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Waschmaschinen-Anlage
| Als Standard\tas<-linias.-liiue gilt in gcu-erl>li:hcn |
| und Ailstaltsträschercicn seit Jahrzehnten dir |
| Doppcltroninieli,#-aschmas; hine, in welcher der Mach |
| deren Fassungsvermögen bemessene Posten Wasch- |
| gut im Gewicht bis jeweilig einige hundert Kilo- |
| gramm eingefüllt -#l ird. In dieser geschlossenen |
| Maschine wird das Waschgut nacheinander ciii- |
| geweicht, gelvaschen, gebleicht und gespült. |
| Hier -neigt sich bereits die erste Inzulängli;hkeit |
| des jetzigen Arbeitsverfahrens, indem für jeden Ar- |
| beitsgang (es sind deren rund zehn bis fünfzehn) die |
| Schnnitzfliissigkcit des vorigen Arbeitsganges ab- |
| gelassen und eine frische Flüssigkeit iuiters--hied- |
| liclicr Zusammcnsets.ung, Standhöhe, Tcmpcratur |
| «s\%,. angesetzt N@-erden inuß. Dieser %viederholtc |
| Flüssigkeitswechsel verursa; ht 7_citverltist und stört |
| (1(#u ortliitnlgsin'ißigen Arbeitsablauf; darüber hin- |
aus birgt er einerseits Fehlerquellen in sich und: erschwert andererseits die selbsttätige
Steuerung des Arbeitsprozesses.
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Die zweite Unzulänglichkeit liegt in dem Umstand begründet, da.ß das
Waschgut naCh dein Ablassen der Schmutzflüssigkeit noch mehr als das Dreifache seines
Eigengewichts an Flüssigkeit gebunden (im Gewebe aufgesaugt und zwischen den Stücken
eingekapselt) hält, die es folglich in den nächsten Arbeitsgang überträgt. Tatsächlich
wird beim Ablassen des Waschbades nur 1/5 bis ' , der in der Waschmaschine befindlichen
Flüssigkeit ausgeschieden, während -1/@ bis 3/1 der Menge in dem Waschgut zurückbleiben
und sich mit der neu zugesetzten frischen Flüssigkeit im nächsten Arbeitsgang vermischen.
Dieser hohe Anteil der in der Waschmass hine zurückgehaltenen S:°hmutzflotte erhöht
sich
noch, soweit nicht die Schmutzflüssigkeit, sondern die Schmutzsubstanz in Betracht
gezogen wird.
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Beim Ablassen der Flüssigkeit ist diese nämlich gezwungen, zum Teil
durch das Gewebe hindurch abzufließen. Dabei wirkt das Gewebe als Filter und hält
einen erheblichen Teil der Schmutzsubstanz, der sonst mit der Flüssigkeit zusammen
ausgeschieden würde, zurück, so daß das Verhältnis zwischen zurückgehaltenem und
ausgeschiedenem Schmutz größer ist als dasjenige zwischen zurückgehaltener und ausgeschiedener
Flüssigkeit. Die Ausscheidung des in verhältnismäßig kurzer Zeit gelösten Schmutzes
und anschließend der zugesetzten Waschmittel (Seife, Soda usw.) ist daher nur allmählich
durch eine fortlaufende Verdünnung möglich, bis am Ende das letzte Spülwasser klar
abläuft.
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Von der durch die beschriebene Filterwirkung in der Maschine beeinflußten
Schmutzmenge dürfte der höchste Anteil auf die leichten Schmutzteilchen einschließlich
der durch Faserabrieb entstehenden Wäschefusseln entfallen, da diese leichten Stoffe
sich an der Oberfläche der Flüssigkeit und in dem Seifenschaum ansammeln und daher
beim Ablassen weniger ungehindert abfließen können als die schweren Schmutzteilchen.
Der Idealzustand wäre demnach, daß zuerst die leichten Schmutzstoffe nach oben und
alsdann die schweren nach unten abgeführt würden, was aber bei der Trommelwaschmaschine
nicht bewerkstelligt werden kann und was im übrigen die Filterwirkung des Gewebes
und deren Folgen zwar abschwächen, aber nicht beseitigen würde.
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Fachtechnisch wichtig und von ausschlaggebender Bedeutung für die
Reinigungswirkung der Waschmittel ist der Umstand, daß die Seife im Beisein von
Schmutz einen erheblichen Teil ihrer Reinigungskraft einbüßt. Durch die unzulängliche
Schmutzausscheidung wird nicht nur der Reinigungsprozeß verlängert, sondern er ist
auch, besonders spürbar im letzten Waschbad, wo der hartnäckig haftende Schmutz
gelöst werden soll, unbefriedigend.
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Als dritter Punkt für die Beurteilung des Vorganges beim bisherigen
Waschverfahren gilt der Umstand, daß die im Anfang jedes Bades zugesetzte frische
Wasch- und Spülflüssigkeit nicht ohne weiteres in das von Schmutzflüssigkeit vollgetränkte
Gewebe eindringen kann, sondern daß es bei sonst günstigen Verhältnissen 3 bis 4
Minuten dauert, bis sich beide Flüssigkeiten ziemlich restlos (zu 9o bis 95 0;0)
vermischt haben. Für das etwa i o Minuten währende Waschbad bedeutet dieses einen
Verlust von, wenigstens theoretisch, 3o bis .1o0;'0, da die frisch zugesetzte Seife
erst nach Eindringen in das Gewebe ihre (ohnehin durch den vorhandenen Schmutz beschränkte)
Reinigungswirkung ausüben kann.
