DE64575C - Objectivverschlufs für Moment- und Zeitaufnahmen - Google Patents
Objectivverschlufs für Moment- und ZeitaufnahmenInfo
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- DE64575C DE64575C DENDAT64575D DE64575DA DE64575C DE 64575 C DE64575 C DE 64575C DE NDAT64575 D DENDAT64575 D DE NDAT64575D DE 64575D A DE64575D A DE 64575DA DE 64575 C DE64575 C DE 64575C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/08—Shutters
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S7: Photographie.
Mit vorliegendem Objectivverschlufs können sowohl Zeit- als auch Momentbelichtungen bei
photographischen Aufnahmen vorgenommen und die Zeitdauer der Belichtung beliebig geregelt
werden.
Die Wirkung des Verschlusses ist dabei derart, dafs die Verschlufsplättchen bei der Auslösung
sich äufserst rasch öffnen, auf die gewünschte Belichtungsdauer in dieser Stellung
verharren und dann sich wieder äufserst rasch schliefsen. Die Belichtungszeit selbst wird
pneumatisch, durch Pressung oder Absaugen von Luft in einen mit dem Verschlufs entsprechend
verbundenen Cylinder, Blasebalg oder dergleichen geregelt.
^ Der Verschlufs ist in Fig. ι in der Rückansicht,
in Fig. 2 in der Seitenansicht und in Fig. 3 im Horizontalschnitt dargestellt. Die
Fig. 4, 5, 6 und 7 zeigen verschiedene Ausführungsformen
der Bremsvorrichtung des Verschlusses.
Derselbe besteht aus zwei dünnen Plättchen' α von der aus der Zeichnung ersichtlichen
Form, welche, um b drehbar, an der Objectivwand befestigt sind, Fig. 1 , und mittelst
einer segmentförmigen Führung/ flach an die Wand gehalten werden. Eines derselben
ist am Stofsende mit einer Deckleiste c versehen , um den Verschlufs zu einem vollkommen
dichten zu machen. ■ Unterhalb der Objectivöffnung, zwischen den unteren Enden
von α ist eine horizontale Achse d angeordnet, welche einestheils in der Objectivwand und
andererseits in einem an diesem befestigten winkelförmigen Arm i gelagert und mit einer
Kurbel e versehen ist, Fig. 2.
Ueber dem Plättchen α ist auf der Achse d
eine nach Art der Steigräder gezahnte Scheibe g gelagert. Die eine Seite der Zähne ist jedoch
so gekrümmt, dafs ein augenblickliches Oeffnen des Verschlusses erfolgt. Auf der
Stirnseite dieser Zähne sind in der Mitte derselben abgeschrägte Stifte h1. . . h6 angebracht,
während auf den Plättchen α je ein Stift j so
angeordnet ist, dafs er bei Verschlufs des Objectivs zu beiden Seiten in die durch die Zähne
gebildete Vertiefung der Scheibe g zu liegen kommt, Fig. 1. Zwischen letzterer und dem
Arm i ist ein mit der Kurbelachse d fest verbundener
Hebel k angebracht, mit welchem die Kolbenstange I eines Bremscylinders m
drehbar verbunden ist.
Auf dem Hebel k befindet sich eine Blattfeder η, deren entgegengesetzt den Stiften
h1 h2 . . . abgeschrägter Stift 0, durch eine Bohrung
des Hebels k greifend, jeweilig an den gerade hier zu stehen kommenden Stift der
Scheibe g zu liegen kommt (Fig. 2, 3 und 1, Stift /21 punktirt).
Das Spannen des Verschlusses erfolgt durch Abwärtsdrücken der Kurbel e, wobei der mit
der Achse fest verbundene Hebel k mittelst der Stange / den im Cylinder dicht schliefsenden,
aber leicht beweglichen Kolben ρ herunterzieht, wodurch die im Cylinder angeordnete
Schraubenfeder q zusammengeprefst wird. Hier-
bei verläfst der Federstift ο den Stift /21, gleitet
über den Stift ft2 und wird nun hinter diesem
durch einen am Ende des Hebels k befindlichen, gleichfalls entsprechend abgeschrägten
Stift r, welcher vermittelst einer durch die Objectivwand greifenden federnden Sperrklinke
s festgestellt wird, festgehalten. Löst man letztere aus, so schnellt die Spiralfeder
den Kolben und somit den Hebel k in die Höhe, während der Stift h2 nebst der
Scheibe g vom Federstift ο mitgenommen wird. Dabei wirken die gekrümmten Zähne
der Scheibe g excenterartig auf die Stifte j der Plättchen a, indem sie dieselben beiderseits
nach aufsen bezw. aus einander drücken, Fig. 4, wodurch die Objectivöffnung t freigelegt
wird, Fig. 4.
Die unteren Enden der Plättchen λ sind mit an der Objectivwand befestigten Federn u versehen,
welche hierbei durch das Einwärtsgehen dieser Enden gespannt werden und die
nach Ueberschreitung. der Zähne durch die Stifte j ein sehr schnelles Zusammenklappen
bezw. Schliefsen der Plättchen α bewirken, wobei die Stifte j in die nächstfolgenden Vertiefungen
der Scheibe g zu liegen kommen. Infolge der zuerst flachen und dann plötzlich
starken Krümmung der Zähne der letzteren und der kräftigen Federn q und u werden die
Plättchen α plötzlich so aus einander geschnellt, dafs sofort die volle Objectivöffnung dem einfallenden
Licht freigegeben ist. Dieselbe liegt nun auf die gewünschte Belichtungszeit ganz
frei und wird dann gleichfalls wieder so rasch geschlossen, dafs die Bewegung der Plättchen
kaum zu bemerken ist.
