DE513094C - Verfahren und Waschmaschine zum Waschen von Rohwolle im eigenen Wollschweiss - Google Patents

Verfahren und Waschmaschine zum Waschen von Rohwolle im eigenen Wollschweiss

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DE513094C
DE513094C DED46102D DED0046102D DE513094C DE 513094 C DE513094 C DE 513094C DE D46102 D DED46102 D DE D46102D DE D0046102 D DED0046102 D DE D0046102D DE 513094 C DE513094 C DE 513094C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B3/00Mechanical removal of impurities from animal fibres
    • D01B3/04Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres
    • D01B3/08Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres with longitudinal movement of either wool or liquid

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Waschmaschine zum Waschen von Rohwolle im eigenen Wollschweiß Es ist eine bekannte Tatsache, daß beim Waschen von Rohwolle in wäßrigen Lösungen von Soda und Seife die Waschkraft dieser Waschlaugen nach und nach abnimmt, weil die Seife an den darin schwebendem Schmutz- und Wollfettbestandteilen in dem Maße absorbiert wird, wie der Waschvorgang fortschreitet. Diesen ständig fortschreitenden Schmutzansammlungen und den damit einhergehenden Unzuträglichkeiten im Waschbade, die in einer physikalischen Änderung des Zustandes der Seife und einer dadurch verursachten Schwächung der Waschkraft des Bades bestehen, kann nur dadurch teilweise begegnet werden, daß man dem Waschbade immer mehr Seife zusetzt und dadurch den Seifenverbrauch erheblich steigert.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, die vorerwähnten Übelstände dadurch zu umgehen, daß die Rohwolle anstatt in alkalischen Seifenbädern, der Hauptsache nach in ihrem eigenen Schweiße, d. h. in wäßrigen, genügend hoch konzentrierten Lösungen von Wollschweiß gewaschen wird, zu deren Herrichtung der Wollschweiß dient, den die zu waschende Wolle mit sich führt.
  • Daß man mit Wollschweiß Wolle waschen kann, wenn das Waschwasser den Wollschweiß in genügend hoher Konzentration enthält, ist aus der einschlägigen Literatur bekannt, desgleichen, daß verschmutzte wäßrige Wollschweißbäder bald faulig werden, wenn man sie nicht reinigt. Bislang besteht aber noch kein systematisch durchgebildetes Verfahren zum einwandfreien Waschen von Rohwolle in Wollschweißbädern.
  • Diesem Mangel soll durch die vorliegende Erfindung abgeholfen werden. Sie beruht auf der grundlegenden Erkenntnis, daß, es beim Waschen von Rohwolle im eigenen Wollschweiß in erster Linie darauf ankommt, zur Erhaltung des wäßrigen Wollschweißbades auf dauernd hoher Konzentration, dies;qm Bade ein geringes Volumen zu geben und während des Waschens vornehmlich die von der Wollfaser abgelösten feinen erdigen Schmutzbestandteile absatzweise oder dauernd abzuführen, außerdem den Waschvorgang so zu leiten, daß in dessen Verlauf das wäßrige Wollschweißbad nur sehr wenig an Flüssigkeit einbüßt, damit zur Deckung der in ihm entstehenden Flüssigkeitsverluste stets ein geringes Quantum reinen oder wollschweißhaltigen Wassers ausreicht.
  • Die Zeichnungen veranschaulichen beispielsweise eine zur Ausübung des neuen Wollwaschverfahrens geeignete Waschvorrichtung.
  • Abb. i ist eine Längsansicht, Abb. z eine Draufsicht des Wascbkufenzuges.
