DE508802C - Elektrische Stromstoss-Verteileranlage fuer Drucktelegraphen - Google Patents

Elektrische Stromstoss-Verteileranlage fuer Drucktelegraphen

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DE508802C
DE508802C DEE40028D DEE0040028D DE508802C DE 508802 C DE508802 C DE 508802C DE E40028 D DEE40028 D DE E40028D DE E0040028 D DEE0040028 D DE E0040028D DE 508802 C DE508802 C DE 508802C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L13/00Details of the apparatus or circuits covered by groups H04L15/00 or H04L17/00
    • H04L13/02Details not particular to receiver or transmitter
    • H04L13/10Distributors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
  • Near-Field Transmission Systems (AREA)

Description

:-"·' ir.'rondom
2 INOV1330
AUSGEGEBEN AM
3. OKTOBER 1930
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf elektrische Signalverteilerapparate und ist besonders zur Anwendung auf Mehrfachschnelltelegraphenanlagen geeignet, welche mit dem Baudot- oder 5-Einheiten-Alp habet arbeiten; jedoch läßt sie sich gleicherweise auf Anlagen anwenden, welche zur Zeichenübertragung irgendein anderes Alphabet verwenden. Die Erfindung bezweckt insbesondere, die Gleichförmigkeit, mit der ein umlaufender Mehrfachverteiler Signale aussendet, zu erhöhen.
Ein anderer Zweck der Erfindung ist, die Verwendung von Bürstenkontakten überflüssig zu machen und hierdurch Störungen zu vermeiden, welche durch Zittern der Kontakte beim Übergang von einem zum anderen Segment und durch andere Ursachen auftreten. Die Sendesegmente der Schnelltelegraphenapparate verursachen erhebliche Schwierigkeiten, wenn die Betriebsgeschwindigkeit erhöht wird und wenn man eine größere Anzahl von Sende- und Empfangsapparaten anschließen will. Da hierbei die Anzahl der von der Bürste überlaufenen Segmente vergrößert wird, wird die Zeit, während welcher die Bürste auf jedem Segment Kontakt macht, verkürzt, dagegen wird die Übergangszeit, .während der das störende Zittern der Bürstenkontakte auftritt, im Verhältnis der verfügbaren Kontaktzeit vergrößert. Da sich diese Übergangszeit von Segment zu Segment ändert, ist die Stärke der ausgesandten und empfangenen Signale veränderlich. Bei einer großen Anzahl von Sendesegmenten wirkt sich die Ungleichheit der Amplitude der empfangenen Signale sehr störend aus. Eine andere Ursache der Veränderung der Signale bei der Mehrfachtelegraphie ist die Abnutzung der Bürstenspitze. Je mehr sich die Bürste abnutzt, um so mehr benachbarte Segmente überbrückt sie. Wenn diese Segmente von entgegengesetzter Polarität sind, wird die Sendebatterie über die Schutzwider- · stände kurzgeschlossen. Da die Art dieses Kurzschlusses sich von Segment zu Segment ändert, werden hierdurch die empfangenen Signale in entsprechender Weise verändert. Aus den oben dargelegten Gründen haben sich Schwierigkeiten beim Bau von Verteilern herausgestellt, als man die höchste Leistungsfähigkeit eines modernen Schnelltelegraphiekabels voll ausnutzen wollte.
·' Durch die vorliegende Erfindung werden diese Schwierigkeiten in weitgehendem Maße behoben und durch den Wegfall der Segmente der Verteiler höhere Geschwindigkeiten zulässig. Statt der Bürste ist auf dem Verteiler eine magnetische Abnehmerspule vorgesehen; während des Umlaufs des V'er-
tellers streicht die Abnehmerspule an Signalmagneten, die an Stelle der Segmente vorgesehen sind, vorbei, welche aus so viel Sätzen von fünf Magneten bestehen, wie Telegraphengeräte angeschlossen sind. Statt der bisher üblichen Gleichstromsendebatterie kann in dieser Anlage eine Wechselstromquelle vorgesehen sein, deren Frequenz im Vergleich zu der höchsten empfangenen Frequenz hoch ist. Ein geeigneter Sender, beispielsweise ein Bandmikrophon, legt an die mit den Sendekontakten verbundenen Signalmagnete entweder diesen hochfrequenten oder keinen Strom an, je nachdem oh der betreffende Kontakt für ein Zeichen oder eine Pause bestimmt ist. Die eine Hälfte der Kontakte des Senders legen den hochfrequenten Strom nicht zur Kennzeichnung eines Zeichens, sondern für eine Pause an, wäh-