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leben dem durch die erwähnten Faktoren verursachten, insgesamt erheblichen
Zeitverlust und erhöhten Arbeitsaufwand fällt als vierter und wesentlichster Nachteil
ins Gewicht, daß das Waschgut in dieser verlängertem Zeit, die wenig zu der cigctttlichen
Reinigung beiträgt, durJi die ine.-liciiiis"lic Reibung einem starken Verschleili
unterttarft#ii ist. Daß daneben das Umwälzen des Waschgutes in der rotierenden Trommel
durch Zusammenballen und Verwickeln der Stücke primitiv bleibt, dah dieses Umwälzen
nicht das kneten, Aufschwemmen und Reiben beim Handwaschen zu ersetzen vermag und
daß auch aus diesem Grunde das System der umlaufenden Trommel als solches eine längere
Arbeitszeit bedingt, liegt auf der Hand.
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Dazu kommt als fünfter Punkt der Umstand, daß die zeitweilige, jeweils
i t, .> bis z Stunden dauernde Bearbeitung eines Postens Wäsche in
einer geschlossenen Trommel keine Fließarbeit, wie sie nach den heutigen Begriffen
von Wirtschaftlichkeit verlangt wird, zuläßt.
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Die geschilderten Unzulänglijhkeiteti der Doppeltrommelwaschmaschinen
begründen ausreichend das Bestreben, in Wäschereihetrieben auf völlig neuen Wegen
die Reinigung des Waschgutes besser und schneller herbeizuführen und somit in tczhnischer
Beziehung sowohl als auch in wirtschaftlicher Hinsicht den höchsten Grad an Vollkommenheit
zu erreichen. Eine solche vollkommene Waschmaschine setzt voraus, daß das Wasjhgut
eine Mehrzahl von getrennten, Flüssigkeit unterschiedlicher Art enthaltenden Arbeitsabteilungen
eines Behälters durchläuft und selbsttätig aus einer Abteilung in die andere befördert
wird, um am Ende der letzten Abteilung aus der Maschine hinaus zur Ablieferung zu
gelangen.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eilte \Vaschmaschinen-Anlage dieser
Art, die nach dem Ausführungsbeispiel der Abb. i aus einem rechteckigcit Behälter
mit so vielen Abteilungen at, a2 us@t.. besteht, wie Arbeitsgänge insgesamt erforderlich
sind. Der Einfachheit halber sind in Abb. i nur zwei Altteilungen (at als Waschabteilung
und a2 als Spülabteilung) im Längsschnitt veranschaulicht.
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Abb. z zeigt eine schematische Darstellung der Stampferführung und
deren Regelung; Abb. 3 zeigt die Waschabteilung im teilweis n Querschnitt in Verbindung
mit einem Cberlaufstutzen und Umlaufbehälter, welch letzterer die Ableitung der
Schmutzflüssigkeit und die Flüssigkeitserneuerung bewerkstelligt; Abb.4 zeigt eine
Ausführung des Wringen, mit Einzelheiten des Höhenförderers; Abb.5 zeigt den Zufuhrkanal
für die Zulcitwig der Flüssigkeiten zu der Maschine in vergröliei-tein Querschnitt.
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Jede Arbeitsabteilung erhält eine dein bctrüitenden Arbeitsgang angepaßtc
Flüssigkeit, die in Ztisammensetzung, Temperatur und Standhülic d2itici-ittl gleichbleibt.
Solange Zusammensetzung und Tcn,-peratur der fortlaufend aus Vorratsbehältern zugesetzten
frischen Flüssigkeit glei;ligchalten \@crden, braucht stur die Stiiiidli;ilic selbsttätig
geregelt zu werdest, uni dauernd diu vorgcschrielx@ncti gleichartigen Verhältnisse
getr:ihrlcistet zu crltaltcit.
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Das an der Eingabeseite von Altteilung a' zwci-kmäßig durch F<ir<ler@urt
(@ingcfiillte s,-hnittizigc
\\'ascligut soll die ciiiruliicii Arbeitsabtciltnigeii
nachcinandcr cltir#7hw-aiidcrti und so genau nach Vorschrift selbsttätig gereinigt,
klar gespült und vorgetrocknet werclcn, um am Ende der letzten Abteilung auf eine
Transportvorrichtung zti gelangen, durch die es zur weiteren Bearbeitung in die
entsprechenden Abteilungen des Betriebes bcfürdcrt wird.
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Die Bearbeitung des Waschgutes erfolgt in jeder Arbeitsabteilung durch
an sich bekannte, auf und ab gehende und in der Führung i gefederte -locken-, napf-
oder trichterförmige Stampfer 2, die bei ihrem Abw@irtsgang die Wäsche kneten und
einen Teil der im Innern der Glocke befindlichen Luft auspressen. Die ausgepreßte
Luft strömt durch die Flüssigkeit, sorgt dabei füreine gute Schaumbildung und treibt
den leichten losen S; hmutz einschließlich etwaiger Wäschefusseln an die Oberfläche,
wo sich der Schmutz teilweise mit dem Seifenschaum vereinigt. Das auf diese Weise
im Innern der Glocke gebildete teilweise Vakuum sorgt beim Aufwärtsgang der Glocke
dafür, dafi die Wäsche angehoben, gelockert und erneut mit Flüssigkeit getränkt
wird. Diese Arbeitsweise, die in idealer Weise das Handwaschen nachahmt, ist sowohl
intensiv als auch schonend.
