DE504532C - Viertelschlagwerk mit selbsttaetiger Schlagregelung - Google Patents
Viertelschlagwerk mit selbsttaetiger SchlagregelungInfo
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Description
- Viertelschlagwerk mit selbsttätiger Schlagregelung Die Erfindung betrifft Viertelschlagwerke für Uhren mit einer Vorrichtung, die das Werk, wenn es durch andere Auslösung als mittels des auf der Minutenradwelle sitzenden Auslösesternes, z. B. durch solche von Hand, in Unordnung geraten ist, so daß die Stellung der Schlagscheibe mit derjenigen des Auslösesternes nicht mehr übereinstimmt und folglich das Werk falsch schlägt, selbsttätig wieder in Ordnung bringt, indem bei Beendigung des Dreiviertelschlages der Auslösehebel so eingestellt wird, daß die folgende Auslösung zum Vollschlag nicht durch einen der drei Zacken des Auslösesternes für die Auslösung zum Einviertel-, zum Halb-und zum Dreiviertelschlag, sondern nur durch den längeren Zacken für die Auslösung zum Vollschlag bewirkt werden kann. Das Neue besteht hauptsächlich in der nachstehend beschriebenen Ausführung dieser Reguliervorrichtung, die sich gegenüber bekannten Ausführungen dadurch unterscheidet, daß der Auslösehebel durch eine mit der Viertelschlußscheibe verbundene Steuerscheibe nach dem Dreiviertelschlag aus der Bahn der kurzen Auslösezacken bewegt wird.
- Auf der Zeichnung sind die in Betracht kommenden Teile eines Viertelschlagwerkes gemäß der Erfindung durch Abb. i und 2 in verschiedenen Stellungen in Vorderansicht dargestellt. Der fest auf der Minutenradwelle i sitzende Auslösestern hat in bekannter Weise drei kurze Zacken2, 3 und q. für die Auslösung zum Einviertel-, zum Halb- und zum Dreiv iertelschlag und einen längeren Zacken 5 für diejenige zum Vollschlag. Der Auslösehebel besteht aus zwei getrennten, lose auf der Welle 6 sitzenden Armen, und zwar einem kurzen klinkenartigen Arm 7 und einem langen Arm B. Der Arm 7 greift mit einer Nase 9 unter einen Stift 1o des Armes B. Dieser hat einen rückwärts gebogenen Lappen i i, der durch einen Ausschnitt 12 der Vorderplatine 13 hindurchragt, und liegt mit seinem vorwärts gebogenen freien Ende 14 auf dem Umfang einer Steuerscheibe 15, die mit der in ,geringem Abstand hinter ihr auf der Welle 16 sitzenden Scheibe 17 fest verbunden ist. Die letztere hat in bekannter Weise vier Kerben 18, 19, 2o und 21 in Winkelabständen von ein-, zwei-, drei- und viermal 36°, während die Scheibe 15 einen Ausschnitt 22 hat, der vor der Kerbe 21 und einem Teil des von dieser bis zur Kerbe 18 sich erstreckenden Flügels der Scheibe 17 liegt.
- Der um die Achse 23 schwingende Anrichthebel hat in bekannter Weise einen von seiner Nabe aus aufwärts ragenden Arm 24., der auf die Rechensperrfalle des Stundenschlagwerkes einwirkt, ferner am freien Ende seine Armes 25 einen rückwärts gebogenen, durch einen Ausschnitt der Vorderplatine 13 hindurchragenden Warnungslappen 26, der mit einem Stift des Windfang- oder Anlaufrades dieses Werkes zusammenwirkt, und an einem Ansatz 27 ungefähr in der Mitte seines langen Arines 28 einen ebenfalls rückwärts gebogenen, durch einen Ausschnitt der Vorderplatine hindurchragenden Lappen 2.9, der mit dem Stift 3o des Anlaufrades 31 des Viertelschlagwerkes zusammenwirkt. Der lange Arm 28 des Anrichthebels trägt eine Falle 32, die um einen unter dem Ansatz 27 sitzenden Zapfen 33 schwingbar ist und am freien Ende eines abwärts ragenden Armes einen rückwärts gebogenen, durch den Ausschnitt 12 der Vorderplatine hindurchragenden Lappen 34 hat, ferner an einem abwärts ragenden Ansatz über der Scheibe 17 einen in deren Kerben passenden Knopf 35 und am freien Ende einen vorwärts ragenden Stift 36. Hinter der Platine 13 sitzt auf der Welle des Rades 37, das von dem auf der Welle 16 sitzenden Rad 38 mit zehnfacher Geschwindigkeit angetrieben wird und das Anlaufrad 31 antreibt, eine Scheibe 39 mit einer Kerbe für den Eingriff des Lappens 3¢ der Falle 32.
