-
Deckelverschluß für Schrägkammeröfen Die Erfindung bezieht sich auf
einen Verschluß für die untere Öffnung von Schrägkammeröfen und zeichnet sich den
bisher bekannten derartigen Einrichtungen gegenüber dadurch aus, daß der Verschluß
nicht als eine um einen Aufhängepunkt (Türangel) drehbare Tür ausgebildet ist, sondern
einen von der Ofenöffnung abhebbaren Deckel bildet.
-
Das Abheben und Befestigen eines derartigen Deckels erfordert in Rücksicht
auf die besonderen und schwierigen Verhältnisse bei Schrägöfen so außerordentliche
Maßnahmen, daß man bisher von derartigen Verschlüssen Abstand genommen hat.
-
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung zum Entriegeln und Abheben,
Wiederverschließen und Verriegeln eines solchen Deckels, welche den bei Schrägkammeröfen
obwaltenden schwierigen, durch das Vorhandensein der glühenden, den Deckel belastenden
Koksmassen bedingten Verhältnissen im besonderen Maße Rechnung trägt und das Öffnen
und Verschließen des Deckels in einer betriebssicheren und für den Bedienungsmann
ungefährlichen Weise ermöglicht.
-
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigt Abb. z den vorderen Teil eines Schrägkammerofens im Schnitt mit geschlossenem
Deckel und abgedrehter Schlußeinrichtung, Abb.2 desgleichen mit der an die Öffnung
herangebrachten Schließeinrichtung, Abb.3 desgleichen in. dem Augenblick der vollendeten
Entriegelung.
-
Der die mit Zarge z versehene Öffnung der Schrägkammer 2 verschließende
Deckel 3, welcher in an sich bekannter Weise mit einem feuerfesten Schutzschild
q. versehen ist, wird durch hebelartige Schließhaken 5 in der Schlußstellung gehalten,
welche in an der Zarge z angebrachte Bolzen 25 eingreifen. Das Gewicht desDeckels3
wird durch das Aufliegen einer oder mehrerer an seiner Unterkante angeordneter Rollen
6 auf ein entsprechendes Widerlager 7 entlastet, so daß die Riegel 5 lediglich in
horizontaler Richtung beansprucht werden.
-
Das Öffnen des Deckels, erfolgt mit der dargestellten besonderen Einrichtung,
welche aus einem auf einem Gestell 8 gelagerten Haupthebel g besteht, an welchem
mittels Lenkern zo, zr die Abhebe- und Verschlußplatte 12 angelenkt ist. Die Drehung
des Hebels g um seine Lagerstelle 13 erfolgt zweckmäßig mittels eines motorisch
angetriebenen Zahnsegmentes 14. An Stelle der Drehung des Hebels g kann gegebenenfalls
auch infolge der Verfahrbarkeit des Gestelles 8 die bloße Horizontalbewegung der
Hebelstange g erfolgen, welche in diesem Fall undrehbar mit dem Gestell verbunden
sein kann.
-
In der Verriegelungsstellung liegen bei der
durch
den Hebel g bzw. die Lenker =o und =i an den Deckel herangedrückten Platte i2 die
äußeren Enden der Hebel 5 auf Vorsprüngen 15 der Platte 1a auf. Der Druck des Deckels
auf die Ofenöffnung erfolgt durch Rollen 16, welche auf an der Platte angeordneten
Lagern 17 gelagert sind und gegen Platten 18 drücken, die an der Außenwand des Deckels
3 angeordnet sind.
-
An der Platte 12 sind außerdem nach oben offene Lager =g angeordnet,
denen zwei am Deckel 3 befestigte Achsen 2o derart gegenüberstehen, daß beim Heben
der Platte i2 diese Achsen 2o von den Lagern 1g erfaßt werden, wie in Abb. 3 dargestellt.
An der Vorderseite der Platte 12 ist eine Fallklinke 2i mit zwei Rasten 22, 23 angelenkt,
welche je nach der Stellung des Hebels g mit einem am Hebel g angebrachten Haltestift
24 zum Eingriff gelangt.
-
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Soll der geschlossene
Deckel (Abb. i) geöffnet werden, so wird der Hebel g durch Bewegung des Segmentes
14 so bewegt, daß die Platte i2 bzw. deren Rollen 16 an die Außenseite des Deckels
3 herangebracht werden (s. Abb. 2). Hierbei legen sich, wie bereits erwähnt, die
Vorsprünge 15 an die äußeren Enden der Riegelhebel 5 an, und die Raste 23 des Fallriegels
2i steht mit dem Stift 24 im Eingriff.
