Teil des Sohlenstückes
3 und dem Erdboden hat unter dem Druck des Gewichtes des Körpers die Entstehung
einer Ausbeulung der Schuhsohle zur Folge, wie bei 17 in Abb. 3 und 5 angedeutet
ist. An der Schnittlinie 6-6 der Abb.3 ist diese Ausbeulung nicht notwendigerweise
sehr groll, weil die scharfe Krümmung des Sohlenteiles 3 in Längs- und Querrichtung
zwischen dem Sohlenteil und dem Erdboden abgeflacht wird, wie die Abb.6
darstellt.
Es geht hieraus hervor, daß der Sohlenteil 3 sich durchbiegen kann und daß diese
Durchbiegung bei verschiedenen Macharten von Schuhen verschieden sein kann, jedoch
wird dabei stets unmittelbar oberhalb der Spitze des Kissens 6 eine gewisse Anhebung
des Sohlenteiles 3 erzielt. Diese Stelle, wo der Sohlenteil 3 angehoben wird, liegt
direkt hinter den Gelenkpunkten der näher gelegenen Mittelfußknochen. Wäre diese
Stelle weiter nach vorwärts gelegen oder würde sie unmittelbar unter diesen Gelenkpunkten
liegen, dann würden die Knochen unmittelbar auf dieser Ausbeulung ruhen, die durch
das Kissen entsteht, und die Schmerzen würden dieselben sein, oder sie würden sogar
trotz der Anwendung des Stützkissens verstärkt werden. Wenn jedoch der Druck auf
die Ausbeulung unmittelbar hinter den Gelenkpunkten der Mittelfußknochen, besonders
der Knochen 301, 3o2 und 303 ausgerückt wird, wobei das Gewicht der Person
auf dem vorderen Teil des Fußes ruht, dann wird trotz der Tatsache, daß der Fersenknochen
7 an= gehoben ist, durch das Gewicht die Knochenreihe ior, 201, 301, 401 und 5oi
nach entgegengesetzter Seite nach abwärts gebogen, wie die Pfeile C in Abb. 3 andeuten.
Die Ausbeulung in der Mitte dieser Knochenreihe hat die Neigung, die Mitte dieser
Knochenreihe nach aufwärts zu halten, wie die Pfeile D in der Abb.3 zeigen. Die
Bewegung dieser Teile, welche durch die Pfeile C und D angedeutet ist, ist in jedem
Fall relativ zueinander, und die Gesamtwirkung hat eine Durchbiegung der Knochenreihen
zur Folge. Es sei bemerkt, daß eine große Anzahl von Sehnen, Muskeln u. dgl. sich
unterhalb der Vorderfußknochen erstrecken, und wenn diese Sehnen u. dgl. durch das
Gewicht des Körpers nach abwärts gebogen werden, mit Bezug auf die Ausbeulung 17,
dann tritt eine Verkürzung der Sehnen ein, und die Folge ist eine Abwärtsbewegung
der Zehenknochen in der Richtung der Pfeile C (Abb. 3).
-
Aus der Abb. 4. geht hervor, daß das Kissen 6 derart angeordnet ist,
daß es nur unterhalb der inneren Längsknochen des Fußes liegt, und zwar vorzugsweise
unterhalb der ersten drei Knochen 304 302 und 303, und gerade deshalb
wird die Wirkung der Ausbeulung 17 beinahe vollkommen, wenn nicht sogar vollkommen
durch diese drei Längsknochen und der damit verbundenen Knochenreihen zur Geltung
kommen, während die WirlLung der Ausbeulung auf die anderen Mittelfußnochen 304
und 305 und den mit diesen verbundenen Knochenreihen ganz geringfügig ist.
