DE68330C - Bleiweifskammer - Google Patents
BleiweifskammerInfo
- Publication number
- DE68330C DE68330C DENDAT68330D DE68330DA DE68330C DE 68330 C DE68330 C DE 68330C DE NDAT68330 D DENDAT68330 D DE NDAT68330D DE 68330D A DE68330D A DE 68330DA DE 68330 C DE68330 C DE 68330C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- slats
- lead
- frames
- white
- chamber
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
- C09C1/00—Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
- C09C1/14—Compounds of lead
- C09C1/16—White lead
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Specific Sealing Or Ventilating Devices For Doors And Windows (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisherigen Bleiweifskammern lagerte sich das Bleiweifs auf Latten ab, welche links
und rechts auf feststehende leiterähnliche Gestelle gelegt wurden, wobei nach Beendigung
des Processes die Latten von Arbeitern, welche in die Kammern hineingingen, abgehoben und
auf den Boden der Kammer herabgeworfen wurden, so dafs auf dem Boden der Kammern
ein wirres Durcheinander von Bleiweifs und Latten entstand. Diese Anordnungen und
dieses Verfahren sind natürlich sehr gesundheitsschädlich, zeitraubend und unreinlich.
Die in beiliegender Zeichnung in Fig. 1 bis 5 veranschaulichte Vorrichtung soll den genannten
Uebelständen abhelfen.
Es ist in Fig. 1 ein Querschnitt durch die ganze Kammer dargestellt, Fig. 2 ist ein Querschnitt
durch einen Theil der Kammer, Fig. 3 ist eine Oberansicht der Kammer, Fig. 4 und 5
sind Einzelconstructionen.
Das Charakteristische der Vorrichtung besteht nun darin, dafs die Latten an dem einen Ende
scharnierartig mit den verticalen leiterähnlichen Gestellen verbunden sind, so dafs bei einer
seitlichen Bewegung der Gestelle ein Herabklappen der Latten stattfindet, wobei infolge
der Erschütterungen das Bleiweifs herabfällt, während die Latten an den Gestellen vermittelst
der Gelenke hängen bleiben.
Es sind α α1 α die verticalen leiterähnlichen
Gestelle, von denen a1 wie bisher feststehend
angeordnet ist, während die anderen Gestelle a a um ihren unteren Stützpunkt gedreht werden
können. Zu dem Zwecke ist die in Fig. 5 näher veranschaulichte Construction vorgesehen.
Die unteren Enden der die Sprossen der Gestelle tragenden Holme c sind nämlich abgerundet
und lagern in entsprechenden Rundungen eines Stützlagers d, wobei eine seitliche
Verschiebung des unteren Endes durch die Zapfen e, welche in Längsschlitzen f des
Lagers sich drehen können, vermieden wird.
Das obere Ende der Holme c ist durch die Decke . der Kammer hindurch verlängert und
als Griff g ausgebildet, welcher in Schlitzen h hin- und herbewegt werden kann, so dafs also
auch eine Hin- und Herbewegung der Gestelle α α möglich ist. Während der Dauer
des Processes sind diese Schlitze h durch Deckel hl derart verschlossen, dafs die Gestelle
infolge Einklemmung der Griffe g in verticaler Stellung festgehalten werden.
Um die Sprossen der Gestelle α sitzen nun drehbar die Latten i, welche an ihrem freien
Ende mit einem Gelenk ausgerüstet sind, das eine seitliche Ausknickung der Latten gestattet,
wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist. Diese Anordnung des Gelenkes, welches eine seitliche
Ausknickung des freien Lattenendes gestattet, ermöglicht, dafs bei verticaler Einstellung der
beweglichen Gestelle das freie Ende der Latten auf den Sprossen desjenigen Gestells, an welchem
die betreffende Latte nicht drehbar befestigt ist,' aufliegt. Dies geschieht nämlich in
der Weise, dafs zunächst das freie Ende umgebogen, hierauf die Latte in horizontaler
Richtung in die Höhe gedreht und nunmehr das freie Ende wieder glatt gestreckt wird, so
dafs also die Latte einerseits drehbar befestigt ist und andererseits frei aufliegt.
In beiliegender Zeichnung ist nun angenommen, dafs das feststehende Gestell a1 beider-
seitig mit drehbar aufgehängten Latten i ausgerüstet ist, während die beweglichen Gestelle a
nur einseitig, und zwar nach aufsen hin, mit den drehbar befestigten Latten i versehen sind.
