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Verteilerantrieb an magnetelektrischen Zündmaschinen für Brennkraftmaschinen
Bei den allgemein zur Zündung mehrzylindriger Brennkraftlnaschinen verwendeten magnetelektrischen
Zündmaschinen ist vorgeschlagen worden, die Steuerung bzw. den Antrieb des den Sekundärstrom
verteilenden Organs wesentlich in der Verlängerung der Ankerwelle anzuordnen und
diesen Verteiler durch die Ankerwelle mit Hilfe eines Geschwindigkeits-,vechselgetriebes
anzutreiben, welches seinerseits Zahnräder, die auf dem Verteiler und der Ankerweile
befestigt sind sowie andere vom Verteiler und der Ankerwelle unabhängige Zahnräder
besitzt, die aber mit einem oder mehreren der auf dem Verteiler und der Ankerwelle
angeordneten Rändern kämmen. Die Vorrichtung geinär der Erfindung ermöglicht, diese
unabhängigen Räder zu vermeiden und demzufolge die ganze Bauart der Maschine wesentlich
zu vereinfachen. Zu diesem Zweck läuft auf einer am Magnetgehäuse befestigten, vorzugsweise
gegen die Ankerachse versetzt liegenden Achse eine den Verteileraren tragende Hülse
um, die in ein Hohlzahnrad ausläuft, das von der Ankerwelle aus durch ein auf ihr
befestigtes Ritzel angetrieben wird.
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In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigen Abb. 1 im Längsschnitt einen vier Funken bei jeder Umdrehung
liefernden Magnetinduktor mit einem für einen Motor mit sechs Zylindern dienenden
Verteiler; Abb.2 einen Querschnitt nach 2-2 der Abb. i und Abb.3 einen Querschnitt
nach 3-3 der Abb. i.
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Der eigentliche Magnetinduktor kann in irgendwelcher bekannter Weise
hergestellt sein. Bei dem veranschaulichten Beispiel wird die aus unmagnetischem
Metall hergestellte Welle 9, die die Antriebswelle ist, von zwei Lagern 2, 4 eines
gleichfalls unmagnetischen Gestells i abgestützt. Ein Hohlzylinder 6 trägt an seinen
Enden Pole 7, die zwischen mit der Antriebswelle 9 verbundenen Schilden 8a, io festsitzen.
Die mit derWelle9 umlaufenden Pole 7 streichen an Polschuhen vorbei, die an den
Enden von zwei Stegen 13, 14 aus magnetischem Metall vorgesehen sind; die letzteren
sind durch einen magnetischen Kern 15 verbunden, der die primäre und sekundäre Bewicklung
i 5a trägt.
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Der auf der Welle 9 festsitzende Trieb 12 kämmt mit einem Zahnkranz
25u mit innerer Verzahnung, dessen Nabe 24. vermittels eines Kugellaufkranzes sich
auf einer Achse 59 abstützt, die durch einen geeigneten Träger 6o mit dem Gestell
i verbunden ist. Auf der Nabe 24. ist der Bürstenträger 23 befestigt, dessen Bürste
26 durch einen Leiter 27 mit einer mittleren Kohle 28 verbunden ist, die
durch
die im Deckel 2o untergebrachte Verbindung 29 und die Verbindung 2,1 mit der sekundären
Bewicklung des Ankers verbunden ist. Die Bürste 26 gelangt nacheinander in Berührung
mit den Kontakten 30 (Abb. i, 3) eines Verteilers, die an die Kerzen der sechs Motorzylinder
angeschlossen sind.
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Bei dem in Rede stehenden Motor sind zur Erzeugung der Explosionen
sechs Funken erforderlich, die durch sechs Änderungen des magnetischen Flux erzeugt
werden. Da nun der Induktor 6 vier Polschuhe; aufweist, so ergeben sich bei jeder
Umdrehung dieses induzierenden Teiles vier Variationen des Flux; es sind demnach
eine und eine halbe Umdrehung des induzierenden Teiles 6 zur Erzielung von sechs
Kraftlinienliußänderungen, die die sechs Funken erzeugen; erforderlich. Da beim
Viertakt-Kreisprozeß sechs Funken für sechs Zylinder zwei Umdrehungen der Antriebswelle
entsprechen, so muß folglich der induzierende Teil 6. eine und eine halbe
-Umdrehung bei zwei Umdrehungen der Antriebswelle, also drei Viertel einer Umdrehung
bei jeder Umdrehung der Antriebswelle machen, welcher Umstand das Übersetzungsverhältnis
zwischen dem Motor und dem induzierenden Peil 6- des Magnetinduktors bestimmt. Andernteils
gelangt bei jeder vollen Umdrehung des Bürstenträgers 23 die Bürste 26 nacheinander
zur Berührung mit den sechs Kontakten 3o des Verteilers. Der Bürstenträger 23 und
der Kranz 25a müssen also eine Umdrehung bei zwei Umdrehungen der Antriebs- bzw.
Motorwelle machen, d. h. bei einer und einer halben Umdrehung des induzierenden
Teiles 6, welcher Umstand das Übersetzungsverhältnis des Getriebes bestimmt, das
durch den Trieb 12 und das Zahnrad 25a gebildet wird, also im vorliegenden Falle
. Hieraus folgt, daß, wenn d der
kleinste Teilkreisdurchmesser ist, der für den Trieb 12 gewählt «-erden kann, jener
des Rades 25a gleich
sein wird.
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Überdies ist bei einer derartigen Anordnung die Achse 59 des Verteilers
nebst seinen Laufkränzen im großen Rad 24 gelegen, so daß die Schmierung unter Verhütung
der Möglichkeit von das richtige Arbeiten der Maschine beeinträchtigenden Ülschleuderungen
im Innern des Verteilers erfolgen kann.