DE49882C - Schornsteinreinigungsvorrichtung - Google Patents
SchornsteinreinigungsvorrichtungInfo
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- DE49882C DE49882C DENDAT49882D DE49882DA DE49882C DE 49882 C DE49882 C DE 49882C DE NDAT49882 D DENDAT49882 D DE NDAT49882D DE 49882D A DE49882D A DE 49882DA DE 49882 C DE49882 C DE 49882C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23J—REMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES
- F23J3/00—Removing solid residues from passages or chambers beyond the fire, e.g. from flues by soot blowers
- F23J3/02—Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys
- F23J3/026—Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys cleaning the chimneys
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Die wesentlichen Theile des Apparates, welche das Oeffnen bezw. Schliefsen desselben ermöglichen,
bestehen aus einer cylindrischen oder prismatischen, in ihrer Länge bei c getheilten
Röhre, welche mit ihren inneren Wandungen ein in Mitten durch die ganze Höhe des Schornsteines reichendes und feststehendes,
ca. ι cm starkes Drahtseil in der Weise umschliefst, dafs der untere längere Theil α der
Röhre durch Federn oder Röllchen an jedem Punkte des Drahtseiles sich festhält, während
der obere kürzere Röhrentheil ax lose auf-
und abwärts am genannten Seil sich bewegen kann. An den Umfangen je dieser beiden
Röhrentheile sind in senkrecht über einander stehenden gleichmäfsigen Abständen central gerichtete
bewegliche Stäbe b O1 angebracht. Der
Grundrifs, Fig. 6 , des Kehrapparates einer Kugelesse zeigt deren acht und derjenige des
Apparates einer Steigesse, Fig. 8, zwölf solcher Stabpaare, von denen die des unteren Röhrentheiles
nach aufwärts, die des oberen nach abwärts gerichtet sind, wie die Aufrisse beider
Apparate in den Fig. 5 und 7 darstellen. Diese letzteren Figuren zeigen auch die bewegliche
Verbindung je eines aufwärts und eines abwärts gerichteten Stabes unter sich, und zwar besteht dieselbe aus einem die betreffenden Stäbe zangenartig umfassenden, daher
doppeltem Rechtwinkelstück d, dessen abwärts stehender Schenkel nahe am oberen
Ende des unteren Stabes b mit diesem fest vernietet ist, während für das eine Ende des
oberen Stabes bx zwischen beiden Winkeltheilen mittelst Bolzens der Drehpunkt hergestellt
wird.
Wird nun der obere Röhrentheil vom unteren nach aufwärts fortgezogen, so legen
sich die vorgenannten Stäbe zufolge ihrer oben beschriebenen Verbindung und ihrer
Drehpunkte bei XX1 X2 an die Röhre, wogegen
sich dieselben beim Abwärtsdrücken des oberen auf den unteren Röhrentheil von diesem entfernen; es berühren also die unteren
Stäbe mit ihren freien Enden die Wandungen des Schornsteines. Im ersteren Falle, Fig. 2
bezw. Fig. 5, ist der Apparat geschlossen, im letzteren, Fig. 7 bezw. Fig. 9, geöffnet. Da
nun der untere Röhrentheil nur insoweit am Drahtseil durch Federn oder Röllchen festgehalten
wird, bis dafs die Bewegungen der Stäbe in der nöthigen Weise ausgeführt sind,
so wird beim weiteren Fortbestehen des Zuges oder Druckes am oberen Röhrentheil der ganze
Apparat auf- oder abwärts im Schornstein sich bewegen müssen.
Die Auf- oder Abwärtsbewegung des ganzen Apparates im Schornstein bezw. das vorher'
stattgefundene Schliefsen und Oeffnen desselben wird nun mittelst Ketten, an welchen nur der
obere Röhrentheil befestigt ist, bewerkstelligt. Wie aus den Bewegungsvorrichtungen der
Reinigungsapparate in der Kugel- und Steigesse ersichtlich, laufen diese Ketten geschlossen
je um eine am Fufs und am Kopf der Schornsteine in gleicher Anordnung angebrachte sogenannte
lose Rolle. Solcher einzelner geschlossener Kettenverbindungen der oberen mit der unteren Rolle sind, wie aus Fig. 4 und 11
ersichtlich, je zwei in ersterer und je vier in letzterer angebracht, welche hier mit e bezw.
mit f bezeichnet sind und durch die aus den
Aufrifsfiguren 3 und 10 zu ersehenden Zahnradübertragungen
mit der Kurbel in die entsprechende, den Apparat auf- oder abwärts bringende Bewegung gesetzt werden können.
