DE49919C - Photographische camera - Google Patents

Photographische camera

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Publication number
DE49919C
DE49919C DE188849919D DE49919DA DE49919C DE 49919 C DE49919 C DE 49919C DE 188849919 D DE188849919 D DE 188849919D DE 49919D A DE49919D A DE 49919DA DE 49919 C DE49919 C DE 49919C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blind
camera
cord
light
photographic camera
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Expired
Application number
DE188849919D
Other languages
English (en)
Inventor
Posen O. ANSCHÜTZ in Lissa
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OTTOMAR ANSCHUTZ
Original Assignee
OTTOMAR ANSCHUTZ
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Publication date
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Publication of DE49919C publication Critical patent/DE49919C/de
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  • Cameras Adapted For Combination With Other Photographic Or Optical Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 57: Photographs.
Seitdem die lichtempfindlichen Präparate zu grofser Vollkommenheit gediehen und sehr nützliche Einrichtungen für deren Transport und Aufbewahrung geschaffen wurden, haben sich die Verbesserungen für den Dienst des Photographen im wesentlichen darauf beschränkt , die Portabilität der Camera zu erleichtern. Soweit man diesen Zweck durch compendiöse Form zu erreichen suchte, ist das auf Kosten der Vielseitigkeit der Verwendung der Apparate oder der Brauchbarkeit der photographischen Bilder geschehen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Camera, welche ohne die Adjustirung mittelst Beobachtung des Bildes einstellbar ist und in der die Expositionszeit durch eine an sich auch verstellbare Jalousie normirt wird.
Die Camera ist in Fig. 1 bis 5 der Zeichnung veranschaulicht, und zwar durch Fig. 1 in perspectivischer Totalansicht, Fig. 2 im Aufrifs, theils durchschnitten, Fig. 3 durch Seitenansicht, theils durchschnitten, Fig. 4 im Grundrifs, theils durchschnitten. Aus Fig. 5 ist die Arretirungseinrichtung des regulirbaren Schlitzes erkennbar. Fig. 6 und 7 der Zeichnungen stellen die Verwendung der wesentlichen Theile in horizontaler Einrichtung dar.
Mit Hülfe der Fig. 4 läfst sich das Wesentliche der Einrichtung am einfachsten beschreiben, α ist eine Gummischnur, welche bei a1 befestigt,.' andererseits um die losen Rollen b ft1'läuft. Eine solche Schnur ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, oben und unten in der Camera angebracht. Bei c erfassen die beiden Schnüre ■ die lichtdichte Jalousie d d, welche über die beweglichen Rollen e e1 geleitet bezw. auf e1 aufgewickelt werden kann. Die Jalousie an sich besteht aus zwei Theilen d und d1, die durch eine feste Schnur f in der Weise zusammengehalten werden, dafs die Befestigung am Obertheil von dl bei f1, Fig. 2, geschieht und eine Durchleitung der Schnur mittelst der Oesen /2/2/2 ein Nachziehen derselben, das ist eine Verlängerung oder Verkürzung gestattet. Das bewegliche Ende dieser Schnur hält eine federnde Klammer f3, die auf einer kleinen Zahnleiste, Fig. 2 und 3, welche sich auf d1 befindet, gleitend eingestellt werden kann.
Durch Zug an dieser Schnur und Arretirung mittelst f3 kann sonach der Schlitz in der Jalousie verengt oder erweitert und damit die Expositionszeit nach Bedarf verändert werden.
Mit dem Umstand, dafs die Jalousie mit diesem Schlitz in nächster Nähe des lichtempfindlichen Präparates vorübergeht, ist der Einwirkung von zerstreuten Lichtstrahlen auf die lichtempfindliche Platte vorgebeugt, aber jeder Theil der Platte während der Expositionszeit von den durch das Objectiv eintretenden directen Lichtstrahlen getroffen.
An der Rolle e1, Fig. 4, die wie die übrigen Rollen an beiden Enden der Camera gelagert ist, befindet sich unten ein gezahntes Rädchen g, in welches eine Klinke h sperrend eingreift.
Man kann somit die Jalousie mit dem ganzen Theil d1 und die Schnur/, welche die Jalousietheile zusammenhalt, auf die Rolle e1 aufwickeln durch Drehen der Handhabe z, Fig. 2. In diesem Falle . spannt sich die elastische .Schnur λ und der rechtsseitige Theil der Jalousie d verschliefst lichtdicht die Camera zwischen den Rollen e und e1, während die Auslösung der Klinke h die elastische Schnur a
zur Wirkung kommen läfst und ein Zurückschnellen der Jalousie d sammt dem Schlitz bewirkt, so dafs währenddessen durch den Schlitz eine Exposition erfolgt.
Für die Auslösung der Klinke h ist in dem durch Zeichnung dargestellten Apparat die bekannte pneumatische Art gewählt, und genügt ein leichter Druck auf den Gummiballon h, Fig. i, um die kleine Kolbenstange /, Fig. 4, wider die hebeiförmige Klinke h drücken zu machen.
