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Regelungsvorrichtung für Luftheizungsanlagen mit untereinander gekuppelten
Drossel- bzw. Absperrorganen in den Zu- und Abführungsleitunaen für die Luft Die
Erfindung betrifft eine Regelungsvorrichtung für Luftheizungsanlagen mit untereinander
gekuppelten Drossel- bzw. Absperrorganen in den Zu- und Abführungsleitungen für
die Luft. Bisher waren diese Drossel-bzw. Absperrorgane fest und zwangläufig derart
miteinander gekuppelt, daß bei der öffnung des einen Drossel- bzw. Absperrorgans
auch das zweite Organ geöffnet oder geschlossen wurde. Eine derartige Einrichtung
gestattete nur in geringem Umfange eine Regelung der Heizung und Belüftung.
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Gemäß der Erfindung ist die Regelungsvorrichtung nun in der Weise
ausgebildet, daß in die Kupplung beider Drossel- bzw. Absperrorgane eine Leerlaufvorrichtung
eingeschaltet ist, und zwar derart, daß das Absperren der Luftabführungsleitung
erst beginnt, nachdem die Luftzuführungsleitung bereits abgesperrt ist, daß diese
Zuführungsleitung jedoch beim weiteren Schließen der Abführungsleitung wieder geöffnet
wird. Eine derartige Schaltung bzw. Kupplung der Drossel-bzw. Absperrorgane ermöglicht
folgende verschiedene Betriebsweisen der Luftheizungsanlage. Soll der zu beheizende
Raum rasch angewärmt werden, so können sowohl die Zuführungs- als auch die Abführungsleitung
für die Heizluft voll geöffnet werden, so daß ständig neue Mengen in der Heizvorrichtung
der Anlage angewärmter Luft in den Raum einströmen, und eine rascheDurchheizung
ge-;@-älirleistet ist. Ist der Raum genügend angewärmt worden, so kann die Zuführungsleitung
für die Heizluft abgesperrt werden, die Abführungsleitung jedoch geöffnet bleiben.
Dies hat den Vorteil, daß die schlechte Luft stets aus dem angewärmten Raum abgesaugt
wird, ohne daß weitere heiße Luftmassen in den Raum gelangen, die eine überhitzung
bewirken würden. In dieser Stellung der Drossel- bzw. Absperrorgane ist im übrigen
eine gute Belüftung gewährleistet, da stets Frischluft durch die Undichtigkeiten
der Fenster und Türen eindringt. Schließlich ermöglicht diese Einrichtung noch eine
solche Stellung der Drossel- bzw. Absperrorgane, daß eine volle Beheizung des anzuwärmenden
Raumes mit stets ganz frisch zugeführter warmer Luft gewährleistet ist. Bei dieser
Betriebsweise wird zur Aufwärmung des Raumes jedenfalls nicht solche Luft verwendet,
die im Kreislauf bereits einmal zur Anwärmung dieses oder eines anderen Raumes gedient
hat. Es ist also sichergestellt, daß der zu beheizende Raum stets mit vollkommen
unverbrauchter und gut angewärmter Luft versorgt wird.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung
dargestellt. Abb. z zeigt im Grundriß einen Teil eines mit einer Heizungsanlage
nach der Erfindung ausgerüsteten Hauses; Abb. 2 stellt schematisch die aus einzelnen
aneinandergereihten Heizvorrichtungen gebildete Heizbatterie dar. In Abb. 3 sind
die in den Zu- und Abführungs-
Leitungen für dieHeizluft angeordneten Drosselorgane in fünf verschiedenen
Stellungen abgebildet. Abb. 4 zeigt einen Grundriß der gemeinsam regelbaren Drosselorgane,
und in AM. 5 ist eine andere Anordnung der Regelorgane gleichfalls in fünf
verschiedenen Betriebsstellungen dargestellt; Abb. 6 zeigt schematisch die Einstellmöglichkeiten
der Regelorgane.