-
Wird nun der Hebel g weitergedreht, bis er in die Stellung Abb. 3
gelangt, so verschieben die Lenker =o die Platte i2 nach oben. Hierdurch werden
die Arme der Riegelhebel 5 durch die Vorsprünge 15 nach oben gehoben, so daß dadurch
also die Entriegelung des Deckels 3 stattfindet. Gleichzeitig gelangen aber die
Lager =g so weit nach oben, daß sie die Achsen 2o umfassen und dadurch den Deckel
tragen. Währenddessen hat sich die Verbindung zwischen der Raste 23 und dem Stift
24 gelöst, und an Stelle der Raste 23 ist die Raste 22 mit dem Stift 24 zum Eingriff
gelangt.
-
Wird jetzt der Hebel g wieder zurückgeschwenkt, so nimmt er den Deckel
3 mit, weil das Einklinken der Raste 2z in den Stift a4 nunmehr eine Wirkung des
Gewichtes des Deckels auf die Lenker =o und =i verhindert. Die durch diese Rückwärtsdrehung
des Hebels g bewirkte Öffnung des Deckels kann nun so weit geschehen, daß die Entleerung
der Ofenkammer ordnungsmäßig erfolgt.
-
Das W iederverschließen der Ofenöffnung erfolgt durch entsprechende
Rückwärtsbewegung des Hebels g.
-
Hierbei gelangt zunächst die Rolle 6 auf das Widerlager 7, wodurch
die ganze Vorrichtung von der Gewichtslast des Deckels entlastet wird. Dann wird
der Deckel durch die Rollen 16 gegen die Ofenöffnung bzw. gegen die dort angebrachte
Zarge i gedrückt. Nunmehr wird der Riegel 21 gehoben und damit der Stift 24 bzw.
der Hebel g freigegeben. Wird jetzt der Hebel g wieder nach rückwärts gedreht, so
senkt sich die Platte 12 unter der Wirkung ihres Eigengewichtes und unter Aufrechterhaltung
des Druckes gegen den Deckel nach unten in dem Maße, als dies die Lenker =o zulassen.
Hierbei werden die äußeren Arme der Verriegelungshebel5 von den Vorsprüngen 15 freigegeben,
und da sie das Übergewicht haben, so drehen sie die Verriegelungshebel allmählich
in die in Abb. 2 veranschaulichte Schlußstellung. Gleichzeitig werden die Achsen
2o von den Lagern =g freigegeben.
-
Die Einrichtung ist nun so getroffen, daß, sobald die Platte 12 so
tief gesunken ist, die Verriegehtngslage der Hebel 5 unter Aufrechterhaltung des
Druckes der Rollen 16 erfolgt ist, die Raste 23 der Klinke 2i den Stift 24 erreicht
hat und dadurch den Abstand der Platte i2 vom Hebel g festlegt.
-
Beim weiteren Zurückschwenken des Hebels g wird dann der auf diese
Art wieder befestigte Deckel freigegeben, und die Verschlußvorrichtung kann, da
sie seitlich verfahrbar ist, zum Öffnen und Verschließen eines zweiten Deckels verwendet
werden.
-
Statt der Anordnung eines drehbaren Hebels g kann die Bewegung der
Stange g auch durch eine Verfahrbarkeit des Gestelles 8 senkrecht zur Ofenwand erreicht
werden.
-
Die Bewegung der Lenker =o und =i erfolgt dann ebenso wie bei dem
schwenkbaren Hebel g durch den Widerstand, den die Rollen 16 beim Auftreffen auf
den Deckel 3 finden.
-
Infolgedessen ist dann auch der Ablauf des Entriegelns, Abhebens und
Wiederverschließens des Deckels ebenso wie oben beschrieben.
-
Die Verbindung zwischen den Vorsprüngen 15 und den Verriegelungshebeln
5 kann, statt wie oben beschrieben, auch kraftschlüssig erfolgen, indem die Vorsprünge
15 so ausgebildet sind, daß sie mit ihren gabelförmigen freien Enden die entsprechend
ausgestalteten vorderen Enden der Riegelhebel 5 umgreifen und infolgedessen sowohl
ihre Aufwärtsbewegung und ihre Abwärtsbewegung zwangsläufig bewirken.
-
Die Ausklinkung der Klinke 21 kann anstatt durch die Hand auch mittels
einer automatisch wirkenden Sondereinrichtung erfolgen.