- In Abb. i stimmt die Stellung der Scheibe 17 finit der des Auslösesternes 2, 3, 4., 5 überein, und zwar ist dies die Stellung nach Beendigung des Dreiviertelschlages und vor der Auslösung zum Vollschlag. Bei Beendigung des Dreiviertelschlages ist die ungefähr radiale gerade Kante der Scheibe 15, die deren Ausschnitt 22 einerseits begrenzt, unter dein freien Ende 1+ des Armes 8 des Auslösehebels durchgegangen. Dieser Hebelarm ist hierbei mit genanntem Ende vom kreisbogenförmigen Teil des Umfanges der Scheibe 15 auf genannter Kante bis zum tiefsten Punkt des Ausschnittes 22 abgeglitten; er hat sich also aus der ausgezogen gezeichneten Stellung nach Abb. 2 in diejenige nach Abb. i bewegt und dabei mittels des Stiftes 1o und der Nase 9 den Hebelarm 7 mitgenommen. Das freie Ende des letzteren ist hierbei aus der Bahn der drei kurzen Zacken 2, 3 und 4. des Auslösesternes getreten, aber noch in derjenigen des .langen Zackens 5 geblieben.
- Dieser bewegt daher während des letzten Viertels einer Umdrehung der -,%Iinutenradwelle i den Auslösehebel 7, 8 aus der ausgezogen gezeichneten Stellung nach Abb. i in die strichpunktiert gezeichnete Stellung nach Abb. i, wobei dieser Hebel mittels seines Lappens i i auch den Anrichthebel 24., 25, 28 aus der ausgezogen in die strichpunktiert gezeichnete Stellung hebt. Hierbei treten zunächst der Lappen i i in die Bahn des Stiftes 3o des Viertelwerk-Anlaufrades 31, der Lappen 29 aus der Bahn dieses Stiftes, der Lappen 34. aus der Kerbe der Scheibe 39 und der Knopf 35 aus der Kerbe 21 der Scheibe 17, was zur Folge hat, daß dieses Werk anläuft, dann auch der Lappen 26 in die Bahn eines Stiftes des Stundenwerk Anlaufrades und ein Lappen der durch den Hebelaren 2-bewegten Rechensperrfalle aus der Bahn dieses Stiftes, was zur Folge hat, daß auch dieses Werk anläuft.
- Sobald zur vollen Stunde der Zacken 5 des Auslösesternes vom Ende des Hebelarmes ; abgleitet, fällt der Auslösehebel7, 8 in die ausgezogen gezeichnete Stellung nach Abb. i zurück, wobei sein Lappen i i wieder aus der Bahn des Stiftes 30 tritt, während der Anrichtliebel 24., 25, 28 nur bis zum Auftreffen des Lappens 34. auf dem Umfang der Scheibe 39 zurückfällt; hierdurch wird das Viertelwerk zum Vollschlag ausgelöst. Die Scheiben 15 und 17 drehen sich nun so lange, bis die Kerbe 18 der Scheibe 17 dem hierbei auf deren Umfang gleitenden Knopf 35 genau gegenüberliegt, nämlich um viermal 36°, wobei das Werk vier Schläge ausführt. Bei Beendigung dieser Drehung tritt auch die Kerbe der Scheibe 39 wieder dem Lappen 34. gegenüber, worauf der Hebel 24, 25, 28 Vollends in die ausgezogen gezeichnete Stellung zurückfällt. Sein Lappen 29 tritt hierbei wieder in die Bahn des Stiftes 30 und hält somit das Anlaufrad 31 samt dein Laufwerk an. Ferner tritt sein Lappen 26 wieder aus der Bahn des Stiftes des Stundenwerk-Anlaufrades, was zur Folge hat, daß nun dieses Werk die durch das Maß des Rechenabfalles bestimmte Anzahl von Stundenschlägen ausführt.
