DE51201C - Maschine zum Poliren der Schuhsohlenränder - Google Patents
Maschine zum Poliren der SchuhsohlenränderInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D95/00—Shoe-finishing machines
- A43D95/22—Machines for burnishing the edges of soles, with or without devices for edge-indenting
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 71: Schuhwerk.
in LEICESTER (England).
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Maschine zum Glätten und Poliren
von Schuhsohlenrändern. Auf der Zeichnung ist dieselbe in Fig. 1 bis 10 mit ihren Einzelheiten
dargestellt.
Es zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht der vollständigen Maschine,
Fig. 2 eine Excenterstange mit einer am Ende gezahnten Pleuelstange,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Schuhhalters der Maschine,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine abgeänderte Einrichtung eines Schuhhalters,
Fig. 5 die Ansicht eines Theiles des Schuhhalters,
Fig. 6 einen Längsschnitt durch die Sohlenplatte des Sohlenhalters,
Fig. 7 eine Seitenansicht des Polirwerkzeuges,
Fig. 8 eine Stirnansicht derselben;
Fig. 9 ist eine obere Ansicht der hauptsächlichen Bewegungsmechanismen der Maschine,
Fig. 10 eine Seitenansicht des oberen Theiles der Maschine.
Der Antrieb der Maschine findet von der Riemscheibe / statt, welche auf der Hauptwelle
H befestigt ist. Von dieser Welle wird vermittelst Schneckenradgetriebes G und F die
stehende Welle E gedreht. Diese Welle ist unten in der Grundplatte des Maschinengestelles,
oben in einem entsprechenden Arm desselben gelagert. Oberhalb dieses Armes ist auf die Welle die Excenterscheibe Z), Fig. 2,
aufgekeilt, welche mit einem Schlitz versehen ist, in dem der Kurbelzapfen Cl vermittelst
Schraubenführung bewegt und dessen Excentricität mithin innerhalb gewisser Grenzen
beliebig verändert werden kann. Mit dem Kurbelzapfen steht eine Pleuelstange B in Verbindung,
welche an ihrem einen Ende zahnstarigenartig ausgebildet ist. Dieses Zahnstangenende
befindet sich in Eingriff mit dem auf den Maschinentisch gelagerten Zahnrad b\
auf dessen Achse α1 zu gleicher Zeit sich eine gabelförmige Führung C für die Zahnstange B
befindet. Die hin- und hergehende Bewegung des gezahnten Pleuelstangenendes wird durch
diese Einrichtung in eine oscillirende Bewegung des Zahnrades b1 bezw. der Achse des
letzteren al umgesetzt.
Eine solche Bewegung wird auch dem auf der senkrechten Achse a1 oberhalb des Tisches 3
befindlichen Zahnrade A mitgetheilt werden. Dieses Zahnrad greift nun seinerseits in ein
gezahntes Gestänge 5, Fig. 9, ein, welches die Form einer Thoröffnung besitzt, d. h. aus
zwei gezahnten geradlinigen Schenkeln und einem dieselben verbindenden gezahnten Halbkreise
besteht. Dieses eigenartige Zahnstück erhält von dem eingreifenden Zahnrad A eine
ebenfalls schwingende Bewegung, welche jede einzeln sich zusammensetzt aus einer geradlinigen,
einer halbkreisförmigen und noch einer geradlinigen Strecke.
Geführt wird der gezahnte Maschin entheil 5 durch den oberhalb desselben befindlichen
Schlitten 4, welcher in Nuthen der Tischplatte 3 eingreift. Diese ganze Anordnung des Mechanismus
ist jedoch nicht Gegenstand des Patent-Anspruches, weil sie bereits vielfach bei ähnlichen
Maschinen in Anwendung sich befindet, wo sie, wie im vorliegenden Falle, ebenfalls
zur Hervorbringung von Bewegungscurven dient, welche den Umrissen von Stiefelsohlen im allgemeinen
entsprechen.
In Verbindung mit dem gezahnten Theil 5 steht die Platte 6, in welcher mit Hülfe einer
Kopfschraube der Schuhhalter J befestigt ist. Dieser Schuhhalter besteht aus einem senkrecht
stehenden Schaft, auf welchem der ebenfalls auswechselbare eiserne Leisten L sich befindet.
Letzterer besitzt eine dem Vordertheil des zu bearbeitenden Schuhes N angepafste Form,
Fig. 5 und 6.