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Durch die als Antrieb dienenden Kurbeln oder Exzenter 3 wird den Stampfern
2 neben der Aufundabbewegung auch eine waagere:hte Bewegung vermittelt. Würde man
der in Drehzapfen 3' aufgehäiigtcn Stampferspindel 6 eine unbeschränkte Bew-egtingsfrcihcit
gestatten, so würde sie, falls sie nicht durch den Widerstand des Stampfers beim
Eintritt in die Waschflüssigkeit behindert wäre, der Kurbelbewegung folgen und infolge
ihres Schwergewichts ihre senkrechte Stellung beibehalten. Trifft der Stampfer jedoch
auf das Waschgut, so wird die damit zwischen Stampfer und Waschgut erzeugte und
sich vergrößernde Reibung seine waagerechte Bewegung abbremsen und zum Stillstand
bringen. Damit wird sich aber die Stampfcrspindcl aus der senkrechten in eine bis
zum 1lüchstwert wachsende Schrägstellung verändern. Beim Aufwärtsgang des Stampfers
wird alsdann infolge des im Innern des Stampfers bestehenden teilweisen Vakuums
das an dem Stampfer haftende Waschgut sAiräg nach oben angesaugt und in Richtung
dieser Schrägstellung vorwärts bewegt. Die diese Förderwirkung auslösende Schrägstellung
ist auch abhängig von dem @ref.1-druck- und der Di;kc der Was,hgtitschi:-ht.
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Wurde eine gleiche sAiräge Einwirkung auf das \-S'ascligtit beim Abwärtsgang
des Stampfers ausgeübt. so hätte dieses eine zweifache Wirkung: einmal dahin gehend,
daß das Waschgut durch die stärkere Verschiebung der Wäschelagen gegeneinander eine
griiftcre Reibung erführe, was der Reiiiigtings@trhcit zugute käme, tind das andere
1Mal dahin gehend, dal5 das Waschgut in der Schrägrichtung der Stampferwirkung vorwärts
gesAoben und damit in der gleichen Richtung wie heim schräg( Aufwärtsgang befördert
würde. Daraus geht hervor, dal; clcr Neigtingswinkcl der Stampfer-Spindel beim Abwärtsgang
den dein Waschgut vermittelten Reibungsgrad bestimmt, während der Neigungswinkel
sowohl beim Abwärtsgang als auch beim Aufwärtsgang für den Grad der Förderbewegung
verantwortlich ist.
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Nach der vorliegenden Erfindung wird den Stampfern durch eine regelbare
Lenkung der ihnen durch die Kurbeln verliehenen Bewegung neben der Reinigungswirkung
und unabhängig davon eine in Richtung und Intensität vorbestimmte Förderwirkung
verliehen, indem die schräge Einwirkung auf das Waschgut beim Ab- und Aufwärtsgang
der Stampfer eingestellt und nach Bedarf geändert werden kann. Dieses geschieht
in der Weise, daß die Stampferspindeln durch Buchsen, Gleitflächen, Lenkstangen
ti. dgl. geführt werden und daß diese Führungsmittel, die den Stampferspindeln bei
starrer Befestigung eine maximale Schrägstellung vermitteln würden, in verstellbaren
Grenzen beweglich angeordnet werden, wodurch die Schrägstellung in den entsprechenden
Grenzen vermindert wird.
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In der schematischen Darstellung von Abb.2 sind Prinzip und Wirkungsweise
einer derartigen Anordnung durch verschiedene Ausführungsbeispiele (Abb.2a, 2b,
2c) veranschaulicht. Wie ersichtlich, werden die Stampferspindeln 6 durch die Führungsmitte14
gesteuert. Diese Führungsmitte14 sind in ihrer beiderseitigen äußeren Stellung durch
die Arretierungen 5" und 511 begrenzt, und es ist augenscheinlich, daß die
Stellung dieser Arretierungen die Schrägstellung der Spinde16 sowohl beim Abwärtsgang
als auch beim Aufwärtsgang bestimmt.
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Da die schräge Einwirkung auf das Waschgut nur beim Abwärtsgang den
Grad der Reibung und demnach der Reinigungswirkung beeinflußt, wogegen für die Förderwirkung
die Schrägstellungen sowohl beim Abwärts- als auch beim Aufwärtsgang maßgebend sind
und sich gegenseitig ergänzen, so ist zu folgern, daß z. B. die geringere Schrägstellung
beim Abwärtsgang sowohl die Reinigungswirkung als auch die Förderwirkung ermäßigen
wird, da13 jedoch diese geringere Förderwirkung durch eine gleichzeitige größere
Schrägstellung beim Aufwärtsgang kompensiert werden kann. Somit läßt sich der Grad
der Reibungswirkung unabhängig von dem Grad der Förderwirkung einstellen und umgekehrt.
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In Abb. t ist die beschriebene Lenkung der Stampferspindeln und deren
Verstellung in einem Ausführungsbeispiel gezeigt. Wie ersichtlich, ist der Arbeitsbehälter
durch einen Deckel 8 gegen den Austritt von Dämpfen und gegen Wärmeausstrahlung
geschlossen. Die Stampferspindeln treten durch in diesen Deckeln 8 vorgesehene Schlitze
9 in den Arbeitsbehälter, während die Schlitze durch die waagerecht verschiebbaren
Abdeckblc,#he to abgedichtet sind. Mit den Abdeckblechen fest verbunden sind Gleitbu.-hsen
4, durch die die Stampferspindeln geführt werden. Die waagerechte Verschiebung der
Gleitbuchsen mit den Abdeckble; hen wird außen durch Arretierschienen 5a und 5b
begrenzt, und durch die Verstellung beider
Arretierschienen ist
jede Einstellung der schrägen Einwirkung auf das Waschgut möglich, leas bis zu einem
Aufhören oder gar darüber hinaus bis zu einer der normalen Förderrichtung entgegengesetzten
Wirkung führen kann.
