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mit Vor- und Nachfüllung arbeitende Auswiege- und Einfüllvorrichtung,
insbesondere für Makkaroni und ähnliches stangenförmiges Gut Die Erfindung bezieht
sich auf solche mit Vor- und Nachfüllung arbeitende Einfüllvorrichtungen, bei welchen
ein genaues Auswiegen des Füllgutes stattfindet. Derartige Vorrichtungen werden
entweder für sich verwendet, um von Hand oder in anderen Vorrichtungen zu schließende
Packungen zu füllen, oder in unmittelbarer Verbindung mit Maschinen zum selbsttätigen
Füllen und gegebenenfalls auch zur Herstellung der Packung, wobei die Pakkungen
selbsttätig zunächst dem Entleerungstrichter der Waage und dann den Vorrichtungen
zum selbsttätigen Schließen der gefüllten Pakkungen zugeführt werden.
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Bei Füllgut von stangenartiger Beschaffenheit, wie beispielsweise
Makkaroni, hat man bisher eine derartige selbsttätige Abwiegung und Einfüllung nicht
ausführen können. Man war deshalb auch nicht in der Lage, für derartiges Füllgut,
wie dies bei pulverförmigem oder körnigem Gut möglich ist, vollständige Anlagen
zu verwenden, also zusammenwirkende Maschinen für die Herstellung, Füllung und Schließung
der Packungen.
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Die Erfindung bezweckt nun eine Abwiege-und Einfüllvorrichtung, welche
ein genaues selbsttätiges Abwiegen von Makkaroni und ähnlichem Füllgut ermöglicht
und gegebenenfalls auch mit vor und hinter der Auswiege-und Einfüllvorrichtung angeordneten
Maschinengruppen zum Herstellen, Füllen und Schließen der Packungen vereinigt werden
kann.
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Zu diesem Zweck besteht die Erfindung im wesentlichen aus einem Vorratsbehälter
mit zwei Auslässen, von denen der eine eine Verteilervorrichtung speist, die ein
bestimmtes Makkaroniquantum unterhalb des gewünschten Vollgewichts von etwa
500 g abteilt, während der andere Auslaß eine Verteilervorrichtung mit Fördergurt
solcher Art speist, daß die durch diesen Auslaß zugeführten Makkaronistangen nach
und nach oder einzeln auf die Waagschale befördert werden, welche bereits die von
dem ersten Verteiler zugeführte Vorfüllung erhalten hat, bis das verlangte Gewicht
erreicht ist. Alsdann wird auf elektrischem Wege die Sperrung der Waagschale ausgelöst,
so daß das ausgewogene Makkaroniquantum von der Waagschale entleert wird. Zur Beförderung
der abgewogenen Makkaronimenge nach der Einfüllstelle wird zweckmäßig ein Förderband
verwendet, welches die Makkaronimenge der Einfüllstelle zuführt, wo die Einfüllung
von Hand oder selbsttätig erfolgen soll. Dieser Fördergurt ist gleichzeitig geeignet,-
abwechselnd das abgewogene Gut von mehreren längs des Gurtes angeordneten Auswiegevorrichtungen
aufzunehmen, welche verwendet werden müssen, falls eine einzige Ausvzegevorrichtung
nicht so schnell arbeitet, wie
dies das Füllen und Schließen von
Hand oder durch selbsttätige Maschinen erfordert.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht.
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Abb. = ist ein Längsschnitt durch die gesamte Abwiegevorrichtung,
Abb. 2 eine schaubildliche Ansicht des Verteilers, der eine unter dem gewünschten
Gewicht liegende Menge von Makkaroni auf die Schale der Waage entleert.
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Abb. 3 und 4 zeigen in größerem Maßstabe in Stirnansicht und Längsschnitt
einen Teil der Vorrichtung zur Einzelzuführung der Makkaroni.
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Abb.5 ist eine Seitenansicht des vorderen Endes des Gurtes, welcher
das abgewogene Gut der Einfüllstelle zuführt.
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Abb. 6 veranschaulicht in Seitenansicht eine andere Ausführungsform
der Vorrichtung nach Abb. 5, Abb.7 in teilweise geschnittener Ansicht die am Ende
des Fördergurtes angeordnete Einfüllvorrichtung, vermittels welcher durch einen
einzigen Handgriff die Füllung einer Packung bewirkt werden kann, und in Abb. 8
ist eine andere Ausführungsform dieser Vorrichtung dargestellt.