Um nun die Belichtungsdauer bezw. die Wirkungsweise der Feder q reguliren zu
können, ist über dem Kolben ρ des Cylinders m noch ein Luftraum, in welchen der
Luftzutritt durch ein auf dem Cylinder angebrachtes Schraubenventil ν geregelt werden
kann.
Je nachdem man den Luftaustritt (oder Zutritt) beschränkt, wird die Feder in ihrer Wirkung
gehemmt und dementsprechend das Oeffnen und Schliefsen der Plättchen' α beeinflufst.
Sollen Zeitaufnahmen gemacht werden, so kann man, wenn die Plättchen α in der oben
beschriebenen Weise durch die Zähne geöffnet sind, Fig. 4, den Hebel k in dieser Lage durch
Einstellen einer zweiten federnden Klinke n> und dadurch die Plättchen festhalten.
Durch Auslösen derselben erfolgt das Schliefsen der letzteren gleichfalls in der bereits
angegebenen Weise. Bei Momentaufnahmen liegt diese Klinke so weit zurück, dafs der Stift r des Hebels k dieselbe bei Passiren
dieser Stelle nicht erreichen kann.
Die Bethätigung des Verschlusses kann an Stelle der in Fig. 1 gekennzeichneten Weise
auch auf die durch die Fig. 4, 5,6 und 7 dargestellte Art nach demselben Princip erfolgen.
Bei Fig. 4 sitzt die über eine Hebelstange 1 geschobene Spiralfeder auf einem an der Objectivwand
befestigten Kloben 2, während sie oben entsprechend mit der Stange verbunden
ist und die Regelung der Feder durch einen mit Schraubenventil 3 versehenen Blasebalg 4
erfolgt. Die die Spiralfeder tragende Stange 1 ist hier in derselben Weise mit dem Hebel k
verbunden wie die Kolbenstange bei Fig. 1, während sie bei Fig. 5, nach unten verlängert,
in zwei Kloben 2 und 5 geführt wird und mit dem Hebel k mittelst eines in einen Schlitz
des letzteren eingreifenden Stiftes 6 gekuppelt ist. Die Anordnung der Schraubenfeder ist
ähnlich wie bei Fig. 4 und erfolgt die Bremsung derselben durch einen cylindrischen luftdichten
Balg, einen Ball oder dergleichen ^, bei denen der Luftzutritt gleichfalls durch ein
Ventil 3 geregelt werden kann.
Bei Fig. 6 sind zwei Cylinder 7, 8 und ein zweiarmiger Hebel k angeordnet, an dessen
Enden je eine Kolbenstange befestigt ist.
Cylinder 7 ist mit einem Ventil 3 versehen, während im Cylinder 8 die Spiralfeder und
Auslösungsvorrichtung untergebracht ist, welche mittelst Luftdruckes in Thätigkeit versetzt wird.
Zu diesem Zweck ist eine Leitung 9 oder dergleichen mit dem Cylinder 8 verbunden.
Hier erfolgt also die Spannung des Verschlusses im Gegensatz zu den übrigen mittelst
Feder gespannten durch die Wirkung des Kolbens im Cylinder 8.
Eine weitere abgeänderte Einrichtung ist in Fig. 7 dargestellt, bei welcher ein Cylinder 7
mit Ventil 3 angebracht und die Kolbenstange wie bei Fig. 1 und 4 mit dem Hebel k gekuppelt
ist, während unterhalb des letzteren gleichzeitig noch eine die Spiralfeder aufnehmende
Stange 10 mit demselben drehbar verbunden ist, welche in einen Kloben 11 der
Objectivwand geführt wird.
Durch die beschriebene Einrichtung erfolgt ein in jeder Weise entsprechendes Oeffnen und
Schliefsen der Objective. Die Regelung der Belichtungsdauer durch Pressung oder durch
Ansaugen von Luft im Cylinder soll eine vollkommene sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Objectivverschlufs für Moment- oder Zeitaufnahmen, bei welchem:a) die federnd beeinflufsten Verschlufsplättchen (a) mittelst einer mit Stiften (h' h2...) besetzten Daumenscheibe (g), die von einem federnden Hebel mitgenommen wird, aus einander geschnellt werden, wobei das Aus-lösen des Verschlusses bei Momentaufnahme durch einen Druck auf eine federnde Klinke (s) und bei Zeitaufnahme auf eine solche (w), welche vorher den Verschluis jeweilig gespannt halten, erfolgt; die Bethätigung des Verschlusses durch einen in einem Cylinder (in) geführten, durch eine Feder beeinflufsten Kolben oder durch einen mit einem Balg, Sack, Gummiball oder dergleichen verbundenen Hebel erfolgt und die Geschwindigkeit desselben durch mittelst eines Ventils regelbare Luftpressung oder Verdünnung im Cylinder, Balg, Sack etc. geregelt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64575C true DE64575C (de) |
Family
ID=338435
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64575D Expired - Lifetime DE64575C (de) | Objectivverschlufs für Moment- und Zeitaufnahmen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64575C (de) |
-
0
- DE DENDAT64575D patent/DE64575C/de not_active Expired - Lifetime
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