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In einem Hause i ist beispielsweise im Erdgeschoß eine aus mehreren
Heizvorrichtungen 2 zusammengesetzte Heizbatterie angeordnet. Von jeder einzelnenHeizvorrichtung2
führt eineZuführungsleitung 3 und eineRückführungsleitung 4 für die Heizluft in
den von dieser Vorrichtung zu beheizenden Raum. Wie aus Abb. 2 hervorgeht, besteht
jede einzelne Heizvorrichtung aus einer Kammer der gegebenenfalls durch ein Zuleitungsrohr
6 Frischluft zugeführt werden kann. Aus der Kammer 5 tritt die Frischluft durch
einen Filter 7 in eine Kammer 8, in der zum Anfeuchten der Luft mit Wasser gespeiste
Zerstäuberdüsen 9 angeordnet sind. Die aus der Kammer 8 durch einen Ventilator io
angesaugte Luft gelangt durch einen Filter i i hindurch in eine Kammer 12, die durch
ein mittels eines Rohres 13 zugeführtes Heizmittel auf die vorgeschriebene Temperatur
erwärmt wird. Die erwärmte Luft wird dann durch die Leitung 3 dem zu beheizenden
Raum zugeführt.
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Die durch den Ventilator io aus dem zu beheizenden Raum wieder abgesaugte
Luft tritt durch die Rückführungsleitung 4 in den Raum 8 der zugehörigen Heizvorrichtung
2 ein, von wo sie wieder der eigentlichen Heizkammer 12 zugeführt wird. Von hier
wird die erneut angewärmteLuft wieder dem zu beheizenden Raum zugeleitet usf.
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In den zweckmäßig in den Mauerwänden des Hauses entlanggeführten Zu-
und Abführungsleitungen 3 und 4. sind Öffnungen 1,4 zur Verbindung dieser Leitungen
mit dem zu beheizenden Raum vorgesehen. Die Öffnungen können als in der Wand bzw.
in der Wandverkleidung vorgesehene Fugen ausgebildet sein, um die Heizluft längs
der Wände in denRaum einzuführen bzw. so abzusaugen, daß dasAuftreten von Zugerscheinungen
vermieden ist.
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In den nebeneinanderliegenden, beispielsweise in der Wand des zu beheizenden
Raumes geführten Leitungen 3 und 4 (Abb. 3) ist ein durch einen gemeinsamen Handgriff
15 zu bedienendes Regelorgan angeordnet, das aus zwei auf einer gemeinsamen Achse
16 angeordneten Klappen 17 und 18 besteht. Die Klappen sind derart ausgebildet,
daß sie bei geeigneter Stellung den Querschnitt der Leitungen 3 bzw. .4 vollkommen
abschließen.
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An der in die Zuführungsleitung 3 hineinragenden Klappe 17 ist ein
Anschlag i9 angeordnet, der mit der Klappe i8 in der Rückführungsleitung 4. zusammenwirkt,
wenn die Klappe 17 in die in Stellung 3 der Abb. 3 dargestellte Schließlage
überführt ist. Bei weiterer Verstellung der Klappe 17, d. h. also bei erneuter Öffnung
des Zuführungskanals 3, wird, wie aus den Stellungen 4 und 5 der Abb. 3 ersichtlich
ist, auch die Klappe i8 bewegt, und zwar. derart, daß sie die Rückführungsleitung
4. vollständig abschließt, wenn die Zuführungsleitung 3 für die Heizluft wieder
vollkommen geöffnet ist.
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In Abb. 5 ist eine andere Ausführungsform der in die Zu- und Abführungsleitung
eingeschalteten Klappen 17 und 18 dargestellt. In der gleichen Weise wie bei der
Anordnung nach Abb.3 wird auch bei dieser Ausführungsform die die Rückführung der
Luft steuernde Klappe 18 erst dann bewegt, wenn die Regelklappe 17 für die Zuführungsleitung
3 in die Schließstellung gebracht worden ist (Stellung 3 der Abb. 5) und beim weiteren
Bewegen des Handgriffs wieder geöffnet wird.
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Das Nacheilen der Klappe 18 wird bei dieser Ausbildung der Regelorgane
durch Anordnung eines Leerlaufschlitzes 20 in der Steuerscheibe 2i zwischen dein
Verbindungsglied 22 und dem an der Klappe i8 angeordneten, als Mitnehrner wirkenden
Ansatz 23 bewirkt (Abb. 6). Erst wenn der Handgriff 15 aus der in Abb. 6 mit I bezeichneten
Stellung in die mit III bezeichnete Lage umgelegt, die Klappe 17 also geschlossen
«-orden ist, beginnt sich die Klappe ie8 bei der weiteren Bewegung des Handgriffes
15 zu schließen.
