DE510140C - Reinigung von wismuthaltigen Laugen - Google Patents

Reinigung von wismuthaltigen Laugen

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DE510140C DES92248D DES0092248D DE510140C DE 510140 C DE510140 C DE 510140C DE S92248 D DES92248 D DE S92248D DE S0092248 D DES0092248 D DE S0092248D DE 510140 C DE510140 C DE 510140C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B30/00Obtaining antimony, arsenic or bismuth
    • C22B30/06Obtaining bismuth

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Description

  • Reinigung von wismuthaltigen Laugen Es ist bekannt, daß man durch Behandlung wismuthaltiger Rohstoffe mit schwachsauren konzentrierten Lösungen von Alkali- oder Erdalkalichloriden das Wismut in Lösung bringen kann. Aus diesen Lösungen wird es dann entweder durch Zementation auf unedleren Metallen, z. B. auf Eisen, oder durch Zusatz einer Base oder durch Hydrolyse mit Wasser wieder ausgefällt. Die vom Wismut befreite Lauge wird dann im Kreislauf zur Laugung von frischem Rohstoff wieder verwendet, wobei allerdings im Falle der letztgenannten Bi-Fällung durch Hydrolyse das zugesetzte Wasser vorerst wieder verdampft werden muß.
  • Die meisten wismuthaltigen Rohstoffe enthalten jedoch in der Regel noch andere Begleitmetalle, welche bei der Behandlung mit sauren konzentrierten Chloridlösungen gleichfalls in Lösung gehen und je nach ihrem Charakter und dem angewandten Abscheidungsverfahren für das Wismut entweder mit diesem gemeinsam ausfallen oder sich in der zirkulierenden Lauge anreichern und das Lösungsvermögen für Bi beeinträchtigen. Man erhält demnach bei der Anwendung der Chloridlaugungsverfahren auf solche Rohstoffe in den meisten Fällen ein mit Fremdmetallen verunreinigtes Wismutprodukt. welches oft nur auf umständlichem und kostspieligem Wege auf reines Bi oder dessen Verbindungen verarbeitet werden kann.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man die häufigsten Begleitmetalle des Wismuts, wie As, Sb, Sn, Mo, Fe und Mn, auf folgende einfache Weise aus der Lösung abscheiden und dabei vom Wismut trennen kann: Man versetzt die schwachsaure Lösung mit einer solchen Menge eines geeigneten Oxydationsmittels, z. B. KC103, daß alle gelösten Metalle in die höchste Oxydationsstufe übergeführt werden, und stumpft dann den Säureüberschuß mit einem Neutralisationsmittel, z. B. CaCO" ab, bis die Lösung neutrale Reaktion annimmt. Dabei fallen die genannten Metalle quantitativ aus, während alles Wismut gelöst bleibt und durch Filtration von ihnen getrennt werden kann. Die Tatsache, daß das Bi auch in neutralen konzentrierten Chloridlösungen in Lösung verbleibt, hat außerdem noch den-großen Vorteil zur Folge, daß man die Filtration vom Laugungsrückstand in neutralem Zustande vornehmen kann, wenn man die oben beschriebene Abscheidung der gelösten Fremdmetalle unmittelbar nach der Laugung vornimmt. Auf diese Weise lassen sich die sonst erforderlichen teuren und verlustbringenden Filtereinrichtungen für saure Flüssigkeiten umgehen. Beispiel i i kg eines bei der Verhüttung eines wismuthaltigen Kupfererzes anfallenden Flugstaubes mit 8,5 °/o Bi, 9,2 °/o As, 5,8 % Sb, 4,5 % Sn, 1,6 % Cu und 11,3 °/o Pb wurde mit io 1 gesättigter NaCl-Lösung unter Zusatz von 8oo cm,' Salzsäure gerührt und auf 8o° C erwärmt. Sodann wurde in die Trübe so lange Cl-Gas eingeleitet, bis in der Lösung freies Cl nachgewiesen werden konnte, und hierauf so viel gemahlener Kalkstein zugesetzt, bis die Lauge gegen Kongorit neutral reagierte. Die Lösung enthielt im Liter: 7,4 g Bi, 1,2 g Cu und io,o g Pb und war frei von As, Sb und Sn. Nach der Filtration wurden das gelöste Cu, Bi und Pb gemeinsam mit Kalkmilch gefällt und dieses Produkt durch Behandlung mit HNOg und Wasser auf basisches Wismutnitrat weiterverarbeitet. Die metallfreie Na Cl-Lösung wurde zur Laugung einer neuen Flugstaubmenge wiederverwendet. Beispiel e Aus einem Bi-haltigen Bleikammerschlamm sollte das Wismut gelöst werden, während das PbS04 unverändert zurückbleiben sollte. Da die konzentrierten Alkali- und Erdalkalichloridlösungen bekanntlich auch ein sehr großes Lösungsvermögen für PbS04 besitzen, wurde die zur Laugung dienende zirkulierende Na Cl-Lösung vorher mit Pb S04 gesättigt. i kg eines Bleikammerschlammes mit 6 "/o freier Schwefelsäure, 51 "/o Pb, o,6 "/o Bi, o,2 "/o Hg, 1,3 "/o Fe, o,9 "/o Sb und 1,2 "/o As wurde mit io 1 einer bleisulfatgesättigten Kochsalzlösung verrührt; ein Säurezusatz erübrigte sich wegen der im Bleikanunerschlarnm bereits enthaltenen Schwefelsäure. Zur Oxydation wurden io g KCl 03 zugesetzt und dann mit Na, CO" neutralisiert. Die Lauge wurde durch Filtration vom Rückstande getrennt und dieser dann mit Wasser bis zur Chlorfreiheit gewaschen. Er wog im getrockneten Zustande 88o g und enthielt 56 "/o Pb, o,oi "/o Bi und o,o6 "/o Cl.
  • Die Bi-haltige Lösung wurde zur Laugung von frischem Bleikammerschlamm wiederverwendet, bis sie sich auf einen Bi-Gehalt von 3 g im Liter angereichert hatte. Sodann wurde dieses auf Bleipulver zementiert. Das Fällungsprodukt enthielt 52 "/o Bi und 17 "/o Hg, der Rest bestand aus Blei. Fe, As und Sb waren darin nicht nachzuweisen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung von wismuthaltigen Laugen von unedlen Begleitmetallen, wie Eisen, Mangan, Arsen, Antimon, Zinn, Molybdän und ähnlichen Metallen, die durch Auslaugen von wismuthaltigen Ausgangsstoffen mit konzentrierten schwachsauren Alkali- oder Erdalkalichloridlösungen erhalten wurden, dadurch gekennzeichnet, daß die Begleitmetalle durch ein Oxydationsmittel in die höchste Oxydationsstufe gebracht und dann, gegebenenfalls vor der Filtration des unlöslichen Rückstandes, durch ein Neutralisationsmittel ausgefällt und von der wismuthaltigen Lauge getrennt werden.
DES92248D 1929-06-16 1929-06-16 Reinigung von wismuthaltigen Laugen Expired DE510140C (de)

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