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Bei einer starren Führung der Stampferspindel. wie sie beispielsweise
in einer Ausführung mit fester Gleitbuchse bekanntgeworden ist, würde der Stampfer
dauernd, hauptsächlich aber im Bereich der Totpunktstellung der Kurbel und demnach
auch zur Zeit des höchsten Preßdruckes des Stampfers, eine Reibbewegung zwischen
Stampfer und Waschgut ausführen. Diese würde einerseits zu einer Beschädigung des
Waschgutes (Abreißen von Knöpfen, Spitzenansätzen u. dgl.) und andererseits zu einer
übermäßigen Biegungsbeanspruchung der Stampferspindel führen. Bei der beweglichen
Anordnung der Führungsorgane nach vorliegender Erfindung ist diese unerwünschte
Beanspruchung zu vermeiden, da der Stampfer vor Erreichen der unteren Preßstellung
der Weiterbewegung der Kurbel nicht zu folgen gezwungen ist, sondern vom Zeitpunkt
an, wo ein mäßiger Preßdruck erreicht ist, bis zum Aufwärtsgang lediglich eine Druck-
und Kippbewegung ausführt und dabei den Preßdruck steigert, ohne eine Reibung durch
waagerechte Verschiebung auszulösen.
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ach der vorliegenden Erfindung sind die Stampfer in mehreren Gruppen
hintereinander angeordnet, wobei die benachbarten Gruppen so dicht nebeneinander
oder in der Projektion zur Grundfläche des Behälters so versetzt sind, daß sie alle
Stellen des Behälterbodens bz-w. des darauf ruhenden Waschgutes erreichen. Auch
sind sie in der Kurbelstellung so versetzt, daß sie nichtgleichzeitig, sondern nacheinander
die Wäsche kneten und aufschwemmen. Dadurch wird vermieden, daß eine unkontrollierbare
Flutung der Flüssigkeit entsteht, ~vic sie durch zeitlich gleiche und übereinstimmende
Bewegung einer Vielzahl von Stampfern entstehen würde. Weil die aufwärts gehenden
Stampfer das Waschgut den nächsten Stampfern zuleiten, von denen es bei ihrem Abwärtsgang
erfaßt wird, ist eine gleichmäßige Förderung des UWaschgutes gewährleistet.
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Eine Unterstützung der beschriebenen Förderwirkung durch die normale,
der N%'äschereiiiigut;`-dienende Tätigkeit der Stampfer erfolgt auch durch die Art,
wie die Flüssigkeit in den Arbeitsbehälter einströmt. Wie aus Abb. t und dem vergrößerten
Schnitt von Abb. 5 ersichtlich ist, strömt die der Maschine ständig zugeführte Flüssigkeit
aus den in dem Boden ziemlich regelmäßig verteilten Kanälen t t schräg nach oben
in der FörderriAitung des Waschgutes, wobei der Eintrittswinkel den Grad der Förderwirkung
durch dieses 'Mittel bestimmt. Wie aus Abb.5 hervorgeht, befindet sich in dem Kanal
« das darin drehbar angeordnete. in seiner Länge gleichmäßig gelochte Rohr 12. Der
Kanal t ( ist in Cbereinstimmtuig mit den Löchern des Rohres 12 geschlitzt, und
dieser Schlitz ist so breit gehalten, daß durch die Drehverstellung des Rollres
12 eine genügend große Änderung des \eigttngs%vinkels der @lii>si@k;itseinstriimung
und damit der Fördenvirktnig crf;)l;cn kann.
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Die Anpassung der YIihenstelltuth der Stampfer an die Wasserstandsh,ihe
erfolgt durch eine Verlängerung oder Verkürzung der geteilten Stampferspindeln mittels
der rnit Gewinde versehenen Büchsen Für die intensive Schmutzausscheidung aus Wäsche
und Maschine, deren Wichtigkeit für die Verbesserung des Naschprozesses in der Einleitung
bereits unterstrichen wurde, ist es das besondere Merkmal vorliegender Erfindung
gegenüber der Arbeitsweise der bisherigen Trommelwaschmaschine, da(-') i%-ähi-end
des Arbeitsvorganges einmal der Schinutz dur,- h wiederholtes Auspressen seitens
der Stampfer aus der Wäsche und gleichzeitig durch den gelo: hten Boden aus der
Maschine ausgesondert und das andere Mal verhindert wird, daß die so ausgeprel@tc
Wäsche ausschließlich die in jeder Arbeitsabtciltnig bcfiitdliche Schmutzflüssigkeit
erneut aufnimmt. Statt dessen soll gleich nach dem jeweiligen Auspressen das Gewebe,
das durch die Aussonderung von Flüssigkeit aufsaugfähig geworden ist, mit der dauernd
zugesetzten, frischen Flüssigkeit in direkten Kontakt gebracht werden, damit es
vorwiegend diese frische Flüssigkeit schwammartig aufsaugt. Daneben muß der leichte
Schmutz, der sich, ebenso wie manche Wäschefusseln, an der Überfläche der Flüssigkeit
und im Seifenschaum ansammelt, fortlaufend oben abgeführt werden, da jede =ltissonderun-
nach unten, lvenn sie überhaupt m%iglich wäre, durch das Gewebe der Wäsche tüliren
« iirde, was auf Grund der Filterwirkung eine criictitc Beschmutzung der Wäsche
zur Folge hätte.
