DE511885C - Verfahren zur Darstellung von Formamid - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Formamid

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DE511885C
DE511885C DEB114413D DEB0114413D DE511885C DE 511885 C DE511885 C DE 511885C DE B114413 D DEB114413 D DE B114413D DE B0114413 D DEB0114413 D DE B0114413D DE 511885 C DE511885 C DE 511885C
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DE
Germany
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formamide
formic acid
ammonia
ammonium
hydrogen cyanide
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Expired
Application number
DEB114413D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Reinhold Fick
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Fortnamid Zusatz zum Patent 485989**) In dem Hauptpatent 485 989 und dem Zusatzpatent 510 407 ist ein Verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff beschrieben, bei dem Formamid oder Ammoniumformbat oder Ameisensäure oder Gemische solcher- in Mischung mit Ammoniak oder solches enthaltenden indifferenten Gasen und zweckmäßig in fein verteiltem Zustand unterhalb 4000 über Katalysatoren geführt werden.
  • Es wurde nun gefunden, - daß man im Falle der Anwendung von Ammoniumform(iat oder Ameisensäure oder diese enthaltenden Gemischen hierbei statt Cyanwasserstoff auch Formamid allein oder gemischt mit Cyanwasserstoff erhält, wenn man das Ammoniumformiat in Mischung mit Ammoniak oder solches enthaltenden indifferenten Gasen bei mäßig hohen Temperaturen über Katalysatoren leitet.
  • Es ist nicht erforderlich, von abgeschiedenem Ammoniumformi.at oder reiner Ameisensäure auszugehen, vielmehr kann man auch wäßrige Lösungen dieser Stoffe verwenden. Man arbeitet zweckmäßig bei Temperaturen zwischen ioo bis 20o°. Bei höheren Temperaturen geht ,die Wasserabspaltung teilweise und schließlich vollständig bis zur Bildung von Cyanwasserstoff weiter. Bei der Herstellung von Formamid wird man die Entstehung des letzteren im allgemeinen vermeiden; werden jedoch Temperaturen angewandt, bei denen Formamvd neben Cyanwasserstoff entsteht, so kann man das Formamid leicht abtrennen. Für gewisse Zwecke, z. B. für die katalytische Überführung in Cyanwasserstoff, kann das erhaltene cyanwasserstoffhaltige Formamid ohne weiteres verwendet werden.
  • Als Katalysatoren können solche Stoffe verwendet werden, die die Abspaltung von Wasser begünstigen. Als geeignet haben sich erwiesen Bauxit, Tonerde, Titanoxy:d, Thoriumoxyd, Kieselsäure, Eisenoxyde und andere Metalloxyde, ferner Aluminiumphosphate, Kaolin, Bimsstein, Kieselgur u. a. Die Stoffe können entweder für sich oder in Mischung oder mit Trägern verwendet werden. Die Katalysatoren werden zweckmäßig vor dem Gebrauch auf höhere Temperatur erhitzt. Das gebildete Formamid kann man aus dem Reaktionsgemisch durch stufenweise Kühlung von dem gebildeten und gegebenenfalls bereits vorhandenen Wasser abtrennen. Beispiel I Wasserfreies oder nur wenig Wasser enthaltendes Ammoniumformiat wird in' einem lebhaften Ammoniakstrom bei etwa i4o° verdampft und das Gasgemisch bei 17o° über geglühten Bauxit geleitet. Die Reaktionsgase werden auf etwa 6o° abgekühlt, wodurch sich das entstandene Formamid mit nur wenig Wasser abscheidet. Dann wird das Restgas in einem zweiten Kühler von Wasser befreit und wieder in den Verdampfer zurückgeführt. Beispiele Eine 6oprozentige wäßrige Lösung von Ammoniuinformiat wird im lebhaften Aminoniakstrom verdampft und das Gasgemisch bei 17o° über geglühten Bauxit geleitet. Nach erfolgter Umsetzung werden die Gase durch eine geeignete Kolonne geführt, in der sich nur das entstandene Formamid verflüssigt, während die Wasserdämpfe nachträglich in einem besonderen Kühler niedergeschlagen werden: Das Ammoniäkgas wird, gegebenenfalls nach Durchlaufen eines Vorwärmers oder Wärmeaustauschers, im Kreislauf zurückgeführt. Man erhält fast wasserfreies Formamid in nahezu theoretischer Ausbeute. Gasförmige Zersetzungsprodukte treten kaum auf. Dem umlaufenden Ammoniakgas können andere Gase, wie Luft, Stickstoff, Wasserstoff usw., beigemischt sein.
  • Analog verfährt man bei Verwendung von Ameisensäure statt Ammoniumformiat.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Weiterbildung des Verfahrens des Hauptpatents 485 989h und des Zusatz-Patents 510 407, dadurch gekennzeichnet, daß man zwecks Gewinnung von Formamid hier Ammoniumformät oder Ameisensäure oder diese enthaltende Gemische zusammen mit Ammoniak oder solches enthaltenden indifferenten Gasen bei mäßig hohen Temperaturen über Katalysatoren leitet.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man wäßrige Lösungen von ameisensaurem Ammonium oder von Ameisensäure verwendet.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das gebildete Formamid aus dem Reaktionsgasgemisch durch stufenweise Kühlung von dem gebildeten und gegebenenfalls bereits vorhandenen Wasser trennt.
DEB114413D 1924-06-08 1924-06-08 Verfahren zur Darstellung von Formamid Expired DE511885C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0133590A1 (de) * 1983-07-04 1985-02-27 Unilever N.V. Katalytische Herstellung von Carbonamiden

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