  • Abb.3 ist ein in größerem Maßstabe ausgeführter Schnitt nach Linie X-X in Abb. i. Bei der Durchführung des neuen Verfahrens ist grundsätzlich folgendes zu beachten: Zur Erzielung und Aufrechterhaltung der nötigen Konzentrationshöhe (etwa ¢° B6 und darüber) im wäßrigen Wollschweißbade müssen die hohen Flüssigkeitsverluste stark herabgesetzt werden, die man bei den bisherigen Waschverfahren mit Absicht herbeiführt, damit die Waschbäder sich in genügend reinem Zustande erhalten. Dieser Bedingung wird dadurch entsprochen, daß man das wollschweißhaltige Waschbad in an sich bekannter Weise einer Reinigung unterwirft und dann wieder verwendet. Nach der Erfindung muß aber bei der Durchführung dieser Reinigung insbesondere darauf geachtet werden, daß auch die feinen erdigen Schmutzbestandteile dem konzentrierten Wollschweißbade entzogen werden; andernfalls verbinden sich diese im Bade verbliebenen Schmutzbestandteile nach und nach mit wollschweißhaltigem Wasser und Wollfett, und sie bilden dann Agglomerate, die dem Bade eine seiner Waschkraft abträgliche Viskosität verleihen und infolge ihrer Dichte, die der des Waschbades gleichkommt, durch Ausschleuderung unabscheidbar sind.
  • Mit Rücksicht auf die erstrebte Herab; Setzung der Flüssigkeitsverluste wird andererseits das Waschverfahren so geleitet, daß dem Waschbade an Frischflüssigkeit nur soviel zugeleitet wird, als nötig ist, um sowohl die in dem bei der Reinigung abgesonderten Schmutz als auch die in der ausgequetschten Wolle unvermeidlicherweise noch zurückgebliebenen Flüssigkeitsmengen zu ersetzen. Erfahrungsgemäß betragen diese Flüssigkeitsmengen je Kilogramm trockener Rohwolle nicht mehr als i 1, und das gleiche gilt je Kilogramm des in der Reinigungsvorrichtung abgesonderten Schlammes.
  • Damit nun trotz so geringer Zufuhr an Frischflüssigkeit das Waschbad dennoch in einigen Stunden sich erneuern kann, wird erfindungsgemäß ein Waschbad von geringem Volumen verwendet. Durch diese Erneuerung des Bades wird dieses vor Gärung geschützt, und indem man das Bad während des Waschens zugleich einer Reinigung unterwirft und dadurch ihm die von der Wolle hineingebrachten Schmutzbestandteile rasch entzieht, erreicht man, daß letztere infolge ihres kurzen Ver weilens im Bade keine Agglomerate der vorerwähnten Art zu bilden vermögen. Erfindungsgemäß wird also ein Wollschweißbad von geringem Volumen verwendet, ohne indessen dieses Bad in dem Teile zu verringern, den die Wolle während des Waschelis schwimmend durchzieht. Dabei ordnet man die Waschmaschine so an, daß die Verunreinigungen, welche das Bestreben haben, sich von. selbst vom Bade abzuscheiden, dauernd oder absatzweise in kurzen Zeitabständen aus dem Bade abgezogen werden. Außerdem wird die Reinigungsvorrichtung an den Waschbottich so unmittelbar angeschlossen, daß auch die außerhalb des Waschbottichs befindliche Waschbadmenge eine niedrige ist. So z. B. wird die verschmutzte Waschflüssigkeit vom Waschbottich heraus rasch einer zur Abscheidung der erdigen Bestandteile dienenden Schleuder zugeführt, welche zur Vermeidung unnützer Zeitverluste so eingerichtet ist, daß der in der Schleudertrommel sich ablagernde Schmutz selbsttätig entfernt wird, ohne daß hierzu die Trommelgeschwindigkeit verlangsamt zu werden braucht. Die vom Schmutz abgesonderte Flüssigkeit geht sodann sofort in eine Entfettungszentrifuge und kehrt dann rasch in den Waschbottich zurück.
  • Von den an sich bekannten. Waschbottichen mit Schlammablaßtrichtern unterscheidet sich der zur Ausführung des neuen Verfahrens dienende dadurch, daß die den Scheitel der Trichter verschließenden Ventile in sehr kurzen Zeitabständen selbsttätig geöffnet werden. In dieser Weise wird erreicht, daß die Verunreinigungen kurze Zeit nach ihrer Ablösung von der Wollfaser aus dem Waschbottich entfernt werden, und daß infolge der bei jedem Anhub der Ventile nur in geringen Mengen abfließenden Waschflüssigkeit keine Wollfasern durch die Löcher des Siebbodens mitgerissen werden.
