DE508206C - Verfahren, um wachs- oder seifenaehnliche Massen elektrisch leitend zu machen - Google Patents
Verfahren, um wachs- oder seifenaehnliche Massen elektrisch leitend zu machenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren, um die Oberfläche
wachs- oder seifenähnlicher Substanzen elektrisch leitend zu machen, insbesondere für die
Herstellung von Matrizen zum Pressen von Sprechmaschinenplatten und für ähnliche
Zwecke, wie z. B. Druckereizwecke. Bisher war es bei der Herstellung von Sprechmaschinenplatten
üblich, an den Originalwachstafeln, in welche die Aufnahmen eingeritzt
wurden, die Oberfläche mit Graphit oder metallischen Substanzen einzustauben oder einzubürsten,
um sie dadurch in elektrisch leitenden Zustand überzuführen und dann auf
ip galvanischem Wege einen metallischen Überzug
niederzuschlagen.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, von diesen Einstaube- oder Bürstoperationen
abzusehen.
Es ist des weiteren auch bekannt, die Wachsoberfläche erst mit einer Lösung von
Silbernitrat zu behandeln und sie dann der Einwirkung von Schwefelwasserstoff auszusetzen.
Hierbei zeigt sich aber der Nachteil, daß die Silbernitratlösung nicht überall auf
der Oberfläche gleichmäßig anhaftet; es bilden sich vielmehr winzige, auf den ersten
Blick kaum sichtbare Poren oder Luftbläschen. Eine Folge davon ist, daß bei der nachherigen Einwirkung von Schwefelwasserstoff
die entstehende Sulfidschicht auch nicht gleichmäßig ausgebildet ist, sondern Unebenheiten
zeigt, was bei Sprechmaschinenplatten zu unerwünschten störenden Geräuschen führt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine wachs- oder seifenähnliche Masse, aus
der eine Schallplatte ausgeschnitten werden kann, elektrisch leitend gemacht, indem man
sie unter vermindertem Druck direkt, d. h. 4c ohne Hinzufügung eines Lösungsmittels, mit
einem Schwefelwasserstoffgas behandelt, das sie aufnehmen muß, und sie nachher in eine
Lösung eines geeigneten reduzierbaren Metallsalzes eintaucht, so daß sich eine elektrisch
leitende Masse in Form eines metallischen Sulfids bildet oder niederschlägt, und
zwar in der wachs- oder seifenähnlichen Masse oder auf deren Oberfläche.
So kann z. B. für die Vorbereitung einer Matrize für eine Sprechmaschine die Originalwachsplatte
in einem Raum untergebracht werden, der luftleer gemacht werden kann. Hier wird ein Vakuum von 250 mm oder
mehr erzeugt und dann ein Strom von 5; Schwefelwasserstoff langsam in die Kammer
eingelassen, wobei es ungefähr 20 Minuten dauert, bis der Atmosphärendruck wieder
hergestellt ist. Nimmt man dann die Wachsmasse heraus, so ist sie mit dem Gas auf geringe
Tiefe unter ihrer Oberfläche hin imprägniert. Das Wachs wird dann in einen
Ventilationsraum gebracht, wo der Überschuß an Schwefelwasserstoff abgeführt
wird. Dann wird die Masse in eine einprozentige Lösung aus Silbernitrat oder in einprozentige
Lösung von Zinnchlorür gebracht, wodurch eine Schicht aus Silbersulfid oder Zinnsulfid auf der Wachsoberfläche gebildet
wird.
Das Wachs ist dann für das elektrolytische
ίο Bad vorbereitet, und es kann in an sich bekannter
Weise Nickel oder Kupfer darauf niedergeschlagen werden.
Bevor aber das Wachs elektrisch plattiert wird, kann auf chemischem Wege ein Silberspiegel
auf die Sulfidschicht aufgebracht werden, indem man das Wachs in eine zweiprozentige
Silbernitratlösung taucht, und zwar in Anwesenheit von Formalin, das als Reduktionsmittel
wirkt. In 2 Minuten kann ein vollkommener Spiegel erhalten werden, und dann kann auf bekannte Weise Kupfer oder
Xickel darauf niedergeschlagen werden, um den Hauptüberzug zu erhalten.
Anstatt daß man das Wachs mit Schwefelwasserstoff behandelt, nachdem die Platte
ausgeschnitten ist, ist es natürlich auch möglich, die Platte aus dem Wachs erst auszuschneiden,
nachdem dies bereits entsprechend behandelt ist.
Das Material, das für Schallplatten benutzt wird, wird, obgleich es allgemein als Wachs
bezeichnet wird, doch besser als eine unlösliche Seifenkomposition benannt. Es sind finden
Zweck eine große Anzahl solcher Kompositionen bekannt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren, um wachs- oder seifenähnliche Massen unter Bildung eines Metallsulfidspiegels elektrisch leitend zu machen, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse vor dem Eintauchen in die Lösung eines geeigneten reduzierbarenMetallsalzes unter vermindertem Druck direkt mit Schwefelwasserstoffgas behandelt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB7816/27A GB290406A (en) | 1927-03-21 | 1927-03-21 | Improvements in the production of matrices for the pressing of talking machine record and for like purposes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE508206C true DE508206C (de) | 1930-09-25 |
Family
ID=9840301
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG72702D Expired DE508206C (de) | 1927-03-21 | 1928-03-01 | Verfahren, um wachs- oder seifenaehnliche Massen elektrisch leitend zu machen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE508206C (de) |
| GB (1) | GB290406A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3940533A (en) * | 1972-04-24 | 1976-02-24 | Rhone-Poulenc-Textile | Method of attaching metal compounds to polymer articles |
| US3983286A (en) * | 1972-04-24 | 1976-09-28 | Rhone-Poulenc-Textile | Method of fixing copper salts to articles of synthetic polymers |
-
1927
- 1927-03-21 GB GB7816/27A patent/GB290406A/en not_active Expired
-
1928
- 1928-03-01 DE DEG72702D patent/DE508206C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3940533A (en) * | 1972-04-24 | 1976-02-24 | Rhone-Poulenc-Textile | Method of attaching metal compounds to polymer articles |
| US3983286A (en) * | 1972-04-24 | 1976-09-28 | Rhone-Poulenc-Textile | Method of fixing copper salts to articles of synthetic polymers |
| DK152141B (da) * | 1972-04-24 | 1988-02-01 | Rhone Poulenc Textile | Fremgangsmaade til fremstilling af antistatiske traade eller tekstilprodukter af syntetiske polymere |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB290406A (en) | 1928-05-17 |
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