- Bei der erwähnten Drehung der Scheiben 15 und 17 ist der Hebelarm 8 mit seinem freien Ende 1.4 vom tiefsten Punkt des Ausschnittes 22 auf der diesen begrenzenden, teils geraden, teils gebogenen Kante dieser Scheibe einporgeglitten; dieser Hebelarm hat sich also von der ausgezogen gezeichneten Stellung nach Abb. i in diejenige nach Abb. 2 zurückbewegt, wobei das freie Ende des ihin gefolgten Hebelarmes 7 wieder in die Bahn der drei kurzen Zacken 2, 3 und 4 des Auslösesternes getreten ist. Während der nächsten Vierteldrehung der Minutenwelle i bewegt daher der kurze Zacken 4. dieses Sternes den Auslösehebel 7, 8 aus der ausgezogen gezeichneten in die strichpunktiert gezeichnete Stellung nach Abb. 2, wobei dieser Hebel mittels seines Lappens i i auch den Anrichtliebel 24., 25, 28 hebt, jedoch nicht in die strichpunktiert gezeichnete Stellung, sondern nur so weit, daß in der oben beschriebenen Weise der Anlauf des Viertelwerkes, aber nicht auch der des Stundenwerkes erfolgt.
- Sobald zur ersten Viertelstunde der Zak-
ken ¢ des Auslösesternes vom Ende des Hebelarmes 7 abgleitet, fällt der Auslöse- hebel 7, ä in die ausgezogen gezeichnete Stel- lung nach Abb.2 zurück, der Anrichthebel 24, 25, 28 aber wieder nur bis zum Auftreffen des Lappens 34 auf dem Umfang der Scheibe 39: hierdurch wird das Viertelwerk wieder ausgelöst. Stimmt die Stellung der Scheibe 17 mit derjenigen des Auslösesternes 2, 3, 4., 5 überein, so ist dies die Auslösung zum Ein- viertelschlag, und es folgt dann die Aushisung zum Halbschlag durch den Zacken 3. Liegt aber anstatt der dem Zacken ,4 entsprechenden Kerbe 18 die dem Zacken 3 entsprechende Kerbe 1g dem Knopf 35 des Anrichthebels :_1, 25, -2S gegenüber, wie in Ahb. 2, so bewirkt der Zacken 4 die Auslösung zum Halbschlag und der Zacken 3 diejenige zum Dreiviertel- schlag. Bei Beendigung des letzteren gleitet jedoch der Hebelarm S mit seinem freien Ende 14 wieder vom kreisbogenförmigen Teil des Unifanges der Scheibe 15 auf der unge- fähr radialen geraden Kante dieser Scheibe his zum tiefsten Punkt des Ausschnittes 22 ab: der Hebel 7, S bewegt sich also wieder aus der ausgezogen gezeichneten Stellung nach Abb. 2 in diejenige nach Abb. i, wobei das freie Ende seines Armes ; wieder aus der Bahn der drei kurzen Zacken 2, 3 und .I des Auslesesternes tritt. Es folgt daher der Auslösung zum Dreiviertelschlag durch den Zacken 3 die Auslösung zum Vollschlag nicht schon zur dritten Viertelstunde durch den Zacken -2, sondern erst zur vollen Stunde durch den langen Zacken 5. Das Werk ist so- mit wieder in Ordnung. Man kann die Auslösung auch von Hand bewirken, indem man den Hebel 40, 41, der auf einer unter dem Stift 36 des Anricht- hebels 24., 25, 28 in den Platinen gelagerten Achse 4.2 sitzt, mittels einer an seiner Öse .13 zu befestigenden Schnur aus der ausgezogen gezeichneten Stellung nach Abb. i und 2 in die strichpunktiert gezeichnete Stellung nach Abb. i bewegt, wobei sein Arm 41 den Stift 3() des Anrichtehebels 24, 25, 28 aufwärts und so diesen Hebel ebenfalls in die strich- punktiert gezeichnete Stellung