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Schaltungsanordnung für Verstärkungsvorrichtungen für Sprechströme
bei Apparaten zur Aufzeichnung von Telephongesprächen, bei denen die Verstärkungsvorrichtung
einschließlich Batterien, Widerständen u. dgl. auswechselbar in einem Gehäuse untergebracht
ist , Die bisher bekannt gewordenen Einrichtungen zum phonographischen Aufzeichnen
von Telephongesprächen und Diktaten, bei welchen Verstärkereinrichtungen zur Verwendung
kommen, haben dein Nachteil, daß sie mit sehr verwickelten Schalt- und Leitungsanordnungen
versehen sind und daher eine große Anzahl von gesondert zu bedienenden Einzelschaltern
und Verbindungsklemmen benötigen. Insbesondere tritt dieser Nachteil bei diesen
Einrichtungen infolge der Verwendung der zum Beitriebe der Verstärkungseinrichtung
dienenden Batterien, welche von Zeit zu Zeit aufgeladen werden müssen, hervor.
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Da die Benutzung und Bedienung der betreffenden Einrichtungen, welche
fast ausschließlich im Bürobetrieb benutzt werden, in der Regel durch Laien erfolgt,
treten durch falsche Einschaltung oder falschen Anschluß der Stromleitungen bewirkte
Betriebsstörungen, Durchbrennen der Lampen und andere Nachteile, welche infolge
der unrichtigen Betätigung der verschiedenen Schalt- und Anschlußstellen hervorgerufen
werden, dauernd ein.
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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Verstärkungsvorrichtungen
für Sprechströme bei Apparaten zur Aufzeichnung von Telephongesprächen, bei denen
die Verstärkungsvorrichtung einschließlich Batterie in einem besonderen Gehäuse
untrergebracht ist,- und vermeidet die Nachteile der bisher bekannten ähnlichen
Einrichtungen dadurch, daß die zum Betriebe der zugehörigen Hilfsapparate dienende
Starkstromleitung umwechselbar an besonderen Klemmen, die unverwechselbar an dem
Gehäuse angebracht sind. zwecks Aufladens der Verstärkungsbatterie angeschlossen
werden kann, und daß der Motor und die für die, Aufnahme bzw. Wiedergabe- vorgesehene
Schalldose, die von einer gemeinsamen, getrennt von dem Gehäuse angeordneten Schaltvorrichtung
gesteuert werden, während des Aufladens der Batterie nicht in Betrieb genommen werden
können. Es ist somit die Sicherheit gegeben, daß: während des Äufladens der Batterien
ein Einschalten der übrigen Teile der Einrichtung und dadurch hervorgerufene Zerstörungen
dieser empfindlichen Teile nicht erfolgen können.
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Zweckmäßig wird die Schaltungsanordnung in der Weise eingerichtet,
daß die :eigentliche, vom Gehäuse räumlich getrennt angeordnete Schaltvorrichtung
zum Inbetriebseitzen der Einrichtung mit einer von der Batterie für die Verstärkungsvorrichtung
gespeisten Kontrollampe versehen ist, so daßdem Benutzer einerseits durch diese
Lampe eine Kontrolle
möglich ist, ob die zur Speisung der Verstärkungseinrichtung
dienende Batterie noch genügend Energie besitzt, und andererseits durch ihr Leuchten
auch die Arbeitsschaltung der Einrichtung der räumlich getrennt liegenden Aufzeichnungsvorrichtung
angezeigt wird.
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Auf der Zeichnung ist die Einrichtung in einer beispielsweisen Ausführungsform
dargestellt.
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Abb. i zeigt schematisch diel Gesamtanordnung der Einrichtung bei
Verbindung eines Telephones mit einem Aufnahmephonographen, während Abb. z in vergrößertem
Maßstabe das die Verstärkungseinrichtung und Batterie aufnehmende Gehäuse und die
eigentliche Schaltvorrichtung darstellt.
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Abb. 3 zeigt ein Schaltungsschema der Gesamtanlage.
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Die Verstärkungsvorrichtung ist in an und für sich bekannter Weisse
in seinem Kasten i handlicher Größe, der mittels Tür z verschlossen werden kann,
angeordnet. Der Kasten i ist durch senkrechte isolierte und säurefeste Wände 4,
5 unterteilt. In den so geschaffenen Abteilen werden zweckmäßig die aus Verstärkerröhren
bestehende Verstärkereinrichtung 3 sowie diel Anodenbatterie 6 und die Heizbatterie
7 bequem auswechselbar und leicht zugänglich untergebracht.