Infolgedessen tritt die durchwölbende Wirkung, welche durch das Kissen 6 ausgeübt
wird, an der inneren Seite des Fußes auf, und hierdurch wird ein Anziehen der Zehenknochen
ioi, io2 und 103 nach der inneren Seite des Fußes infolge der Verkürzung des Fußes
an der Innenseite desselben verursacht. Weil nun das Kissen 6 näher an der inneren
Seite des Sohlenteiles 3 liegt, so tritt im Zusatz zu der Wölbung der Knochen, wie
eben beschrieben worden ist, eine Verschiebung des Körpergewichtes ein, und zwar
infolge der geneigten Oberfläche des Kissens, und zwar wird das Körpergewicht auf
die äußeren Längsknochen des Fußes verschoben (Abb. 5 und 6), wobei jedoch ein Druck
auf die Knochen aufrechterhalten wii d, die unmittelbar unterhalb der Spitze des
Kissens 6 liegen, wie in der Abb. 3 dargestellt ist. Diese Einwärtsbewegung der
Zehen und die Verschiebung des Gewichtes auf die äußere Seite des Fußes ist genau
so, wie es bei einem normal gebauten Fuß der Fall ist. In der Abb. 5 sind die verschiedenen
Höhenlagen der Knochen durch die Buchstaben L, 31 und N angedeutet,
wenn sich der Fuß in der in Abb. 3 dargestellten Stellung befindet. Die äußeren
Knochen 3o5 und 304 werden durch die Wirkung des vorderen Endes des Kissens 6 nur
wenig in ihrer Höhenlage verändert, sie dienen aber zur Aufnahme des größeren Teiles
des Körpergewichtes, welches nicht von dem Kissen in der Ebene L getragen wird.
Die Knochen 303 und 302 liegen in der Ebene 37 und der Knochen
301 in der Ebene N. Es ist einleuchtend, daß die Lage des Kissens mit Bezug
auf die innere Kante des Sohlenteiles 3 die Höhenlage des inneren Knochens 301 bestimmt.
In einigen Fällen liegen die Ebenen M und N zusammen, oder die Ebene N liegt oberhalb
der Ebene M. Es ist wünschenswert, daß die Knochen 301, 302- und
303 höher liegen als die Knochen 304 und 305, mit anderen Worten,
die inneren Knochenreihen sollen beträchtlich höher liegen als die äußeren Knochenreihen,
welche nur sehr wenig erhöht werden brauchen.
-
Die in der Abb. 3 dargestellte Lage des Fußes ist nicht die Endlage,
sondern ist eine Lage kurz vor der eigentlichen Endlage des Fußes bei Ausführung
eines Schrittes. In dieser Lage, wie sie in Abb. 3 dargestellt ist, tritt jedoch
die hauptsächlichste Korrektur des Fußes ein, denn in der endgültigen Lage des Fußes
ist das vordere Ende des Kissens 6
vollständig von dem Erdboden abgehoben,
und das Körpergewicht kommt an allen fünf Mittelfußgelenken A und den vor diesen
Gelenken liegenden Knochen im wesentlichen gleichmäßig zur Geltung. Die inneren
Mittelfußknochen 301, 302 und 3o6, welche in der Abb, 3 angehoben dargestellt
sind, sind dann alle nach abwärts, und zwar im wesentlichen
in dieselbe
Ebene bewegt, mit anderen Worten, in der in Abb. 3 dargestellten Lage hat man das
Gefühl, als ob man auf einen länglichen Gegenstand tritt, der unterhalb der inneren
Längsknochen des Fußes liegt, und wenn man den Fuß von der in Abb. 3 dargestellten
Lage in die Endstellung bei Ausübung eines Schrittes bewegt, dann stützt sich das
ganze Körpergewicht fast gänzlich auf alle fünf Gelenke A mit gleicher Kraft sowie
ebenfalls auf die Knochen, die vor diesem Gelenk unten liegen, und man hat das Gefühl,
als ob die Knochen sich über einen gedachten Gegenstand vorn nach abwärts bewegen.
Dieses ist jedoch nicht nur ein Gefühl, sondern es ist auch tatsächlich so, wenigstens
soweit wie die Bewegung der Fußknochen in Betracht kommt.
-
Die Unterstützung für die Fußwölbung gemäß der Erfindung ist zur Heilung
von Füßen bestimmt, deren Fußwölbung nach abwärts durchgebogen ist. Gleichzeitig
wird durch die Anwendung der Erfindung die Entstehung von Verhärtungen oder Schwielen
an den Füßen verhindert. Ein neuer Schuh ist gewöhnlich so entworfen, daß er für
einen normalen Fuß paßt; er dient aber nicht dazu, um einen sogenannten Plattfuß
wieder in die richtige Lage zu bringen, sondern im Gegenteil, der Schuh wird durch
den Fuß allmählich in eine Form gebracht, welche für den Plattfuß passend ist, und
von einer Heilung des Fußes kann gar keine Rede sein. Wenn jedoch das Stützkissen
der Erfindung an einem neuen Schuh befestigt wird, dann wird nicht nur der Schuh
in seiner ursprünglichen Lage erhalten, sondern es wird auch eine schwache, nach
abwärts gebogene Fußwölbung wiederhergestellt, und gleichzeitig findet selbsttätig
eine schmerzlose Betätigung der Fußknochen bei jedem Schritt statt.