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Vorrichtung zum Füllen von Füllfederhaltern Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Füllen von Füllfederhaltern mit einer an dem Pfropfen des Tintenfasses
angebrachten Kolbenpumpe und einem Aufnahmerohr für den Füllfederhalter. Bei den
bekannten Füllvorrichtungen dieser Art sitzt die Kolbenpumpe an der Außenseite ,le:.
Propfens, und nach Füllung der Pumpe entfernt man sie mit dem Pfropfen von dein
Tintenfaß und bringt sie in eine solche Lage, rlaß die Tinte infolge ihres Eigenge-«-ichtes
in den Füllhalter fließt. Diese bekannte Anordnung und Füllweise ist umständlich,
und da die Pumpe außerhalb des Tintenfasses liegt, kann die ganze Vorrichtun- leicht
umgestoßen werden. Gemäß der Erfindung ist jedoch die Kolbenpumpe und las Aufnahmerohr
an dein Pfropfen im Innern des Tintenfasses hängend angebracht und nur (-las Rohrmundstück,
in welches der Füllhalter eingesetzt wird, und die Kolbenstange ragen durch den
Pfropfen nach außen. Der Vorteil dieser Anordnung lr:-,#teht in der vollkommen geschützt
verlegten Kolbenpumpe und darin, daß man zwecks Füllung des Halters nach dem Sanghub
der Pumpe dieselbe nicht aus dein Tintenfaß herausnehmen braucht.
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Die Zeichnung stellt ein Atisführungsbei-#piel der Erfindung dar:
Abb. i ist ein senkrechter Oberschnitt durch eine Tintenflasche, an welcher die
Fiillvorrichtung angebracht ist, wobei ein Füllfederhalter sich in Füllstellung
befin#let; Abb. Z ist ein senkrechter Längsschnitt des unteren Teiles des Füllfederhalters;
AM- 3 und .I sind Querschnitte nach 3-3 bzw. 4-4 der Abb. i.
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Die Tintenflasche ist mit einem Pfropfen i versehen, an dessen innerem
Ende ein Aufnahmerohr 9 befestigt ist, dessen oberes offenes Ende mittels eines
Kanals i i mit einer Bohrung z 2 verbunden ist, welche sich durch den Pfropfen 7
hindurch erstreckt und an der Außenseite desselben von einem trichterförmigen Rohrinundstück
13 umgeben ist. In diese Bohrung 12 wird der untere Teil des Füllfederhalters, welcher
gefüllt werden soll, eingesetzt, und zwar in der Weise, daß die Schreibfeder 1d.
und der mit derselben verbundene Zuführungsstutzen 16 sich durch den Kanal i i hindurch
erstreckt, während (las untere Ende des Griffes i; des Füllfederhalters von den
Seiten der Bohrung 1z (-licht umschlossen wird. Ein anderes Rohr 18, welches einen
Ptunpenzylinder darstellt, ist parallel zu dein Rohr 9 angeordnet und an demselben
befestigt.
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Das obere Ende des Zylinders 18 wird durch einen Schraubpfropfen i
9 abgeschlossen. Dieser Pfropfen i9, welcher als Führung 'für die Kolbenstange 21
der Pumpe dient, ist mit einem Kanal 22 versehen, welcher das Innere des Zvlinders
iS mit der Atmosphäre verbindet. Der Pfropfen ; ist vorzugsweise an der Stelle,
welche die Kolbenstange 21 umgibt, mit einer Aussparung
26 versehen.
Das untere Ende des Zylinders z 8 ist mit einer Öffnung 27 versehen, welche durch
ein selbsttätig arbeitendes Ventil 28 geschlossen werden kann. Der Zylinder
18 ist mit dem unteren Ende des Rohres 9 durch einen Kanal 29 verbunden, der unterhalb
einer Zwischenwand 31 liegt, «-elche sich in dem Rohr 9 befindet und eine Öffnung
32 hat. Diese Öffnung 32 kann ebenfalls durch ein selbsttätiges Ventil 33 geschlossen
werden. Das obere Ende des Griffes 17 des Füllfederhalters ist mit einer drehbaren
Fortsetzung 34 versehen, in welcher sich ein Kanal 36 befindet. Dieser Kanal
kann in Eindeckung mit einer üffnung 37 in den Griff 17 gebracht werden, so daß
während des Einfüllens der Tinte die im Innern des Griffes befindliche Luft nach
außen entweicht. Bei Verschiebung des Kolbens 23 nach aufwärts wird Tinte durch
die Öffnung 27 über das sich geöffnete Ventil 28 in den Zylinder z8 hineingesaugt.
Bei der Abwärtsbewegung des Kolbens 23 schließt sich das Ventil 28 selbsttätig,
und die in ilem Zylinder befindliche Tinte wird durch den Kanal 32 und über das
sich nun öffnende Ventil 33 in rlas Aufnahmerohr 9 hineingedrückt.
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Nachdem in dieser Weise das Aufnahmerohr 9 mit Tinte gefüllt ist,
wird schließlich bei weiterer Pumpung die Tinte in den hohlen Handgriff 17 des Füllfederhalters
hineingetrieben. Der Handgriff des Füllfederhalters wird vorzugsweise durchsichtig
ausgeführt, so daß man die Tinte, welche in denselben hineingepumpt wird, beobachten
kann. Sobald der Füllfederhalter gefüllt ist, verdreht man die Fortsetzung 3q.,
so daß der Kanal 36 außer Eindeckung mit der öffnung 37 kommt, und dann entfernt
man den Füllfederhalter aus der Bohrung t2. Der Füllfederhalter ist nunmehr gebrauchsfertig.
An dem Boden der Pumpe kann ein Ansatz 38 vorgesehen werden, welcher auf dem Boden
der Flasche aufruht, um so die ganze, an dem Pfropfen hängende Vorrichtung zu unterstützen.
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Es ist selbstverständlich, daß geringfügige Änderungen in Größe, Form
und Anordnung der Einzelteile vorgenommen werden können, ohne daß dadurch das Wesen
der Erfindung geändert wird.