drängt. Der Hebel 40, .l1 dient zugleich zum Abstellen des Werkes; dies geschieht in der Weise, daß man diesen Hebel mittels einer an seiner Öse 44 zu befestigenden Schnur in die strichpunk- tieft gezeichnete Stellung nach Abb. 2 bewegt, wobei sein Arm ,4o den Stift 36 aufwärts und den Hebel 24, 25, 28 in genannte Stellung drängt. In dieser werden die Hebel auch nach .:Hufhören des Zuges an genannter Schnur durch eine Feder 4.5 festgehalten, die mit dem einen Ende an der Platine 13 befestigt ist und am freien Ende einen Stift 4.6 trägt, der bei der Umstellung des Hebels 40, 4.1 aus der einen in die andere zweier Kerben 4.; des- selben schnappt.
Claims (1)
-
PATEN TANsPRÜCHE i. Viertelschlagwerk mit selbsttätiger Schlagregelung, bei dein bei Beendigung des "/,-Schlages der Auslösehebel so ein- gestellt wird, daß die folgende Auslösung zum Vollschlag nicht durch einen der drei Zacken des Auslösesternes für die Aus- Lösung zum 1/4 , zum '/,- und zum @'/.,- Schlag, sondern nur durch den längeren Zacken für die Auslösung zum Vollschlag bewirkt werden kann, dadurch gekenn- zeichnet, daß der Auslösehebel (7, S) wäh- rend des 11,-, des @; - und des "/,-Schlages auf (lern Umfang einer auf der Welle (16) der Viertelschlußscheibe (17) sitzenden Steuerscheibe (15) gleitet, bei Beendigung des / ,,-Schlages in einen Ausschnitt (22) dieser Scheibe abgleitet, so daß er aus der Bahn der drei kurzen Sternzacken (2, 3, .4 ) tritt, und während des Vollschlages wie- der auf den Umfang der Steuerscheibe einporgleitet, so daß er wieder in die Bahn dieser Zacken tritt. 2. Viertelschlagwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Anricht- hebel (24, 25, -2S) eine Falle (32) trägt, die bei seinem Anhub in die Warnungs- stellung aus einer sich mit der Viertel- schlußscheibe (17) und der Steuerscheibe (15), aber mit zehnfacher Geschwindig- keit drehenden gekerbten Scheibe (39) ausgehoben wird und sich beim Abfall des Anrichthebels auf den Umfang dieser Scheibe setzt, so daß der Abfall in die Sperrstellung am Anfang jedes Schlages, wenn die Viertelschlußscheibe ihn noch gestattet, durch die gekerbte Scheibe ver- hindert und am Ende jedes Schlages, wenn die V iertelschlußscheibe ihn wieder gestattet, auch von der gekerbten Scheibe gestattet wird, indem dann die Falle wie- der in diese Scheibe einfallen kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD504532X | 1929-08-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE504532C true DE504532C (de) | 1930-08-06 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW83903D Expired DE504532C (de) | 1929-08-25 | 1929-10-08 | Viertelschlagwerk mit selbsttaetiger Schlagregelung |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE504532C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111104B (de) * | 1954-10-18 | 1961-07-13 | Junghans Geb Ag | Rechenschlagwerk |
-
1929
- 1929-10-08 DE DEW83903D patent/DE504532C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111104B (de) * | 1954-10-18 | 1961-07-13 | Junghans Geb Ag | Rechenschlagwerk |
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