DE460563C - Verfahren zum Regenerieren von Altkautschuk, namentlich von gebrauchten Luftreifen - Google Patents

Verfahren zum Regenerieren von Altkautschuk, namentlich von gebrauchten Luftreifen

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DE460563C
DE460563C DED51187D DED0051187D DE460563C DE 460563 C DE460563 C DE 460563C DE D51187 D DED51187 D DE D51187D DE D0051187 D DED0051187 D DE D0051187D DE 460563 C DE460563 C DE 460563C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J11/00Recovery or working-up of waste materials
    • C08J11/04Recovery or working-up of waste materials of polymers
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

Das vorliegende Verfahren zum Regenerieren von Altkautschuk, namentlich von gebrauchten Luftreifen, gekennzeichnet im wesentlichen dadurch, daß man den in an sich bekannter Weise zerkleinerten und mit Destillationsprodukten des vulkanisierten Kautschuks imprägnierten Altkautschuk mit Salzsäure behandelt, die durch Polymerisation des Imprägnierunigsmittels bei gleichzeitiger Zerstörung der Gewebebestandteile des Altkautschuks erhaltene dickflüssige Masse mit einer reichlichen Menge Wasser auswäscht und hierauf in der Wasch- oder Kräuselwalze weiterbehandelt.
Bekannten Regenerierverfahren gegenüber, bei denen Destillationsprodukte des Kautschuks im wesentlichen nur als Bindemittel für die pulverisierten Kautschukabfälle dienen, um dieselben geschmeidig und homogen zu machen, sonst aber fremde, die Eigenschaften des Kautschuks ungünstig beeinflussende Bestandteile der Masse bilden, wird nach dem vorliegenden Verfahren durch die katalytische Wirkung mehr oder minder konzentrierter Salzsäure auf die Kautschuköle eine fast vollständige Polymerisation der Kautschuköle zu Kautschuk erzielt.
Das nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene Endprodukt ist daher durchaus hochwertig und für alle Zwecke verwendbar, zu
denen bisher Regenerate gar nicht oder nur bedingt gebraucht werden konnten.
Die bei der Salzsäureeinwirkung auf Gewebeteile der Luftreifen o. dgl. entstehende Hydrocellulose kann zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu aktiver Kohle oder auch auf Zucker weiterverarbeitet werden.
Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung arbeitet man vorteilhaft derart, daß man aus billigen und sonst nicht gut verwendbaren, z. B. verhältnismäßig kautschukarmen Kautschukabfällen im Wege der destruktiven Destillation bei Temperaturen von 220 bis 240 ° C Kautschuköl herstellt. Dieses Kautschuköl wird dann zur Regenerierung von Kautschuk, z. B. aus alten Luftreifen, benutzt, wobei man mit einer Ölzugabe von etwa 10% zu rechnen hat. Mit der Zuführung größerer Ölmengen wird die 5" Masse hochwertiger. Das Öl dringt lediglich in den Kautschuk ein, aber nicht in die darunterliegende Leinwand. Nach ausreichender Durchdringung taucht man die Masse in ein Salzsäurebad bei Lufttemperatur. Die Salzsäure spielt eine doppelte Rolle, und zwar soll sie einerseits das Leinwandgewebe der Pneumatiks zerstören, indem sie es in Hydrocellulose umwandelt, welche leicht entfernt werden kann, und andererseits die Polymerisation der
Kautschuköle katalytisch beschleunigen. Das Heveen des Kautschuköles wird nicht verändert, sondern durch die spätere Waschung herausgebracht. Dagegen findet bei der Behandlung der imprägnierten Stücke mit Salzsäure eine Polymerisation des Isoprens statt, wodurch synthetischer Kautschuk gebildet wird. Diese Polymerisation erfordert ungefähr 15 bis 20 Tage."
1Q In dem vorliegenden Verfahren hat also die Salzsäure eine doppelte Rolle, nämlich die eines Katalysators zur Beschleunigung der Polymerisation des Isoprens sowie eines Mittels zur Zerstörung der Leinwand. Beide 1S Funktionen werden dabei zu gleicher Zeit durchgeführt. Der in den Kautschukabfällen enthaltene Kautschuk wird durch kalte Salzsäure nicht angegriffen, was sehr vorteilhaft ist.
In der Praxis bedarf es zur Ausführung des Verfahrens eines einzigen Salzsäurebades, dessen Konzentrationsverhältnis man stets möglichst gleichbleibend zu halten hat. Wenn das Bad zu sehr verdickt ist, wird filtriert. Es wird dabei handelsübliche Salzsäure, d. h. Salzsäure von etwa 20 bis 22 ° Be oder etwa 300 bis 350 g konzentrierte Säure je Kilogramm, verwendet.
Das mit Salzsäure behandelte dickflüssige Produkt wäscht man mit Wasser, derart, daß der Säureüberschuß verschwindet, und entfernt dann die in Hydrocellulose umgewandelten Leinwandreste, indem man die Masse durch eine Wasch- oder Kräuseltrommel passieren läßt. Man erhält so Kautschukflocken, die von den Leinwandresten gänzlich befreit sind. Dabei ist der Verlust an Kautschuk außerordentlich gering und dessen Qualität eine sehr gute.
Abgesehen hiervon, liegt der Vorteil des Verfahrens in seiner großen Billigkeit, da sich die Kosten nur wenig über die des Ausgangsmaterials erhöhen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Regenerieren von Altkautschuk, namentlich von gebrauchten Luftreifen, dadurch gekennzeichnet, daß man den in an sich bekannter Weise zerkleinerten und mit Destillationsprodukten des vulkanisierten Kautschuks imprägnierten Altkautschuk mit Salzsäure behandelt, die durch Polymerisation des Imprägnierungsmittels bei gleichzeitiger Zerstörung der Gewebebestandteile des Altkautschuks erhaltene dickflüssige Masse mit einer reichlichen Menge Wasser auswäscht und hierauf in der Wasch- oder Kräuselwalze, weiterbehandelt.
DED51187D 1926-04-08 1926-09-01 Verfahren zum Regenerieren von Altkautschuk, namentlich von gebrauchten Luftreifen Expired DE460563C (de)

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FR460563X 1926-04-08
FR622334T 1926-08-25

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DE460563C true DE460563C (de) 1928-05-31

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DED51187D Expired DE460563C (de) 1926-04-08 1926-09-01 Verfahren zum Regenerieren von Altkautschuk, namentlich von gebrauchten Luftreifen

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US (1) US1656694A (de)
BE (2) BE342768A (de)
DE (1) DE460563C (de)
FR (2) FR629389A (de)
GB (2) GB269127A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1048019B (de) * 1954-07-15 1958-12-31 Dasher Rubber & Chemical Compa Verfahren zum Entfernen von Cellulosefasern aus Kautschukabfaellen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1048019B (de) * 1954-07-15 1958-12-31 Dasher Rubber & Chemical Compa Verfahren zum Entfernen von Cellulosefasern aus Kautschukabfaellen

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Publication number Publication date
GB269127A (en) 1927-05-12
GB276626A (en) 1928-01-26
BE336473A (de) 1900-01-01
FR629389A (fr) 1927-11-09
US1656694A (en) 1928-01-17
BE342768A (de) 1900-01-01
FR622334A (fr) 1927-05-28

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