DE508149C - Verfahren zur Scheidung von Staerke, Rueckstaenden und Frucht- bzw. Waschwasser - Google Patents

Verfahren zur Scheidung von Staerke, Rueckstaenden und Frucht- bzw. Waschwasser

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DE508149C
DE508149C DEU9251D DEU0009251D DE508149C DE 508149 C DE508149 C DE 508149C DE U9251 D DEU9251 D DE U9251D DE U0009251 D DEU0009251 D DE U0009251D DE 508149 C DE508149 C DE 508149C
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starch
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Scheidung von Stärke, Rückständen und Frucht- bzw. Waschwasser Bei der Verarbeitung von Kartoffelstärke benutzt man zur Abtrennung der großen Fruchtwassermengen entweder Absetzbehälter, Absetzfluten oder Trennschleudern. Die erstgenannten Vorrichtungen erfordern bei geringer Leistung verhältnismäßig große Räume und viel Handarbeit. Trennschleudern ergeben eine höhere Leistungsfähigkeit, bedingen aber einen größeren Kraftaufwand.
  • In der Maisstärkefabrikation benutzt man zur Abtrennung des Extraktionswassers und der Eiweißstoffe Absetzrinnen, die aber ebenfalls einen großen Flächenraum beanspruchen, außerdem sich sehr hoch in den Anschaffungskosten stellen.
  • Zur Ausübung des vorliegenden Verfahrens - nämlich die Scheidung von Stärke, Rückständen und Frucht- bzw. Waschwassern durch Absitzenlassen der diese Stoffe enthaltenden Rohstärkemilch und Behandlung des auf diese Weise erzielten Stärkekonzentrates mit reinem Wasser - sieht die Erfindung eine Vorrichtung vor, die aus einem mit einem Hauptgefäß verbundenen Hilfsgefäß besteht, welches für sich als auch gegen das Hauptgefäß absperrbar ist, und an dem eine untere, durch einen Schieber verschließbare öffnung vorgesehen ist. Das Hilfsgefäß dient zur Aufnahme von reinem Wasser, in welchem sich die im Hauptgefäß infolge des spezifischen Gewichtsunterschiedes von den Rückständen sich abscheidende Stärke absetzt, während die leichten Rückstände nach oben steigen. Ist das HÜfsgefäß mit genügend konzentrierter Stärkemnil'ch .gefüllt, dann wird das Hilfsgefäß nach dem. Hauptgefäß zu abgesperrt, und es kann aus diesem kein Wasser mehr in das Hilfsgefäß gelangen und aus letzterem nicht mehrWasser austreten, als in ihm enthalten ist.
  • Nach öffnen der genügend groß gewählten unteren Ablaßöffnung kann die im Hilfsgefäß abgesetzte Stärke ohne weiteres austreten.
  • Durch die Einschaltung eines Hilfs- (Zwischen-) Gefäßes ist ein ununterbrochenes, störungsloses Arbeiten möglich.
  • Man hat bereits versucht, zur Abtrennung des Fruchtwassers von der Rohstärke sogenannte Scheideapparate zu verwenden. Es sinld dies zylindTische oder rechteckige, stehende Gefäße mit kegeligem Boden. Aus der Rohstärkemilch scheidet sich bei ihrem Durchfluß durch diese Scheideapparate die Stärke infolge deren Schwere ab und kann durch eine Ablaßvorrichtung nach unten entfernt «-erden, während das Fruchtwasser am oberen Ende der Gefäße abfließt.
  • Diese Vorrichtung hat verschiedene Nachteile, so z. B., wenn .der Durchlaß der A.blaßvorrichtung zu eng ist, tritt leicht eine Verstopfung ein, die erst durch Stillsetzung des Betriebes zu beheben ist.
  • Wird dagegen die Öffnung größer gehalten, so ist zu befürchten, daß das Fruchtwasser infolge des Flüssigkeitsdruckes in vollem Strahl nach unten abfließt.
  • Auch ist es bekannt, beim Abtrennen von festen Stoffen aus wäßnigen Suspensionen den zu gewinnenden festen Stoff in reines Wasser in der Weise absinken zu lassen und ihn aus einem zur Aufnahme der Suspension bestimmten Raum-- in: einen unter diesem befindlichen Nebenraum überzuführen, der gegen den Hauptraum große, leicht absperrbare Durchgänge besitzt und aus .dem der feste Stoff in dickbreiiger Form nach dem Sperren der zwischen den beiden Räumen befindlichen Durchgänge abgelassen werden kann.
  • Diese letztgenannte Vorrichtung ist zur Abscheidung von Stärke nicht verwendbar, da es nicht möglich ist, die fest abgesetzte Stärke aus den engen und langgestreckten Auffangkästen seitlich herauszubringen. Auch arbeitet diese Vorrichtung nicht ausdrücklich mit reinem Wasser.
  • Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens in einer Ausführungsform beispielsweise in einem Längsschnitt dargestellt.
  • Das aus dem zylindrischen Oberteil a und dem kegeligen Unterteil b bestehende Hauptgefäß dient zur Aufnahme der zu scheidenden l?-ohstärkemilch, während das unten angesetzte Hilfsgefäß c mit reinem Wasser gefüllt wird. Zur Unterbrechung der Verbindung zwischen Hauptgefäß und Hilfsgefäß ist ein Absperrorgan d vorgesehen, das zweckmäßig zur Erzielung großen Durchangsquerschnittes als Gitterschieber ausgebildet wird. Ein ähnliches Absperrorgan e ist am unteren Teil des Hilfsgefäßes angebracht. Der Anschlußhahn f dient zur Füllung des Hilfsgefäßes mit reinem Wasser, während die dabei auszutreibende Luft durch den Hahn g entweicht. Schließlich ist am unteren Teile des Hauptgefäßes noch ein Ablaßhahn 1a vorgesehen, durch den der Inhalt des Gefäßes entleert werden kann, ohne durch das Hilfsgefäß hindurchgehen zu müssen.