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Die Lösung aller dieser Aufgaben geschieht il: sinnreicher Weise unter
Ausnutzung der natürlichen Knetarbeit der Stampfer und der ohnehin ständig zufließenden
frischen Flüssigkeit in folgender Weise: Der durch die `\'asclnnittel gelöste Schmutz
wird durch das Kneten der Stampfer 2 aus der Wäsche entfernt tind i% ürde irn normalen
Falle in die freie Flüssigkeit im Arbeitsbehälter übergeführt. Durch die Lochung
des Bodens t j im Wirkungsbereich der Stanillfer und Anordnung von untereinander
vcrbtnideneii li,innncrii 16, 16' usiiunterhalb der gcloclitcti 1= lli: hcii des
.Bodens 15 nimmt die durch den 1)t-ti: h der Stampfer ausgepreßte, stark schmutzhaltige
Flüssigkeit den natürlichen Weg in diese Kammern 16, i\ obci der schwere lose Schmutz
und S,-Iiinnl7S;lil2tmni das Bestreben haben, sich am Boden anzusammeln. Dieses
gilt vor allem von dem Atifangssttiditini des Waschprozesses, wo eine hohe, Sclitiititzkonzciitt-atioti
besteht, also im Einweich- oder VorwasAibad. 1,:s ist zweckmäßig, ztiniindc@@t aus
den Kammern dieser Abteilungen. aber- auch ;Tiden ersten K.211111ncrn 16 der Waschabteilung,
deii S,- linititz ins Freie zti befördern, wofür nach Abli. t die iillnun@en t,.-
vorgesehen sind. Die lieidcii i iltntuizgcn i 5 und t9 sind für die Zuleitung der
Flüssil;kcit zum Kreislauf über den L'inlattflicliiiltci- 2o (Abb. 3) gedacht, hei
der ebenfalls eine :@usschcidun@ von ]:>sein Schinutz
und SchmutzsAllamin
am unteren Ende des überlanf52titleilS 2 i und am Boden 22 der Kammer 23 des t-mlaufbehälters
20 (Abb. 3) erfolgt. Diese Ausscheidung wird in beiden Fällen am tiefsten Punkt
durchgeführt, wa eine Richtungsänderung der Strömung bei gleichzeitiger Querschnittsvergrößerung
die Aussonderung begünstigt.
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Die für den AblatS vorgesehenen Schlammventile erhalten z\%-cckinäßig,
wie es beim Schlammventil 2,1 in Abb.3 gezeigt ist, drei Einstellungen, und zwar
für wenig beschmutzte, normal beschmutzte und stark beschmutzte Wäsche, so daß je
nach dem Grad der Beschmutzung die Ventile oder Hähne weit gciiug geöffnet werden
können. Da der Umlaufbeliä]tCr 2o alle ausgeschiedenen S: hmutzflüssigkeiten selbsttätig
durch eine gleiche Menge frischer Flüssigkeit ersetzt, würde man durch einfache
zentrale Einstellung sämtlicher Schlammventile eine als halbautomatisch anzusprechende
Anpassung der Flüssigkeitserneuerung 'an den veränderten Beschmutzungsgrad der Wäsche
.erreichen können.
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Für die Aussonderung des leichten Schmutzes ist am l-:nde der Arbeitsabteilung
in Höhe des Flüssigkeitsspiegels eine hohle Leiste 25, die in senkrechter Richtung
je nach der Höhe des Flüssigkeitsspiegels verstellbar ist oder durch Schwimmer selbsttätig
in dieser Höhe gehalten werden kann, angeordnet, durch die die Oberfläche in der
ganzen Breite der Abteilung fortlaufend abgesaugt wird. :eben der Schmutzausscheidung
als solcher sorgt diese Vorrichtung au, `h dafür, daß eine Übertragung der leichten
S; hmutzst,)tfe von Abteilung zu Abteiluni; durch die obere Wringerwalze 13' unterbleibt.
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Wie vorher beschrieben, übt der Stampfer nach erfolgtem Auspressen
der Wäsche beim Aufwärtsgang eine Saugwirkung aus, die die eben ausgepreßteWäsche
auflockert und sieh ausdehnen läßt. An dieser Stelle: strömt aus einem im Boden
des Behälters angebrachten Kanal i i dauernd frische Flüssigkeit unter Druck najh
oben, verdrängt die Schmutzflüssigkeit und veranlaßt nun die ausgepreßte und sich
ausdehnende Wäsche, sich sofort nach dem auspressen mit der zugesetzten frischen
Flüssigkeit vollzusaugen.
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Durch diese Anordnung wird die vorstehend geschilderte, für den Waschgang
so wichtige Aufgabe des schnellen Eindringens der frischen Flüssigkeit in das Gewebe
auf natürliche, sinnreiche Weise ohne zusätzliche Vorrichtungen und ohne Einschaltung
zusätzlicher Funktionen voll gelöst. Das Ergebnis der beschriebenen Anordnung ist
eine Verbesserung der Reinigungswirkung, eine Verringerung der Arbeitsdauer und
dadurch eine Erhöhung der Faserschonung.