  • Durch die Kombination eines die verschmutzte Waschflüssigkeit selbsttätig ablassenden Waschbottichs mit Vorrichtungen, welche diese während des Waschens selbsttätig vom Waschbottich abziehende Flüssigkeit reinigen und sodann dem Waschbottich wieder zuführen, kommen die sonst nötigen Betriebsunterbrechungen zum Reinigen der Waschbottiche in Fortfall. Außerdem wer den die Bottichwandungen unter dem Einfluß der beim Anheben der Ventile abziehenden Flüssigkeit sauber erhalten.
  • Die Abb. i bis 3 zeigen die neue Waschmaschine, mit der sich die vorstehend angegebenen Bedingungen zur Durchführung des neuen Waschverfahrens erfüllen lassen.
  • In dieser Waschvorrichtung ist A ein senkrechter, einer Waschkufe gleichwertiger Schacht, in dessen oberen Teil die zu waschende Wolle aufgegeben wird. Am unteren Ende dieses Schachtes wird die Wolle von den Walzen B auf die Flügeltrommel C gefördert und von dieser auf den einem Quetschwerk D vorgelagerten Zuführtisch geschleudert. Danach wird die Wolle mittels auf der Zeichnung nicht dargestellter üblicher Kurbelrechen oder in anderer Weise hintereinander durch die vier Kufen oder Bottiche E, F, G, H hindurchgeführt. Hinter jedem der Waschbottiche ist ein Quetschwerk angeordnet. Diese Quetschwerke sind mit a, b, c, -d bezeichnet. O ist .eine den Waschbottichen E, F zugeordnete Entschlammungs-, P eine Entfettungsturbine, Q ein in Beziehung zum Bottich F stehendes, Q' ein zum Bottich G gehöriges Filter.
  • In dem Bottich E und in den Bottichen F, G ist, wie aus den Abb. i und 3 ersichtlich, ein Siebboden i o angeordnet, und die Anordnung ist so getroffen, ' däß das Waschvolumen des Bottichs nicht viel mehr beträgt als das Volumen des Bottichteiles, den die Wolle oberhalb des Siebbodens schwimmend durchläuft. Unterhalb dieses Siebbodens io befinden sich vier steilwandige pyramidenförmige Trichter J, in denen sich der von der Wolle abgelöste Schmutz niedersetzt. Jeder Trichter besitzt an seinem unteren Ende ein Ablaßventil 1( (Abb. 3), welches in kurzen Zeitzwischenräumen durch eine bei regelbarer Geschwindigkeit ununterbrochen umlaufende Welle L selbsttätig geöffnet wird.
  • Zu diesem Zwecke sitzt lose auf der Welle L gegenüber jedem Ventil 1( eine mit Gewichtsmasse L' versehene Muffe L" (Abb. 3). Diese Muffe wird durch die Welle L so lange mitgenommen, bis das Gewicht L' seinen höchsten Punkt erreicht hat, wonach dieses unter Einwirkung seines Eigengewichtes herabschwingt und hierbei das Ventil I( auf einen ganz kurzen Augenblick öffnet.
  • Unterhalb des zwischen dem Waschbottich E und dem Quetschwerk a befindlichen Zuführtisches t ist ein geeignetes Blech M angeordnet. Die vom Zuführtisch t abtropfende Lauge fließt auf dieses Blech herab und gelangt so in den Waschbottich E zurück. Unterhalb des Walzenpaares jeder der Quetschen a, b, c befindet sich ein kleiner Behälter N, in welchen ein Siebblech eingebaut ist. Die dieses Siebblech durchlaufende Lauge kann entweder durch ein auf der Zeichnung nicht dargestelltes Rohr unterhalb des Bottichsiebbodens i o in den betreffenden Bottich zurückgeleitet oder, wie hinsichtlich des Quetschwerkes a des Bottichs E dargestellt, über ein Rohr 19 in das unterhalb des Bottichs E, F befindliche Sammelbecken 2o abfließen, welches auch die Schlammassen aufnimmt, die beim jedesmaligen Hochgehen der Klappen 1( aus den Pyramidenscheiteln entweichen.
