DE505083C - Einrichtung zum Entlaugen und Foerdern von aus Drehkochern entleertem Zellstoff - Google Patents
Einrichtung zum Entlaugen und Foerdern von aus Drehkochern entleertem ZellstoffInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C7/00—Digesters
- D21C7/08—Discharge devices
Landscapes
- Food-Manufacturing Devices (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zur Entfernung der Ablauge aus und die
Weiterbeförderung von Zellstoff, der nach beendetem Aufschluß in Drehkochern aus
dieser entleert wird.
Bei den bekannten Vorrichtungen vollzieht &ich diese Entleerung folgendermaßen:
Nachdem die Kochung vollendet ist, wird der Drehkocher stillgesetzt, und die Einfüll-Öffnung
wird geöffnet. Sodann dreht man den Kocher wieder, der sich alsdann allmählich entleert, indem er bei jeder Umdrehung
durch die Einfüllöffnung einen Teil seines Inhaltes verliert.
Das Kochgut fällt zwischen die Stützen des Behälters, wo es abtropft und sodann
von Hand fortgeschafft wird.
Es sind bereits Einrichtungen bekannt mit einer geneigten Bahn, die am Fußboden unmittelbar
in der Nähe des Drehkochers angeordnet ist, so daß, wenn das Material abgetropft
ist, es mit der Hand auf die geneigte Bahn geschoben werden kamm, über
die es von selbst zu den weiteren Veraras beitungsstellen gleitet. Auch dieses Verfahren
benötigt noch einen Mann, der das ausgelaugte Material dauernd auf die geneigte Bahn befördert.
Man hat auch bereits, um das Ablaufen der Lauge aus dem Kochgut zu erleichtern, dieses
auf gelochte Bleche oder Roste gebracht. Die Förderung von dort mußte jedoch ebenfalls
von Hand erfolgen. Gemäß der Erfindung wird ein gutes Abtropfen des Kochgutes und gleichzeitig eine selbsttätige Wei-
terbeförderung· dadurch erreicht, daß unterhalb
des. Drehkochers ein Abtropfrost angeordnet ist, dessen Form sich der äußeren Form des Drehkochers anpaßt, und daß am
Kocher ein Abstreicher befestigt ist, der bei der Drehung des Kochers über den Rost
hinstreicht und so selbsttätig das entleerte Gut weiterfördert, z. B. auf eine geneigte
Bahn, eine mechanische Fördereinrichtung o. dgl., ohne daß hierzu ein besonderer Arbeiter
benötigt wird.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung gemäß der Erfindung
dargestellt. Die Abb. 1 und 2 sind senkrechte Schnitte entsprechend den Linien
ι-1 und 2-2.
Der Drehkocher besteht in bekannter Weise aus einem kugeligen Teil 1, einer Füllungs-
und Entleerungsöffnung 1« und Drehzapfen 2, die in einem Ständer 3 gelagert sind. Unter
dem Kocher ist zur Aufnahme des fertiggekochten Stoffes ein A.btropfrost angeordnet,
der aus einem gelochten Blech 4 besteht, welches zwischen zwei Holzwänden 5 gehalten
wird. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
hat der Abtropfrost eine zylindrische Form, und die Achse des Zylinders fällt mit der
Drehachse des Laugenbehälters zusammen. Das Blech ist mit einem gewissen Abstand
vom Umfang des Kugelkochers angeordnet, damit das ausgelaugte Material während der
Drehung des offenen Kochers zwischen ihn und den Abtropfrost fallen kann.
Die Durchlochungen des Bleches, die zum ίο mindesten sich über einen Teil der Oberfläche
erstrecken, gestatten das Abtropfen des Stoffes. Die Lauge fällt von den Blechen
aus in eine Schale 6, die sie in einen Kanal 7 leitet.
An irgendeinem Punkte des Umfanges des Kochers ist ein Abstreichbrett 8 befestigt, welches
bei der Drehbewegung des Kochers die obere Fläche des Bleches 4 überstreicht. Das
Abstreichbrett 8 kann beispielsweise aus Holz bestehen, und man kann zweckmäßigerweise
das Gegengewicht 9 am Kocher, welches sich diametral gegenüber der Einfüllöffnung ia befindet,
zur Befestigung benutzen. Das Abstreichbrett kann mit Hilfe von kleinen Schraubstiften in das Gegengewicht eingeschraubt
werden, ohne daß die Möglichkeit besteht, daß der Kocher hierdurch undicht wird.
Durch das Abstreichbrett wird bei jeder
Umdrehung des Kochers das ausgelaugte Material, welches durch die Öffnung austritt,
bis auf den oberen Teil einer geneigten Ebene 10 geschoben, über die -es hinweggleitet,
um sodann auf eine rollende Beförderungsvorrichtung 11, wie sie beispielsweise
auf der Zeichnung dargestellt wurde, oder auf irgendeine andere Behandlungsvorrichtung
zu gelangen. Selbst wenn keine mechanische Transportvorrichtung angewendet und das
ausgelaugte Material noch mit der Gabel weggeschafft würde, so bietet die beschriebene
Vorrichtung noch einen Vorteil, da das Material auf die Seite geworfen wird und es dem Arbeiter erspart bleibt, unter den Behälter
zu fassen.
Vorstehende Ausführung ist nur ein Beispiel, und der Erfindungsgedanke läßt sich
auf mancherlei Weise ausführen, ohne aus dem Rahmen der vorliegenden Erfindung
herauszutreten.
Das Abstreichbrett kann beispielsweise aus verschiedenen Materialien bestehen, seine
Form kann verändert werden, es könnte fest oder angelerikt sein. Außerdem könnte man
anstatt eines Brettes Haken o. dgl. verwenden.
Es ist auch möglich, den Kocher mit mehreren Einfüllöffnungen zu versehen und eine
Anzahl Abstreichbretter anzuordnen.
Der Abtropfrost, der das ausgelaugte Material aufnimmt, kann, anstatt aus Blech hergestellt
und zwischen zwei Holzwänden angeordnet zu werden, aus irgendwelchen anderen
Materialien bestehen. Seine Form kann auch anstatt zylindrisch kugelig sein. Auch
die Abmessungen können verschiedenartig gewählt werden.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zum EntLaugen und Fordem von aus Drehkochern entleertem Zellstoff, gekennzeichnet durch einen unterhalb des Kochers (1) und mit Abstand von diesem angeordneten, der äußeren Form des Kochers entsprechend (z. B. zylindrisch oder kugelig) geformten Abtropfrost (4) und durch einen am Kocher befestigten Abstreicher (8), der bei der Drehung des Kochers das aus ihm auf den Abtropfrost fallende Kochgut von diesem entfernt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreicher (4) der Einfüll- und Entleerungsöffnung (i°) des Drehkochers diametral gegenüb ersitzt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR505083X | 1929-05-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE505083C true DE505083C (de) | 1930-08-13 |
Family
ID=8908246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES92163D Expired DE505083C (de) | 1929-05-21 | 1929-06-12 | Einrichtung zum Entlaugen und Foerdern von aus Drehkochern entleertem Zellstoff |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE505083C (de) |
| FR (1) | FR691331A (de) |
-
1929
- 1929-05-21 FR FR691331D patent/FR691331A/fr not_active Expired
- 1929-06-12 DE DES92163D patent/DE505083C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR691331A (fr) | 1930-10-20 |
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