DE464113C - Verfahren zum Bedrucken von Gegenstaenden aus Natur- und Kunsthorn mittels Umdrucks ueber elastische Flaechen oder Umdruckpapier - Google Patents

Verfahren zum Bedrucken von Gegenstaenden aus Natur- und Kunsthorn mittels Umdrucks ueber elastische Flaechen oder Umdruckpapier

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DE464113C DER73060D DER0073060D DE464113C DE 464113 C DE464113 C DE 464113C DE R73060 D DER73060 D DE R73060D DE R0073060 D DER0073060 D DE R0073060D DE 464113 C DE464113 C DE 464113C
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Description

  • Verfahren zum Bedrucken von Gegenständen aus Natur- und Kunsthorn mittels Umdrucks über elastische Flächen oder Umdruckpapier Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Bedrucken von Gegenständen aus natürlichem Horn, Bein, Elfenbein oder Kaseinmassen. Die Verzierung von aus derartigen Werkstoffen bestehenden Gegenständen erfolgte bisher durch Handmalerei. Der Vorteil des neuen Verfahrens gegenüber dem Bekannten liegt einmal in der wesentlich billigeren Ausführungsmöglichkeit, in der Hauptsache aber in der Feinheit der künstlerischen Darstellung der Bildmotive.
  • Diese Vorteile werden gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß in bekannter Weise von einem Druckstock auf eine Glycerin-Gelatine-Masse oder auch auf Umdruckpapier ein Abdruck hergestellt und dieser auf den zu bedruckenden Gegenstand übertragen wird, welcher alsdann, nachdem die bedruckte Stelle mit einer gegen ätzende Flüssigkeiten unempfindlichen Deckschicht, z. B. syrisches Asphaltpulver, versehen ist, in ein mäßig erwärmtes, aus einer gesättigten Lösung von übermangansaurem Kali oder gut färbenden Anilinfarben bestehendes Bad eingebracht und dort je nach dem Grad der Färbung kürzere oder längere Zeit belassen wird, worauf nach dem Herausnehmen des Gegenstandes die Deckfarbe mit einem lösenden Mittel wieder abgewaschen wird.
  • Das Bedrucken der aus Horn, Bein, Elfenbein oder Kaseinmassen bestehenden Gegenstände geschieht am zweckmäßigsten in der Weise, daß ein aus Zink hergestellter Druckstock (Klischee) in- eine Handpresse mit Glycerin-Gelatine-Kissen eingespannt und auf dieses ein Abdruck gemacht wird. Die übertragung des Abdruckes von dem Kissen auf den zu bedruckenden Gegenstand geschieht in bekannter Weise durch Aufdrücken des letzteren auf den Kissenabdruck oder, wo es sich um walzenförmige Gegenstände handelt, durch Abwälzen über das Kissen unter leichtem Andrücken des Gegenstandes gegen das Kissen. Man könnte jedoch auch in der ebenfalls bekannten Weise verfahren, daß man von den Druckstöcken Abdrücke auf Umdruckpapier anfertigt und alsdann von diesem auf die Gegenstände überträgt. Als Druckfarbe kann eine beliebige fette Druckfarbe der bekannten Art dienen.
  • Nach dem Abdruck wird der Abdruck mit einer Deckmasse verstärkt; am besten verwendet man hierfür syrisches Asphaltpulver, womit man den Aufdruck bestäubt, um ihn vor dem ätzenden Einfluß des nachfolgenden Farbbades zu schützen. Das Bad besteht aus einer gesättigten Lösung von übermangansaurem Kali oder aus einer Lösung gut färbender Anilinfarben und wird unter einer mäßigen Wärme von ,4o bis 5o° gehalten. Die in das Bad eingebrachten Gegenstände werden dort je nach der helleren oder dunkleren Färbung, welche erzielt werden soll, längere oder kürzere Zeit belassen. Nach dem Ausführen der Färbung im Manganalbad und nach dem Herausnehmen des Gegenstandes aus dem Bad kann die Deckmasse mit einer geeigneten lösenden Flüssigkeit abgewischt werden. Bei Verwendung von Asphaltpulver beiutzt man zum Abwischen am besten Terpentinöl. Sind die Gegenstände dagegen im Anilinbad gefärbt worden, so müssen sie erst gut getrocknet werden, ehe die Deckmasse- abgewischt wird, um ein Abfärben zu verhindern. Dem Anilinbad ist, um haltbare Färbungen zu erhalten, io bis 15°1o Schwefelsäure zuzusetzen. Die auf diese Weise gefärbten Gegenstände werden zur Erzielung von Hochglanz zweckmäßig mit einer weichen Polierscheibe nachbehandelt.
  • Die Abzüge können auch auf rauhe Flächen übertragen werden; ferner bedarf es keiner besonderen Geschicklichkeit, um das Verfahren zur Anwendung zu bringen wie bei der Handmalerei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: - Verfahren zum Bedrucken von Gegenständen aus Natur- und Kunsthorn mittels Umdrucks über elastische Flächen oder Umdruckpapier, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdruck mit einer gegen ätzende Flüssigkeiten unempfindlichen Deckschicht verstärkt wird und der Gegenstand in ein mäßig erwärmtes, aus einer gesättigten Lösung von übermangansaurem Kali oder gut färbenden Anilinfarben bestehendes Bad gebracht und dort je nach dem Grad der Färbung kürzere oder längere Zeit belassen wird, worauf nach dem Herausnehmen des Gegenstandes die Deckfarbe mit einem Lösungsmittel abgewaschen wird.
DER73060D 1927-12-07 1927-12-08 Verfahren zum Bedrucken von Gegenstaenden aus Natur- und Kunsthorn mittels Umdrucks ueber elastische Flaechen oder Umdruckpapier Expired DE464113C (de)

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