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An der Außenseite des Kastens i sind zwei zum Anschluß eines Starkstromsteckers
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vorgesehene Steckeinrichtungen 8 und 9 vorgesehen, welche beide unverwechselbare
Pole aufweisen, und von denen,die :erstere für den Anschluß, der Starkstromleitung
an den Motor der Aufzeichnungsvorrichtung bestimmt ist, während die andere Steckeinrichtung
9 zum Anschluß der Starkstromleitung zwecks Rufladens der Heizbatterie 7 dient.
Der mit der Starkstromleitung 21 verbundene Stekker 26, welcher abwechselnd
für beide Steckeinrichtungen 8 und 9 Veurwendung findet, braucht nur zwecks Rufladens
von deir Steckeinrichtung 8 abgezogen und auf die Steckeinrichtung 9, wie in der
Zeichnung dargestellt, aufgeschoben werden, so daß, ein Aufladen der Heizbatterie
7 erfolgt, während die Zuleitung des Betriebsstromes für den Aufzeichnungsapparat
unterbrochen ist.
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Das mittlere Abteil des Kastens ist durch eine waagerechte Wand i
i nochmals unterteilt. In diesem Abteil sind zwei zweckmäßig hochkerzige Kohlefadenlampen
io angeordnet, welche ständig parallel in die von den Steckeinrichtungen 8, 9 zu
der Heizbatterie 7 bzw. dem Motor der Aufzeichnungsrichtung 25 führenden
Leitungen eingeschaltet sind, um den notwendigen Widerstand für den Betrieb der
verhältnismäßig kleinen Motoren der Aufzeichnungsvorrichtung oder für das Aufladen
der Heizbatterie 7 zu bilden Zwecks Ableitung der beim Aufladen dei Batterien und
beim Betriebe der Verstärkungseinrichtung entstehenden Wärme sinc an der Oberseite
des Kastens i Durchlöcherungen 1a vorgesehen.
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Außer den Steckeinrichtungen 8, 9 sind an der Außenseite des Kastens
i zwei Anschlußdosen 13, 14 vorgesehen, von denen die erstere: den Anschluß für
den Verstärkereingang und die andere für die Verbindung mit der Verstärkerausgangsseite
bestimmt ist.
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Der Kasten i ist feurner mittels einer aus genügenden Adern zusammengesetzten
Leitungsschnur 15 mit dem Schalter 16, der in beliebiger räumlicher Entfernung auf
dem Arbeitstisch neben dem. Telephon des die Einrichtung Benutzenden angebracht
ist, verbunden.
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Auf dem Schaltbrett 16 sind drei Druckknöpfe 17, 18 und i 9 vorgesehen,
welche unter Federwirkung stehen und mittels Nasen in bekannter Weise hinter einer
seitlich verschiebbaren, unter Wirkung einer Feder 28
stehenden Sperrschiene
27 in der Weise gesichert werden, daß beim Niederdrücken einer der drei Tasten
die beiden anderen Tasten freigegeben werden, während die gedrückte Taste in der
niedergedrückten Stellung gesperrt bleibt.
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Beim Niederdrücken des Knopfes 17 werden zu gleicher Zeit mittels-
des Rahmens 47 die Druckkontakte 44, 3o und 29a, letztere an zwei Stellen, geschlossen,
während bei den beiden Stellen zge eine Unterbrechung erfolgt. Durch Schließen der
Kontaktstellen 29a wird der Stromkreis 32, 43, durch welchen die von der
Verstärkungseinrichtung 3 (Ausgangsseite) kommenden Sprechströme der Schalldose
33 zugeleitet werden, geschlossen, während durch die Kontaktstelle 30 der Stromkreis
34, welcher von der Steckeinrichtung 8 abzweigt und zur Zuleitung des Betriebsstromes
zu dem Antriebsmotor 25 dient, geschlossen wird.
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Durch Schließen der Kontaktstelle 44 wird wiederum der Heizstromkreis
3 5 mit dem im Nebenschluß. liegenden Kontrollampenstromkreis 45 geschlossen.