  • Von dem Flüssigkeitsauffangb,-hälter N der Quetsche b des Bottichs F führe eine RohrleitUng a i nach dem Bottich E, während der Behälter N der Quetsche c in gleicher Weise wie der Behälter N der Quetsche a ein Rohr i g' aufweist, mittels welchem die von den Quetschwalzen ausgepreßte Flüssigkeit in das unterhalb der Trichter des Bottichs G angeordnete Sammelbecken 2o' abfließt.
  • Durch Rohrleitungen Z und Z' stehen die Laugenentschlammungsturbinen O und O' einerseits mit den ihnen angeordneten Sammelbecken 2o und 2o' in Verbindung, andererseits in Beziehung zu den Bottichen A, E, F und G, deren Laugen sie zu reinigen und sodann in diese zurückzutreiben haben.
  • Wie bereits erwähnt, wird mit Bevorzagung als Entschlammungsturbine O eine Bauart verwendet, die es gestattet, den von der Lauge abgesonderten Schlamm durch besondere in die Schleudertrommel eingebaute Mittel selbsttätig auszutragen und getrennt für sich in mehr oder weniger lockerem oder festem Zustande abzuführen.
  • Zur Verringerung der Viskosität der Waschlauge und zum Erleichtern ihrer Reinigung werden die zur Erhaltung des Bades auf Betriebstemperatur nötigen Wärmeeinheiten der Lauge erst zugeführt, nachdem diese den Waschbottich verlassen und noch bevor sie ihre Reinigung vollendet hat.
  • Diese ZVaschvorrichtu:ig arbeitet folgendermaßen Der Schacht :A und die Bottiche E, F enthalten Schweißlauge, d. h. eine wäßrige Lösung von Rohwollschweißsalzen. Die Dichte dieser Lösung beträgt ungefähr 4-'B6. Die aus dem Schacht A, vom Quetschwerk D, aus den .Trichtern J des Bottichs E und von der diesem Bottich folgenden Quetsche a sowie aus den Trichtern des Bottichs F abfließenden Laugen fallen in das Sammelbecken 2o herab und werden in die Entschlanimungsturbine 0 geleitet. Nötigenfalls kann ein Teil des die Flüssigkeit verschmutzenden Schlammes durch kurzes Absitzenlassen von dieser Flüssigkeit getrennt werden, bevor letztere der Schleuder 0 zugeführt wird.
  • Ein Teil der durch den RohrstrangZ die Turbine verlassenden Lauge fließt durch das von diesem Rohrstrang abgezweigte Rohrstück W in den oberen Teil des Schachtes A ab und dient in dieser Weise zum Berieseln der in, den Schacht A aufgegebenen trockenen Wolle. Der Rest der Lauge geht durch die Entfettungsturbine P. Ein Teil der die Schleuder P verlassenden Flüssigkeit Hießt in den Bottich E, während der andere Teil durch ein Rohr 'W' einem Filter Q zuströmt und fließt dann in den Bottich F ab. Die durch die Walzen des Quetschwerkes b des Bottichs F ausgedrückte Lauge wird durch das Rohr z i in den Bottich E übergeleitet. Der vorgesehene Laugenumlauf bewirkt, daß der Bottich F stets reinere Lauge enthält als der Bottich E, und daß ein Teil dieser Lauge von derjenigen herrührt, die im SchachtA und in den Bottichen E, F bereits entschweißt und gewaschen hat und danach gereinigt worden ist.
