DE49197C - Neuerung im Verfahren zum Bedrucken von Porzellan, Steinzeug, Fayence u. dgl - Google Patents

Neuerung im Verfahren zum Bedrucken von Porzellan, Steinzeug, Fayence u. dgl

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DE49197C
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metal oxide
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stoneware
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L. MARTINI in Eisenach
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/009After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone characterised by the material treated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/52Multiple coating or impregnating multiple coating or impregnating with the same composition or with compositions only differing in the concentration of the constituents, is classified as single coating or impregnation
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bekanntlich bestehen die Porzellanfarben oder Schmelzfarben, welche auf den bereits glasirten Gegenständen angebracht werden sollen, aus einer Mischung von einem oder mehreren Metalloxyden mit dem Flufs. Die ersteren Bestand theile der Mischung enthalten die Farbe, der letztere, ein fein pulverisirtes, farbloses Glas, vermittelt die Befestigung der Farben beim nachherigen Einbrennen auf der Glasur.
Die Mischung von Metalloxyd mit Flufs wird mit einem klebrigen Bindemittel, Firnifs, Honig, Syrup etc., verrieben und entweder mit dem Pinsel oder durch Bedrucken auf der Glasur der Scherben aufgetragen und dann in der Muffel eingebrannt. Bei diesem in der Muffel vor sich gehenden Schmelzprocefs verschmilzt die Schmelzfarbe mit der Glasur und wird hierdurch fixirt. Man erhält beim tadellosen Gelingen dieses Processes nicht allein die gewünschte Befestigung des Bildes auf dem Scherben, sondern auch den beabsichtigten glasartigen Glanz.
Beim Mifslingen. des Processes erscheint die Farbe verblafst, matt und ohne Glanz. Man nennt das: »Verdunsten«.
Das weiter unten beschriebene neue Verfahren bezieht sich namentlich auf die Methode der Decoration, nach welcher das Auftragen der Farbe geschieht.
Da die Schmelzfarbe zum grofsen Theil aus dem farblosen Flufs besteht, so mufs dieselbe da, wo es sich um die Herstellung eines intensiven Tones dreht, verhältnifsmäfsig dick aufgetragen werden.
Das Uebertragen von Schmelzfarbe auf die glasirten Scheiben nach allen bisher bekannten Verfahren bietet besondere Schwierigkeiten; bei dem Uebertragen einer dicken Farbschicht auf die Scherben treten die Farben leicht aus und es entsteht beim nachherigen Brennen ein unsauberes, in den Linien zerrissenes und verdrücktes Bild. Beim Uebertragen einer dünnen Lage der Schmelzfarbe dagegen wird der eben erwähnte Uebelstand zwar vermieden, es ermangelt dem eingebrannten Farbendruck jedoch die nöthige Intensität, und es entsteht beim Brennen ein undeutliches, in den .Farbentönen und Umrissen zu schwaches Bild. Um ein deutliches und mit scharfen Umrissen versehenes Bild zu erhalten, hat man sich bisher durch Einstäuben der dünnen Farblage mit Pulver von derselben Schmelzfarbe geholfen, indem man, während der Druck auf den Scherben noch feucht ist, denselben mit pulverisirter Schmelzfarbe vollständig sättigt.
Bei diesem Einstäuben ist nicht zu vermeiden , dafs die pulverisirte Schmelzfarbe auch aufserhalb der Druckumrifslinien gelangt, und wird hierdurch eine sorgfältige Reinigung des mit flüssiger Schmelzfarbe bedruckten und mit pulverisirter Schmelzfarbe eingestäubten glasirten Körpers erforderlich.
Diese Reinigung mufs so weit gehen, dafs die sämmtliche Schmelzfarbe, welche sich aufserhalb der Druckumrifslinien befindet, durch einen langwierigen Reinigungsprocefs (Abwischen vermittelst Hand) vor dem Brennen des Gutes entfernt wird.
Um diese Uebelstä'nde zu vermeiden, verfährt man wie folgt:
Der färbende Bestandtheil der eingangs näher beschriebenen Schmelzfarbe, nämlich das flufsfreie Metalloxyd oder die Mischung aus diesen, wird allein für sich mit Hülfe eines klebrigen Bindemittels verrieben und auf die glasirten Scherben aufgetragen, aufgemalt oder aufge-■ drückt. Damit die Glasur des bedruckten Gegenstandes beim nachherigen Brennen eine Vereinigung mit den aufgedruckten Zeichen eingeht und damit letztere glasähnlich erscheinen, wird die noch frische, feuchte, aus Metalloxyd bestehende Farbe mit dem pulverisirten Flufs, einem fein pulverisirten farblosen Glase, ausreichend gesättigt. Man läfst den pulverisirten Flufs auf der feuchten Metalloxydfarbe und letztere auf der Glasur des zu bedruckenden Gegenstandes fest antrocknen. Da der Flufs, welcher über die Druckumrifslinien beim Aufbringen des pulverisirten Flufspulvers gelangt, farblos ist, so kann man ohne jede weitere Reinigung zum Einbrennen schreiten.
Die Vortheile dieses neuen Verfahrens sindganz wesentliche:
i. Man ist im Stande, eine bei Weitem intensivere und ungemein geschmeidige Farbe zum Drucken oder Malen, die sich aufserordentlich gut verarbeiten läfst, auf den glasirten Gegenstand zu übertragen; da die eigentliche angeriebene Metalloxydfarbe für sich allein aufgetragen wird, kann man dieselbe in der gewünschten Intensität aufbringen, da der für diese Manipulation nur unnöthige und sogar erschwerende Ballast, der Flufs, fehlt.
2. Mit der für diesen Zweck geeigneten Farbe lassen sich bei dünner Farblage bessere Abzüge und" somit schönerer Druck herstellen.
3. Die Farben erhalten einen schönen Glanz, da die Gefahr des sogen. Verdunstens eine geringere ist, denn das Metalloxyd liegt wie eingehüllt und gut geschützt unter dem Flufs und ist somit den schädlichen Einwirkungen der etwa vom -Feuer in die Muffel dringenden Gase weniger ausgesetzt.
4. Die bei den früher üblichen Verfahren zum Bedrucken glasirter Scherben mit Schmelzfarbe entstehenden Uebelstände werden vollständig beseitigt und das neue Verfahren liefert nach dem Brennen auch dann scharfe Bilder, wenn das Brenngut vorher von dem Flufs nicht vollständig gereinigt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Bedrucken von Gegenständen aus Porzellan, Steinzeug u. dergl., darin bestehend , dafs zunächst eine mittels Firnifs, Honig, Syrup u. s. w. angeriebene flufsfreie Metalloxydfarbe auf den zu bedruckenden Gegenstand aufgetragen wird, sodann die noch feuchte, auf den glasirten Gegenstand aufgebrachte flufsfreie Metalloxydfarbe mit einem pulverisirten staubförmigen Hilfsmittel, z. B. farblosem Glas, gesättigt wird und schliefslich der so mit flufsfreier Metalloxydfarbe und hierauf mit einem pulverisirten Flufsmittel behandelte glasirte Scherben nach dem Trocknen der aufgebrachten Bilder und Zeichen zwecks Vereinigung der letzteren mit der vorhandenen Glasur einem Schmelzprocefs unterworfen wird.
DENDAT49197D Neuerung im Verfahren zum Bedrucken von Porzellan, Steinzeug, Fayence u. dgl Expired - Lifetime DE49197C (de)

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