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In jedem der zu beheizenden Räume kann ferner eine Entlüftungsleitung
24 einmünden, vor deren Öffnung 25 eine Drosselklappe -26 angeordnet ist, die für
gewöhnlich die Öffnung .25 verschließt. Zweckmäßig wird die Klappe 26 durch ein
Kupplungsglied, z. B. einen Seilzug 27, derart mit der Drosselklappe 18 verbunden,
daß beide Klappen gleichzeitig. bewegt werden können. Die Anordnung ist, wie aus
Abb. 5 hervorgeht, so getroffen, daß die Entlüftungsleitung 24. durch die Drosselklappe
26 verschlossen ist, wenn die Rückführungsleitung 4 durch die Klappe 18 freigegeben
ist und umgekehrt. In Stellung 5 (Abb.5) ist veranschaulicht, wie dieKlappe26 die
Entlüftungsleitung 24 freigibt, wenn die Klappe 18 in die Schließlage gebracht worden
ist. Im gleichen Augenblick ist die Zuführungsleitung 3 für die Heizluft geöffnet.
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Die Wirkungsweise der Regelorgane bzw. der Betrieb der Heizanlage
ist wie folgt: Die in den Heizkammern 12 angewärmte Luft wird von den Ventilatoren
io angesaugt und durch die Leitungen 3 dem der betreffenden Heizvorrichtung entsprechenden
Raum
zugeführt. Beim Anheizen stehen die Drosselklappen 17, 18 in
der in Stellung i der Abb. 3 und 5 dargestellten Lage. Die Heizluft tritt in den
zu beheizenden Raum, durchwärint diesen und wird danach durch die Leitung d. wieder
der zugehörigen Heizvorrichtung 2 zugeführt.
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Ist der zu beheizende Raum ausreichend angewärmt worden, so kann die
Drosselklappe 17 allmählich geschlossen werden (Stellung 3, Abb. 3). Der
Ventilator io saugt nach wie vor Luft durch die geöffnete Leitung d, aus dem beheizten
Raum ab. Die angesaugte, verbrauchte Luft wird in beliebiger Weise nach außen abgeführt.
Als Ersatz für die abgesaugte Luft dringt bei Anlagen ohne besonderes Entlüftungsrohr
Frischluft durch die Undichtigkeiten der Fenster oder Türen ein.
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Soll der Raum unter gleichzeitiger Beheizung besonders gut gelüftet
werden, so wird (-las Regelorgan allmählich in die in Stellung 5 der Abb. 3 gezeichneteLage
überführt, bei der die Zuführungsleitung 3 wieder geöffnet, die Rückführungsleitung.
für die Heizvorrichtung dagegen geschlossen ist. Die Heizvorrichtung entnimmt jetzt
Frischluft durch das Zuleitungsrohr 6 (Abb. 2). Es wird also stänclig frische Heizluft
in den zu beheizenden Raum hineingeleitet, wobei die Leitung 4. teilweise oder vollständig
verschlossen ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Luft in dein zu beheizenden
Raum rasch zu erneuern. Der in diesen Raum eingeleitete Luftüberschuß wird hierbei
durch Fenster- und Türfugen nach außen gepreßt.
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Bei den in Abb. 5 dargestellten, mit einer Entlüftungsleitung 2d versehenen
Anlagen wird die Entlüftungsklappe 26 allmählich ge-@ffnet, wenn sich die in der
Leitung d. angeordnete Klappe 18 zu schließen beginnt. Die Entlüftungsklappe 26
ist ganz geöffnet (Stellung 5 der Abb. 5), wenn die Rückführungsleitung 4 vollkommen
geschlossen ist. Auf diese `'eise ist es möglich, den Raum mit Heizluft zu beschicken
und gleichzeitig eine wirksame Lüftung zu erzielen, da die verbrauchte oder rauchdurchsetzte
Luft ins Freie geführt und nicht wieder der Heizvorrichtung zugeleitet wird. Bei
dieser Anordnung kann also eine gute Durchlüftung erzielt «erden, ohne daß die Lufttemperatur
in dem Raum sinkt.