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Das abzuwiegende Gut, im vorliegenden Fall die Makkaroni, befindet
sich in einem Trichter a mit zwei Auslaufrinnen b und e. Der durch
die Rinne b austretende Teil füllt einen entsprechend der Dichtigkeit des Gutes
bestimmten freien Raum in einer Verteilvorrichtung c aus. Diese wird selbsttätig
entsprechend dem Arbeitsvorgang angetrieben und liefert ein unter dem gewünschten
Gewicht liegendes Vorfüllquantum des Wiegegutes auf die Schale d einer Waage. Der
durch die Rinne c zugeführte Teil des Wiegegutes gelangt zu einer Fördervorrichtung,
mittels welcher die Makkaroni parallel nebeneinander auf einer Bahn f angeordnet
und einzeln der Waagschale zugeführt werden, um die vorher mittels des Verteilers
c eingefüllte Vorfüllmenge bis zur Erzielung des Höchstgewichts zu ergänzen.
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Der Verteiler c besteht zweckmäßig aus Blech, welches so gebogen ist,
daß die Außenwand i-2-3 eine gleichmäßige und zur Drehachse i gleichachsige Krümmung
besitzt. Bei i ist die Wand zweckmäßig zungenartig verjüngt, so daß sie leicht in
die Makkaronimenge eintreten kann. In dem Gehäuse i-2-3 ist durch eine Wand 2-q.-5-6
ein leerer Raum i-2-4 abgeteilt, dessen Fassungsraum gleich oder etwas größer ist
als derjenige zwischen den Haltern g und da der Rinne b und einem Flügel
7-8-g-io. Der Verteiler c ist auf einer Achse i angeordnet, auf welcher ein Zahnrad
j befestigt ist. Dieses befindet sich in Eingriff mit einem Zahnsegment k, welches
durch eine auf der Welle m befestigte Hubscheibe 1 angetrieben wird. Für
den Abwiegevorgang wird die Welle in beispielsweise mittels eines Schaltantriebes
so gedreht, daß sie eine Drehung ausführen und nach einer Umdrehung von 36o' in
die Ruhestellung zurückgeführt werden kann. Bei dieser Drehung wird mittels der
Hubscheibe l das Zahnsegment in der Richtung des Pfeiles (Abb. i) nach unten geschwungen
und hierdurch das Zahnrad y und damit die ganze Verteilervorrichtung um ein bestimmtes
Maß gedreht. Während dieser Bewegung entfernt sich die Wand 7-8-g-io von der Rinne
b, so daß die in dem Raum i-4-8-7-g-io aufgespeicherten Makkaroni eine gewisse Lockerung
erfahren, aber gleichzeitig dringt der Schnabel i in den Makkaronivorrat ein. Der
Schnabel kann sich, ohne die Makkaroni zu zerbrechen, leicht durch die Makkarönimasse
bewegen, da die Makkaroni infolge der durch die Fortbewegung der Wand 7-8-g-io bewirkten
Lockerung leicht beim Durchgang des Schnabels ausweichen können. Sobald der Schnabel
i an der oberen Wand der Rinne b vorbeigegangen ist, ist jeder weitere Zutritt von
Makkaroni unmöglich, und der Raum i-2-4-5-6 führt bei der Drehung des Verteilers
eine Makkaronimenge mit sich, deren Gewicht sich stets unterhalb des gewünschten
Höchstgewichts befindet.
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Bei der Weiterdrehung gelangt die Spitze i nach i' und die Wand 7-8
nach 7'-8', so daß letztere nunmehr als Schüttfläche dient, über welche das Wiegegut
auf ein Leitblech n gelangt.
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Die eben beschriebene Drehbewegung geht während eines Teiles der Drehung
der Hubscheibe l vor sich. Während des anderen Teiles der Drehung dieser Hubscheibe,
welche alsdann eine absteigende Kurve darbietet, wird die Laufrolle des Segmenthebels
k und damit auch der letztere durch eine Feder o wieder in die ursprüngliche Stellung
zurückgeführt. Sobald dies geschehen ist, - wird die Schaltvorrichtung der Welle
in ausgeschaltet, und die Hubscheibe l verharrt bis zum nächsten Füllvorgang in
dieser Ruhestellung.