äo rend die andere Hälfte der Kontakte den hochfrequenten Strom für ein Zeichen anlegen und für eine Pause keinen Strom anschalten. Der die Signalmagnete durchfließende Wechselstrom ruft in ihrer Umgebung ein wechselndes negatives Feld hervor, und in der Abnehmerspule wird eine entsprechende Wechselspannung erzeugt, wenn sie sich einem erregten Signalmagnet nähert, während in ihr keine Spannung auftritt, wenn sie an einem Signalmagnet vorbeistreicht, der nicht von Wechselstrom durchflossen ist. Die in der Abnehmerspule hervorgerufene Spannung wird auf die Ringkollektoren des Verteilers übertragen und darauf an einen Demodulator angelegt. Von hier wird dann das demodulierte Signal über einen Vakuumröhrensender geleitet.
Die Erfindung besteht demnach, kurz gesagt, aus einem elektromagnetischen Verteiler, und eine derartige Einrichtung läßt sich allgemein überall da anwenden, wo man durch Segmente unterteilte Verteiler benutzt.
Ein besonderes Ausführungsbeispiel sei
nachfolgend an Hand der Zeichnung beschrieben, in der
Abb. ι eine Schaltungsanordnung und
Abb. 2, 2A, 2 B und 2 C Kurven darstellen, welche die Wirkungsweise des Demodulators 19 in Abb. 1 erläutern.
In Abb. ι ist ein umlaufender Verteiler 10 dargestellt. An Stelle der bisher üblichen Segmente besitzt dieser Verteiler feststehende Signalmagnete 32, welche rund um den Umfang des Verteilers und in kleinem Abstand von ihm angeordnet sind. An Stelle der Kontaktbürste ist auf dem Verteiler eine Abnehmerspule 11 angebracht. Die Wicklung der Spule 11 ist mit den Schleifringen 12 und 13 verbunden, wodurch ein Stromkreis hergestellt wird, welcher über die Bürsten 14 und 15, den Transformator 16, Leitung 17, Transformator 18 und den Eingangskreis des mit einem negativ aufgeladenen Gitter versehenen Demodulator 19 verläuft. Der Demodulator 19 ist mit einem Vakuumröhrensender f>5 20 verbunden, der anderweitig öfter beschrieben ist und auf das Kabel zweckmäßig geformte Stromstöße aussendet. Transformator 18, Demodulator 19 und Röhrensender 20 können unmittelbar am Kabelende angeord- · net sein, während die anderen Apparate entweder in dessen Nähe oder weiter von ihm entfernt angeordnet sein können. Der Transformator 16 ist dazu bestimmt, die Impedanz seines Eingangskreises mit der Impedanz der Leitung 17 auszugleichen. Ein Sender 30, welcher schematisch als ein durch Stromstöße gesteuertes Bandmikrophon dargestellt ist, erhält über den Transformator 31 aus der Stromquelle 20 Trägerstrom, d. h. Wechselstrom mit einer Frequenz von 1000 Perioden oder mehr, und seine Kontakte sind mit den fünf Elektromagneten 32 verbunden, die rund um den Umfang des umlaufenden Verteilers 10 angeordnet und von ihm durch einen 8S schmalen Luftspalt getrennt sind. Der Umfang des Verteilers 10 wird von einem Weicheisenkranz 21 gebildet, der bei der Abnehmerspule 11 unterbrochen ist. Dieser Kranz ist vorgesehen, um den Abnehmermagneten gegen den Einfluß aller Signalmagnete mit Ausnahme desjenigen, an welchem sie in einem bestimmten Augenblick vorbeistreicht, zu schützen.
Beim Betrieb dieser Anlage werden Trägerstromstöße und Pausenstromstöße von einer Spannung Null von dem Sender 30 auf die Signalmagnete 32 übertragen. Wenn einem Signalmagneten Trägerstromaufgedrückt wird, während die Abnehmerspule 11 an die- vo° sem Signalmagneten vorbeistreicht, wird eine Spannung mit einer dem von dem Sender 30 ausgesandten Signal entsprechenden Polarität und Amplitude in der Abnehmerspule induziert, welche eine den Kurven α und b in Abb. 2 entsprechende Form besitzt. Diese Spannung wird auf die Ringkollektoren 14 und 15 des Verteilers übertragen und durch den Transformator 16 der Leitung 17 und durch den Transformator 18 dem Demodulator 19 aufgedrückt. Die Wirkung des Demodulators ist in den Abb. 2A und 2B veranschaulicht. Abb. 2A stellt einen Teil der Kennlinie einer derartigen Einrichtung als eine Funktion des Gitterpotentials und des Anodenstroms dar. Die dem Gitter aufgedrückte Signalspannung ist auf der linken Seite des negativen Teils der Gitterpotentialachse dargestellt. Infolge der negativen Vorspannung des Gitters überträgt der Demodulator nur die rechte Hälfte der Schwingungen, und infolge der Gleichrichterwirkung des
