DE501694C - Verfahren zur Herstellung von Truebungsmitteln fuer Glaeser und Emaillen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Truebungsmitteln fuer Glaeser und Emaillen

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DE501694C
DE501694C DEK106963D DEK0106963D DE501694C DE 501694 C DE501694 C DE 501694C DE K106963 D DEK106963 D DE K106963D DE K0106963 D DEK0106963 D DE K0106963D DE 501694 C DE501694 C DE 501694C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C1/00Ingredients generally applicable to manufacture of glasses, glazes, or vitreous enamels
    • C03C1/04Opacifiers, e.g. fluorides or phosphates; Pigments

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Trübungsmitteln für Gläser und Emaillen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Weißtrübungsnitteln für Gläser, Emaillen u..dgl. Während bisher aus der Reihe der Verbindungen von Metallen, die durch weiße Oxyde charakterisiert sind, nur wenige als Trübungsmittel sich geeignet erwiesen und diese zum Unterschied von den anderen Verbindungen als Trübungsmittel bezeichnet wurden, ermöglicht das Verfahren gemäß der Erfindung auch die bisher nicht als Trübungsmittel angesehenen Verbindungen als Trübungsmittel anwendbar zu machen, während es bei den als Trübungsmittel bekannten Verbindungen ein Mittel bietet, .um die Deckkraft zu erhöhen.
  • Der Erfindung liegt die Beobachtung zugrunde, daß bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von Trübungsmitteln, bei welchen die als Trübungsmittel in Betracht kommenden Verbindungen durch chemische oder physikalische oder mechanische Prozesse in kolloidalen Zustand übergeführt werden (Gele), die so hergestellten Produkte im lufttrockenen Zustande keine Trübung bewirken, jedoch trüben, wenn sie höheren Temperaturen ausgesetzt werden. Bei den meisten dieser Ver!bi.ndungen ist nun zu beobachten, daß bei zu langem oder zu hohem Erhitzen die Trübungsfähigkeit sehr leicht herabgesetzt wird und ganz verlorengehen kann. Es hat sich nun gezeigt, d!aß, wenn dieser Prozeß des Er.hitzens der Gele in Gegenwart von Kohlenstoff oder bei den in Frage stehenden Er:hitzungstemperaturen Kohlenstoff abgebenden Verbindungen durchg-führt wird, folgende Wirkungen .eintre-ten: Bei den als Trübungsmittel bereits bekannten Verbindungen wird die Trübungsfähigkeit nicht nur gesteigert, sondern sie kann auch bei den höchsten Temperaturen dauernd aufrechterhalten werden, während bisher nicht trübend wirkende Oxyde zu Trübungsmitteln werden.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung bezieht sich sonach nicht nur auf die bisher als Trübungsmittel bekannten Verbindungen, sondern auch auf Verbindungen anderer Metalle und Metalloidie, die durch weiße Oxyde charakterisiert sind.
  • Für alle diese Verbindungen (wie z. B. Oxyden, Silikaten, Phosphaten u. d!gl.) von Metallen und Metaliloiden, .die durch -weiße und glühbeständige Oxyde charakterisiert sind, wie z. B. Aluminium, Antimon, Zink, Zinn., Zirkon, Thorium, Lanthan, Magnesium, Barium, Calcium, Silicium u. dgl., besteht die Erfindung darin, daß diese Verbindungen, nachdem sie in einen kolloidalen Zustand (Gel) gebracht worden sind, in Gegenwart von Kohlenstoff oder Kohlenstoff abspaltenden Stoffen erhitzt werden.
  • Bei Anwendung von Verbinidungen, die beim Glühen mit Kohlenstoff oder Substanzen in reduzierender Atmosphäre bei Temperaturen von 700° C reduziert werden, wie die dies Antimons, Zinks und Zinns, muß der Gl:ü,hprozeß in oxydierender Atmosphäre erfolgen.
  • Beispiel So z. B. kann man aus Kaolin o. dgl. dadurch ein vollwertiges Trübungsmittel hersteien, daß man es mit Alkalien, z. B. Ätzalkalien, wie Ätznatron, in; fester Form oder Lösung behandelt, gegebenenfalls erhitzt, hierauf filtriert und trocknet. Das trockene Produkt wird innig mit fein verteiltem Kohlenstoff gemengt und geglüht, zweckmäßig bei etwa 7oo° C.
  • Statt Kohlenstoff kann auch :eine bei der Glühtemperatur Kohlenstoff abgebende Substanz, z. B. Kohlenwasserstoffe, wie Teer o. dgl., verwendet werden.
  • Der Zusatz des Kohlenstoffes oder Bier Kohlenstoff abscheidenden Substanz kann auch schon gleichzeitig mit der Behandlung mit Alkalien erfolgzn.
  • So kann aus einem auf .der Kolloidmühle in Gelzustand übergeführten Metalloxyd, wie z. B. Magnesiumoxyd, durch Zusatz von Kohlenstoff oder einer Kohlenstoff abscheidenden Substanz und Glühen ein Triibungsmitte1 erhalten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Trübungsmitteln für Gläser und Emaillen, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen solcher Metalle und Metalloide, die weiße Oxyde liefern, die beim Glühen keine die Emaille verfärbenden Verbindungen bilden können, in einen kolloidalen Zustand (Gel) gebracht, mit Kohlenstoff oder Kohlenstoff abspaltenden Stoffen versetzt und erhitzt werden.
DEK106963D 1927-01-04 1927-12-03 Verfahren zur Herstellung von Truebungsmitteln fuer Glaeser und Emaillen Expired DE501694C (de)

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