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Die andere Rinne e leitet die Makkaroni auf eine Bahn f, welche im
Querschnitt zweckmäßig etwas krummlinig ist. Oberhalb der Bahn f läuft ein Gurt
oder Band p um zwei Rollen q und q1, welche mittels einer Kette y und der
Kettenräder r1, r? gedreht werden, von denen eines, z. B. y1, auf einer angetriebenen
Welle befestigt ist. Der Gurt p besteht aus einem biegsamen Band (beispielsweise
aus Filz, Leinwand, sehr weichem Leder o. dgl.), welches auf der Innenseite mit
kleinen Gewichten belastet ist. Diese belassen dem Gurt seine Biegsamkeit, veranlassen
ihn aber, an allen Stellen nach unten einen regelmäßigen Druck auszuüben. Wenn der
Gurt in der Richtung des Pfeiles (Abb. i) gedreht wird, so übt er
also
einen starken Druck auf die aus der Rinne e austretende freie Masse der Makkaroni
aus. Infolgedessen werden die austretenden Makkaronistangen in einen engen Kanal
gebracht, wobei sich die einzelnen Stangen nebeneinander gruppieren. Hierbei kann
sich am Anfang des Vorschubes eine Makkaronistange über die anderen bereits reihenweise
angeordneten Makkaronistangen legen; aber diese Makkaronistange erhält durch das
Band p einen verhältnismäßig starken Druck und wird allein weitergeführt, bis sie
sich in die Reihe der Makkaroni einordnet oder bis sie, falls dies nicht geschehen
sollte, an das Ende der Bahn f gelangt. Im allgemeinen ordnen sich aber nach einer
gewissen Zeit und auf der ersten Hälfte der Bahn f die Makkaroni nebeneinander und
in einer einzigen Stärke ein und- werden dann gleichmäßig durch das Band p mitgenommen.
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Um das Abfallen der Makkaronistangen von der Bahn f derart zu regeln.,
daß beispielsweise jede halbe Sekunde eine Makkaronistange herunterfällt, sind zwei
Fingerpaare s, s1 und t, t1 vorgesehen, und zwar dicht neben den Rändern des Bandesel
und die Finger jedes Paares so dicht wie möglich beieinander.
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Diese Fingergruppen werden durch Nocken der M'elle u mit dem
Rad q angetrieben, derart, daß, wenn die beiden Finger s, s1 gesenkt werden,
gleichzeitig die beiden Finger t, t1 angehoben werden, und daß umgekehrt beim Anheben
der beiden Finger s, s1 die beiden Finger t, t1 gesenkt werden. Die Entfernung zwischen
den beiden Fingerpaaren s und t und s1 und t1 ist gleich dem Durchmesser einer Makkaronistange.
Es ergibt sich aus vorstehendem, daß, wenn die Finger t, t- gesenkt sind, die von
dem Band p mitgenommenen Makkaroni gegen diese Finger stoßen, eine Weiterbeförderung
der Makkaroni durch das Band also nicht stattfindet. In diesem Augenblick senken
sich die Finger s, s1, dringen zwischen die letzte und vorletzte Makkaronistange
der Reihe ein, und da im gleichen Augenblick die Finger t, t1 angehoben werden,
so wird die letzte Makkaronistange freigegeben und kann durch die Bewegung des Bandes
p mitgenommen werden, so daß sie auf die Waagschale d herunterfallen kann.
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Man kann also durch die Zusammenwirkung des Bandes p mit den Fingern
s, s1 und t, 1l die Makkaroni der Waagschale d einzeln in gleichen Zeiträumen zuführen,
welche sich nach den jeweiligen Umständen bestimmen.
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Wenn das gewünschte Gewicht erreicht ist, genügt es zur Unterbrechung
der weiteren Zufuhr von Makkaroni, die beiden Hebel s, s1 stillzusetzen, was auf
folgende Weise geschehen kann: Zu Beginn des Vorganges wirkt die Hubscheibe
1 mittels des Nockens ata 1 auf einen Hebel in2. Dieser verschiebt
mit seinem Schwanz zta3 eine Stange 144, welche einen Anker m5 aus weichem Eisen
trägt, der federnd auf der Stange 11L4 verschiebbar ist. Der Anker 111.5 wird somit
während der Drehung der Hubscheibe l gegen einen Elektromagneten gelegt, welcher
ihn in dieser Stellung anzieht, was zur Folge hat, daß der Kurbelarm v -des Hebels
v1 in seiner oberen Stellung gehalten wird.