Die in der äufseren Ansicht der unteren Theile der Schornsteine in den Fig. 1 und 12 durch
Pfeile angedeuteten Kurbelbewegungen bringen den Reinigungsapparat der Kugelesse . in die
aufwärts gehende und den der Steigesse in die abwärts gehende Bewegung.
Beim Abwärtsgehen der Apparate berühren die freien Enden der nach aufwärts gerichteten
Stäbe die Wandungen der Schornsteine, wobei jene zur Verhütung der Reibung und Beschädigung
mit Röllchen versehen sind. Denkt man sich nun zwischen je zwei der Schenkelendpunkte
der auf den oben bezeichneten Stäben befestigten Winkel eine Kette (Reinigungskette),
hier mit g bezeichnet, mit kantigen Gliedern eingespannt, ferner den ganzen
Apparat oben durch einen Ueberzug von Leder oder sonstigem Stoff abgedeckt, so werden die
Wandungen der Schornsteine durch jene Ketten an allen Punkten vom geöffneten, abwärts
gehenden Apparat berührt, d. h. vom Rufs gereinigt, und dieser wird durch die oben
befindliche Abdeckung vollständig nach unten in den Rufsbehälter geführt.
Bei einer quadratischen oder rechteckigen Querschnittsform sind nach den Ecken hin
central gerichtete Stäbe zur Aufnahme der Reinigungsketten nöthig; dasselbe gilt von
Schornsteinen mit polygonalen Querschnittsformen.
Der an den Apparaten für Kugelessen zwischen je zwei Stäben angebrachte Reinigungskettentheil
hat durch die nach seiner Mitte zunehmende Verstärkung die dem Kreisausschnitt des Schornsteingrundrisses entsprechende Segmentform
zu erhalten.
In den oberen Gehäusen / und K, wie solche in Fig. 2 und 9 dargestellt sind, befinden
sich die Kopfrollen, deren Achsen an den Stäben der Gehäuse ihre Unterstützungen
finden.
Bei den bisher in Betracht gezogenen Schornsteinen waren die inneren Wandungen, wie
■die Figuren zeigen, geradlinig und senkrecht angenommen. Es können aber auch hinsichtlich
der Gestalt derselben Abweichungen von der geraden Linie eintreten. Die inneren Wandungen können entweder nach der Ausmündung
des Schornsteines zu zusammenlaufen , welches wiederum in Absätzen oder ■gerader Linie stattfinden kann, wie z. B. bei
Fabrikschornsteinen u. s. w., oder es kann auch bei parallel laufenden Wandungen der ganze
innere Schornsteinkörper in gröfseren oder "kleineren Strecken unter einem gröfseren oder
kleineren Winkel geneigt aufgeführt, also eine sogen, geschleifte Esse sein.
Der Apparat zur Reinigung der erstbezeichneten Schornsteine bleibt im wesentlichen ganz
derselbe, wie er bereits früher beschrieben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist,
nur würden die daselbst mit bx bezeichneten oberen Stäbe durch Ketten zu ersetzen sein,
welche den nach unten zu stattfindenden Erweiterungen des Schornsteines nachzugeben
haben und natürlicherweise diejenige Länge haben müssen, welche erforderlich ist, um die
Schornsteinwandungen auch an den weitesten Stellen mit den Reinigungsketten berühren zu
können.
Für die zweitbezeichnete Art, die sogen,
geschleiften Essen, bleibt ebenfalls die Anordnung des Reinigungsapparates dieselbe, wie
sie aus den beiliegenden Zeichnungen und deren Beschreibung bekannt ist, nur sind in
diesem Falle die im Grundrifs diagonal gerichteten unteren Stäbe b des Apparates in entgegengesetzter
Richtung, also nach abwärts zu verlängern, wie dieses punktirt im Aufrifs, Fig. 7, des Apparates der Steigesse dargestellt
ist. Jeder in dieser Weise verlängerte Stab, deren Drehpunkte am Röhrentheil α natürlicherweise
dann nicht in einer Höhe liegen können, berührt in geöffnetem abwärts gehenden Zustande des Apparates mit seinen beiden
Enden je eine gegenüberliegende Wandung bezw. einen gegenüberliegenden Winkel des
inneren Schornsteinkörpers; der Apparat wird also durch diese kreuzweise Ausspannung seiner
Stäbe auch an den gebrochenen Stellen des Schornsteinkörpers in normaler Stellung abwärts
geführt werden.
