DE498787C - Sicherungsvorrichtung fuer Sprengpatronen - Google Patents

Sicherungsvorrichtung fuer Sprengpatronen

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DE498787C
DE498787C DEB141595D DEB0141595D DE498787C DE 498787 C DE498787 C DE 498787C DE B141595 D DEB141595 D DE B141595D DE B0141595 D DEB0141595 D DE B0141595D DE 498787 C DE498787 C DE 498787C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D5/00Safety arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Sicherungsvorrichtung für Sprengpatronen Die Unschädlichmachung von Versagerschüssen ohne Schußsicherung ist eine lebensgefährliche Arbeit. Das bisher vielfach übliche Verfahren, einen Versager durch ein-en Hilfsschuß, der neben dem sitzengebliebenen Schuß angesetzt wird, abzuräumen, ist oft sehr schwierig anzuwenden, und es ist auch häufiger vorgekommen, daß beim Bohren des Hilfsschusses das noch mit Sprengstoff besetzte Bohrloch des Versagerschusses angebohrt wurde und die Sprengladung zur Explosion kam.
  • Es hat sich als zweckmäßiger erwieisen, die sitzengebliebene Sprengladung nach Beseitigung des Besatzmaterials durch eine neue Schlagpatrone abzuschießen. Um den Besatz des Schusses gefahrlos abräumen zu können, ist es jedoch erforderlich, zwischen der Sprengladung und dem Besatz eine Versagersicherung einzubauen, die verhindert, daß man beim Ausräumen des Besatzes aus dem Bohrloch unmittelbar mit 'dem Sprengstoff in gefahrvolle Berührung kommt.
  • Eine neuerdings in Vorschlag gebrachte Versagersicherung sieht die Einschaltung eines Holzpfropfens zwischen der Sprengladung und dem. Besatzmaterial des Schusses vor. Diese Sicherung hat den Nachteil, daß der Holzpfropfen bei Vorkommen eines Versagers aus dem Bohrloch herausgezogen werden muß, um die Sprengladung freizulegen. Erfahrungsgemäß ist die Beseitigung eiirres solchen Holzpfropfens mit Schwierigkeiten verbunden und gelingt nicht immer. Von anderer Seite ist ein Schutzplättchen aus Metall als Versagersicherung empfohlen worden, das durch Haltearme, die in die Sprengpatrone hineingedrückt werden müssen, an einem Kopfende einer Sprengpatrone blefestigt wird. Auch diese Sicherung bietet keine hinreichende Gewähr. Es kann vorkommen, daß beim Eindrücken der Haltearme in die Sprengstoffpatrone die Patronenhülle aufgerissen wird und das Schutzplättchen beim Einbringen in das Bohrloch oder später beim Besetzen des Schusses aus seiner Lage kommt. Auch hat man keine Gewähr, daß ,die einseitig geschützte Patrone immer richtig in das Bahrloch eingeführt wird.
  • Ferner ist noch eine Hülse aus starken Metall als Versagersicherung vorgeschlagen worden. Diese Sicherung kann aber nur in Verbindung mit der Schlagpatrone verwendet werden. Abgesehen .davon, daß auch diese Sicherung die Schlagpatrone nur -einseitig schützt, ist es technisch nicht immer richtig, die Schlagpatrone als letzte Patrone auf eine Sprengladung zu setzen. Bei Arbeiten, bei denen mit Zeitzündern, geschossen wird oder wo lange Ladesäulen von verhältnismäßig trägen Sprengstoffen angewendet werden, empfiehlt es sich, di'e Schlagpatrone in das Bohrlochtiefste oder in die Mitte der Sprengladung zu legen, um lein Wegschlagen der Schlagpatrone zu verhindern bzw. um die Übertragung sicherzustellen. Für diese Fälle ist die beschriebene Versagersicherung nicht brauchbar. Gegenstand dieser Erfindung ist, durch die beschriebene Versagersicherung eine Schußsicherung zu schaffen, die es ermöglicht, das Besatzmaterial gefahrlos zu entfernen, und gleichzeitig gestattet, eine neue Schlagpatrone auf die Sprengladung zu setzen, ohne daß vorher die Versagersicherung entfernt werden muß. Da die beiden Köpfe der Patronen Schutzkappen erhalten, ist die absolute Gewähr dafür gegeben, daß die Schußsic@herung stets richtig in 'das Bohrloch eingebracht wird und im Bohrloch auch zuverlässig in Wirksamkeit tritt.
  • Die Sicherung kann ferner mit jeder beliebigen Patrone fest verbunden werden, so daß sie bei jedem Schuß ganz unabhängig von der Lage der Schlagpatrone auf die letzte Patrone der Sprengladung gesetzt werden kann.
  • Wenn die letzte Patrone einer Sprengladung mit der Versagersicherung versehen wird, kann man im Falle des Versagens eines Schusses den Besatz ausräumen, ohne mit dem Gerät unmittelbar in gefahrvolle Berührung mit der Sprengstoffladung zu kommen. Durch eine neue Schlagpatrone, die auf die versagte Sprengstoffladung gesetzt wird, kann man -den sitzengeblieb.enen Schuß zur Detonation bringen. Die Schußsicherung gestattet auch das Ausblasen des Besatzmaterials mit Preßluft: Die neue Vorrichtung ist auf beiliegenden Zeichnungen in drei Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt Abb. i die Vorrichtung in Seitenansicht, Abb. a eine Vorderansicht hierzu, Abb. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung in etwas abgeänderter Ausführung, Abb. ¢ eine Seitenansicht der Vorrichtung in einer dritten Ausführung.
  • Die Abb. i und a stellen eine mit Feder: I@iI zug a versehene elastische Klammer mit -zwei zylindrisch geformten Schutzkappen b und c, dem Durchmesser und der Länge der Sprengpatrone angepaßt, dar. Vermöge ihrer Elastizität können die Schutzkappen b und c derart über die beiden Köpfe einer Sprengpatrone gespannt werden, daß ein unbeabsichtigtes Verschieben oder ein unbeabsichtigtes Loslösen der Sprengpatrone aus der Klammer beim Einführen in das Bohrloch nicht möglich ist.
  • Die elastische Klammer ist im ruhenden Zustande etwa i cm kürzer als die Sprengstoffpatrone. Die Federung a ist so bemessen, daß beim Auseinanderziehen der Klammer 1l/2 bis a cm gewonnen werden, so daß die Sprengstoffpatrone durch Betätigung des Federzuges fest in die Klammer eingespannt werden kann und beide Kopfenden von den Schutzkappen b und e ¢ bis 6 mm überdeckt sind.
  • Die in Abb. 3 dargestellte Ausführung der Vorrichtung stellt zwei zylindrisch geformte Metallkappen b und c, :deren Durchmesser und Tiefe den Anforderungen des Gebrauchs entsprechend gewählt werden, dar. Die Metallkappen sind ,durch einen Steg d von zweckentsprechenden Ausmaßen fest miteinander verbunden; am Boden der, einen Kappe b befindet sich eine Spiralfeder a, die den Zweck hat, eine zwischen die Metallkappen eingelegte Sprengpatrone durch den Druck der Spirale zwischen den Kappen so einzuklemmen, daß .diese Einrichtung den gleichen Zweckerfüllt w> die auf den Abb. i und a .dargestellte.
  • Abb. q: zeigt die Ausführung wie in Abb. 3, jedoch ohne Spiralfeder.
  • Als Material für die Versagersicherung können Metalle aller Art (Kupfer, Messing, Aluminium usw.) oder ein anderes den Anforderungen der Praxis entsprechendes Material benutzt werden. Die Schutzkappen können auch siebartig durchlöchert sein oder aus feinem oder gröberem Maschendraht hergestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sicherungsvorizchtung für Sprengpatronen unter Verwendung einer metallischen Schutzhülse, gekennzeichnet durch eine mit zwei zylindrischen Schutzkappen versehene elastische Klammer, i. die die Sprengpatrone eingespannt wird.
DEB141595D 1929-01-27 1929-01-27 Sicherungsvorrichtung fuer Sprengpatronen Expired DE498787C (de)

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