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In dem Augenblick, wo das gewünschte Gewicht erreicht ist, wird mittels
einer bei der Gleichgewichtslage der Waage beeinflußten Kontaktvorrichtung der Strom
des Elektromagneten ausgeschaltet; infolgedessen wird der Anker m5 nebst der Stange
i,a4 durch die Feder me zurückgezogen, und der Kurbelhebel v wird in seine untere
Stellung geschwungen, in welcher er das Anheben der Finger s und s1 verhindert.
Die Finger sind im übrigen auf derselben Welle befestigt und stehen unter dem Einfluß
einer Feder s22, deren Kraft natürlich geringer sein muß als diejenige der Feder
nag.
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Wenn das Gewicht erreicht ist, wird durch die letzte Schwingung des
Waagebalkens nicht nur die Einzelzuführung der Makkaroni unterbrochen, sondern auch
gleichzeitig mittels einer elektrischen Schalteinrichtung zwecks Entleerung der
Waagschale deren Verriegelungsvorrichtung in bekannter Weise ausgelöst. Die Auslösevorrichtung
schwingt mittels des Hebels N die Sperrfalle D, C der Waagschale aus,
so daß letztere das abgewogene Quantum auskippt und gleich darauf ihre Normalstellung
wieder einnimmt.
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Gleichzeitig ist die Antriebsvorrichtung für die Welle m und Hubscheibe
L wieder eingeschaltet worden, derart, daß die Waagschale d Zeit gehabt hat,
ihre Füllstellung wieder einzunehmen, bevor das von dem Verteiler c abgeteilte und
mitgenommene Vorfüllquantum sich über die Leitflächen n., ,.l in die Waagschale
d ergießt.
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In dem Falle, daß die beschriebene Abwiegevorrichtung in Verbindung
mit einer selbsttätigen Verpackmaschine verwendet wird, wird ebenfalls, wie beschrieben,
bei Erreichung des gewünschten Gewichts jede weitere Zufuhr von Makkaroni unterbrochen.
Anstatt daß jedoch in diesem Augenblick die letzte Schwingung des Waagebalkens,
welche den Strom des Elektromagneten, von dem die Unterbrechung des Einzelvorschubes
der Makkaroni gesteuert wird, unterbricht, auch die Einschaltung derjenigen Vorrichtung
bewirkt, welche den nächsten Füllvorgang in die Wege leitet, bleiben im Falle des
Vorhandenseins einer selbsttätigen Füllmaschine alle Teile in Ruhe, und es behält
auch die Waagschale d ihre Füllung bis zu dem Augenblick, wo in der Füllmaschine
eine Pakkung an eine bestimmte Stelle gelangt. An dieser Stelle befindet sich ein
elektrischer Kontakt
für den Stromkreis eines Elektromagneten,
dessen Anker, wenn er angezogen ist, durch seine Bewegung die Einschaltung der Teile
gestattet, welche einerseits die Entleerung der. Waagschale d bewirken und andererseits
die Drehung der Welle m für die nächste Füllung.
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Wenn unter diesen Umständen zwei, drei oder mehr Waagen in einer vollständigen
selbsttätigen Gruppe verwendet werden, so können diese Waagen jede für sich in der
oben beschriebenen Weise die genauen Wiegungen ausführen und dann in der Gleichgewichtslage
verharren, bis unter Berücksichtigung der Herstellung und Füllung der Packungen
diese an diejenige Stelle gelangt sind, wo sie gefüllt werden sollen.
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Im allgemeinen werden die zu füllenden Pakete bei ihrem Vorschub auf
die obenerwähnte Kontaktvorrichtung wirken, welche zusammen mit einem elektrischen
Schalter nacheinander die Entleerung der Waagen 2, 3 usw. bewirkt.
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Man kann also die vorliegende Abwiegevorrichtung für Makkaroni sowohl
zum Abwiegen und Füllen von Hand wie auch in Verbindung mit vollständig selbsttätigen
Maschinen für das Herstellen, Füllen und Schließen von Pakkungen verwenden. Im ersteren
Falle wird die Schale, sobald das gewünschte Gewicht erreicht ist, entleert und
der Abwiegevorgang ohne weiteres wiederholt. Im letzteren Falle werden die Waagschalen
nur entleert, wenn eine Packung auf die bestimmte Stelle gelangt, worauf nach erfolgter
Entleerung der Füllvorgang wiederholt wird, nach Beendigung des Abwiegens aber die
Waagschalen bis zur elektrischen Auslösung durch die Packung in ihrer umgekippten
Stellung verharren.