Um nun noch zu verhindern, dafs bei bedeutenderen Neigungswinkeln des inneren
Schornsteinkörpers die den Apparat in Bewegung setzenden Ketten nicht störend hierauf
einwirken können, werden dieselben an den in Betracht kommenden Stellen durch im Innern
des Schornsteines anzubringende kleine Röllchen in gehöriger Lage und Richtung erhalten.
Schliefslich sei noch erwähnt, dafs man die Apparate zur Reinigung der Schornsteine mit
derselben Anordnung auch zur Reinigung der Kanäle einer Luftheizung benutzen und gleichzeitig
damit deren Wandungen unter Zuhülfenahme von Wasser feucht abwaschen kann. Zu diesem Zweck ist es nur nöthig, dafs die
in obiger Beschreibung der Apparate mit g bezeichneten Reinigungsketten mit Schwamm,
Wolle, Tuch oder dergleichen umwunden werden, und dafs auf die Abdeckung, welche hier,
bei dem zur Reinigung ausgespannten Apparat nahezu horizontal sein kann, bei der Ausmündung
der Kanäle das nöthige Wasser aufgegossen wird.
Die Figuren der Zeichnung zeigen aufser den oben beschriebenen Reinigungsapparaten
in Fig. 3 und ίο auch die am Fufs der
Schornsteine, und zwar unterhalb der Bewegungsvorrichtung der Reinigungsapparate angebrachten
selbstthätig schliefsenden Rufsbehälter. Dieselben, welche den mittelst des Reinigungsapparates von den Schornsteinwandungen
gelösten Rufs aufzunehmen und zu behalten haben, bestehen aus einem Schubkasten h, der aufsen durch eine Thür verdeckt
ist, und aus einer drehbaren Eisenplatte i, welche beide den inneren Schornsteinquerschnitt
ausfüllen.
Im Ruhezustande, d. i. bei aufwärts gehender Bewegung des Reinigungsapparates, befindet
sich die genannte Platte i in horizontaler Lage und schliefst den Schornstein von dem darunter
befindlichen Rufskasten vollständig ab, Fig. 3. Wird nun aber der Apparat in die abwärts
gehende, d. h. reinigende Thätigkeit gebracht, so ist vorher die Verbindung des Schornsteines
mit dem Rufskasten durch Aufrechtstellung der abschliefsenden Platte, welches durch Abwärtsziehen
des aufserhalb angebrachten'Gewichtes k geschieht, herzustellen. In dieser Stellung, wie
sie in Fig. 10 dargestellt ist, beharrt die Platte, bis' sie der unten angekommene Reinigungsapparat durch seinen unteren Röhrentheil und
mit Beihülfe des im Innern an der Platte angebrachten Gegengewichtes wieder abwärts
drückt, wobei der Schornstein vom Schubkasten mit dem nun darin befindlichen Rufs
selbstthätig abgeschlossen wird, und zugleich das aufsen angebrachte Gewicht k durch
Zurückgehen in die vorige Höhenstellung die Beendigung der Reinigung des Schornsteines
anzeigt. Ein mit dem Gewicht / versehenes, hinter der Kurbel der Bewegungsvorrichtung
angebrachtes Kettchen, deren Länge der Höhe des Schornsteines entspricht und bei der Abwärtsbewegung
des Reinigungsapparates von der Kurbel sich abwickelt, markirt mit der vollständigen Wiederaufwickelung das Endziel
des nach der Reinigung des Schornsteines wieder nach oben geführten Apparates.
Claims (2)
- Patent-Anspruch:ι . Eine Schornstein-Reinigungsvorrichtung, bestehend aus den radial angeordneten, durch Zwischenglieder d gelenkig mit einander verbundenen, die Reinigungsketten g tragenden Stäbe Ob1, welche an den Röhren O1 und α derartig angeordnet sind, dafs sie, wenn αγ gegen α genähert wird, in die Arbeitslage (Fig. 7), dagegen, wenn Λχ von α entfernt wird, in die Ruhelage (Fig. 5) gebracht werden.
- 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Schornstein-Reinigungsvorrichtung :a) die Verlängerung der Stäbe b nach unten, wenn der Schornstem geschleift ist (Fig. 7 punktirt);b) der Ersatz der oberen Stäbe bx durch Ketten, wenn sich die innere Weite des Schornsteines nach oben in einer geraden Linie oder absatzweise verjungt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49882C true DE49882C (de) |
Family
ID=324777
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49882D Expired - Lifetime DE49882C (de) | Schornsteinreinigungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49882C (de) |
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- DE DENDAT49882D patent/DE49882C/de not_active Expired - Lifetime
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