DE498808C - Herstellung von Stickoxydul aus Ammoniak - Google Patents

Herstellung von Stickoxydul aus Ammoniak

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DE498808C
DE498808C DEI35259D DEI0035259D DE498808C DE 498808 C DE498808 C DE 498808C DE I35259 D DEI35259 D DE I35259D DE I0035259 D DEI0035259 D DE I0035259D DE 498808 C DE498808 C DE 498808C
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Germany
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ammonia
nitrogen oxide
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oxygen
oxide
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Expired
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DEI35259D
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Inventor
Dr Alfred Von Nagel
Dr Leo Schlecht
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/22Nitrous oxide (N2O)

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Herstellung von Stickoxydul aus Ammoniak Stickoxydul wurde in technischem Maßstabe bisher durch Erhitzen von Ainmonnitrat gewonnen. Da aber dieser Prozeß exotherm verläuft und dadurch Explosionsgefahr gegeben ist, ist ein Arbeiten mit größeren Mengen, vor allein im kontinuierlichen Betriebe, meist mit großen Schwierigkeiten verbunden. Beim Zusammentreffen von Ammoniak und Stickstoffdioxyd entsteht ebenfalls Stickoxydul, jedoch nur in geringer Menge neben viel molekularem Stickstoff.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Stickoxydul in beliebig großem Ausmaß und in kontinuierlichem Betriebe unmittelbar aus Ammoniak dadurch gewinnen kann, daß man dieses bei erhöhter, jedoch zweckmäßig unter Rotglut liegender Temperatur mit einem Überschuß von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen über Katalysatoren leitet und aus den Reaktionsgasen nach Entfernung von etwa gebildetem Stickoxyd und Stickstoffdioxyd das Stickoxydul abtrennt. Die Bildung von Stickoxydul erfolgt, was bisher unbekannt war, in großen Mengen bei der Oxydation von Ammoniak unterhalb Rotglut vorteilhaft zwischen 200 und 55o°. Gleichzeitig treten hierbei nur geringe iNlengen Stickoxyd auf.
  • Als geeignete Katalysatoren seien z. B. Platin, Eisenoxyd mit Zusätzen von @V ismutoxyd oder Manganoxyd sowie Gemische von Kupferoxyd mit Mangandioxyd oder beider mit Silber er-#väbnt.
  • Das Verfahren läßt sich auch vorteilhaft unter Druck ausführen. Um insbesondere im Falle der Verwendung von Sauerstoff eine zu heftige Temperatursteigerung zu vermeiden; kann man das Gasgemisch unter jeweiligem Zufügen von frischem Ammoniak mehrmals im Kreislauf durch den Kontakt leiten oder es durch mehrere hintereinandergeordnete Kontakte führen, wobei das Ammoniak stufenweise zwischen den einzelnen Kontaktschichten zugegeben wird.
  • Um das Stickoxvdul aus den Gasen rein zu gewinnen, wird es- nach Entfernung der etwa gebildeten nitrosen Gase z. B. durch Kornpression oder Kühlung abgeschieden. Auch durch Verwendung von Lösungsmitteln läßt es sich aus den Gasen erhalten.
  • In manchen Fällen, z. B. bei beabsichtigter Verwendung des Stickoxyduls in der Medizin, kann es auch vorteilhaft sein, das Stickoxyclul nach Entfernung der nitrosen Gase gemeinsam mit dein überschüssigen Sauerstoff oder sauerstoftlzaltigen Gas zu komprimieren.
  • Es ist -zwar bekannt, daß beim Überleiten voll Ainmoniaksauerstofgemischen über Rhodiumkatalysatoren neben Stickstoffdioxyd andere Stickstoffoxyde und Verbindungen, wie NH,NO,;, NH,N0.; u. dgl., auftreten. Unter anderen Stickstoffoxyden sind jedoch in erster Linie N_03 und NO zu verstehen, da seither überhaupt noch nie bei der Ammoniakoxy dation die Bildung von N,0 beobachtet, geschweige denn dieser Körper hierbei abgeschieden wurde.
  • Beispiel Ein Ainmoniaksauerstoffgemisch, enthaltend io °/Q Ammoniak und 9o °/a Sauerstoff, wird mit einer Geschwindigkeit von 6ooo 1 in der Stunde auf ein Liter Kontaktsubstanz bei 35o° über Eisenoxyd finit Zusatz von 5 'ja Wismutoxyd und 5 °/o Mangandio:xyd geleitet. Aus den Reaktionsgasen werden die Stickoxyde nach erfolgter Oxydation mittels wässeriger Absorption in bekannter Weise als Salpetersäure abgeschieden. Das Stickoxydul wird aus dem verbleibenden Gas in einer Ausbeute von 55 °/a des verwendeten Ammoniaks durch Abkühlung gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Stickoxydul durch Überleiten von Ammoniak mit einem ÜberschuB von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen bei erhöhter Temperatur, vorteilhaft zwischen 2oö und 55o°, über Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daB man aus en Reaktionsgasen nach Entfernung von gebildetem Stickoxyd und Stickstoffdioxyd das Stickoxydul abtrennt.
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