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In beiden Fällen ist es nicht möglich, die von der Waagschale d fallenden
Makkaroni unmittelbar in die Packung einzufüllen, wie dies bei pulverförmigem oder
körnigem Füllgut der Fall ist, wo es genügt, wenn die Waagschale d ihren Inhalt
in einen Trichter ergießt, welcher es in die Packung leitet. Der Trichter nimmt,
wenn in ihn zwei, drei oder mehr Waagen ihren, Inhalt abwechselnd ergießen, große
Abmessungen an.
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Es wird daher im vorliegenden Fall, um die von der Waagschale kommenden
Makkaroni in ihrer waagerechten, untereinander parallelen Lage zu erhalten und so
in die Packung einzufüllen, in Verbindung mit der beschriebenen Abwiegevorrichtung
ein über Rollen 22 laufendes Förderband 2o verwendet, dessen Ränder durch Rollen
2r muldenförmig gegeneinander angehoben werden.
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Bei der Ausführungsform nach Abb.5 bewegt sich der Gurt 2o längs einem
dusch die Wände 23 geschlossenen Gang und endet über einem - trichterartigen Auslauf
24. Wenn die Makkaronimasse auf den Gurt fällt, wird sie sofort von diesem in der
Richtung des Pfeiles (Abb. 5) mitgenommen und am Ende in den Trichter 24 gekippt,
wo die Arbeiterin sie erfassen und in die Packung füllen kann.
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Anstatt die senkrechte Fallrinne 24 zu verwenden, können die Wände
23 des .Ganges, in welchem sich der Gurt 2o bewegt, gemäß Abb. 6 derart verlängert
werden, daß das Makkaronibündel nicht umkippen kann, sondern durch die Bewegung
des Gurtes 2o auf die tragenden Teile 50, 51 befördert wird, zwischen denen sich
ein freier Raum 52 befindet, der das Erfassen der Makkaroni durch die Hand der Einfüllerin
ermöglicht.
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Im Falle der Ausführungsform nach Abb. 5 kann der Trichter 24 je nachdem
auf zwei verschiedene Arten enden, die in Abb. 7 und 8 gezeigt sind.
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. Gemäß Abb. 7 mündet der Trichter 24 in. eine Rinne 25 von rechteckigem
Querschnitt, die am unteren Ende mit vier kurzen federnden Zungen 26, beispielsweise
aus sehr dünnem Blech, versehen ist, auf welche die offene Pakkung P leicht aufgesteckt
werden kann. Das in den Trichter 24 fallende Makkaroniquantum wird durch die unteren
eingebogenen Enden der Zungen 26 zurückgehalten, welche infolge ihrer Federkraft
einen gewissen Druck auf das Makkaroniquantum ausüben, das seinerseits frei in den
Teil 25 herunterfällt. In dem Augenblick, wo das Makkaroniquantum in dieser Stellung
anlangt und zurückgehalten wird, verschiebt die Arbeiterin, nachdem sie eine Packung
auf die Zunge 26 gesteckt hat, einen Knopf 27 längs einer Schlitzhülse 28. Hierdurch
wird eine in der Hülse geführte Stange 29 nach unten gezogen, die an ihrem oberen
Ende bei 32 drehbar einen Hebel 35 trägt. Der Hebel 35 ist innerhalb
des Trichters mit einer Platte 30 und außen mit einer Laufrolle 32 versehen.
Wenn die Stange 29 nach unten gezogen wird, so wird mittels der Laufrolle 32 und
Weiche 33 die Ausstoßplatte 30 in die waagerechte Lage gekippt und stößt
die Makkaroni in die Packung .P nieder. Die Auf- und Abwärtsbewegung des Hebels
35 wird durch einen Schlitz 54 in der betreffenden Seitenwand des Trichters 25 ermöglicht.
Wenn der Knopf 27 wieder in seine obere Stellung zurückgeschoben worden ist, wird
die Platte oder Klappe 3o durch eine nicht dargestellte Feder in ihre obere unwirksame,
aus Abb. 7 ersichtliche Stellung zurückgedreht.
