DE489072C - Verfahren zur Herstellung von Chromichlorid in geloester oder leicht loeslicher, fester Form aus in Wasser schwer loeslichem, wasserfreiem Chromichlorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chromichlorid in geloester oder leicht loeslicher, fester Form aus in Wasser schwer loeslichem, wasserfreiem Chromichlorid

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DE489072C
DE489072C DEI27639D DEI0027639D DE489072C DE 489072 C DE489072 C DE 489072C DE I27639 D DEI27639 D DE I27639D DE I0027639 D DEI0027639 D DE I0027639D DE 489072 C DE489072 C DE 489072C
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DE
Germany
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chromium chloride
water
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dissolved
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Expired
Application number
DEI27639D
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English (en)
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Dr Johannes Brode
Dr Carl Wurster
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G37/00Compounds of chromium
    • C01G37/04Chromium halides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Chromichlorid in gelöster oder leicht löslicher, fester Form aus in Wasser schwer löslichem, wasserfreiem Chromichlorid Wasserfreies Chromichlorid, das z. B. durch Chlorierung von Ferrochrom erhalten werden kann, ist in Wasser nicht ohne weiteres löslich. Es ist bekannt, daß man es dadurch in wässerige Lösung bringen kann, daß man es in Berührung mit reduzierenden Substanzen treten läßt. Will man die Chromichloridlösung nicht durch andere Stoffe verunreinigen, so kommt nur der Zusatz von Chromochlorid bei der Auflösung in Frage. Bei Anwendung des Chromochlorids in geringen Mengen ist jedoch mit dessen Hilfe die Auflösung nur unter völligem Luftabschluß möglich; außerdem muß das zu verwendende Chromochlorid in einem besonderen Prozeß hergestellt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man wasserfreies Chromichlorid in überraschend einfacher Weise lösen kann, wenn man die wässerige Aufschlämmung des wasserfreien Chlorids mit einem kathodisch polarisierten Leiter in Berührung bringt. Dabei kann man als Anode z. B. eine Graphitelektrode, als Kathode ein Metall, z. B. Blei, verwenden. Um zu verhindern, daß an der Anode gebildete Oxydationsprodukte die Lösung verunreinigen, kann man die Anode mit einem Diaphragma umgeben oder auch, besonders vorteilhaft mit einer Anode aus Chrom arbeiten.
  • Das Verfahren wird zweckmäßig in der Weise ausgeführt, daß man das wasserfreie Chromichlorid in einem als Kathode geschalteten Bleigefäß auflöst. Die erforderliche Stromstärke ist sehr gering, z. B. weniger als o,o2 Amp. auf 1 qdm Elektrodenoberfläche. Selbst große Mengen Chromichlorid können so innerhalb weniger Minuten gelöst werden. Durch die exotherme Reaktion der Wasseraufnahme steigt die Temperatur der Lösung bis zum Siedepunkt an, so daß man auf diese Weise sofort zu sehr konzentrierten Chromichloridlösungen kommen kann, die beim Erkalten teilweise oder vollständig zu hydratischem Chromichlorid erstarren. Infolge der kathodischen Polarisation des Bleigefäßes tritt dabei keine Verunreinigung des Chromichlorids durch in Lösung gehendes Blei ein.
  • Beispielsweise läßt sich das Verfahren vorteilhaft anwenden, wenn kohlenstoffhaltiges Chromichlorid verarbeitet und gereinigt werden soll, wie es z. B. bei" der Chlorierung von Ferrochrom anfällt. In diesem Falle filtriert man in der Hitze die in der oben beschriebenen Weise erhaltene Chromichloridlösung, ehe man sie erstarren läßt. Beispiel 2 kg wasserfreies, kohlenstoffhaltiges Chromichlorid, das aus Ferrochrom hergestellt wurde, werden in einem verbleiten Eisenkessel von etwa 21/21 Inhalt mit 185o ccm Wasser aufgeschlämmt. In der Mitte des verbleiten Gefäßes hängt ein mit ioo ccm verdünnter Salzsäure gefülltes Tondiaphragma. Der Kessel ist in einem durch einen Bleisammler erzeugten Stromkreis als Kathode, eine in dem Tondiaphragma befindliche Graphitelektrode als Anode geschaltet. Unmittelbar nach Einschalten des Stromes beginnt die Auflösung des Chromichlorids unter starker Wärmeentwicklung, wobei die Temperatur bis gegen iio ° ansteigt. Nach 3 bis 5 Minuten wird die entstandene Lösung heiß durch ein säurebeständiges Filter vom ausgeschiedenen Kohlenstoff abfiltriert. Man läßt die klare Lösung erkalten. Durch Abnutschen der in der Kälte größtenteils erstarrten Chromchloridlösung werden 2750 g CrC13 - 6 H30 in kristallisierter Form erhalten. Die noch etwa Zoo g Cr203 im Liter enthaltende Mutterlauge kann für den nächsten Auflösungsprozeß wieder verwendet werden. Die Auflösung kann durch Zugabe von weniger Wasser (beispielsweise etwa i3oo ccm auf 2 kg des wasserfreien Chromichlorids) auch, so geleitet werden, daß die ganze Lösung nach der Heißfiltration zu einem harten Kuchen von hydratischem Chromichlorid erstarrt, der dann zu Stücken beliebiger Größe zerkleinert werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Chromichlorid in gelöster oder leicht löslicher, fester Form aus in Wasser schwer löslichem, wasserfreiem Chromichlorid, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wässerige Aufschlämmung des wasserfreien Chromichlorids mit dem als Kathode dienenden Pol eines elektrischen Stromkreises in Berührung bringt, indem man beispielsweise als Kathode die Wandung des mit der Aufgchlämmung beschickten Behälters benützt, und gegebenenfalls hierauf aus der gewonnenen heißen, vorteilhaft filtrierten Lösung das Chromichlorid durch Abkühlung ausscheidet.
DEI27639D 1926-03-12 1926-03-12 Verfahren zur Herstellung von Chromichlorid in geloester oder leicht loeslicher, fester Form aus in Wasser schwer loeslichem, wasserfreiem Chromichlorid Expired DE489072C (de)

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