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Gleichzeitig mit der Bearbeitung des Waschgutes durch die Stampfer
erfolgt durch die der Erfindung zugrunde liegende Bewegung eine Förderung des Waschgutes
von der ersten Gruppe Stampfer zur nächsten usiv. Die letzte Gruppe der jeweiligen
Arbeitsabteilung befördert das Waschgut zu einem Wringer i_3, der zwischen dieser
Arbeitsabteilung und der nächsten angeordnet ist und so tief liegt, daß die Kontaktlinie
zwischen den beiden Wringerwalzen 13' und 13" unterhalb des Flüssigkeitsspiegels
gelegen ist.
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Der Wringer nimmt die ganze Breite des Behälters ein, s_) clal3 er
die beiden benachbarten Abteilungen voneinander trennt. Hierdurch sowie durch die
Sperrleiste 26 unterhalb des Wringers und den ständigen Abfluß der Schmutzflüssigkeit
aus der Kammer 27 durch die Öffnung 19 kann ein Vermischen der Flüssigkeiten beider
bena-hbarter Abteilungen nicht stattfinden. Aus dem gleichen Grunde ist auch der
Wasserspiegel in allen Abteilungen derselbe, während die unterschiedliche Höhe des
effektiven Wasserstandes in den einzelnen Abteilungen, wie sie der einwandfreie
Waschprozeß erfordert, durch verschieden hohe Anordnung der gelochten Zwischenbaden
15 erreicht wird. Abgesehen davon, wird auch die als einzige selbsttätige Steuerung
in Betracht kommende Regelung des Wasserstandes durch die Schaffung eines einheitlichen
Flüssigkeitsspiegels wesentlich vereinfacht.
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Der Wringer 13 hat die Aufgabe, die in dem Waschgut enthaltene Schmutzflotte
(je Kilogramm ehva 3 1) nicht insgesamt in das nächste Wasch-oder Spülbad zu übertragen,
sondern von dieser Schmutzflotte soviel wie möglich auszuwringen und in die vorhergehende
Abteilung zurückgelangen zu lassen. Dieser Vorgang hat gleichzeitig den Zweck, das
Waschgut für die schnelle Aufnahme von frischer Flüssigkeit in der nachfolgenden
Abteilung bereitzumachen. Ähnlich wie im Arbeitsbereich der Stampfer und mit dem
gleichen Zweck ist an der Austrittsstelle aus dem Wringer ebenfallsi eine Zufuhr
frischer Flüssigkeit vorgesehen, damit das soeben durch den Wringer ausgepreßte
Gewebe in Kontakt mit dieser frischen Flüssigkeit gebracht wird. Wie aus Abb. 1
ersichtlich ist, wird das aus dem Wringer austretende Waschgut durch eine Führung
29 in die anschließende Arbeitsabteilung geleitet. Diese Führungsleiste 29 stellt
einen in der ganzen Länge der Wringerwalzen verlaufenden, schräg nach oben in Förderrichtung
des Waschgutes gelochten Kanal dar, durch den die frische Flüssigkeit ständig zuströmt
und folglich das durch den Wringer ausgepreßte und saugfähig gemachte Waschgut tränkt.
Die tiefe .Lage der Wringer mit der Kontaktlinie der Walzen unterhalb des Flüssigkeitsspiegels
verhindert ein Auftauchen der Wäsche aus der Flüssigkeit und damit ihre Berührung
mit dem leichten Schmutz und dem schmutzigen Seifenschaum an der Oberfläche der
Flüssigkeit. Die bereits beschriebene Absaugung des Wasserspiegels durch die hohle
Leiste 25 verhindert gleichzeitig eine Übertragung des leichten Schmutzes durch
die obere Wringerwalze 13'.
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Der Wringer am Ende der letzten Arbeitsabteilung befördert das Waschgut
zu einem Höhenförderer 1.1, der die Aufgabe hat, die Ablieferung des Waschgutes
aus der Maschine zu bewerkstelligen, der aber ebensogut dazu dienen könnte, den
Transport des Waschgutes von einem Arbeitsbehälter zu einem anderen oder aus der
Waschanlage in eine andere, der weiteren Bearbeitung
dienende Maschine
zu veranlassen. Dabei ist es wichtig, daß das Waschgut gelockert und gleichmäßig
verteilt auf den Höhenförderer und durch diesen zu dem letzten, am Ende des Höhenförderers
angeordneten Wringer gelangt. Es darf also dem Waschgut nicht überlassen werden,
sich vor dem Höhenförderer anzustauen, um von diesem stoßweise mitgenommen zu werden.
Aus diesem Grunde ist der Höhenförderer 14 so nahe an den Wringer heran verlegt
und so tief gelagert, daß der Wringer das Waschgut über die Führungsleiste 30 direkt
auf das untere Ende des Höhenförderers schiebt. Unterstützt wird diese Wirkung durch
die in Förderrichtung schräge Einführung frischer Flüssigkeit mittels der Leiste
3o, die zu diesem Zweck als Zufuhrkanal ausgebildet ist.