  • Der in den Reinigungsvorrichtungen O, P, Q abgesonderte Schmutz sowie die das Quetschwerk b des Bottichs F verlassende Wolle enthalten noch Lauge. Diese den Bottichen entführte Lauge wird durch frisches Wollschweißwasser ersetzt, womit erreicht wird, daß in den Waschbottichen weder die Konzentration noch das Volumen des Waschbades noch die Konzentration der Waschlauge eine Abnahme erfahren. Diese Ersatzlauge wird z. B. dem schmutzigen Teile der Waschlauge des Bottichs G entnommen und kann, wenn die dem Waschen unterworfenen Wollen an löslichen Salzen arm sind und bevor man sie in die aufzufüllenden Bottiche schickt, zum Auslaugen der in dem durch die Entschlammungsturbine O abgesonderten Schlamm enthaltenen Wollschweißsalze verwendet werden, wodurch sie sich anreichert.
  • In den Wollwäschereien mit mehreren nebeneinander aufgestellten Sätzen von Waschbottichen werden die von Waschbottichen gleicher Rangordnung herrührenden Waschlaugen miteinander vermischt und in dieser Vermischung gereinigt.
  • Die Waschlauge des Bottichs G wird durch die Entschlammungsturbine O' und das Filter Q' gereinigt und danach im gleichen Bottich wieder verwendet. Die Dichte dieser Lauge beträgt annähernd i ° B6 und rührt her einerseits von den löslichen Salzen, welche die Wolle, trotz Auspressung durch die Quetsche b des Bottichs F, in den Bottich 0 einführt, andererseits von der Flüssigkeit, die durch die Leitung 2? aus dem Bottich H in den Bottich G gelangt (Abb. 2).
  • Dem SpülbottichH wird durch ein Rohr 23 genügend Frischwasser zur Vornahme einer gründlichen Ausspülung zugeführt.
  • Der Wasserüberschuß, den H empfängt, läuft in den Abflußkanal. Man kann aber auch die Flüssigkeit des Bottichs H, bevor sie nach dem Bottich G überfließt, durch Eindampfung anreichern und so in die vor dem Bottich H stehenden Bottiche alle in den Bottich H gelangten Wollschweißsalze zurückführen.
  • Infolge der in kurzen Zeitabständen sich selbsttätig öffnenden Ventile K wird der Schmutz in dem Maße, wie er sich von den Wollfasern ablöst, ohne weiteres Verweilen im Waschbade aus diesem abgeführt und im Anschluß hieran von der Flüssigkeit abgesondert.
  • Nach dem Verlassen der Wollschweißbäder haften der Wolle mitunter noch etwas Wollfett und geringe Mengen Verunreinigungen an, zu deren Entfernung ihre Behandlung in Seifenwasser nötig ist. Aus diesem Grunde wird die Wolle noch durch ein Seifenbad und ein dahinter aufgestelltes Spülbad geleitet, die keinerlei Besonderheiten aufweisen und daher auf der Zeichnung nicht dargestellt sind. In diesem Falle verwendet man das Wasser dieses Spülbades zum Speisen des Bottichs H.
  • Bei Benutzung des an Hand der Abb. i bis 3 eben beschriebenen Waschverfahrens gelangt der Schmutz zusammen mit der Rohwolle in das konzentrierte Wollschweißbad und wird kurz nach seiner Ablösung von der Wolle aus diesem Bad entfernt und den Zentrifugen zusammen mit verschmutzter Flüssigkeit zugeführt. Man kann aber auch der Wolle den größten Teil der erdigen Schmutzbestandteile entziehen, bevor sie in das konzentrierte Wollschweißbad gelangt. In diesem Falle verfährt man z. B. folgendermaßen: Dem konzentrierten Wollschweißbad wird ein aus reinem Wasser bestehendes oder ein nur sehr wenig Wollschweiß enthaltendes Wasserbad und diesem Wasserbad zweckmäßigerweise eine Entschweißungsmäschine bekannter Bauart vorgeschaltet. Durch ausreichende Zufuhr von Frischwasser wird dieses Wasserbad erneuert. Man schickt die Rohwolle zunächst durch die Entschweißungsmaschine, danach durch das Wasserbad und anschließend hieran in das konzentrierte Wollschweißbad. In dem Wasserbade lösen sich die erdigen Verunreinigungen von der Wolle und die schwereren setzen sich ab. Es genügt dann, das verschmutzte Bad von Zeit zu Zeit abzulassen und durch frisches Wasser zu ersetzen. Durch dieses Ablassen wird kein nennenswerter Verlust an Wollschweiß verursacht. Die das Wasserbad verlassende Wolle gelangt dann, schon weitgehend vorgereinigt, in das konzentrierte Wollschweißbad, welches infolgedessen rein bleibt und zu dessen Speisung mit Wollschweiß die in der Entschweißungsmaschine gewonnene Wollschweißlösung verfügbar ist.
