DE489753C - Verfahren zum Reinigen von Benzin- und Benzolkohlenwasserstoffen mittels Schwefelsaeure - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Benzin- und Benzolkohlenwasserstoffen mittels Schwefelsaeure

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DE489753C
DE489753C DEG61239D DEG0061239D DE489753C DE 489753 C DE489753 C DE 489753C DE G61239 D DEG61239 D DE G61239D DE G0061239 D DEG0061239 D DE G0061239D DE 489753 C DE489753 C DE 489753C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/148Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound
    • C07C7/17Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound with acids or sulfur oxides
    • C07C7/171Sulfuric acid or oleum
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G17/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with acids, acid-forming compounds or acid-containing liquids, e.g. acid sludge
    • C10G17/02Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with acids, acid-forming compounds or acid-containing liquids, e.g. acid sludge with acids or acid-containing liquids, e.g. acid sludge
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    • C10G17/06Liquid-liquid treatment forming two immiscible phases using acids derived from sulfur or acid sludge thereof

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Description

  • Verfahren zum Reinigen von Benzin- und Benzolkohlenwasserstoffen mittels Schwefelsäure Die Reinigung von Benzin- und Benzolkohlenwasserstoffen mit Schwefelsäure ist nach den bisher bekannten Verfahren mit großen Verlusten verbunden. Die Abfallschwefelsäure hat sich stark mit Harzen angereichert, die verlorengehen und nur mit großen Unkosten als Produkte von geringem Gebrauchswert wiedergewonnen werden können. Durch das öftere Abziehen der Schwefelsäure und des zur Nachwaschung verwandten Wassers entstehen erhebliche Umfüllverluste. Die Aufarbeitung der Schwefelsäure selbst ist mit erheblichen Schwierigkeiten und Unkosten verbunden; sie geschieht in einer besonderen Apparatur.
  • Die vorliegende Erfindung vermeidet den größten Teil dieser Verluste. Nach ihr wird ohne eine besondere Apparatur die Schwefelsäure in einem Zustand wiedergewonnen, in dem sie ohne weiteres zu anderen Zwecken (beispielsweise in der Ammoniakfabrik) verwandt werden kann. Die Manipulationsverluste sind beträchtlich geringer als bei allen bisher bekannten Verfahren.
  • Setzt man nämlich während der Waschung mit Schwefelsäure nach Erzielung des gewünschten Reinigungsgrades, zweckmäßig ohne das Rührwerk stillzusetzen, jedenfalls ohne die Schwefelsäure vorher abzuziehen, einen bestimmten Prozentsatz Wasser dem Agitatorinhalt zu, so scheidet die nunmehr verdünnte Schwefelsäure die aufgenommenen Harze ab, die teilweise jetzt benzollöslich geworden sind und ins Benzol übergehen- oder im anderen Falle sich nach Stillsetzen des Rührwerks als mittlere Schicht zwischen der regenerierten Schwefelsäure und dem gewaschenen Produkt absetzen. Die Schwefelsäure kann abgezogen werden und das gewaschene Produkt für sich allein oder zusammen mit der Harzschicht neutralisiert werden. Im letzteren Falle nimmt das Neutralisationsmittel (Natronlauge, Ammoniakwasser oder Kalkmilch) die Harze auf, wodurch also das Ablassen sauerer Abwässer vermieden wird, die auch zu den bekannten Nachteilen bisheriger Reinigungsverfahren zählen.
  • Der Wasserzusatz richtet sich im allgemeinen nach der angewandten Schwefelsäuremenge und ist für jedes Produkt zweckmäßig durch Laboratoriumsversuche auszuprobieren. Ein Zusatz von 8 bis to Volumprozent bei g Volumprozent angewandter Schwefelsäure wird in den meisten Fällen zum Erfolg führen. Die Rührdauer nach dem Wasserzusatz ist ebenfalls für jedes Produkt verschieden und vorher auszuprobieren.
  • Die Vorteile des vorliegenden Verfahrens sind in erster Linie Fortfall der Säureregenerieranlage. mit all ihren beträchtlichen Unkosten und Nebenerscheinungen, äußerst geringe Manipulationsverluste und außerdem noch ein Mehrausbringen an gewaschenem Produkt, insofern als durch den Wasserzusatz schwach verharzte Produkte, die bisher mit der Säure abgezogen wurden, wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückverwandelt werden, Der Zusatz von Wasser im Gegensatz zu den bekannten Vorschlägen, @Äinmoniakwasser zuzusetzen, wurde deshalb gewählt, weil das Verfahren mit Zusatz von Ämmöniakwasser mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist und auch deshalb keine Verbreitung finden konnte.
  • Würde man, ohne die Schwefelsäure abzuziehen, Ammoniakwasser zusetzen, so sind zur Neutralisation ganz beträchtliche Mengen erforderlich, und da nun in diesem technischen Ammoniakkonzentrat der Fgrößte Anteil des Ammoniaks an Kohlensäure und Schwefelwasserstoff gebunden ist, so werden diese gebundenen Gase bei der Neutralisation. frei und entweichen unter starker Gasentwicklung mit starkem Schäumen des Agitatorinhaltes. Die entweichenden Gase haben, abgesehen von dem unangenehmen Geruch, den Nachteil, daß sie sich mit Kohlenwasserstoffen karburieren und so erhebliche Verluste herbeiführen, zumal da die Temperatur des-Agitatorinhaltes durch die Neutralisation so großer Mengen Säure beträchtlich ansteigt. Da die Ammoniaklauge doch sowieso dem Sättiger zugeführt werden muß, so ist damit kein Vorteil bedingt gegenüber dem Falle der Zufuhr der vorgenannten Säure zum Sättiger.
  • Das Verfahren eignet sich für die Waschung einzelner Fraktionen wie auch für die Mischung derselben, jedoch ist wegen des unterschiedlichen Verhaltens der verschiedenen Benzin-und Benzolkohlenwasserstoffe die Behandlung, wie schon vorher erwähnt, im Laboratorium zu erproben. In einzelnen Fällen wird sich nicht die Waschung der einzelnen Fraktionen, sondern eines zweckmäßig zusammengesetzten Geinisches ergeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen von Benzin- und Benzolkohlenwasserstoffen mittels Schwefelsäure unter Zusatz von Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß während der Behandlung mit Schwefelsäure bzw. unmittelbar danach dem Gemisch, ohne die Schwefelsäure abzuziehen, etwa die doppelte Menge Wasser, bezogen auf die Schwefelsäure, zugesetzt wird, so daß eine Trennung der Schwefelsäure von den Säureharzen eintritt.
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