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So sorgfältig die Zufuhr des Waschgutes von der letzten Stampfergruppe
zum Wringer, von diesem zum Höhenförderer und von diesem wiederum zum letzten Wringer
für die endgültige Ablieferung auch erfolgen mag, so bleibt es doch nicht aus, daß
die Dicke der Wäscheschicht in der Breite des Wringers immer noch Unterschiedlichkeiten
aufweist, die die Federung des massiven Gummibelages der üblichen Wringerwalzen
nicht ausgleichen kann. Selbst das einzelne Wäschestück hat bisweilen dicke Stellen
(Taschen, Rockkragen, Armel), die stärker auftragen und durch den massiven Gummibelag
mehr gepreßt werden als die dünneren Schichten. Um hier einen vollkommenen Ausgleich
zu schaffen und unbedingt zu der gleichmäßigen Ausscheidung der Flüssigkeit zu gelangen,
die vor allem für die gleichmäßig feuchte Ablieferung so wichtig ist, bestehen beide
oder eine der Wringerw°alzen aus einer Anzahl sog. Luftreifen, wie aus Abb.4 ersichtlich
ist. Eine Anzahl nebeneinander angeordneter elastischer Reifen 31 enthält innen
elastische Schläuche 32, die mit Druckgasen, Druckflüssigkeiten oder Druckbreien
gefüllt und durch die öffnungen 33 untereinander mittels der hohlen Welle 34 verbunden
sind. Das Aufpumpen der Schläuche erfolgt durch das gemeinsame Ventil35 am 'Ende
der Wringerwalze.
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Außerdem ist es zweckmäßig, die Stäbe, aus denen der Höhenförderer
besteht, mit elastischem Belag oder hohlen elastischen Leisten 37 zu versehen, wodurch
eine zusätzliche Anpassung an etwaige Ungleichmäßigkeiten der Wäscheschicht gegeben
ist.
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Die gemäß der Erfindung vorgesehene Regelung der Flüssigkeitserneuerung
benutzt die ausgeschiedene Flüssigkeitsmenge als Grundlage für die Zufuhr frischer
Flüssigkeit. Zur Regelung dieser Zufuhr ist mit der einzelnen Arbeitsabteilung ein
Umlaufbehälter 2o nach Abb. 3 durch den Rohrstutzen 21 verbunden. Der Umlaufbehälter
hat Artschlüsse 39 für die Zuführung der verschiedenartigen benötigten Flüssigkeiten,
wie Wasser, Seifen- und Sodalauge, Waschblau usw. Die Flüssigkeiten Hießen dem Umlaufbehälter
2o aus entsprechender Vorratsbehältern oder Druckleitungen durch Schwimmerventile
4o zu, und zwar in den vorbereiteten Zusammensetzungen und den Temperaturen, wie
sie für die jeweiligen Arbeitsabteilungen vorgeschrieben sind. Am unteren Ende des
die Schwimmerventile 4o aufweisenden Behälters 2o ist bei 38 eine Pumpe angeschlossen,
die die Flüssigkeit ansaugt und in die Arbcitsabteilung drückt und damit einen Kreislauf
von der Waschmaschine über den Umlaufbehälter zurück zur Maschine schafft. Der Rückfluß
von der Maschine kann erst erfolgen, wennder Flüssigkeitsspiegel in der Maschine
diedurch das Standrohr 21a als Überlauf im Stutzen 2 t bestimmte Höhe erreicht hat.
Diese Höhe läßt sich durch die senkrechte Verstellung des Standrohres 21a beliebig
einstellen. Es ist offensichtlich, daß durch den Umlauf der Flüssigkeitsspiegel
in der Maschine stets selbsttätig auf der dem Standrohr 21a entsprechenden Höhe
gehalten wird. Würde keine Flüssigkeit ausgeschieden, so würde ständig so viel Flüssigkeit
aus der Maschine dem Umlaufbehälter zufließen, als die Pumpe vom Umlaufbehälter
zur Maschine zurückbefördert.
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Weil die verschiedenen Schlammventile ständig eine bestimmte Flüssigkeitsmenge
aus dem Kreislauf der Flüssigkeit ausscheiden, werden die Schwimmerventile 4o geöffnet
und so lange offen bleiben, bis ein Ausgleich der ausgeschiedenen Flüssigkeit erreicht
ist. Zur selbsttätigen Regelung der Zufuhr der einzelnen Bestandteile, aus denen
sich die zuzusetzende Flüssigkeit zusammensetzt, sind die dafür vorgesehenen SChw"linm(,rventile
4o so unterschiedlich im Querschnitt, wie cs den einzelnen Zusätzen ungefähr entspricht.
Soll z. B. die frische Flüssigkeit aus etwa 3 Teilen Seifenlauge und 1 Teil Sodalauge
bestehen, so wird das Seifenventil zweckmäßig etwa den dreifachen Querschnitt des
Sodaventils habcii. Der Ventilhub ist für alle Ventile gleich, damit die senkrechte
Verstellung der Ventilspindel durch den Schwimmer und damit der Grad der Ventilöifiiung
für alle Ventile gleichbleiben, solange der Scbw-imnicrhebelarfn der Ventile gleich
ist.
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Durch waagerechte Verstellung der Buchsen 4 1 mit den Schwimmerstangen
42, die durch eine Rolle 43 in dem geschlitzten Hebel 44 lose geführt werden,
läßt sich der Hebelarm, an dem die Schwimmer 45 auf das zugehörige Schwimmerventil
40 Wirken, verändern. Es ändert sich dann auch der Ventilhub im Verhältnis zum Schwimmerhub.
Hat z. B. der Schwimmer, der das Seifenventil betätigt, einen Hebelarm von 20 ein
und das Sodaventil einen solchen von 3o cm, so wird sich das Seifenventil beim Fallen
des Wasserspiegels uni den f 0fachen Hub des Sodaventils öffnen. Dieser Vorgang
ist durch die verschiedene Stellung der Schwimmerhebel in Abb.3 ersichtlich. Demnach
kann man durch Verändern des Schwimmerhebelarmes das Verhältnis des Zusatzes der
einzelnen Flüssigkeitsbestandteile auch während des Betriebes der Maschine beliebig
verändern. Es ist also möglich, nachträglich jeder Änderung der Waschvorschrift,
die eine unterschiedliche Zusammensetzung der Waschflüssigkeit vorsieht, durch einfache
waagerechte Verstellung der S; hirimmer Rechnung zu tragen.
