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Fallhammerantrieb mit schwenkbarer Zwischenscheibe für Gurt- und Seilantrieb
Die Erfindung betrifft einen Fallhammerantrieb mit schwenkbarer Zwischenscheibe
sowohl für Gurt- als auch für Seilantrieb.
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Bei den bis jetzt bekannten Fallhammerantrieben mit einfacher Druckrolle
liegt der Antriebsgurt lose über eine Mitnehmerscheibe. Es tritt also zwischen Mitnehmerscheibe
und Gurt bei jedesmaligem Heben des Bären ein Gleiten ein. Die notwendige Folge
ist Reibung und Erwärmung des Gurtes. Bei längerem Stillstand muß die Mitnehmerscheibe
vorher abgeschmirgelt werden, also nie sofortige Betriebsbereitschaft. Da das frei
hängende Trum des Gurtes beim Hochstand des Bären in einer Schleife hängt, so tritt
bei Fall des Bären sehr leicht ein Klatschen des Gurtes irn frei hängenden Trum
ein; also dynamische Beanspruchung, Überanspruchen des Riemens, verkürzte Lebensdauer.
Dadurch, daß bei den bisher bekannten Fallhammerbauarten der Gurt lose über eine
Mitnehmer- oder Antriebsscheibe hing, traten Reibungsverluste auf. hervorgerufen
durch Gleiten zwischen Gurt und Scheibe, also verstärkter Verschleiß. Durch die
hervorgerufene Reibung wurde Wärme erzeugt, die bei Dauerbetrieb sehr leicht ein
Verbrennen der Gurtbahn zur Folge hatte. Bei schwerem Bärgewicht mußte der Hammer
zwischendurch stillgesetzt werden, damit ein Verbrennen des Gurtes vermieden wurde.
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Bei dem Fallhammerantrieb gemäß der Erfindung mit schwenkbarer Zwischenscheibe
für Gurt- und Seilantrieb liegt der Gurt oder das Seil nicht lose über eine Antriebs-
oder Mitnehmerscheibe, sondern ist mit dem Ende fest mit der Zwischenscheibe verbunden,
d. h. auf dem Umfange der Zwischenscheibe fest aufgeschraubt, aufgelascht usw. Also
wird beim Hochheben des Bären der Gurt oder das Seil zwangläufig aufgewickelt, beim
Niedersenken des Bären zwangläufig wieder abgewickelt.
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Daraus ergibt sich den alten Bauarten gegenüber: r . sofortige Betriebsbereitschaft
des Hammers, 2. keine dynamischen Beanspruchungen, also längere Lebensdauer des
Gurtes oder Seiles.
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3. kein Gleiten des Gurtes oder Seiles, also weniger Verschleiß, kein
Verbrennen der Gurtbahn, also größere Lebensdauer und geringerer Kraftverbrauch,
keine Gurt- oder Scheibenerhitzung, also größere Anzahl Hübe des Bären. Demzufolge
Leistungssteigerung der ganzen Hammeranlage.
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Abb. z zeigt den Fallhammerantrieb im ausgelösten, d. h. ruhenden
Zustand.
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Abb. 2 zeigt den Fallhamtnerantrieb im Betrieb.
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Der vorliegende Fallhammerantrieb besteht aus der Stützrolle a zur
Aufnahme des Gurtes i., an dem das Bärge-wicht j befestigt ist. Die
Stützrolle a ist bei b fest gelagert. Neben der Stützrolle a. befindet
sich die Zwischenscheibe
c, die bei d im Schwenkhebel
f
gelagert ist. Der Schwenkhebel f ist seinerseits bei e drehbar gelagert,
so daß sich die Zwischenscheibe c um den Drehpunkt e nach oben und unten schwenken
läßt. Zum Ausgleich des Zwischenscheibengewichts ist das Gegengewicht- am linken
Ende des Schwenkhebels f angebracht. Der Gurt ist mit der Zwischenscheibe c fest
verbunden. Der Schwenkhebel f besitzt an seinem linken Ende den Sicherungsansatz
h, der ein Zuhochschnellen des Hammerbären j verhindert. Im Falle eines Zuhochschnellens
des Hammerbären drückt dieser unter den Sicherungsansatz lt, und das Getriebe wird
ausgelöst, d. h. der Bär senkt sich. Außerdem besteht der Antrieb aus der Druck-
oder Reibungsrolle k, die auf der Antriebswelle l sitzt und sich dauernd
dreht. Der Zughebel na ist derartig gelagert, daß sein rechter Hebelarm, der zur
Verminderung der Reibung am äußersten Ende eine Rolle 1a besitzt, unter das rechte
äußerste Ende des Schwenkhebels f greift. Der Zughebel hat seinen Drehpunkt bei
o. Bei p greift die Zugstange q an. Diese Zugstange q ist bei t mit
dem Druckhebel r verbunden, der seinerseits bei s drehbar gelagert ist. Bei
zc wird von dem Arbeiter mit einer Kraft P auf den Hebel z gedrückt.
In Abb. a bedeutet O die Gurtbelastung, die in Pfeilrichtung wirkt, x ist der Abstand
der Kraft C vom Drehpunkt c der Schwenkrolle f.
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DieWirkungsweise des Fallhammerantriebs ist folgende: Wirkt bei 2i
die Kraft P des Arbeiters, so wird der Druckhebel r nach unten gedrückt. Die Zugstange
q senkt sich nach unten und mit ihr der linke Hebelarm des Zughebels in. Dieses
hat zur Folge, daß die Zughebelrolle st den rechten Hebelarm des Schwenkhebels f
nach oben drückt. Hiermit wird die Zwischenscheibe c gegen die sich drehende Druckrolle
k gedrückt. Die Folge davon ist, daß sich die Zwischenscheibe c in der Pfeilrichtung
dreht. Da der Gurt i fest mit der Scheibe c verbunden ist, so wickelt er sich auf
die Scheibe c auf. Dieses hat zur Folge, daß die Stützscheibe a von dem auflaufenden
Gurt mitgenommen wird, und das Bärgewicht j wird gehoben. Läßt die Kraft P bei u
nach, so löst sich infolge des Drehmomentes 0 # _r die Zwischenscheibe c
von der Druckrolle k, da dieses Moment die Zwischenscheibe c nach unten drückt.
Beim Seilantrieb bleibt der Antrieb ebenso bestehen. Nur ist die Stützrolle d 4
als Seilscheibe ausgebildet. Die schwenkbare Zwischenscheibe c bekommt tiefe Rillen
zur Aufnahme der Seilenden und des auflaufenden Seiles.