  • Ist aus irgendeinem Grunde ein längerer Stillstand der Waschkufenzüge erforderlich, so wird den Schweißbädern eine fäulniswidrige Substanz, wie z. B. Thymol, Chloroform, Cyankalium usw. in Dosen von etwa i : io ooo zugegeben. In gleicher Weise wird verfahren, wenn es sich um Schweißlösungen handelt, die zwecks späterer Benutzung oder Wiederverwendung einem längeren Lagern überlassen werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Waschen von Rohwolle im eigenen Wollschweiß, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Erhaltung des wäßrigen Wollschweißbades auf dauernd hoher Konzentration ein geringes Badvolumen benutzt -wird und außer den gröberen auch die feinen erdigen Schmutzbestandteile absatzweise oder dauernd aus dem Waschbade abgeführt werden.
  2. 2. Waschmaschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des wäßrigen, im Waschbottich Verwendung findenden Wollschweißbades nicht viel mehr beträgt als das Volumen des Bottichteiles, den die Wolle oberhalb des Siebbodens schwimmend durchläuft, und daß zur Abführung des Schmutzes aus dem Bade am Scheitel von in an sich bekannter Weise unterhalb des gelochten Zwischenbodens vorgesehenen Schlammansammlungstrichtern Ablaßventile (I0) angeordnet sind, die in regelbaren Zeitabständen auf einen kurzen Augenblick selbsttätig gehoben werden.
  3. 3. Waschmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß, in geschlossenem Kreislauf mit dem selbsttätig arbeitenden Schlammablaß der Waschbottiche hintereinander aufgestellte Schleudern liegen, welche aus der verschmutzten, ihnen zugeführten Waschflüssigkeit nacheinander die erdigen Schmutzbestandteile und auch das Wollfett absondern und sodann die gereinigte Waschflüssigkeit den Waschbottichen wieder zuführen. q..
  4. Waschmaschine nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die den Schleudern die verschmutzte Waschflüssigkeit zuführenden Leitungen oder in die Schleuder selbst Heizmittel eingebaut sind, welche durch Erhitzung dieser Waschflüssigkeit die Abscheidung der fetthaltigen und erdigen Bestandteile erleichtern und zugleich das Waschbad auf richtiger Temperatur erhalten.
  5. 5. Waschmaschine nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Aufstellung eines Senfbades hinter den Wollschweißbädern zwischen dem letzten W ollschweißbad und diesem Senfbad ein mit klarem Wassergespeister Spülbottich angeordnet ist, der der Wolle die letzten Wollschweißreste entzieht.
  6. 6. Wollwaschmaschine nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zuführung der gereinigten Wollschweißflüssigkeit zu einem Bade, das reiner ist als dasjenige, dem es entnommen wurde, eine Verbindungsleitung zwischen den betreffenden Waschbottichen vorgesehen ist.
DED46102D 1923-09-07 1924-09-04 Verfahren und Waschmaschine zum Waschen von Rohwolle im eigenen Wollschweiss Expired DE513094C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2394622A1 (fr) * 1976-12-23 1979-01-12 Commw Scient Ind Res Org Procede et appareil pour le degraissage de la laine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2394622A1 (fr) * 1976-12-23 1979-01-12 Commw Scient Ind Res Org Procede et appareil pour le degraissage de la laine

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