Damit
diese beabsichtigte Regelung eintreten kann, ist es erforderlich, cl-il.) bei unterschiedlichen
Hebelarmen 44 alle Ventile 40 in der waagerechten Lage der Hebel geschlossen sind.
Diese Einstellung läßt sich durch Ajustierung des Zahnsegments 46 bewerkstelligen.
Aus dem in Abb.3 gezeigten Beispiel ersieht man, dal5 sich bei entgegengesetzter
äußerster waagerechter Verstellung der Schwimmer das vordere Ventil 4o um den Winkel
x und das dahinterliegende Ventil 4o um den Winkel y geöffnet hat. In dieser Stellung
würde nach dem Beispiel das vordere Ventil ungefähr doppelt so weit geöffnet sein
wie das hintere Ventil. Die umgekehrte äußerste waagerechte Verstellung der Schwimmer
würde dieses Verhältnis von 1 : 2 in ein solches von 2 : i verändern, so daß eine
Verstellmöglichkeit innerhalb dieser weiten Grenzen bestände.
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Der höchste und niedrigste Flüssigkeitsstand sind in Abb. 3 mit HW
(höchster Wasserstand) und NW
(niedrigster Wasserstand) bezeichnet. Die Höhe
des Wasserstandes kann nach Art des Waschgutes erheblich schwanken, weshalb die
diesbezüglichen Maße in den Abb. t und 3 nur als Ausführungsbeispiel anzusehen sind.
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Bei den bisher in Wäschereien zur Verwendung kommenden Trommelwaschmaschinen
erfolgt die Ausscheidung des nach der Reinigung im Waschgut zurückgebliebenen Wassers
bis zu einem Grad von 50 bis 6o0,`o des Trockengewichtes der Wäsche durch
anschließendes Ausschleudern in Zentrifugen. Bei der der Erfindung zugrunde liegenden
Waschanlage wird mit dem ähnlichen Zweck das zurückgehaltene Wasser zum Teil durch
den am Ende des Höhenförderers 14 angeordneten Wringer ausgeschieden, doch ist im
allgemeinen der Wirkungsgrad des Wringers nicht so groß wie derjenige der Zentrifuge.
Zur Erzielung eines für die Weiterverarbeitung des Waschgutes genügend geringen
Feuchtigkeitsgehaltes ist es daher bei der der Erfindung zugrunde liegenden Waschmaschine
erforderlich, in den meisten Fällen dem Waschgut noch einen Teil der verbliebenen
Feuchtigkeit zu entziehen. Die gleiche Notwendigkeit besteht auch, und das gilt
ebenso von der bisherigen Trommelwaschmaschirie, in den Fällen, wo die Wäsche vollkommen
trocken zur Ablieferung kommen soll. Für die Zwecke dieser zusätzlichen Wasserausscheidung
wird der Waschanlage nach vorliegender Erfindung ein an sich bekannter, kontinuierlich
arbeitender Trommeltrockner h angegliedert. Dieser Dauertrockner mit geneigter Trommelachse,
der an dem höher gelegenen Ende die Einfüllöffnung und an dem entgegengesetzten
Ende die Entleerungsöffnung hat, befördert durch seine schräge Trommellage das Trockengut
selbsttätig von der Einfüllöffnung zur Entleerungsöffnung und liefert das Trockengut
ebenso selbsttätig, am zweckmäßigsten auf ein am Ende des Trockners angeordnetes
Förderband, ab.
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Zur Erzielung höchster Wirtschaftlichkeit bei der Überführung der
Wäsche von der Waschanlage zum Trockner, und zwar ,sowohl mechanisch in bezug auf
Arbeitsaufwand als auch wärmetechnisch im Hinblick auf Wärmeverluste, befindet sich
der Trockner so nahe hinter der Waschanlage und so tief angeordnet, daß er das Trockengut
von dem über den Wringer hinaus verlängerten Höhenförderer 14 direkt oder mittels
kurzer Schütte empfängt. Der Wegfall der bisher nach Beendigung des Waschprozesses
erforderlichen Handbetätigung und deren Ersatz durch eine mechanische L'berführung
des Waschgutes von der Waschanlage zum Trockner ermöglicht es der Waschmaschinen-Anlage
nach vorliegender Erfindung, das Waschgut bis zuletzt bei einer dem Gewebe zuträglichen
Höchsttemperatur zu spülen. Dadurch wird der Trockner stark entlastet und die Trockendauer
abgekürzt. Wärmeausstrahlungen werden durch die elastische Kappe 47, die sich einer
Änderung des Neigungswinkels der Trockentrommel anpaßt, vermindert.
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Die Kappe 47 hat außerdem den Zweck, ein Ansaugen kalter Raumluft
durch die Einfüllöffnung des Trockners zu verhindern, und bewirkt im Gegenteil,
daß der an der Einfüllöffnung des Trockners bestehende Unterdruck dazu dient, die
aus der heißen Wäsche am Ende der Waschanlage und beim Übergang zum Trockner aufsteigenden
Wrasen und Dämpfe abzusaugen.