DE526764C - Herstellung leicht kondensierbarer Stickoxyde - Google Patents

Herstellung leicht kondensierbarer Stickoxyde

Info

Publication number
DE526764C
DE526764C DEI34020D DEI0034020D DE526764C DE 526764 C DE526764 C DE 526764C DE I34020 D DEI34020 D DE I34020D DE I0034020 D DEI0034020 D DE I0034020D DE 526764 C DE526764 C DE 526764C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitric acid
production
water
nitrogen
nitrogen oxides
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI34020D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Christoph Beck
Dr Heinrich Diekmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI34020D priority Critical patent/DE526764C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE526764C publication Critical patent/DE526764C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/36Nitrogen dioxide (NO2, N2O4)

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Herstellung leicht kondensierbarer Stickoxyde Für viele technische Zwecke, z. B. für die Herstellung konzentrierter Salpetersäure aus flüssigem Stickstofttetroxyd, Wasser und Sauerstoff, ist es erforderlich, daß die als Ausgangsprodukt dienenden Stickoxydgase in leicht kondensierbarer Form vorliegen. Um Stickoxydgase leicht und ohne die kostspielige Tiefkühlung in flüssigen Zustand überführen zu können, dürfen sie durch inerte Gase oder Wasserdampf nicht zu stark verdünnt sein; außerdem müssen sie einen Oxydationsgrad besitzen, der nahe demjenigen des leicht kondensierbaren Stickstoffdioxyds (NO.) bzw. Stickstofftetroxyds (N20,) liegt. Die bei der Ammoniakverbrennung sowie beim Lichtbogenverfahren anfallenden Stickoxydluftgemische sind für eine direkte Kondensation zu verdünnt; die bei der Umwandlung von Nitriten in Nitrate mittels Salpetersäure, bei der Denitrierung nitrathaltiger Laugen durch Reduktionsmittel sowie bei ähnlichen technischen Verfahren unverdünnt anfallenden Stickoxyde weisen meist nicht den erforderlichen Oxydationsgrad auf. Da eine Oxydation niederer Stickoxyde mit reinem Sauerstoff oder konzentrierter Salpetersäure zu kostspielig ist, war man zur Gewinnung von flüssigen Stickoxyden bisher auf umständliche Absorptionsverfahren angewiesen. Es ist zwar auch schon ein Oxydationsverfahren vorgeschlagen worden, bei dem man in einem Gegenstromapparat konzentrierte Salpetersäure auf Stickoxyde. einwirken ließ, wobei der obere, der Säurezuführung nächstgelegene Teil gekühlt wurde, während der dem Säureaustritt naheliegende Teil, in dem die Säure durch die Reaktion verdünnt war, erwärmt wurde. Durch die Kühlung sollte die Hauptmenge des in dem Gegenstromapparat bei der Reaktion gebildeten Wassers zurückgehalten werden; der Rest wurde mit wasserentziehenden Mitteln gebunden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man leicht kondensierbare, d. h. unverdünnte und hinreichend oxydierte Stickoxydgase, in einfacher Weise vorteilhaft gewinnen kann, wenn man aus einem Stickstoffdioxyd-Wasserdampfgemisch, das aus konzentrierten Stickoxydgasen niedrigen Oxydationsgrades durch Behandlung mit Salpetersäure niedriger oder mittlerer Konzentration in der Wärme hergestellt wurde, das Wasser räumlich getrennt von der Behandlung der Stickoxydgase mit der Salpetersäure entfernt. Diese Art der Entfernung des Wassers ermöglicht erst die Verwendung verdünnter Salpetersäure bei gleichzeitiger Gewinnung von Stickstoffdioxyd in solcher Konzentration, daß die Kondensation ohne Tiefkühlung ausgeführt werden kann.
  • Praktisch kann man beispielsweise so verfahren, daß man die niederen Stickoxydgase in einem mit Füllkörpern versehenen Turm mit wäßriger Salpetersäure bestimmter Temperatur und Konzentratio4 wäscht oder NO-Gase und wäßrige Salpetersäure sonstwie in der U'ärmei miteinander in innige Berührung bringt. Während der Oxydation wird die Salpetersäure allmählich reduziert, so daß ihre Konzentration und ihr H N 03 - Partialdruck immer niedriger wird. Es ist deshalb von Vorteil, nach dem Gegenstromprinzip zu arbeiten, d. h. das N O reichste Gas zunächst mit der am weitesten verarmten Salpetersäure in Berührung zu bringen und das schon weitgehend zu N 02 oxydierte Gasgemisch aus der stärkeren Säure entweichen zu lassen. 'Wenn man nun das bei der Oxydation aus der verdünnten Salpetersäure durch Verdampfung in. die Gase übergegangene ZVasser, das zum Teil bei der Umsetzung aus der Salpetersäure gebildet wurde, durch Kondensation oder auf andere Art den Gasen entzieht, wird das oxydierte Stickoxydgas vor rückläufiger Umsetzung weitgehend geschützt. Entfernt man das Wasser durch Kondensation aus dem Gasgemisch, so ist ein Kühler, welcher das oxydierte Stickoxydgas mit dem kondensierten 'Vasser möglichst wenig in Berührung bringt, z. B. ein kurzer, ungefüllter, nicht zu enger Röhrenkühler, von besonderem Vorteil. Das Verfahren gestattet somit, den zur Oxydation von N O zu N02 benötigten Sauerstoff zum allergrößten Teil aus der verdünnten Salpetersäure zu entnehmen, die nach erfolgter Oxydation zweckmäßig in eine Absorptionsanlage für verdünnte nitrose Gase geleitet und dort wieder auf ihre ursprüngliche Konzentration gebracht wird. Die Möglichkeit der Verwendung einer verdünnten Salpetersäure, wie sie im technischen Betriebe unmittelbar erhalten wird, bedeutet eine erhebliche Vereinfachung des Betriebes und eine Verbilligung der Herstellungskosten.
  • Beispiel Niedrig oxydierte Stickoxy dgase, bestehend aus Stickoxyd (NO) oder Gemischen davon mit Stickstoffdioxyd, wie sie bei dem Ansäuern von Nitritlösungen aus der alkalischen Absorption nitroser Gase oderbei-derDenitrierung von Salpeterlösungen mit Reduktionsmitteln anfallen, werden durch einen mit Raschigringen gefüllten Turm von unten eingeleitet. Dieser wird mit verdünnter Salpetersäure, wie man sie bei der Absorption verdünnter nitroser Gase in Wasser unmittelbar erhält, berieselt. Die Temperatur der oben zufließenden Säure beträgt 75 bis ioor, ihre Konzentration 4.5 Gewichtsprozent HN 03 beim Zulauf und etwa 2 5 Gewichtsprozent H N 03 beim Ablauf. Das in den Turm einströmende NO-Gas enthält nach dem Passieren des Kieselturmes und nach Kondensation des Wasserdampfes mittels eines geeigneten Kühlers 85 bis 9o % N02 und nur noch i o bis i 5 % N O: Dieses Gasgemisch läßt sich durch Kühlwasser von io bis i5° zu flüssigem Stickstofftetroxyd kondensieren; die erhaltene Flüssigkeit ist durch einen geringen Gehalt an N203 grün gefärbt. Durch geringe 'Mengen Sauerstoff kann das Gemisch in reines N=O, übergeführt werden; zur Herstellung konzentrierter Salpetersäure kann es direkt mit Wasser und Sauerstoff behandelt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung leicht kondensierbarer, konzentrierter, höherer Stickoxyde durch Behandlung konzentrierter Stickoxydgase niedrigen Oxydationsgrades mit Salpetersäure niedriger oder mittlerer Konzentration in der Wärme, dadurch gekennzeichnet, daß man räumlich getrennt hiervon aus dem entstandenen StickstoffdioKyd-Wasserdampfgemisch das Wasser in an sich bekannter Weise entfernt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man den Wasserdampf mittels einer Kühlvorrichtung entfernt, in der das oxydierte Stickoxydgas möglichst wenig mit dem kondensierten Wasser in Berührung kommt.
DEI34020D 1928-04-01 1928-04-01 Herstellung leicht kondensierbarer Stickoxyde Expired DE526764C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI34020D DE526764C (de) 1928-04-01 1928-04-01 Herstellung leicht kondensierbarer Stickoxyde