Die Bewegung der Jalousie kann selbstverständlich auf die verschiedensten Arten und z. B. auch dadurch geschehen, dafs man am Boden von e eine Uhrfeder einkapselt und ein Aufrollen des zeitweilig nicht benutzten Theiles der Jalousie, das ist .6? auf.e, verstattet. Ebenso kann die Sperrvorrichtung an e1 auf andere bekannte Weise ausgelöst werden, es ist aber die beschriebene Form gewählt, weil sie ein Aufwickeln der gesammten Jalousie, das ist des Theiles d1, der Schnur f und des Theiles d auf e\ zuläfst und in solchem Falle alsdann die volle Gröfse der lichtempfindlichen Platte in der üblichen Weise auf einmal exponirt werden kann. Damit wird die Camera für alle Zwecke der photographischen Aufnahme im Atelier etc. ohne Veränderung oder Demontirangirgend welcher Theile brauchbar.
Ein horizontales Arrangement der Verschlussvorrichtung ist aus Fig. 6 und 7 erkennbar.
Ein dreieckig geformter kastenartiger Körper^ wird an der bei 1 befindlichen lichtempfindlichen Platte derart, vorbeigeführt, dafs das bei der offenen Seite k1, Fig. 6, eintretende, vom Objectiv kommende Licht nur durch einen Spalt Z1 zu der lichtempfindlichen Platte gelangen kann. Zu dem Zweck wird der vordere Theil des Körpers A vermittels Stifte m} m1 in einem Schlitz η geradlinig geführt und der untere mit Stiften 0 0 in Nuthcurven ρ geleitet, so dafs die obere Kante q jederzeit eine geradlinige Bahn durchläuft. Um eine Verstellbarkeit des Spaltes Z1 möglich zu machen, ist. der Boden durch Scharniere c, Fig. 6, mit den Seitenflächen drehbar verbunden, und andererseits . ist durch eine Liderung s der Austritt des Lichtes seitlich verhindert. Die Verstellung des Spaltes erfolgt wie früher durch die auf einer Zahnstange gleitende federnde Klammer _/3, die mit dem Deckel durch die bei fl befestigte und bei /2/2 geführte Schnur f verbunden ist.
. Um eine unnütze Erhöhung der Kammer zu vermeiden, ist eine Einrichtung vorgesehen, welche das selbstthätige Beiklappen des Bodens r an die Seitenflächen ermöglicht. Dieselbe be-.steht aus dem an. den Stiften (Zapfen) m befestigten doppelarmigen Hebel, dessen unterer Arm t zu einer Nuthcurve t1 ausgebildet ist, in welche ein im Boden befestigter Stift r1 geführt wird. Sobald nun bei der Abwärtsbewegung des Körpers dieser an der Platte vorbeigeführt ist, schlägt der Arm t des Hebels gegen den Stift u und bewirkt dadurch den Schlufs des Spaltes Z1, während dieselbe Wirkung bei der Abwärtsbewegung des Körpers durch den auf den Arm f2 wirkenden Stift ν herbeigeführt wird.
Die Abwärtsbewegung wird durch eine Gummischnur bewirkt, welche bei der Aufwärtsbewegung des Körpers gespannt wird, während die Sperrung in der höchsten Stellung und die Lösung derselben in beliebiger Weise erfolgen kann.
Bei Augenblicksaufnahmen, z. B. Scenen von militairischen Manövern, ist "es für den Photographen von dem erheblichsten Werth, seinen Apparat auf die verschiedensten Entfernungen benutzen zu können. Da er aber in jedem Augenblick für eine Exposition eingerichtet sein, d. h. die lichtempfindliche Platte eingeführt haben mufs, so ist es unmöglich, die Camera mit Hülfe des Bildes auf die verschiedenen Entfernungen einzustellen, und erforderlich, eine solche Einstellung ohnedies rasch bewirken zu können.
Zu diesem Zwecke trägt das Gehäuse für das Objectiv eine steilgehende Schraube und einen Zeiger M, Fig. 3, der sich über eine Scala L auf dem Gehäuse der Camera, Fig. 1, bewegt. Die Scala ist durch Probe, auf das einzelne Objectiv passend, so eingetheilt, dafs mittelst Zahlen bestimmte Entfernungen bedeutet werden.
Durch Fadenkreuz und Visir, welche auf einer Seite der Camera umlegbar angebracht sind, wird die ä'ufserliche Stellung des Apparates für das zu fixirende Bild gewonnen. ■

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine photographische Camera, bei welcher in gleicher, kürzester Entfernung von dem lichtempfindlichen Präparat eine Jalousie d vorübergeleitet und die Expositionszeit durch die Gröfse einer Oeffnung in der Jalousie geregelt wird, die mittelst Verkürzung oder Verlängerung einer Schnur f enger oder weiter zu stellen ist. j
2. An der unter 1. angegebenen Camera die Anordnung einer Scala L in Verbindung mit einer am Gehäuse G (Fig. 3) des Obt jectivs O (Fig. 1) befindlichen Schraube .$ (Fig. 3) und einem Zeiger M (Fig. 1 und 3) zwecks Einstellung des Bildes.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188849919D 1888-11-27 1888-11-27 Photographische camera Expired DE49919C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE49919T 1888-11-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE49919C true DE49919C (de) 1889-12-06

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ID=40822972

Family Applications (1)

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DE188849919D Expired DE49919C (de) 1888-11-27 1888-11-27 Photographische camera

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