DE48889C - Getreide - Schälmaschine mit nebeneinanderliegenden messerartig eingestanzten Schnecken - Google Patents

Getreide - Schälmaschine mit nebeneinanderliegenden messerartig eingestanzten Schnecken

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DE48889C
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grain
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knifelike
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peeling machine
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DENDAT48889D
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J. H. LEHL in Stralsund
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B3/00Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
    • B02B3/06Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming by means of screws or worms

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  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das nachstehend beschriebene Verfahren und die hierzu in Verwendung gebrachte Vorrichtung bezwecken das Enthülsen von Getreidekörnern dadurch, dafs das Getreide zunächst in' reinem Kalkwasser eingeweicht, dann durch messerförmige, . schraubenartig wirkende Maschinen bearbeitet und schliefslich in einer Polirmaschine geglättet wird, so dafs durch diese verschiedenen Bearbeitungen die kieselhaltige Holzfaser und die Fruchthaut entfernt und das Getreidekorn nur mit der Samenhülse bedeckt erhalten wird.
Das Verfahren unterscheidet sich von demjenigen von Giroud-Dargan dadurch, dafs nach diesem das Getreide vor dem Mahlen nur kurze Zeit in Kalkmilch gelegt und sodann sofort auf gewöhnlichem Wege vermählen wird. Weiter unterscheidet sich dasselbe von dem Verfahren des Entschälens nach E. W ei fs dadurch, dafs dieser eine verdünnte Natronlauge, hergestellt durch Kochen einer Lösung von
2 Theilen calcinirter Soda in 12 Theilen Wasser mit 1 Theil Aetzkalk, der vorher in
3 Theilen Wasser gelöscht wurde, anwendet, um das Getreide vor dem Mahlen und während des Reinigens mittelst besonderer Befeuchtungsvorrichtungen oder einfacher Giefskannen zu besprengen, so dafs sich die Lauge gleichmäfsig auf die Getreidekörner vertheilt.
Auch ist dasselbe von einem neuerdings in Anwendung gekommenen Verfahren dadurch verschieden, dafs nach diesem das Getreide lediglich durch einen Dampfstrom behandelt wird.
Diesen bekannten Verfahren gegenüber hat das neue Verfahren folgende Eigenthümlichkeiten:
Das Getreide wird in reinem Kalkwasser eingeweicht und werden die waagrechten Siebflächen eines Tarars oder anderer waagrechter oder senkrechter Flächen unter Anwendung eigenthümlicher Siebe und Bearbeitungsplatten dazu benutzt^ die Holzfaser des Getreides zu lösen.
Hierauf wird das Getreide in schraubenartige, mit messerförmigen Flächen versehene Vorrichtungen gebracht und schliefslich in einer Polirmaschine geglättet, bis die kieselhaltigen Holzfasern und die Fruchthaut fast oder vollständig entfernt sind und dasselbe nur mit der Samenhülle bedeckt ist. Nach dieser Bearbeitung kann es noch auf jeder beliebigen Burst- oder Spitzmaschine weiter bearbeitet bezw. von etwa anhängenden Resten der Fruchthülsen und der Keime befreit werden. Das Verfahren benöthigt demgemäfs der in der Zeichnung dargestellten Einrichtung.
Fig. ι a giebt eine Ueb ersieht der in Anwendung kommenden Maschinen und zeigt die Mischungsschnecke, den Tarar und die Doppelschnecke im Längsschnitt.
Fig. 1 b zeigt eine andere Ausführungsweise der Mischungsschnecke in Ansicht und theilweisem Querschnitt.
Fig. 2 a und 2 b zeigen in Längsschnitt und Vorderansicht die Form der die Mischungsschnecke und Doppelschnecke bildenden Bleche.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch die Doppelschnecke.
In der Mischungsschnecke A wird das Getreide mit dem Kalkwasser innig vermengt. Diese Schnecke besteht aus einzelnen gegen einander versetzten schneckenartigen Schraubengängen, welche aus Blechen gebildet sind, die durchlocht sind und bei denen das infolge der Durchlochung ausgestanzte Blech abgebogen ist, Fig. 2 a und 2 b. Zwischen den einzelnen Schneckengängen eingeschaltete Bretter mit kleiner Durchgangsöffnung setzen der Bewegung des in der Mischungsschnecke enthaltenen Getreides einen Widerstand entgegen und bewirken so eine kräftigere Mischung.
In Fig. ι b ist die Mischungsschnecke mit einem durchgehenden Schneckengang dargestellt. Von A aus gelangt das mit Kalkwasser befeuchtete Getreide mittelst des Schlauches oder Rohres b auf einen Tarar B mit wellenförmigem Drahtgewebebezug oder auf eine mahlgangartige, mit durchbrochenen Flächen arbeitende Vorrichtung, welche mit einem Lüfter Bl in Verbindung steht, durch welchen die bereits gelösten Holzfasern von dem Getreide abgeblasen werden. Aus dem Tarar gelangt das Getreide mittelst des Schlauches oder Rohres c auf eine Doppelschnecke C mit gleich getheilten Windungen. Die Schneckenbleche dieser Doppelschnecke sind ebenfalls von der in Fig. 2a und 2b dargestellten Form. Sie bilden Bleche mit aufrecht stehenden messerartigen oder flügelartigen Schlitzen. In dieser Maschine wird das Getreide einer Vor- und Rückwärtsbewegung ausgesetzt, so dafs die Getreidekörner gegen einander drücken und reiben und die mit Kalkwasser geschwängerten äufseren Hülsen der Getreidekörner sich abdrucken. Diese Schnecken sind an ihrem oberen Theil mit einem halbrunden Mantel bedeckt. Der untere Theil des Behälters besteht aus gelochtem Blech mit unterem festen Trog C1 , welch letzterer mit Lüftern C2 in Verbindung steht. Das Getreide fällt in die erste Schnecke und tritt am Ende derselben durch eine Oeffnung in die zweite. Das Getreide wird nach der Lage des Eintrittspunktes zurückbefördert und tritt aus der Doppelschnecke mittelst des Rohres d in eine Polirmaschine D, in welcher es nochmals unter sich gerieben wird.
Die Polirmaschine kann irgend welcher Construction sein. Jedoch wird bevorzugt, dieselbe als Kugelmühle mit entsprechend grofsen Kugeln auszuführen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Schälmaschine für Getreide, bestehend aus zwei parallel neben einander liegenden Schnecken, in deren Gängen durch Ausstanzungen messerartig wirkende Flächen gebildet sind, zum Zweck, das vorher in Kalkwasser eingeweichte Getreide seiner Hölzfasern und Fruchthülsen zu entkleiden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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