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI34020D DE526764C (de) 1928-04-01 1928-04-01 Herstellung leicht kondensierbarer Stickoxyde

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE526764C true DE526764C (de) 1931-06-10

Family

ID=7188595

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI34020D Expired DE526764C (de) 1928-04-01 1928-04-01 Herstellung leicht kondensierbarer Stickoxyde

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE526764C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744370C (de) * 1939-12-30 1953-01-05 Bamag Meguin Ag Berlin Herstellung konzentrierter Salpetersaeure durch thermische Zersetzung duenner Salpetersaeure

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744370C (de) * 1939-12-30 1953-01-05 Bamag Meguin Ag Berlin Herstellung konzentrierter Salpetersaeure durch thermische Zersetzung duenner Salpetersaeure

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2250916C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Nitroparaffinen und Anlage zur Durchführung dieses Verfahren
DE68906223T2 (de) Methode zur reduktion von stickoxid.
DE854205C (de) Herstellung von Schwefelsaeure
DE526764C (de) Herstellung leicht kondensierbarer Stickoxyde
DE1224715B (de) Verfahren zur Herstellung von hochprozentigem Stickstoffmonoxyd
DE910536C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefeltrioxyd
DE657192C (de) Herstellung hochkonzentrierter Salpetersaeure aus verduennter Salpetersaeure
DE544193C (de) Absorption verduennter nitroser Gase
DE698852C (de) Herstellung konzentrierter Stickoxyde
DE3717835A1 (de) Verfahren zur no-rueckgewinnung aus dem bei der ammoniumnitritherstellung anfallenden abgas
DE593961C (de) Herstellung konzentrierter Salpetersaeure
DE483146C (de) Herstellung hochkonzentrierter Salpetersaeure
DE372245C (de) Verfahren zur Darstellung konzentrierter Salpetersaeure
DE838603C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Salpetersaeure
DE753116C (de) UEberfuehrung von Stickstoffmonoxyd in Stickstoffdioxyd
DE925889C (de) Verfahren zur Herstellung von Dialkylsulfoxyden
DE643104C (de) Verfahren zur Nutzbarmachung des gebundenen Stickstoffes im Nitrosylchlorid
DE660734C (de) Verfahren zur Beschleunigung der Bildung von Stickstoffdioxyd
DE690708C (de) Verfahren zur Herstellung von Kalksalpeter aus den Destillationsgasen fester Brennstoffe
DE652958C (de) Verfahren zur Herstellung hochprozentiger Salpetersaeure
DE364521C (de) Verfahren zur Gewinnung von Salpetersaeure aus den durch Oxydation von Ammoniak gewonnenen Gasen
DE300897C (de)
DE2125677C (de) Verfahren zur Herstellung hoch konzentrierter Salpetersaure
DE691620C (de) Verfahren zur Umsetzung von Nitritloesungen mit Salpetersaeure
DE960630C (de) Verfahren zur Gewinnung des gebundenen Stickstoffs als Ammoniumnitrat durch alkalische Absorption von Nitrosegas