DE906891C - Verfahren zur Herstellung photographischer Schichten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung photographischer Schichten

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DE906891C
DE906891C DEM7032D DEM0007032D DE906891C DE 906891 C DE906891 C DE 906891C DE M7032 D DEM7032 D DE M7032D DE M0007032 D DEM0007032 D DE M0007032D DE 906891 C DE906891 C DE 906891C
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DE
Germany
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colloid
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spongy
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Expired
Application number
DEM7032D
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English (en)
Inventor
Dr Heinz Kieser
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Mimosa AG
Original Assignee
Mimosa AG
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/005Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
    • G03C1/015Apparatus or processes for the preparation of emulsions
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/95Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers rendered opaque or writable, e.g. with inert particulate additives

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 18. MÄRZ 1954
M 7032 IVa/57 b
(Ges. v. 15. 7. 51)
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung photographischer Schichten und bezweckt eine derartige Durchbildung desselben, daß Schichten von neuartigem mechanischem Aufbau und entsprechenden Eigenschaften entstehen.
Unter dem Begriff photographische Schichten sollen wie üblich sowohl lichtempfindliche Schichten als auch nicht lichtempfindliche, in Verbindung mit photographischen Materialien stehende Schichten, wie Rückgußschichten, Lichthofschutzschichten, Zwischenschichten usw., verstanden werden.
Es ist bereits bekannt, photographische Schichten aus mehreren Kolloiden aufzubauen. Insbesondere wurde die Gelatine in lichtempfindlichen Schichten zum Teil durch synthetische oder halbsynthetische Kolloide ersetzt, um die Viskositätseigenschaften und die Tragfähigkeit in bestimmter Weise zu beeinflussen.
Gegenüber diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich das Verfahren zur Herstellung photographischer Schichten nach der Erfindung dadurch, daß mehrere Kolloide derart unterschiedlicher physikalischer Eigenschaften in Mischung verarbeitet werden, daß sich in der fertigen Schicht eines dieser Kolloide als schwammartiges Gel befindet, während der Rest in den entstandenen Poren enthalten ist. Der letztere Anteil wird dabei vorzugsweise durch einen Stoff gebildet, der aus den Poren der fertigen Schicht herauslösbar ist.
Eine photographische Schicht mit einem solchen zweiphasigen Aufbau zeigt überraschenderweise nicht nur bei dier Herstellung und Erstarrung,
sondern, vor allem bei der späteren Behandlung, insbesondere mit photographischen Bädern, ein ganz anderes Verhalten als die bekannten, aus einem einheitlichen Gel bestehenden Schichten. Infolge ihrer schwammigen Struktur besitzt die Schicht keine ausgeprägte Grenze gegen die angrenzende Flüssigkeitshaut. Nimmt man also z. B. eine Schicht aus der Flüssigkeit heraus, so wird die Flüssigkeitshaut zum Teil gleichmäßig verdunstet, zum Teil ίο gleichmäßig von der Schicht aufgesaugt. Die feuchte Schicht sieht in diesem Zustand samtartig matt aus, während die Schichten üblichen Aufbaus speckig glänzend erscheinen und zahlreich anhaftende Wassertropfen aufweisen. Gerade diese Wassertropfen beeinträchtigen aber insbesondere die maschinelle Verarbeitung von photographischen Schichten, da sie vor dem Trocknen, z. B. durch vorsichtiges Abwischen, entfernt werden müssen. Die Tropfenbildung ist insbesondere bei hartem Wasser oder bei ungenügender Wässerung nachteilig, da die zurückbleibenden Salzreste insbesondere die Bildschichten schädigen. Bei Papierbildern tritt z. B. am Ort der Tropfen eine Deformierung des Papierfilzes ein, die nachträglich schwer entfernbar ist. Schichten mit Stärkemattierung erleiden bei Heißtrocknung eine örtlich starke Verkleisterung und werden demzufolge glanzfleckig. Die Erfindung ist grundsätzlich mit allen Kolloidgemischen durchführbar, die bei gegebenen Konzentrations- und/oder Temperaturverhältnissen sich in zwei Phasen unterschiedlicher Erstarrungsfähigkeit entmischen. Eine Schicht der beschriebenen Art erhält man z. B. aus einem Gemisch von iooo g io°/oiger wässeriger Gelatinelösung bzw. entsprechender Halogensilberemulsion und 150 ecm ι o°/oiger wässeriger Polyvinylalkohollösung.