Um das Auswechseln bequem und leicht und zu gleicher Zeit eine gute Befestigung,
Festsitzen der Leisten L an ihrem Schaft, zu bewirken, befindet sich in den ersteren ein
eingeschraubter vierkantiger Stift Z1 und ein vierkantiges Loch, in welch letzteres der in
den oberen Theil K des Schaftes eingeschraubte Stift s pafst, während der erstere in
ein entsprechendes Loch des. Halters gesteckt wird, Fig. 6.
Ein riegelartiger Schieber Z4, gegen den eine Spiralfeder Z5 drückt, greift sperrend in den
Stift Z1 ein. Soll die Sohlenplatte L ausgewechselt werden, so wird der Sperrriegel Z4
mit Hülfe eines hakenförmigen Schlüssels, der durch das Loch Z2 in die Vertiefung Z3 des
Riegels gesteckt wird, zurückgezogen und schnappt nach Einsetzen einer neuen Platte
wieder in den Einschnitt des Bolzens Z1 ein.
Das zum Bearbeiten der Sohle nothwendige stramme Festhalten derselben gegen ihre Unterlage
wird durch Andrücken des Stempels m5, Fig. 3, besorgt. Dieser Stempel befindet sich
an dem einen Ende eines gleicharmigen Hebels U, an dessen anderem Ende ein regulirbarer
Druck durch Drehung einer Hülse erzeugt wird, welche mit rechts- oder linksgängigem
Muttergewinde versehen ist, um die Zugstange m'2 zu verlängern oder zu verkürzen.
Der Hebel U hat seinen Drehpunkt bei M in einem Bolzen, welcher durch zwei
in der Grundplatte J des Schuhhalters drehbar gelagerte Gelenkstangen geht. Der Stempel wz5
kann daher leicht jeder beliebigen Gröfse eines zu bearbeitenden Schuhes entsprechend verstellt
werden.
Eine Abänderung des Schuhhalters ist in Fig. 4 dargestellt. Hier findet die Uebertragung
des Druckes auf den Stempel ms mittelst
einer in der Grundplatte des Schuhhalters gelagerten Schraubenspindel statt, welche durch
das Handrad P gedreht wird. Die in der Grundplatte geführte Mutter h1 wird durch
Drehung der Spindel in dem einen oder anderen Sinne bewegt. Wird das Handrad im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers gedreht,
so drückt die Mutter hl gegen das Ende o2 eines Hebels, so dafs das andere, mit
einem Röllchen versehene Ende o1 gegen das
mit einer Curvenbahn versehene Ende des ungleicharmigen Hebels 0 drückt, an dessen anderem
Ende der Stempel m5 sich befindet, der die Sohle des betreffenden Schuhes auf ihrer
Unterlage festklemmt.
Der Sohlenrand des so fest eingespannten Schuhes oder Stiefels wird nun durch das
Polirwerkzeug oder Polireisen Q bearbeitet. Dasselbe ist nicht nur nach der Dicke der Sohlen
veränderlich, sondern es ist auch derart verstellbar und elastisch eingerichtet, dafs es selbst
bei der allseitig geschwungenen Form, welche die gewöhnlichen Schuhsohlen besitzen, immer
selbstthätig gegen den zu polirenden Rand der Sohle geprefst wird. Aufserdem erhält das
Polireisen Q noch eine schwingende Bewegung in Richtung der Sohlenkante, welches die polirende
Wirkung desselben bedeutend erhöht.
Der Polireisenhalter ist folgendermafsen zusammengesetzt:
An dem äufsersten Ende des Armes 1 des
Maschinengestelles ist der Rahmen 8 drehbar gelagert. Am oberen Ende desselben hat der
Hebel 7, an dessen vorderem Ende sich der Handgriff 7a und an dessen hinterem Ende
das Gegengewicht 7 verstellbar befestigt ist, seinen Drehpunkt. Neben dem Handgriff γΆ
befindet sich der Vorsprung 7b, welcher den
Ausschlag des Hebels 7 nach oben begrenzt, indem er an die obere Platte des auf dem
Tischgestell befestigten Ständers 7° schlägt.
Unten in dem verstärkten Theile des Hebels 7, welcher den Vorsprung yb trägt, ist
der Winkelhebel 15 drehbar gelagert. Dieser trägt an dem vorderen Ende das Polireisen Q,
an dem hinteren greift der Winkelhebel 15 in die Nuthenscheibe 18, welche ihm und damit
dem Werkzeug selbst in bekannter Weise eine schwingende Bewegung in waagrechter Richtung
mittheilt.