Zur Auflage der an dem Gestell α1, befestigten Latten dienen die Sprossen der Gestelle a a,
und zur Auflage der an letzteren befindlichen Latten dienen entsprechende Einkerbungen in
den Mauern der Kammer.
Die Handhabung der Vorrichtung ist folgende: Ist der Oxydationsprocefs beendet, so
werden die Deckel hl in die Höhe gehoben, so dafs der Schlitz h frei wird. Nunmehr wird
der Handgriff g zunächst nach links bewegt (rechte Seite der Fig. i), so dafs die freien
Enden der Latten i aus den Einkerbungen der Mauer gelangen und die Latten i selbst herabklappen.
Hierbei wird das Bleiweifs von den Latten abgeschüttelt, während letztere selbst an
dem entsprechenden Gestell α hängen bleiben; hierauf wird der Handgriff g nach rechts bewegt,
so dafs die an dem feststehenden Gestell al rechtsseitig sitzenden Latten i herunterklappen
und das an denselben befindliche Bleiweifs herabfällt. In derselben Weise wird mit
den übrigen Gestellen und Latten verfahren, bis sämmtliche Latten herabhängen und sämmtliches
Bleiweifs auf den Boden der Kammer abgeschüttelt ist. Nach erfolgtem Aufsammeln des Bleiweifses werden zwecks Einleitung des
neuen Processes zunächst wieder die beweglichen Gestelle dadurch vertical festgestellt, dafs
die Deckel h1 geschlossen werden; hierauf werden die Latten i wieder in die zum Gebrauch
nothwendige horizontale Stellung gebracht, und zwar in der Weise, dafs die gelenkig
befestigten freien Enden derselben zunächst umgebogen, dann die Latten in horizontale
Stellung gebracht und hierauf wieder durch Zurückbiegen der freien Enden gerade gestreckt werden. Es kann dann der Procefs
von neuem beginnen.
Durch diese Vorrichtung wird erreicht, dafs zwecks Abschütteins des Bleiweifses von den
Latten die Arbeiter nicht in die Bleikammer selbst zu gehen brauchen, und dafs das Herabklappen
sämmtlicher an einem, Gestell befindlicher Latten gleichzeitig durch einen Handgriff
erfolgt. Hierdurch ist also sowohl jede Gefährdung der Gesundheit, als auch die zeitraubende
Arbeit des Herabwerfens der Latten vermieden worden. Hierzu kommt noch, dafs auf dem Boden lediglich das Bleiweifs sich
ansammelt, ohne dafs die Latten mit demselben vermengt sind. Es wird also auch gleichzeitig
ein reineres Product erzielt. Auch die Arbeit des Wiederaufbringens der Latten ist dadurch
erheblich vereinfacht worden, dafs die Latten nicht herabfallen, sondern an dem einen Ende
gelenkig aufgehängt bleiben. · ;
Zwecks Vornahme von Ausbesserungen ist das untere Ende der Leiterholme derart eingerichtet,
dafs es aus dem Lager d herausgeschoben werden kann (Fig. 5). Mit dem oben bereits erwähnten Schlitz f steht nämlich
ein horizontaler Schlitz / in Verbindung, so dafs also das untere Ende der Holme c derart
aus dem Lager d herausbewegt werden kann, dafs man zunächst die Holme' in die Höhe
hebt, bis der Zapfen e an den Schlitz / gelangt ist, und hierauf durch eine Seitenbewegung den
Zapfen aus genanntem Schlitz und somit auch aus dem Lager herausbewegt.
Claims (2)
1. Eine Bleiweifskammer, dadurch gekennzeichnet,
dafs die zur Ablagerung des Bleiweifses dienenden Latten einseitig gelenkig
an den Sprossen der verticalen Gestelle, welche sämmtlich oder zum Theil in verticaler
Ebene hin- und hergedreht werden können, befestigt sind, so dafs durch eine
Seitenbewegung der Gestelle ein Herabklappen der Latten und somit Abschütteln
des Bleiweifses erfolgt.
2. Eine Bleiweifskammer der unter Patent-Anspruch ι. gekennzeichneten Art, bei welcher
die zur Ablagerung des Bleiweifses dienenden Latten mit einem eine seitliche
Ausknickung der Latten gestattenden Gelenke ausgerüstet sind, zum Zwecke, ein Auflegen der Latten zu ermöglichen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68330C true DE68330C (de) |
Family
ID=341876
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68330D Expired - Lifetime DE68330C (de) | Bleiweifskammer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE68330C (de) |
-
0
- DE DENDAT68330D patent/DE68330C/de not_active Expired - Lifetime
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