An Stelle der Polyvinylalkohollösung kann man auch 200 ecm einer 4°/»igen wässerigen Methylcelluloselösung verwenden.
Die sonstigen Zusätze können die jeweils üblichen sein. Durch geeignete Regelung der Temperatur- und Konzentrationsverhältnisse bei der Mischung und insbesondere Abkühlung bzw. Erstarrung der Schicht kann man nicht nur die mechanischen Eigenschaften der fertigen Schicht, sondern auch die im flüssigen bzw. gelartigen Zustand vor sich gehenden kolloidchemischen und chemischen Reaktionen in einer bisher nicht möglichen Weise zusätzlich beeinflussen. Bei lichtempfindlichen Schichten kann man durch die auftretende unterschiedliche Verteilung der Chemikalien in den beiden Phasen die Reifungs- bzw. Sensibilisierungsverhältnisse beeinflussen. Die mechanische Festigkeit der neuartigen Schichten ist in lufttrockenem nicht, und in feuchtem Zustand nur unwesentlich geringer als diejenige der bisher bekannten Schichten. Bei Verwendung von härtbaren Kolloiden läßt sich das Schwammskelett in üblicher Weise, z. B. bei Verwendung von Gelatine, mit Hilfe von Alaun oder Formalin härten.
Die in feuchtem Zustande samtartig matte Schicht nimmt beim Trocknen einen Halbglanz an. Will man die tiefe Mattierung erhalten, so wird in besonderer Ausgestaltung der Erfindung die im schwammartigen Gel oder im Porenraum oder in beiden befindliche Flüssigkeit weitgehend, insbesondere völlig entfernt. Man erreicht dies durch die bekannten Entwässerungsmittel, insbesondere Alkohol. Bei der sich anschließenden, naturgemäß sehr schnell erfolgenden Trocknung entstehen Bilder von besonders schoner Mattierung, die sich bisher nur durch Verwendung besonderer Mattierungszusätze erzielen ließen. Da solche Mattierungszusätze aber bekanntlich die Tiefe der Schwärze schädigen und damit den Bildumfang verkleinern, gibt das neuartige Verfahren einen Weg zur Erzielung von matten Bildern von sehr hohem Kontrastreichtum. Diese Eigenschaft läßt sich in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch verstärken, daß der Anteil des sich schwammig abscheidenden Kolloids im Gemisch so niedrig gewählt wird, daß das fertige Bild einen äußerst niedrigen und insbesondere gerade nur noch zur Erzielung ausreichender Reibfestigkeit genügenden Bindemittelgehalt besitzt. Bisher hat man derartige Schichten nur unvollkommen dadurch zu erzielen versucht, daß man möglichst bindemittelarme lichtempfindliche Schichten herstellte bzw. einen Teil der Gelatine durch Kolloide von besonders hohen Schutzeigenschaften ersetzte. Bei dem Verfahren go nach der Erfindung stellt man die Emulsion zunächst mit verhältnismäßig normalem Bindemittelgehalt her und bewirkt die Entfernung des kaltwasserlöslichen Kolloidanteils durch eine zusätzliche Wässerung oder insbesondere im Verlauf der normalen photographischen Behandlung selbst. Das fertige Bild besteht dann aus entwickeltem Silber, dessen Teilchen durch ungewöhnlich geringe Mengen des schwammbildenden Bindemittelanteils miteinander verkittet sind.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Verfahren zur Herstellung photographischer Schichten, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Kolloide derartig unterschiedlicher Lösungseigenschaften in Mischung verarbeitet werden, daß sich in der fertigen Schicht ein Kolloid als schwammartiges Gel abscheidet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Mitverwendung eines Kolloids, das aus den Poren der fertigen Schicht herauslösbar ist.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Herstellung lichtempfindlicher, besonders halogensilberhaltiger Schichten der Anteil des sich schwammig abscheidenden Kolloids im Gemisch so niedrig gewählt wird, daß das fertige Bild einen äußerst niedrigen und insbesondere gerade nur noch zur Erzielung ausreichender Reibfestigkeit genügenden Bindemittelgehalt besitzt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die im schwammartigen Gel oder im Porenraum oder in beiden befindliche Flüssigkeit weitgehend, insbesondere völlig entfernt wird.
    © 5831 3.
DEM7032D 1943-01-28 1943-01-29 Verfahren zur Herstellung photographischer Schichten Expired DE906891C (de)

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DEM7032D DE906891C (de) 1943-01-28 1943-01-29 Verfahren zur Herstellung photographischer Schichten
DK111644A DK69108C (da) 1943-01-29 1944-04-19 Fremgangsmåde til fremstilling af fotografiske lag.

Applications Claiming Priority (2)

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DEM7032D DE906891C (de) 1943-01-28 1943-01-29 Verfahren zur Herstellung photographischer Schichten

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