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Bei der Vorrichtung nach Abb. 7 muß die Arbeiterin mit der einen Hand
die Packung aufschieben und halten und mit der anderen Hand mittels des Knopfes
27 das Makkaroniquantum in die Packung stoßen. Die Arbeit kann dadurch erleichtert
werden, daß man den Trichter mit einem einfachen Revolversystem verbindet, derart,
daß entweder das Makkaroniquantum
selbsttätig in das von der Arbeiterin
gehaltene Paket eingestoßen wird, oder daß zwei Handgriffe erforderlich sind, durch
dessen einen man die offenen Pakete auf die rechteckige Sammelrinne der Makkaroni
aufschiebt und durch dessen anderen man durch einen nicht dargestellten Kolben das
Makkaroniquantum in die Pakete schiebt. Der Trichter 24 endet in einen senkrechten
Kanal 36 mit zwei Flügelklappen 37, welche durch leichte Federn geschlossen
gehalten werden. Auf einer senkrechten Welle 38 sind Arme 39 in einer für eine wirtschaftliche
Arbeitsweise geeigneten Anzahl angeordnet. Auf jedem dieser Arme ist ein vom Kanal
36 unabhängiger Kanal 4o befestigt, der aus drei festen Wänden besteht, während
die vierte Wand 41 beweglich ist und sich in einer äußeren zurückgezogenen Stellung
befindet, wenn der betreffende Kanal 40 unter den Einschüttkanal36 gelangt. Das
Zurückziehen der Wand 41 wird mittels eines Fingers 42 bewirkt, welcher durch eine
Feder 45 gegen einen festen, an geeigneten Stellen mit zum Zurückziehen des Fingers
42 geeigneten Buckeln versehenen Kranz 43 gezogen wird.
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Wenn ein Kanal 4o bei der Drehung der Welle 38 unter den Kanal 36
gelangt und das abgewogene Makkaroniquantum aus dem Trichter 24 senkrecht und frei
durch die Kanäle 36 und 4o nach unten fällt, so gelangt es auf eine ringförmige
Platte 44, welche den Bereich der Kanäle 40 um ein gewisses Stück überragt. Nunmehr
werden von Hand oder selbsttätig die Arme 39 weitergedreht. Hierbei wird der Finger
42 durch -die Feder 45 von dem betreffenden Buckel des Kranzes 43 gezogen und infolgedessen
die bewegliche Wand 41 gegen das Makkaroniquantüm gedrückt, so daß die :Makkaroni
jetzt fest in dem Kanal 4o zusammengehalten werden. Bei der Drehbewegung des Armes
39 wird das eingeschlossene Makkaroniquantum aus dem oberen Kanal 36 seitlich
herausbewegt und mitgenommen, da die Flügel 37 leicht durch die seitwärts gezogene
Makkaronimenge geöffnet werden können. In diesem Augenblick schiebt eine Arbeiterin
eine Pakkung auf den unteren Teil des Kanals 4o, welcher bei der nächsten Drehbewegung
bis zu einer zweiten Arbeiterin gelangt, welche durch einen Kolben die Makkaroni
aus dem Kanal oder der Tasche 4o in die von unten gegengehaltene Packung einstößt.
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Die Tasche 4o kann auch so beschaffen sein, daß sie in genügender
Weise die Packung hält, welche aufgeschoben wird. Beispielsweise kann tiefer als
der Teil 4o ein ähnlicher Teil vorgesehen werden, auf welchen eine leere Packung
gelangt, deren Boden sich dann einige Millimeter von der in Frage stehenden Platte
befindet. Nunmehr kann ein selbsttätig betriebener Kolben die zweite Arbeiterin
ersetzen und die Makkaroni selbsttätig in die Packung stoßen. Indessen bleibt immer
noch eine Arbeiterin erforderlich, um die gefüllten Packungen fortzunehmen und zu
schließen.
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Bei einer derartigen Anordnung kann man mehrere Wiegevorrichtungen
verwenden, welche das abgewogene Gut nacheinander auf den Fördergurt 2o kippen,
durch welchen die abgewogenen Makkaroniquanten dem Trichter 24 zugeführt werden,
wo eine beschränkte Zahl von Arbeiterinnen das Einfüllen in die leeren Packungen
und das Fortnehmen der gefüllten Packungen besorgen kann.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellte und beschriebene
Ausführungsart beschränkt, die lediglich als Beispiel gewählt ist. Es sind somit
verschiedene Änderungen möglich, ohne aus dem Wesen und Umfang der Erfindung herauszutreten: