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Spielzeug in Gestalt zweier Figuren Das Spielzeug nach der vorliegenden
Erfindung gehört zu jener Gattung, bei welcher zwei Figuren mit Bezug aufeinander
durch einen Federmotor auf verschiedenen Seiten verschieden bewegt werden, um natürliche
Zustände in den Beziehungen dieser Figuren nachzuahmen. Es gibt bereits derartige
Spielzeuge, in welchen zwei Figuren Kreislaufbewegungen ausführen und abwechselnd
zum Stillstand kommen. Das Neue bei dem vorliegenden Spielzeug ist darin zu sehen,
daß die eine eine Kreisbewegung ausführende Figur an einem Arm -sitzt, der mit einer
gleichmäßig umlaufenden Scheibe nachgiebig gekuppelt ist, so daß er die Drehung
der Scheibe mitmacht, jedoch dort, wo sich eine zweite Figur der Kreishahn der ersten
nähert, durch einen von dem Motor .gesteuerten Anschlag angehalten wird, um nach
-einer kurzen Zeitspanne wieder freigegeben zu werden und die Bewegung in der ersten
Richtung fortzusetzen, während die zweite Figur, die sich der ersten näherte, in
einer ihrer ersten Biewegung entgegengesetzten Richtung zurückbewegt wird.
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Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Spielzeuges
in Gestalt einer Sparbüchse dar.
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Abb. i ist eine schaubildliche Ansicht einer derartigen Sparbüchse.
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Abb. z ist ein Längsmittelschnitt durch die Sparbüchse.
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Abb.3 zeigt die Figuren in dem Augenblick ihrer größten Annäherung
in Draufsicht von oben. Abb.4 zeigt in Draufsicht von unten den zum Aufziehen des
Federwerkes dienenden Mechanismus in der Anfangsstellung.
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Abb. 5 zeigt denselben Mechanismus in einer Endstellung in der gleichen
Ansicht. Abb. 6 zeigt diesen Aufziehxnechanismus für das Federwerk und die damit
verwandten Teile in schaubildlicher Ansicht.
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Abb.7 ist eine Draufsicht auf die Drehscheibe, und Abb. 8, 9 und i
o zeigen Einzelheiten.
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Das in den Abb. i und a gezeigte Gehäuse 35 ist im wesentlichen zylindrisch,
hat aber einen zylindrischen Aufsatz 36 mit einer Vorderwand 37, in der drei Öffnungen
40, 41, 42 angeordnet sind. Die obere etwas abgeschrägte Abschlußwand 38 des eigentlichen
Gehäuset@ehles 35 hat eine Kreisbogennut 43 konzentrisch zum Zylinder und eine andere
Kreisboge@nnut 44 .exzentrisch dazu.
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Die Spielfiguren, nämlich eine Katze i 19 und ein Hund 129, werden
so bewegt, daß die Katze die Nut 43 durchläuft, wobei sich ihr in einem Punkt ihrer
Bahn der Hund 129 nähert. Die Katze wird an dieser Stelle angehalten und verändert
ihr Aussehen, indem ihr Buckel gekrümmt wird, setzt aber nach der augenblicklichen
Hemmung ihre Bewegung in der Nut 43 weiter fort, während der Hund 129 in der Nut
44 zurückgeht.
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Diese Bewegungen der Spielfiguren werden von einem Federmotor 55 abgeleitet,
der nach Abb. z unter einer Platte 46 in einem Bügel 51 angeordnet ist. Das Federwerk
55 setzt dabei eine Drehscheibe 48 in Bewegung,
an weicher die Spielfiguren
i 19, 129 beweg lich befestigt sind.
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Die Platte 46 zur Unterstützung des Federmotors 5 5 trägt auch den
mit diesem Federwerk 55 durch ein Vorgelege 58, 59 zu. sammenarb,eitenden Regler
56 bekannter Ausführung. Diese Tragplatte 46 wird von einei zweiten über ihr angeordneten
Platte 45 unterstützt, und die Platte 45 ist an der Deckwand des Gehäuses 3 5 durch
die Hängeplatten 47 (Abb.6) befestigt, so daß der Plattensatz 45, 46 in einem Abstand
von der Unterseite der Wand des zylindrischen Gehäuses gehalten wird. In diesem
Abstand dreht die Scheibe 48. Zur drehbaren Unterstützung dient die Achse 5o des
Federwerkes, die sich bis nach oben hin in die Abschlußplatte 38 des zylindrischen
Gehäuses fortsetzt. Die nicht dargestellte Nabe der Scheibe 48 umschließt diese
Achse 5o, und eine ebenfalls nicht dargestellte Klinke greift dabei in ein Sperrad
53 (Abb. 6) ein, das über der oberen Platte 45 angeordnet ist.
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Der Federmotor 55 wird durch die in Abb. 4 und 5 dargestellte Zahnstange
66 aufgezogen, die in Eingriff mit einem Zahnrad 67 auf der den Zapfen 51 des Federwerkes
umschließenden Hohlwelle 52 steht. Die Zahnstange 66 wird zwischen den beiden Platten
45, 46 längs einer :aus der oberen Platte herausgedrückten Leiste 68 geführt. Die
Zahnstange hat an dem einen Ende- den Kopf 69 und an dem anderen Ende einen Stift
71. In der Ruhelage der Teilenimmt die Zahnstange 66 die in Abb. 4 gezeigte Lage
ein. Der Stift 71 liegt dann gegen einen Ansatz 75 einer Führung für einen Schieber
63 an, der an seinem freien Ende eine nach oben ragende Zunge 62 aufweist, und diese
Zunge ragt in die Bahn eines an der Unterseite der Drehscheibe 48 angeordneten Anschlags
64 (Abb. 7), um. dadurch in dieser Lage der Teile die Bewegung der Drehscheibe 48
zu begrenzen. Wird die weiter unten 'beschriebene Vorrichtung zum Verschieben der
Zahnstange 66 letztere von der Lage der Abb. 4 in die Lage nach Abb., 5 bewegen,
so tritt der Stift 71 der Zahnstange 66 gegen eine Schrägkante 74 des Anschlagschiebers
63, und dessen Zunge wird dadurch aus' der Bahn des Anschlags 64 der Drehscheibe
48 herausbewegt, um letztere unter dem Einfluß des Federwerks 5 5 eine Drehung ausführen
zu lassen.
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Die Zahnstange 66 kann von der Lage nach Abb.4 in die Lage nach Ab'b.
5 nur dann gebracht werden, wenn eine Münze beliebiger Art in die Sparbüchse eingeworfen
worden ist. Nach Abb. 2, 4 und 5 sind zwei Quer-Schieber 76 und 77 (Abb. 6) zwischen
den Platten 45 und 46,gleitbar gelagert. Der untere auf der Platte 46 gleitende
Schieber 77 hat an seinem rechten Ende (Abb. 2 und 6) nach, oben gerichtete Finger
82, deren Enden 83 hakenartig .abgebogen sind. Der andere obere Schieber 76, der
in den Leisten 84 (Abb. 6) des Schiebers 77 geführt ist, hat .in dem rechten Ende
eine nach oben gerichtete, als Münzeinwurf dienende Verlängerung 89 mit Schlitzen
9i für den Durchtritt der Finger 82 des anderen Schiebers. Für gewöhnlich nimmt
die bewegliche Münzenrinne 89 die in Abb.2 gezeigte Lage ein, so daß eine bei 39
eingeworfene Münze 135 über dem oberen Ende eines Münzenkastens i i i gehalten wird.
Wird dann der Münzenrinne 89 eine kurze Bewegung nach links (Abb. 2) erteilt, so
wird die Münze zwischen den Fingern 82 und der Rinne 89 etwas festgeklemmt und mit
nach links verschoben, um in Gegenüberstellung zu dem Schlitz i 15 des Fastens i
i i zu geraten, worauf sie nach Auslösung der Klemmwirkung in diesen Kasten i i
i abfällt.
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In- Abb.4 und 5 ist die Bodenseite des - -unteren Schiebers 77 dargestellt,
und aus diesen. Abbildungen geht hervor, daß sich eine Verlängerung 86 des oberen
Schiebers 76 quer über die untere- Platte 46 hin erstreckt, während von dem. Querschieber
77 eine Leiste 8 5 nach rechts herausragt. Die Verlängerung 86 des oberen Schiebers
76, der aus einem Stück mix der Münzenrinne 89 besteht, steht durch einen Stift
95 in Eingriff mit dem Schlitz 94 einer Hubplatte 93; In dieser Hubplatte 93 ist
auch quer zu ihr und also in derselben Richtung, in welcher die Verschiebung des
Ansatzes 86 -erfolgt, eine Schiebeklinke i o 5 geführt. Die Verschiebung der Hubplatte
93 zwischen der Leiste 68 und einer zu -ihr parallelen Leiste 88 erfolgt durch ein
Hebelgestänge 96, 97, 98, wie in Abb. 4 und 5 gezeigt, wobei der Hebel
97 sich durch einen Stift 99 im Hebel 98 und letzterer durch einen Stift
i oo in der Hubplatte 93 führt. Der Hebel 96 ragt, wie in Abb. i und 6 gezeigt,
aus dem Gehäuse 3 5 heraus und wird für gewöhnlich durch eine Feder 104 in die eine
Endstellung gezogen. Wird er in Richtung gegen den Anschlag io2, wie in Abb. i gezeigt,
hin geschwungen, so erfolgt damit die Längsverschiebung der Hubplatte 93 und auch
eine entsprechende Querverschiebung des Ansatzes 86 des; Münzenrinnenschiebers 76,
Die Schiebeklinke 105 ergreift mit einem Haken io7 und einem Stift io8 die Leiste
85 des unteren Fingerschiebers 77. Da bei Vorhandensein einer Münze zwischen der
Rinne 89 und den Fingern 82 bei der Verschiebung des Querschiebers 76 auch der an-
i dere Schieber 77 mitgenommen wird, so tritt die Nase der Schiebeklinke hinter
den Kopf
69 der Zahnstange 66, um bei der Längsverschiebung der
Hubplatte 93 von der Lage nach Abb.4 in die Lage nach Abb.5 die ganze Zahnstange
66 mitzunehmen, bis durch Anschlag des Stiftes 71 gegen die Schrägkante 74 des Schlittens
63 letzterer aus seiner Sperrstellung zurückgezogen wird. Am Ende dieser Bewegung
der Hubplatte 93 angelangt, wird der untere Schieber 77 durch die in Abb. 6 dargestellte
Feder 92 wieder zurückgezogen und nimmt dabei durch die Querleiste 8 5 auch die
Schiebeklinke i o 5 zurück, so daß sie mit ihrer Nase von dem Kopf 69 der Zahnstange
66 zurücktritt. Die in Abb. 6 gezeigte Feder 104 zieht dann den Betätigungshebel
96 wieder in die Lage nach Abb.4, und es wird dadurch die Hubplatte 93 in ihre ursprüngliche
Lage (Abb.4) zurückbewegt, so daß diese Teile für den Einwurf einer Münze wieder
bereit sind. Während des Ablaufens des Motors gelangt auch die Zahnstange 66 wieder
in die Lage nach Abb.4, und gerade, bevor sie in dieser Ausgangslage ankommt, schiebt
sie mit dem Stift 71 den Schlitten 63 nach auswärts, um die Zunge 62 desselben in
die Bahn des Anschlages 64 der Drehscheibe 48 zu bringen.
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Auf der Nabe der Drehscheibe 48 ist unter Vermittlung des Armes 121
die Spielfigur i 19 in Gestalt einer Katze angebracht, und zwar wird der Arm 121
durch Reibung mitgenommen. Die Spielfigur i 19 setzt sich aus zwei gelenkig aneinander
befestigten Teilen zusammen, von welchen der rückwärtige an dem Stift 124 eines
nach oben ragenden Ansatzes 123 des Armes 121 befestigt ist (Abt. g), während der
Vorderteil der Figur mit dem rückwärtigen Teil durch den Zapfen 120 gelenkig verbunden
ist. Dieser Vorderteil führt sich durch einen Stift in einem Schlitz 125 des Ansatzes
123, und die beiden gelenkigen Teile der Figur i 19 werden durch die Feder 126 für
gewöhnlich gestreckt gehalten, können jedoch mit Bezug aufeinander etwas ausgeschwungen
werden, um die charakteristische Krümmung des Rückens einer Katze nachzuahmen.
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Die Drehscheibe 48 hat auf ihrer Oberfläche die in Abb. 3 gezeigte
Kurvennut 134. Ein Arm 131, der Stütze für die zweite Spielfigur 129 ist, ist bei
132 unten an der Abschlüßwand des Gehäuses 35 gelenkig befestigt, und dieser Arm
hat einen Stift 133, der sich in der Kurvennut 134 führt. Wenn die Scheibe 48 aus
der Anfangslage nach Abb. i in die Lage nach Abb. 3 gedreht wurde und durch die
Kurvennut 134 im letzten Teil dieser Drehbewegung die Figur 129 im Schlitz 44 nach
außen geführt wurde, liegt die Figur 119 in der in Abb.3 gezeigten Lage. Am Vorderteil
der Figur i 19 ist ein nach unten ragender Finger z27 (Abt. 9) angeordnet, der in
diesem Augenblick mit der Zunge 62 des Schlittens 63 in Eingriff kommt. Dadurch
wird die Bewegung der Figur i i9 plötzlich angehalten, und die scharnierartig aneinander
befestigten Teile schwingen um den Zapfen 12o aus, was den Anschein :eines gekrümmten
Rückens verursacht. Während dieser -augenblicklichen Unterbrechung der Bewegung
der Katze wird die Drehscheibe 48 weiterbewegt, was infolge der Anordnung eines
Schlitzes 212 (Abt. 7) möglich ist. Durch diese Weiterdrehung wird die Feder 128
gespannt, die auf der Drehscheibe 48 befestigt und an den Arm 121 angeschlossen
ist. Die Haltezunge 62 des Schlittens 63 läßt dann den Finger 127 vorbeigehen, so
daß der Arm 121 nun unter der Kraft der Feder 128 seine Bewegung rasch fortsetzt
und dann mit der Scheibe 48 gleichzeitig weiterdreht, bis letztere durch Anstoß
des Anschlages 64 an der Zunge 62 _wieder angehalten wird.
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In dieser Weiterdrehung der Schieibe 48 führt die Nut 134 die Figur
129 wieder durch die Öffnung 42 in den Schlitz 44 zurück. Die beiden Figuren 119,
129 befinden sich dann wieder in der Anfangsstellung hinter den öffnungen 40 und
42 in der Wand 37, und das Spielzeug ist wieder betriebsfertig.