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Eine wirksame Einschaltung des Stromkreises 34 mittels des Druckknopfschalters
17 kann jedoch nur erfolgen, sobald der mit der Starkstromleitung z i, z. B. Lichtnetz,
verbundene Stecker 26 in die Steckeinrichtung 8 eingeführt ist und somit
der Stromkreis 34 eine Stromzuführung erhalten kann.
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Durch den Rand des Steckers 26 wird gleichzeitig ,ein mit dem
federnden Kontakthebel 36 verbundener Stift 37 in die Wand des Gehäuses i gedrückt
und auf diese Weise
ein Kontakt 38 in dem Heizstromkreis 35 eingeschaltet,
so daß nur - in dem Falle, daß der Steckei 26 in die Steckeinrichtung 8 eingeführt
ist, eine wirksame Einschaltung des Stromkreises 32 für die Schalldose 33 an die
Verstärkervorrichtung und ebenso des Motorstromkreises 34 :erfolgen kann.
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Durch Drücken des Knopfes i 8 wird die Schiene 27 in bekannter Weise
nach links bewegt, und während der Druckknopf 18 mit seiner Nase unter diese Schiene
gelangt, wird der Druckkontakt 17 freigegeben, so daß er unter Wirkung seiner Feder
in die ausgeschaltete Stellung zurückgelangt und die Kontakte 29a, 30 und
44 ausgeschaltet sind, während bei 29e der Stromkreis 32 mit Stromkreis 39 verbunden
und ebenso wie der vom Telephon kommende Stromkreis 22 an den V erstärkereingang,
also nunmehr wirkungslos eingeschaltet ist.
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Zwecks Wiederholung eines auf die Walze 4o aufgezeichneten Gespräches
o. dgl. wird der Druckknopf i9 gedrückt und hierdurch der Druckknopf 18 oder der
Druckkontakt 17, falls letzterer eingeschaltet ist, freigegeben, während der Druckkontakt
i9 durch die Schiene 27 gesperrt wird.
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In dieser Lage sind die Kontakte 44a, 30a, 31a und 41 geschlossen.
Durch das Schlier Zen des Kontaktes 41 wird der Stromkreis 42 geschlossen, durch
welchen eine an und für sich bekannte Rückführvorrichtung beliebiger Art für die
Schalldose 33 betätigt wird. Sodann wird durch die Kontaktstelle 3 ia der Telephonstromkreis
22, der bisher an die Verstärkereingangsseite angeschlossen war, mit dem Stromkreis
43 an die Verstärkerausgangsseite gelegt, während Schalldose 33 über Leitung 32,
Kontakt 29e und Leitung 39 mit der Eingangsseite des Verstärkers verbunden bleibt.
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Gleichzeitig wird mittels des Kontaktes 3oa der Stromkreis 34, welcher
den Antriebsmotor 25 mit der Starkstromleitung 21 über Kontakt 8 und 26 verbindet,
geschlossen. Außerdem wird durch Kontakte 44a der Heizstromkreis 35 und über Leitung
45 die Kontrolllampe 2o eingeschaltet. Diese Lampe 2o, welche von der Heizbatterie
7 gespeist wird, läßt an ihrer wechselnden Lichtstärke erkennen, ob die Heizbatterie
noch genügende Ladung besitzt oder bereits oder annähernd erschöpft ist. Außerdem
zeigt die Lampe durch ihre Lichtwirkung sowohl dem Benutzer der Einrichtung als
auch Dritten die Arbeitsschaltung der Aufzeichnungsvorrichtung an. Sobald die Batterie
erschöpft ist, wird durch Umstecken des Steckers 26 von der Steckeinrichtung 8 auf
die Steckeinrichtung 9 die Heizbatterie 7 mittels der Zuleitungen 46 mit der Starkstromleitung
21 verbunden, so daß ein Aufladen der Heizbatterie erfolgen kann.
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Gleichzeitig ist aber die Steckeinrichtung 8 stromlos geworden und
der Stift 37 freigegeben und die Kontaktstelle 38 unterbrochen, so daß weder der
Heizstromkreis 35 für den Betrieb der Schalldosen noch der Stromkreis 34 für den
Antrieb des Motors 25 wirksam eingeschaltet werden kann.
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Die Betätigung der Einrichtung ist sowohl bei der Benutzung als auch
bei der evtl. notwendigen Umschaltung zwecks Aufladun<g der Batterie so einfach
und gegen Falschein-Stellungen gesichert, daß irgendwelche Betriebsstörungen durch
falsch angelegte Anschlüsse nicht eintreten können.