Demodulators wird nur die Umhüllende c und / (Abb. 2 C) der Schwingungen c und d (Abb. 2B) erhalten. Darauf werden die so geformten Signalstromstöße dem Vakuumröh-S rensender 20 aufgedrückt, der sie entweder auf Empfangsapparate oder eine Sendeleitung, beispielsweise ein Seekabel 23, überträgt. Der Kondensator 22 stellt einen Nebenschluß von kleiner Impedanz für den Trägerfrequenzstrom dar.
Die Anordnung kann in verschiedener Weise abgeändert werden. Durch umgekehrte Anordnung der Teile kann die Einrichtung sowohl als Empfangsverteiler als auch als Sendeverteiler arbeiten. Um den Kranz 21 können so viel Sätze von fünf elektromagnetischen Spulen angeordnet werden, wie Telegraphenapparate angeschlossen sind. Ferner können mehrere Abnehmerspulen vorgesehen sein, indem man sie längs einer zur Drehachse des Verteiler parallelen Linie oder in anderer Weise anordnet. In dieser Weise können mehrere Verteiler auf einer einzigen Welle und in ihrer Stellung zueinan-
der veränderlich angebracht werden. Weiterhin kann irgendeine andere Stromquelle an Stelle des Transformators 31 und/oder des Senders 30 angewendet werden. Die Transformatoren 16 und iS können weggelassen werden. Jeder Magnet 32 kann doppelpolig ausgeführt und die Abnehmerspule 11 dementsprechend ebenfalls doppelpolig ausgebildet sein. Tatsächlich ist dies die zweckmäßigste Anordnung, da hierbei durch das magnetische Material des Kerns der Spule 11 der magnetische Kreis einer Spule 32 in dem Augenblick geschlossen werden kann, wenn die beiden Spulen einander gegenüberstehen. Der Gegenstand der Erfindung läßt sich auf verschiedene Systeme anwenden, bei denen zum Senden und Empfang von Signalen irgendein Alphabet benutzt wird, bei dem die Stromstöße von Einheitslänge sind oder aus einem Mehrfachen der Einheitslänge bestehen. Die Erfindung hängt nicht von der Verwendung von Stromstößen einer bestimmten Art, beispielsweise von der Verwendung von Stromstößen ab, die durch eine TrägerfrequenzstiOinquelle 29 oder Einrichtungen 19, 20 bestimmter Art hervorgerufen werden. Es kann z. B. die Trägerfrequenzstromquelle 29 durch eine Gleichstromquelle ersetzt werden, wobei die Anordnung des Gleichrichters 19 überflüssig wird.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Elektrische Stromstoß-Verteileranlage für Drucktelegraphen, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der gebräuchlichen, mit den Bürsten kontaktmachenden Segmente auf der Verteilerfläche oder auf dem Rahmen eine Reihe elektromagnetischer Impulsspulen von einer Abnehmerspule getrennt angeordnet ist, welch letztere so angebracht ist, daß sie an der Reihe der Impulsspulen vorbeistreicht und Stromstöße durch Induktion übertragen kann.
2. Verteileranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Spule oder Spulen zwecks Verbindung mit einem Stromkreis mit geeigneten Schleifringen versehen sind.
3. Verteileranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Stromkreise mit voneinander getrennten Einrichtungen, beispielsweise mit Kontakten eines Druckmechanismus, mit mehreren der Spulen verbunden sind.
4. Verteileranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hochfrequenzstromquelle die elektromagnetischen Impulsspulen speist.
5. Verteileranlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Abnehmerspule eine Demodulationseinrichtung und/oder andere Einrichtungen zur Formgebung der Signalwelle verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEE40028D 1928-12-07 1929-10-16 Elektrische Stromstoss-Verteileranlage fuer Drucktelegraphen Expired DE508802C (de)

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US340635XA 1928-12-07 1928-12-07

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ID=21874073

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DEE40028D Expired DE508802C (de) 1928-12-07 1929-10-16 Elektrische Stromstoss-Verteileranlage fuer Drucktelegraphen

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DE (1) DE508802C (de)
GB (1) GB340635A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2684610A (en) * 1950-12-26 1954-07-27 Donald W Norwood Light meter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2684610A (en) * 1950-12-26 1954-07-27 Donald W Norwood Light meter

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GB340635A (en) 1931-01-08

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