Das Werkzeug selbst ist mit dem Winkelhebel 15 elastisch verbunden, in der Art, wie
■ Fig. 7 und 8 zeigen. Die mit Hülfe eines Vierkants in Verbindung gebrachte Verlängerung
16 des Winkelhebels 15 trägt einen Bügel, in welchem das Hebelchen S schwingen
kann. Am vorderen Ende desselben ist die Gabel Q drehbar mit ersterer verbunden,
an welcher unmittelbar das auswechselbare Polireisen R mittelst Kopfschräubchen befestigt
ist. Dieses Polireisen hat unterhalb den Vorsprung V, welcher sich beim Bearbeiten an
die untere Fläche des Sohlenrandes legt; oben
befindet sich das Plättchen W1, welches durch
eine in W geführte Stellschraube X gegen die obere Fläche des Sohlenrandes gedrückt wird,
so dafs eine sichere Führung des Polireisens erreicht wird. Die Gabel Q steht an jedem
Ende ihrer beiden Ausläufer mit einer Spiralfeder S1, welche das Polireisen senkrecht gegen
den Sohlenrand drückt, in Verbindung. Das elastische Gegendrücken des Vorsprunges V
gegen die untere Fläche des Sohlenrandes (entsprechend der umgekehrten Lage des eingespannten
Schuhes) findet durch die Wirkung der Spiralfedern U und T statt.
Der Antrieb der Nuthenscheibe 18, welche
dem Polireisen die schwingende Bewegung mittheilt, geschieht durch Riemen 20, Riemscheibe
19, Riemen 21 von der Antriebswelle
H in gewöhnlicher Weise.
Die Verstellbarkeit des Rahmens 8, bedingt durch die verschiedenartige Breite der einzelnen
Sohlen, wird vermittelst Hebels 9, Zugstange 10 und Hebels 11 bewirkt, indem die
in dem Bock 12, Fig. 1, gelagerte Welle des letzteren mit einem auf der Zeichnung nicht
sichtbaren Fufstritt in Verbindung steht.
Noch ist zu erwähnen, dafs der elastische Druck des Werkzeuges durch die Feder 13
verstärkt wird. Diese Feder, einerseits am Ständer 7c, andererseits am Haken \2 befestigt,
ist .in ihrer Spannung durch das Handrädchen \λ zu reguliren. Dadurch, dafs d"er Arm ^,
in welchem der Haken ^2 festgehalten wird,
mit dem Rahmen 8 in Verbindung steht, wird dieses nach dem Arbeitsstück hin geprefst.
Zur weiteren und besseren Regulirung der Spannung von Feder 13 ist die Stellvorrichtung
Y Y1 Y2 Ys fest an dem Ständer 7c angebracht.
Durch die erwähnten Einrichtungen wird ein vollkommenes Anpassen an die verschiedensten
Arbeitsstücke gewährleistet.
Da man auf den Sohlenhalter J7 Fig. 1,
anstatt der Sohlenplatte L auch eine Platte aufsetzen könnte, welche als Unterlage für die
Absätze von Stiefeln dient, könnten auch diese in der oben erwähnten Weise bearbeitet
werden.
Der Schuh wird mit der Sohle nach oben eingespannt, und es ist also aus Fig. 7 und 8
der Zeichnung erklärlich, dafs das mit der Schraube χ verstellbare Werkzeug W1 mit
seiner Unterfläche den oberen Rand der Schuhsohle polirt, während die mit einer Nase versehene,
senkrecht nach abwärts gehende Vorderkante V des Werkzeuges jR die Seitenkante
und Ecke der Schuhsohle polirt.
Claims (2)
1. Eine Maschine zum Poliren der Sohlenränder, bei welcher das polirende Werkzeug
einen durch die Schraube χ (Fig. 7 und 8) in seiner Höhe verstellbaren Winkel
bildet und mit dem Winkelhebel 1 5 elastisch verbunden ist, welcher seinerseits durch die
Nuthenscheiben 18 in horizontal .schwingende
Bewegung gebracht wird und diese Bewegung auf das Werkzeug überträgt.
2. Bei der unter 1. beanspruchten Einrichtung den Schuhsohlenhalter J mit auswechselbarer
Sohlenplatte L in Verbindung mit dem »am Hebel 0 befindlichen Stem-
'pel Ot5 zum Festklemmen des Schuhwerks.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51201C true DE51201C (de) |
Family
ID=325989
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT51201D Expired - Lifetime DE51201C (de) | Maschine zum Poliren der Schuhsohlenränder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51201C (de) |
-
0
- DE DENDAT51201D patent/DE51201C/de not_active Expired - Lifetime
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