  • Zur Zuführung der zu scheidenden Flüssigkeit dient das Rohr i, das zweckmäßig nicht an der Oberfläche des Gefäßes, sondern eine gewisse Strecke unterhalb des Flüssigkeitsspiegels ausmündet, so daß die in der Flüssigkeit enthaltene Stärke auf dem kürzesten Wege absinken kann. Durch ein Einsatzbrett k wird der Flüssigkeitsstrom nach unten geführt und direkt über dem Konus seitlich abgelenkt. Das stärkefreie Wasser kann bis zu einer gewissen Tiefe durch das Schwenkrohr l aus dem oberen Teil abgezogen oder aber auch durch das Überlaufrohr na abgeführt werden.
  • Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist nach dem weiter oben Gesagten leicht verständlich.
  • Bei geschlossenem Schieber e wird das Hilfsgefäß c bis zum Absperrschieber d mit reinem Wasser gefüllt und bei zunächst geschlossenem Schieber d die zu scheidende Flüssigkeit durch das Rohr i zugeführt. Mit allmählichem Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels im Konus b senkt sich die Stärke nach unten, und wenn eine gewisse Konzentration erzielt worden ist, wird die Verbindung nach dem Hilfsgefäß geöffnet, so daß die abgeschiedene Stärke in das reine Wasser absinken kann. Der Zufluß der Rohstärkemilch lvird hierbei nicht unterbrochen. Im Hilfsgefäß bildet sich eine konzentrierte Stärkemilch; ist die Konzentration genügend weit vorgeschritten, so wird die Verbindung nach dem Hauptgefäß unterbrochen und der Ablaßschieber e geöffnet, wobei zwecks leichterer Entleerung auch der Lufthahn g geöffnet wird. Ist das Hilfsgefäß entleert, so wird der Schieber e wieder geschlossen, das Gefäß bis zum oberen Schieber mit frischem Wasser gefüllt und hierauf die Verbindung mit dem Hauptgefäß wieder hergestellt, worauf der beschriebene Vorgang von vorn erfolgt, bis alle reine Stärke ausgeschieden ist. Die im Hauptgefäß dann noch befindliche Flüssigkeit enthält außer leichten Fasern und Eiweißflocken noch etwas leichte Stärke, die nach Absiebung auf der Schlammrinne gewonnen werden kann, während das oben befindliche, so gut wie stärkefreie Wasser in die Außenbehälter abgelassen werden kann.
  • Bei der Verarbeitung von Mais wird die reine Stärke in der gleichen Weise vom Kleber geschieden, während man bei der Reisverarbeitung die schweren Rückstände in das Hilfsgefäß absinken läßt.
  • Für Kartoffelstärkefabriken, in denen zur Gewinnung der Rohstärke ältere Vorrichtungen benutzt werden und beibehalten werden sollen, bietet die Anwendung der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung ebenfalls Vorteile, da sie die sogenannten Lav eure vollkommen zu ersetzen vermag und die Trennung der Stärke von den Rückständen durch Abschiemmen vollkommen beseitigt. Die mit frischem Wasser aufgerührte Rohstärke wird in der gleichen Weise von den Rückständen geschieden, wie für die Verarbeitung der Rohstärkemilch beschrieben.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Scheidung von Stärke, Rückständen und Frucht- bzw. Waschwasser durch Absitzenlassen der diese Stoffe enthaltenden Rohstärkemilchr und Behandlung des auf diese Weise erzielten Stärkekonzentrates mit reinem Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß man das Stärkekonzentrat direkt in reines Wasser absinken läßt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch r, bestehend aus einem Hauptgefäß (a) und einem Hilfsgefäß (c), welches sowohl für sich als auch gegen das Hauptgefäß absperrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine untere, durch Schieber (e) verschließbare öffnung vorgesehen ist.
DEU9251D 1926-04-04 1926-04-04 Verfahren zur Scheidung von Staerke, Rueckstaenden und Frucht- bzw. Waschwasser Expired DE508149C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3072463A (en) * 1957-10-14 1963-01-08 Jr Horace G Owens Separator for surface sulphur operations
DE2617837A1 (de) * 1976-04-23 1977-11-03 Geb Hilsheimer Ingeborg Held Vorrichtung zum entschlammen von wasser
US6554141B2 (en) * 2001-05-02 2003-04-29 George Rodrigue Carriere Device for floccing a mixture produced during oil or gas well drilling
DK178361B1 (en) * 2013-08-27 2016-01-11 Dennis Søgaard An apparatus for removing supsended solids from liquids

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2617837A1 (de) * 1976-04-23 1977-11-03 Geb Hilsheimer Ingeborg Held Vorrichtung zum entschlammen von wasser
US6554141B2 (en) * 2001-05-02 2003-04-29 George Rodrigue Carriere Device for floccing a mixture produced during oil or gas well drilling
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